Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit digitaler Teilhabe in Zeiten der Corona - Pandemie und beleuchtet den möglichen Beitrag digitaler Lernangebote zur Bildungsgleichheit der Schülerinnen und Schüler.
Im ersten Schritt erfolgen grundlegende Informationen zur Corona - Pandemie und der digitalen Teilhabe in Deutschland. Danach werden die Auswirkungen der Pandemie auf die deutschen Bildungseinrichtungen erörtert und insbesondere in Bezug auf die Bildungsungleichheit in Deutschland gesetzt. Folglich wird der Nutzen digitaler Lernangebote behandelt, ihre grundsätzlichen Vor- und Nachteile aufgeführt und ihre Wirkung auf Bildungsungleichheiten während COVID-19 diskutiert. Im Fazit werden sodann die wichtigsten Erkenntnisse der Hausarbeit zusammengefasst und die Fragestellung beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Corona-Pandemie
3 Digitale Teilhabe in Deutschland
4 Bildungseinrichtungen während COVID-19 in Deutschland
4.1 Bildungsungleichheit
4.2 Digitale Lernangebote - Chancen & Herausforderungen
5 Auswirkungen digitaler Bildungsangebote auf Bildungsungleichheiten während COVID-19
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die digitale Teilhabe im schulischen Kontext unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage erörtert, inwiefern digitale Lernangebote einen Beitrag zur Bildungsgleichheit leisten können oder ob sie bestehende Disparitäten zwischen Schülerinnen und Schülern unter den gegebenen Voraussetzungen verstärken.
- Analyse der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Bildungssystem
- Untersuchung des Begriffs der Bildungsungleichheit und dessen Relevanz im Fernunterricht
- Diskussion von Chancen und Risiken digitaler Lernmedien und pädagogischer Ansätze
- Bedeutung der Medienkompetenz von Lehrkräften und Schülern für den Bildungserfolg
- Bedingungen für eine erfolgreiche Implementierung digitaler Lehr-Lern-Settings
Auszug aus dem Buch
4.2 Digitale Lernangebote - Chancen & Herausforderungen
Die „ersten Schulschließungen“ zu Beginn der Pandemie verdeutlichten recht schnell, dass „nicht alle Schulen und Lehrenden gleich gut auf die Herausforderungen des Fernunterrichts vorbereitet waren.“ (vgl. BPB 2020). Viele Bildungseinrichtungen waren digital so schlecht aufgestellt, dass „nicht funktionierende[s] WLAN innerhalb des Schulgebäudes,“ fehlende Endgeräte und „Serverabstürze“ das Lernen mit digitalen Tools behinderten oder erschwerten. (vgl. BPB 2020). Einige Lehrkräfte nutzten bereits vor der Pandemie digitale Lernmethoden und stellten „für alle Lernenden entsprechende Endgeräte zur Verfügung.“ (vgl. ebd.). Sie waren auf die Umstellungen besser vorbereitet und konnten den Lernenden mehr Begleitung und Hilfestellung bieten.
Es besteht ein sehr „umfangreiches Medienangebot für Schule und Unterricht.“ (Tulodziecki 2019, S. 97). Durch die „Erweiterung herkömmlicher durch digitale Medien“ können Inhalte nicht nur in Text- und Bildform, sondern in „vielfältiger Form kombiniert und interaktiv verarbeitet werden.“ (vgl. ebd., S. 15). Digitale Medien sind sehr präsent in den „Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“ (Holzwarth et al 2019, S. 213). Sie handeln gleichzeitig on- und offline und agieren in der realen und virtuellen Welt. Durch die Allgegenwärtigkeit und „Vernetzung“ digitaler Medien spielen auch „außerschulische Lernorte eine zunehmende Rolle für das Lehren und Lernen.“ (ebd.).
Es lassen sich folgende „Formen medienunterstützter Lehr-Lern-Szenarien unterscheiden: [...] Medienunterstützter Präsenzunterricht“ in der Schule, „Blended Learning“-Einheiten, die Verzahnung der Präsenzlehre mit Online-Phasen“, „Online-Kurse, [die] ein eigenständiges, thematisch abgeschlossenes und didaktisch aufbereitetes Lernangebot“ darstellen, sowie „Lerngemeinschaften und Online-Communites [...] die [als] Lernarrangements in informellen Kontexten entstehen.“ (vgl. Tulodziecki 2019, S. 93 - 95).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass die Corona-Pandemie Bildungsungleichheiten verschärft und stellt die Forschungsfrage zur Rolle digitaler Lernangebote bei der Förderung von Bildungsgleichheit.
2 Die Corona-Pandemie: Dieses Kapitel skizziert den globalen Ausbruch von COVID-19 und dessen weitreichende Konsequenzen für den Alltag, die Wirtschaft und das Bildungssystem.
3 Digitale Teilhabe in Deutschland: Es wird die Bedeutung der Digitalisierung für die gesellschaftliche Partizipation erläutert sowie auf die digitale Spaltung und den Bedarf an Medienkompetenz in der Bevölkerung eingegangen.
4 Bildungseinrichtungen während COVID-19 in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die Umstellung auf den Fernunterricht und beleuchtet die Herausforderungen durch technische Mängel sowie pädagogische Hürden.
4.1 Bildungsungleichheit: Hier erfolgt die theoretische Fundierung des Begriffs der Bildungsungleichheit und die Untersuchung, wie soziale Herkunft und familiäre Voraussetzungen den Schulerfolg beeinflussen.
4.2 Digitale Lernangebote - Chancen & Herausforderungen: Das Kapitel analysiert verschiedene Formen digitaler Lernmedien und diskutiert, unter welchen Bedingungen diese das Lehren und Lernen im Fernunterricht unterstützen oder behindern können.
5 Auswirkungen digitaler Bildungsangebote auf Bildungsungleichheiten während COVID-19: Es wird diskutiert, ob personalisierbare digitale Medien helfen können, Benachteiligungen auszugleichen, oder ob die Abhängigkeit von Eigenmotivation und technischer Ausstattung die Schere weiter auseinandertreiben lässt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass digitale Angebote nur dann zur Bildungsgleichheit beitragen können, wenn sowohl die technische Ausstattung als auch die Medienkompetenz aller Akteure gesichert sind.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, Bildungsungleichheit, Digitale Teilhabe, Fernunterricht, Medienkompetenz, Bildungsgleichheit, soziale Herkunft, Lernprozess, digitale Spaltung, Blended Learning, Inklusion, Bildungssystem, Schulerfolg, soziale Benachteiligung, Lernbarrieren
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Bildungsgleichheit für Schülerinnen und Schüler während der Corona-Pandemie aufrechtzuerhalten, und untersucht dabei die Rolle von digitalen Lernangeboten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Aspekte sind der Einfluss der Corona-Pandemie auf das Bildungswesen, die theoretische Definition von Bildungsungleichheit sowie die Chancen und Grenzen digitaler Lehr-Lern-Formate.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit fragt danach, inwiefern und unter welchen spezifischen Bedingungen digitale Lernangebote dazu beitragen können, Bildungsungleichheiten bei Schülerinnen und Schülern abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse aktueller Studien und fachwissenschaftlicher Erkenntnisse zur Medienpädagogik und Bildungssoziologie basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Bildungsstrukturen während COVID-19, die Analyse von Bildungsdisparitäten sowie die Diskussion über das Potenzial und die Anforderungen an digitale Bildungsangebote.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind Bildungsungleichheit, digitale Teilhabe, Medienkompetenz, soziale Herkunft und die Auswirkungen des Fernunterrichts auf die Lernentwicklung.
Warum wird die Schere der Lernentwicklung als besonders kritisch betrachtet?
Die Autorin argumentiert, dass die pandemiebedingte räumliche Distanz und die Notwendigkeit des eigenständigen Lernens leistungsschwächere Schüler oder Kinder aus benachteiligten Familien besonders stark treffen, da ihnen häufig die häusliche Unterstützung fehlt.
Welche Rolle spielt die Medienkompetenz der Lehrkräfte für den Erfolg?
Laut der Arbeit ist eine ausreichende Medienkompetenz der Lehrkräfte eine Grundvoraussetzung, um eine lernförderliche Passung zwischen digitalen Angeboten und der Unterrichtssituation herzustellen und so eine digitale Spaltung in der Klasse zu vermeiden.
- Quote paper
- Stefanie Schary (Author), 2021, Digitale Teilhabe in Zeiten der Corona - Pandemie. Beitrag von Bedingungen der digitalen Lernangebote zur Bildungsgleichheit der Schülerinnen und Schüler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158304