Diese Arbeit handelt von dem Wahlverhalten der Frau und deren Hintergründe speziell zu der Frage: "Wie wählen Frauen?"
Zu Beginn findet eine Klärung des Begriffs Partizipation statt und daraufhin wird das Wahlverhalten der Frau analysiert. Um das Wahlverhalten der Frau und ihre Hintergründe ermitteln zu können, muss die Wahlbeteiligung bestimmt und das Wahlverhalten daraus abgeleitet werden. Außerdem werden hierfür Erklärungsansätze für die Beteiligungsraten anhand von möglichen Geschlechterdifferenzen ermittelt. Danach werden die Argumente, warum eine höhere weibliche Partizipation vorteilhaft ist, dargelegt. Des Weiteren werden Erklärungsansätze zur Unterpräsentation von Frauen in der Politik diskutiert und Ansätze zur Erhöhung politischer Partizipation erörtert. Des Weiteren wird auf die Frage, warum Frauen bei Schwierigkeiten bei der politischen Beteiligung aufweisen, eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSDEFINITION: PARTIZIPATION
3. WIE WÄHLEN FRAUEN?
3.1 Die Wahlbeteiligung
3.2 Erklärungsansätze für das Wahlverhalten der Frau
3.3 Warum sollten Frauen sich mehr politisch partizipieren?
3.4 Warum sind Frauen in der Politik unterrepräsentiert?
3.5 Möglichkeiten zur Steigerung der politischen Teilnahme der Fraue
4. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
5. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Wahlverhalten von Frauen in Deutschland, analysiert die Hintergründe ihrer politischen Unterrepräsentation und erarbeitet Ansätze zur Steigerung der weiblichen politischen Partizipation.
- Analyse der historischen und aktuellen Entwicklung der weiblichen Wahlbeteiligung
- Untersuchung von Erklärungsansätzen für parteipolitische Wahlentscheidungen von Frauen
- Diskussion der Gründe für die Unterrepräsentation von Frauen in politischen Ämtern
- Anwendung des „magischen Dreiecks“ zur Einordnung sozioökonomischer, kultureller und institutioneller Einflussfaktoren
- Erarbeitung von Strategien zur Förderung der politischen Teilhabe
Auszug aus dem Buch
3.4 Warum sind Frauen in der Politik unterrepräsentiert?
Um Partizipationsunterschiede und somit die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik erklären zu können, darf der Fokus des Erklärungsansatzes nicht auf dem reinen Geschlecht liegen. Es spielt keine Rolle, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, wichtig hierbei sind die Geschlechterverhältnisse, welche durch aufeinander bezogene Erklärungsansätze, untersucht werden. Das sogenannte „magische Dreieck“, welches die sozioökonomischen Strukturen, politische Kultur und Sozialisation und institutionelle Faktoren umfasst, stellt eine Möglichkeit dar, um die Unterrepräsentation zu erklären. Mithilfe des magischen Dreiecks ist es möglich die politische Beteiligung der Frau zu erklären und anhand dieser die Unterrepräsentation abzuleiten.
Die Grundlage sozioökonomischen Faktoren stellt das Sozioökonomische Standardmodell nach Verba und Nie dar. Das Modell vertritt die These, dass Frauen mit höherem Einkommen, Bildung, Selbstvertrauen und Status sich wahrscheinlich mehr partizipieren als Frauen, die weniger erwerbstätig und somit ein geringeres Einkommen haben. Das Sozioökonomische Standardmodell weist jedoch ein bestimmtes Problem auf, da die Unterrepräsentation sich auf individuelle Merkmale fokussiert.
Ein weiterer Aspekt aus dem Dreieck und somit ein elementarer Einflussfaktor auf die politische Teilnahme der Frau, stellt die geprägte politische Landeskultur dar. Die politische Kultur eines Landes befasst sich mit den Ansichten, Einstellungen und Werte von führenden Rollen. Ein wichtiger Aspekt der politischen Kultur eines Landes, welche ebenfalls einen Grund für die Unterrepräsentation der Frau, sind die bereits vorherrschenden Frauen- und Männerbilder.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kampf um das Frauenwahlrecht und benennt die anhaltende politische Unterrepräsentation von Frauen als zentrales demokratisches Problem.
2. BEGRIFFSDEFINITION: PARTIZIPATION: Dieses Kapitel definiert den Begriff Partizipation als aktive Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen und unterscheidet zwischen konventionellen und unkonventionellen Formen.
3. WIE WÄHLEN FRAUEN?: Hier wird die Wahlbeteiligung historisch analysiert, Erklärungsansätze für Wahlverhalten diskutiert und die Gründe für eine geringere politische Teilhabe mittels des „magischen Dreiecks“ untersucht.
4. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Wahlbeteiligung und den Hürden politischer Partizipation zusammen und betont die Notwendigkeit weiteren Engagements für eine stärkere Präsenz von Frauen.
5. LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur und Online-Quellen.
Schlüsselwörter
Wahlverhalten, Frauenwahlrecht, politische Partizipation, Wahlbeteiligung, Unterrepräsentation, magisches Dreieck, sozioökonomische Faktoren, politische Kultur, Geschlechterverhältnisse, Demokratie, Emanzipation, politische Bildung, Paritätsansatz, Differenzansatz, Interessenvertretung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Wahlverhalten von Frauen in Deutschland und untersucht die tieferliegenden Gründe für ihre nach wie vor geringe Repräsentation in politischen Entscheidungsgremien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung der Wahlbeteiligung, die Auswirkungen sozioökonomischer Faktoren sowie der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die politische Teilhabe von Frauen.
Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, durch die Anwendung des Modells des „magischen Dreiecks“ die Mechanismen hinter der Unterrepräsentation von Frauen aufzudecken und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse politikwissenschaftlicher Konzepte, insbesondere des Sozioökonomischen Standardmodells und des Modells der drei Einflussfaktoren (sozioökonomisch, kulturell, institutionell).
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wahlbeteiligung, die Erörterung von Begründungsmustern für politisches Engagement sowie eine detaillierte Untersuchung der Hindernisse für Frauen im politischen System.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wesentliche Begriffe sind Politische Partizipation, Unterrepräsentation, Geschlechterverhältnisse, magisches Dreieck, politische Kultur und Wahlverhalten.
Welche Rolle spielen die sozioökonomischen Faktoren laut dem Standardmodell?
Das Modell postuliert, dass Faktoren wie ein höheres Einkommen, ein höherer Bildungsabschluss und ein gesicherter Status positiv mit der Wahrscheinlichkeit korrelieren, dass Frauen sich politisch aktiv beteiligen.
Warum wird das „magische Dreieck“ zur Erklärung herangezogen?
Das Modell dient als analytischer Rahmen, um das komplexe Zusammenspiel von sozioökonomischen Strukturen, der politischen Kultur und institutionellen Faktoren zu verstehen, die die politische Teilhabe von Frauen determinieren.
Was ist das zentrale Argument für die Notwendigkeit von Frauen in der Politik?
Die Arbeit argumentiert, dass eine stärkere Inklusion von Frauen eine Grundvoraussetzung für die Wahrung des Demokratiegedankens ist, da nur so die spezifischen Interessen aller Bevölkerungsteile in Entscheidungsprozessen abgebildet werden können.
- Arbeit zitieren
- Nurgül Eryörük (Autor:in), 2021, Das Wahlverhalten der Frau und ihre Hintergründe. Wie wählen Frauen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158337