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Geschlechterpolarität und personale Identität in einer modernen Gesellschaft

Eine Untersuchung von Ferdinand Fellmanns Beitrag zur Philosophie der Sexualität in Bezug auf den Sozialsektor

Title: Geschlechterpolarität und personale Identität in einer modernen Gesellschaft

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Göllert (Author)

Gender Studies
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Das Zusammenspiel von Geschlechterpolarität und personaler Identität hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung in den vergangenen Jahrhunderten im Vergleich zur heutigen Zeit dahingehend gewandelt, dass Geschlechterrollen mittlerweile als gesellschaftliche Konstruktionen hinterfragt werden, statt schlichtweg als etwas Statisches und natürlich Vorgegebenes gesehen zu werden.

Trotzdem gibt es Menschen wie Ferdinand Fellmann, die durch ihre Veröffentlichungen vehement davon abraten, der „natürlichen“ Geschlechterpolarität den Rücken zuzukehren. Welche Gründe den konservativen Philosophen hierzu bewegen, was der Begriff Geschlechterpolarität und der Begriff der Identität in Abhängigkeit von der Kategorie Geschlecht bedeuten, soll in dieser Arbeit beleuchtet werden. Das Zusammenspiel von Geschlechterpolarität und personaler Identität, deren Belang für den Sozialsektor sowie die abschließend kritische Würdigung der Ergebnisse finalisieren diese Arbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Annäherung an den Begriff der Geschlechterpolarität

2.2 Annäherung an den Begriff der Identität in Abhängigkeit zur Kategorie Geschlecht

2.3 Zusammenführung

3 Fellmanns konservative Theorie zur Unaufhebbarkeit von biologischer Geschlechtsidentität und Geschlechterpolarität

4 Geschlechterpolarität und Identität – ein Verharren in traditionellen Strukturen?

5 Tragweite der Ergebnisse für das sozialarbeiterische Handlungsfeld

6 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel von Geschlechterpolarität und personaler Identität unter besonderer Berücksichtigung der konservativen philosophischen Perspektive von Ferdinand Fellmann und reflektiert deren Bedeutung für das moderne sozialarbeiterische Handlungsfeld.

  • Historische und theoretische Grundlagen der Geschlechterpolarität
  • Wechselwirkung zwischen gesellschaftlich normierten Geschlechterrollen und individueller Identitätsbildung
  • Analyse von Ferdinand Fellmanns Theorie zur Unaufhebbarkeit biologischer Geschlechtsidentität
  • Implikationen für die Soziale Arbeit im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und Identitätskonflikten

Auszug aus dem Buch

Fellmanns konservative Theorie zur Unaufhebbarkeit von biologischer Geschlechtsidentität und Geschlechterpolarität

Dem Philosoph Ferdinand Fellmann (2014, S. 139) zu Folge sind die biologische Geschlechtsidentität sowie die binäre sexuelle Partnerorientierung unaufhebbar miteinander verwoben. Hiermit nimmt er eine Gegenposition zur postmodernen Bewegung ein, die die Gleichstellung der Geschlechter und das Weniger-Festhalten an traditionellen Rollenbildern fordert, obwohl er selbst laut seinen Aussagen patriarchalische Strukturen nicht befürworte. Warum er (ebd., S. 139) an den gesellschaftlichen Geschlechterrollen festzuhalten rät, liegt an seiner Überzeugung, dass die Abkehr von der Geschlechterpolarität zwar ggfs. die sexuelle Freiheit fördere, bloß diese Entwicklung, seiner Meinung nach nicht, wie vielleicht gewünscht, zu beglückenden Umständen führen können würde. Da die Geschlechterpolarität, seiner Meinung nach, das menschliche Leben in ihren Tiefen strukturiere, gebe sie dem Menschen Halt und Sicherheit, um miteinander leben zu können (ebd., S. 139).

„Wie soll ich mich verhalten, wenn ich nicht weiß, ob der andere morgen vom selben Geschlecht ist wie heute?“ (ebd., S. 139f). Seine These von der Unaufhebbarkeit der Polarität der Geschlechter folgt einem Dreischritt: (1) definiert Fellmann Sexualität versus Sex, (2) folgt er der Bedeutung der Zweigeschlechtlichkeit aus evolutionsbiologischer Sicht und (3) bestimmt Fellmann personale Identität aus seiner Sicht, nämlich eine, die es dem Individuum erst erlaube, sich in unserer pluralen Gesellschaft unaufhörlich behaupten zu können (ebd., S. 140). Erstens: Sex stehe ihm zufolge für den Geschlechtsakt, wobei es dabei um das Erlangen von Lust gehe, die seiner Meinung nach nichts mit der Evolution zu tun habe, wohingegen Sexualität ihm zu folge in erster Linie die psychischen Aspekte des Geschlechtslebens und wie jemand das eigene Geschlecht wahrnehme, beschreibe (ebd., S. 140f). „Sex ist ein Haben, Sexualität ein Sein“ (ebd. zitiert nach Fromm, S. 141).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Geschlechterpolarität ein und umreißt die Forschungsfrage nach dem Verhältnis von Geschlecht und Identität unter Berücksichtigung der Theorie von Ferdinand Fellmann.

2 Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel erläutert die historischen und theoretischen Hintergründe der Geschlechterpolarität sowie die Konstruktion von Identität in Abhängigkeit von der Geschlechtskategorie.

3 Fellmanns konservative Theorie zur Unaufhebbarkeit von biologischer Geschlechtsidentität und Geschlechterpolarität: Hier wird Fellmanns philosophischer Gegenentwurf zur postmodernen Gender-Theorie dargestellt, der die Zweigeschlechtlichkeit als biologisch und psychologisch unaufhebbar betrachtet.

4 Geschlechterpolarität und Identität – ein Verharren in traditionellen Strukturen?: Das Kapitel hinterfragt kritisch, ob das Festhalten an traditionellen Geschlechterbildern lediglich ein Ausdruck mangelnder gesellschaftlicher Vorstellungsvermögen ist.

5 Tragweite der Ergebnisse für das sozialarbeiterische Handlungsfeld: Die Ergebnisse werden auf die professionelle Praxis der Sozialen Arbeit übertragen, wobei ein besonderer Fokus auf die Bedeutung von Fortbildungen und modernen Identitätsentwürfen liegt.

6 Kritische Würdigung: Zum Abschluss erfolgt eine kritische Reflexion von Fellmanns Thesen und ein Ausblick auf die Notwendigkeit, Identitätsentwürfe jenseits starrer Geschlechterrollen zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Geschlechterpolarität, Identität, Geschlechtsidentität, Ferdinand Fellmann, Soziale Arbeit, Geschlechterrollen, Zweigeschlechtlichkeit, Gender, biologische Determination, Konstruktivismus, sexuelle Vielfalt, Personale Identität, Identitätsbildung, Traditionelle Strukturen, Gesellschaftliche Normen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Geschlechterpolarität und personaler Identität und reflektiert, wie gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht die Identitätsfindung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die philosophische Auseinandersetzung mit der Geschlechterpolarität, der Wandel von Geschlechterrollen sowie die Bedeutung dieser Konzepte für die Identitätsentwicklung des Einzelnen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Festhalten an konservativen Geschlechtermodellen (exemplarisch an Ferdinand Fellmann) zu analysieren und deren Auswirkungen sowie Relevanz für das sozialarbeiterische Handlungsfeld zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um philosophische und soziologische Positionen zur Geschlechtertheorie gegenüberzustellen und daraus Schlussfolgerungen für die soziale Arbeit zu ziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Begriffsdefinitionen geklärt, anschließend die spezifische Theorie von Ferdinand Fellmann detailliert analysiert und abschließend deren Tragweite für die Praxis der Sozialen Arbeit reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Geschlechterpolarität, Identität, Zweigeschlechtlichkeit, Sozialarbeit und gesellschaftliche Konstruktion definieren.

Warum spielt Ferdinand Fellmann eine zentrale Rolle in der Argumentation?

Fellmann vertritt eine explizit konservative Gegenposition zur modernen Gender-Forschung, die als Kontrastfolie dient, um die tiefe gesellschaftliche Verankerung traditioneller Geschlechterrollen aufzuzeigen.

Welche Verbindung sieht die Autorin zwischen Identität und Sprache?

Unter Bezugnahme auf Judith Butler wird diskutiert, dass Identität nicht statisch ist, sondern erst durch wiederkehrende sprachliche Normen und soziales Handeln konstituiert wird.

Welche Konsequenzen leitet die Autorin für die Soziale Arbeit ab?

Die Arbeit betont, dass Sozialarbeiterinnen verstärkt Kompetenzen in der Gender-Beratung benötigen, um Individuen bei der Entwicklung eigener, bedürfnisorientierter Identitäten in einer pluralen Gesellschaft zu unterstützen.

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Details

Title
Geschlechterpolarität und personale Identität in einer modernen Gesellschaft
Subtitle
Eine Untersuchung von Ferdinand Fellmanns Beitrag zur Philosophie der Sexualität in Bezug auf den Sozialsektor
Grade
1,0
Author
Laura Göllert (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1158377
ISBN (PDF)
9783346555670
ISBN (Book)
9783346555687
Language
German
Tags
Gender Studies Geschlechterpolarität Identität Geschlechterrollen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Göllert (Author), 2021, Geschlechterpolarität und personale Identität in einer modernen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158377
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