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Die Barockisierung der ehem. Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg

Title: Die Barockisierung der ehem. Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg

Seminar Paper , 2005 , 36 Pages , Grade: 2

Autor:in: Mag.phil. Yvonne Sitter (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Summary Excerpt Details

Kein anderes Kloster in Regensburg errang jemals die Bedeutung der Benediktinerabtei St.
Emmeram. Sie bildete über ein Jahrtausend lang den klösterlichen, geistigen und kulturellen
Mittelpunkt der Stadt und des Bistums. Als im Jahre 1964 Papst Paul IV. der Pfarrkirche St.
Emmeram die Ehre und Würde einer Basilika verlieh, schrieb er: „Heiliger Boden ist jener
Teil der Stadt Regensburg, wo das dem Bischof und Märtyrer Emmeram geweihte Gotteshaus
aufragt.“ St. Emmeram ist der größte vorromanische Kirchenbau Deutschlands und zählt zu
den ehrwürdigsten kirchlichen und geschichtlichen Stätten des deutsprachigen Raums. Die
Baugeschichte ist eine sehr komplexe. Jede Baumaßnahme stellt einen wichtigen Abschnitt in
der Klostergeschichte dar.
Die Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, die Geschichte der Kirche zusammenfassend
darzustellen. Der wichtigste Teil ist die Barockisierung unter den Gebrüder Asam, die 1731-
33 die Ausstattung der Kirche übernahmen. Ausgangspunkt der Betrachtung der barocken
Umgestaltung ist aber die mittelalterliche Kirche St. Emmerams.
Bis heute lässt sich sehr wenig Literatur zur Baugeschichte der Kirche finden. Eine große
Ausnahme bilden jedoch die Thurn und Taxis Studien, die seit 1963 in gewissen Abständen
erscheinen und immer wieder von neuen Erkenntnissen zur Kirche und zum Kloster
berichten. Sehr hervorzuheben wäre Max Piendl, der das verstreute schriftliche
Quellenmaterial zusammenstellte und kommentierte. Durch ihn erstrahlte die Geschichte der
Kirchen in einem neuen Licht.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. St. Emmeram im Mittelalter

2.1. St. Emmeram I : Der Sintpertbau

2.2. St. Emmeram II. – Ramwold Basilika (980/90)

2.2.1. Die Ramwoldkrypta

2.2.2. Weitere Baumaßnahmen unter Abt Ramwold

2.3. St. Emmeram III. – Reginward Basilika (1049/60)

2.3.1. Das Westquerhaus

2.3.2. Das Doppelnischenportal

2.4. Weitere Baumaßnahmen bis zum Ende des Mittelalters

2.4.1. Der Brand im Jahr 1166

2.4.2. Aufstellung eines Lettners 1496

3. Die Barockisierung der Kirche St. Emmeram

3.1. Erste Barockisierung nach dem Brand um 1642

3.1.1. Die Orgelempore

3.1.2. Das Bildprogramm der Kirche

3.1.3. Der Hochaltar

3.1.4. Weitere Ausstattungsmaßnahmen

3.2. Zweite Barockisierung unter Abt Anselm Godin

3.2.1. Die Situation vor der Neuausstattung durch die Gebrüder Asam

3.2.2. Welche Umgestaltungsmaßnahmen wurden durchgeführt?

3.2.3. Das Dekorationssystem im Langhaus

3.2.4. Das Bildprogramm

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexe Bau- und Ausstattungsgeschichte der ehemaligen Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg zusammenfassend darzustellen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der barocken Umgestaltung, wobei die mittelalterliche Bausubstanz als maßgeblicher Ausgangspunkt für die historische Betrachtung dient.

  • Baugeschichte der vorromanischen und romanischen Basilika
  • Die Auswirkungen des Brandes von 1642 und die erste Barockisierung
  • Die umfassende Neuausstattung unter Abt Anselm Godin und den Gebrüdern Asam
  • Analyse der Bildprogramme und des mönchischen Tugendsystems
  • Spannungsfeld zwischen mittelalterlicher Substanz und barocker Repräsentation

Auszug aus dem Buch

2.2. St. Emmeram II. – Ramwold Basilika (980/90)

Um 980/90 wurde St. Emmeram zu einem weit strahlenden Zentrum für monasterische Erneuerung. Als Hauptvermittler dieser Reform galt der damalige Reichsbischof Wolfgang. Er lernte in Trier das Ideal monastischer Erneuerung kennen und verhalf ihm auch im neuen Wirkungskreis zum Sieg. Bald nach Regierungsantritt willigte er zum einen in die Abtrennung des böhmischen Missionsgebiets ein und löste zum anderen die Personalunion vom Domstift und Domkloster, indem er seinen Trierer Freund Ramwold zum Abt von St. Emmeram bestellte. Dieser leitete ein Vierteljahrhundert lang das Kloster in bester benediktinischer Tradition und hob nicht nur in Regensburg, sondern in ganz Bayern die Vollblüte monastischen Lebens an.

Eine weitere Erneuerung war die Einführung der Gorzer Reform, die mit einem geistigen Erwachen und Aufblühen einherging. Auch der bayrisch-sächsische Herzogssohn und spätere Kaiser Heinrich II. wuchs im Regensburger Reformkreis auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung von St. Emmeram als kulturelles Zentrum und umreißt die Aufgabenstellung der Arbeit, die sich der Bau- und Barockisierungsgeschichte widmet.

2. St. Emmeram im Mittelalter: Das Kapitel behandelt die bauliche Entwicklung von den Anfängen (Sintpertbau) über die Ramwold-Basilika bis zur Reginward-Basilika und den mittelalterlichen Eingriffen wie dem Lettner.

3. Die Barockisierung der Kirche St. Emmeram: Hier wird der Prozess der barocken Neuausstattung nach dem Brand von 1642 sowie die spätere Umgestaltung unter Abt Anselm Godin und den Gebrüdern Asam detailliert analysiert.

Schlüsselwörter

St. Emmeram, Benediktinerabtei, Regensburg, Barockisierung, Gebrüder Asam, Abt Ramwold, Klosterbaukunst, Romanik, Kirchengeschichte, Bildprogramm, Tugendzyklus, Monastische Reform, Architekturgeschichte, St. Wolfgang, Baugeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bau- und Ausstattungsgeschichte der ehemaligen Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg von ihren mittelalterlichen Anfängen bis zur prägenden Barockisierung im 18. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die baugeschichtliche Entwicklung, die klösterliche Reformbewegung, die künstlerische Ausgestaltung durch die Gebrüder Asam sowie die inhaltliche Bedeutung der Bild- und Dekorationsprogramme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine zusammenfassende Darstellung der Kirchengeschichte, wobei besonders die Integration der barocken Ausstattung in die mittelalterliche Bausubstanz und die ideologische Ausrichtung durch die Benediktiner analysiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Quellen, Studien und der Fachliteratur, um die komplexe Baugeschichte und die ikonographischen Programme nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des mittelalterlichen Baubestands und die zwei Phasen der barocken Umgestaltung, wobei Architektur, Fresken und Bildprogramme im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem St. Emmeram, Barockisierung, Gebrüder Asam, klösterliche Architektur, Benediktiner, Regensburg und ikonographische Bildprogramme.

Warum war der Erwerb des Reichsfürsten-Ranges 1731 so bedeutsam für den Kirchenbau?

Der neue Status von Abt Anselm Godin löste den Wunsch aus, die Kirche prunkvoll umzugestalten und den neuen Rang sowie die historische Bedeutung des Klosters durch eine monumentale barocke Ausstattung zu unterstreichen.

Wie gingen die Gebrüder Asam mit der mittelalterlichen Bausubstanz um?

Sie zeigten sich erstaunlich rücksichtsvoll gegenüber der mittelalterlichen Substanz; der Kern der Architektur blieb erhalten und wurde durch die barocke Dekoration ergänzt, anstatt den alten Bau vollständig zu ersetzen.

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Details

Title
Die Barockisierung der ehem. Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg
College
University of Vienna  (Institut für Kunstgeschichte, Wien)
Course
Seminar: "Barockisierung mittelalterlicher Kirchen"
Grade
2
Author
Mag.phil. Yvonne Sitter (Author)
Publication Year
2005
Pages
36
Catalog Number
V115829
ISBN (eBook)
9783640173952
ISBN (Book)
9783640179534
Language
German
Tags
Barockisierung Benediktinerabtei Emmeram Regensburg Seminar Barockisierung Kirchen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag.phil. Yvonne Sitter (Author), 2005, Die Barockisierung der ehem. Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115829
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