In der vorliegenden Arbeit soll ein sekundärpräventives multimodales bewegungsbezogenes Kursprogramm für unspezifische Rückenschmerzen ausgearbeitet werden. Im Mittelpunkt steht der Zielbereich 1: Einstellung und Verhalten. Hier geht es um die Vermittlung von Wissen zu Hintergründen von Rückenschmerzen, den Umgang mit den Schmerzen und einem Aufbau von individuellen Verhaltens- und Handlungskompetenzen in Rückenschmerzepisoden. Im Zielbereich 2 geht es um die (Wieder-) Hinführung zu positiver und freudvoller körperlicher/ gesundheitssportlicher Aktivität und die nachhaltige Bindung an eigenständig durchgeführtes körperliches/ gesundheitssportliche Training.
Hier ist es wichtig auf die Teilnehmer einzugehen und mit Fingerspitzengefühl zu arbeiten. Ein Drängen oder Erzwingend der körperlichen Aktivität kann im Gegenteil enden. Der Zielbereich 3 fokussiert sich auf die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness bzw. die Vermeidung/ Reduktion einer Dekonditionierung. Hier wird der Grundstein für ein späteres eigenständiges Kraft und Kraftausdauertraining gelegt, da die Ergebnisse innerhalb des Kurszeitraumes zur begrenzt ersichtlich sind.
Die Zielbereiche beziehen sich zwar auf verschiedene Interventionsebenen, sind jedoch z.B. auf psychosozialer und kognitiver Ebene miteinander verknüpft. Dies macht deutlich, dass die Konzeptmaßnahmen zur Erreichung dieser multimodalen Zielsetzungen eine interdisziplinäre Perspektive und die individuelle Berücksichtigung der Teilnehmervoraussetzungen erfordern. Unter diesen drei Hauptzielbereichen lassen sich diverse Teil- und Feinziele aufführen. Die zentral zu verfolgende Zielsetzung ist eine dauerhafte positive Bindung an einen rückenfreundlichen und körperlich aktiven Lebensstil.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION
1.1 Konzeptanbieter
1.2 Zielgruppe des Konzeptes
2 ZIELSETZUNG UND ABLEITUNG VON ÜBERGEORDNETEN KONZEPTINHALTEN
2.1 Zielsetzung des Konzeptes
2.2 Ableitung von übergeordneten Konzeptinhalten
3 DARSTELLUNG UND ORGANISATION DER KONZEPTINHALTE
3.1 Grobgliederung des Konzeptes
3.2 Exemplarische Konzepteinheit
4 KONZEPTEVALUATION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Planung und Ausarbeitung eines sekundärpräventiven, multimodalen Bewegungsprogramms für Personen mit unspezifischem Rückenschmerz. Ziel ist es, durch die Vermittlung von Hintergrundwissen, die Förderung von Verhaltenskompetenzen und ein gezieltes Training eine dauerhafte Bindung an einen körperlich aktiven Lebensstil zu etablieren und so Rückenschmerzepisoden vorzubeugen oder zu lindern.
- Analyse der Ausgangssituation und Definition der Zielgruppe.
- Ableitung von Zielsetzungen und übergeordneten Konzeptinhalten.
- Detaillierte Darstellung und Organisation der 10-wöchigen Kurseinheiten.
- Evaluation der Zielerreichung und der Kraftentwicklung der Teilnehmenden.
Auszug aus dem Buch
1.1 Konzeptanbieter
Der Konzeptanbieter ist ein auf Prävention und Rehabilitationstraining spezialisiertes Fitnessstudio in Hannover. Dieses arbeitet mit zwei Krankenkassen zusammen und bietet für die Mitglieder von diesen Krankenkassen einen vergünstigten Kooperationsvertrag für bestimmte Bewegungskurse an.
Die Gesamtfläche des Studios beträgt 1000qm. Abgesehen vom Empfangs-, Umkleide-, Dusch- und Saunabereich ist das Studio aufgeteilt in:
• einen Cardiobereich (Sitz- und Liegefahrräder, Laufbänder, Vario Crosser mit individuell wählbarer Schrittgröße, Rudergeräten, SkillMill und einem StairMaster)
• eine große Gerätefläche mit digitalen, geführten Kraftgeräten der Firma TechnoGym (alle Muskelgruppen) und diversen Seilzügen, sowie einem Vario Pulley Physio Tower
• einen Freihantelbereich inkl. Multipresse (Kurzhanteln und Langhanteln mit individuell steckbaren Gewichtsplatten, Kettleballs, TRX-Bänder)
• einem Stretch & Relax Raum (Sprossenwand, Faszienrollen, Matten)
• einem Kursraum, in dem Schulungen und Kleingruppentraining stattfinden kann (Stühle und Tische vorhanden für eine Gruppengröße von 10 Personen, Beamer und herunterfahrbare Leinwand, Musikanlage)
• einem Trainer- bzw. Diagnostikraum. Hier können Eingangstest gemacht werden: Körpergewicht und -größe bestimmen, Haltungsanalyse, Functional Movement Screen, Back Check und InBody-Messung. Die Ergebnisse und Daten werden am PC im Kundenprofil notiert und gespeichert.
• Weiteres Material im Studio: Wellnessbälle, Springseile, Balance-Pads, Terabänder, Loop-Gummi-Bänder in verschiedenen Größen und Stärken, Kleinhanteln im Kursraum 0,25kg-2kg, Langhanteln im Kursraum (besteckbar mit Gewichtsplatten), Cyclingräder, Boxen und Stepper
Die personellen Ressourcen in dem Studio belaufen sich auf den Studioinhaber, der hauptsächlich die Studioführung und Organisation übernimmt. Die Studioleitung befasst sich mit dem Personaleinsatzplan und organisiert Kurs- und Flächenbetreuungstermine.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel beschreibt den Konzeptanbieter (ein Fitnessstudio) und definiert die Zielgruppe sowie Einschluss- und Ausschlusskriterien für das Präventionskonzept.
2 ZIELSETZUNG UND ABLEITUNG VON ÜBERGEORDNETEN KONZEPTINHALTEN: Hier werden die Zielbereiche des multimodalen Konzepts festgelegt und die inhaltlichen Schwerpunkte theoretisch begründet.
3 DARSTELLUNG UND ORGANISATION DER KONZEPTINHALTE: Dieses Kapitel erläutert den Kursaufbau, die grobe zeitliche Gliederung sowie die detaillierten Inhalte der zehn Kurseinheiten anhand von Tabellen.
4 KONZEPTEVALUATION: Hier werden Methoden zur Überprüfung des Wissensstands und der Kraftentwicklung der Teilnehmenden definiert, um die Funktionalität des Konzepts zu bewerten.
Schlüsselwörter
Sekundärprävention, Unspezifischer Rückenschmerz, Multimodales Bewegungskonzept, Rückengesundheit, Fitnessstudio, Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung, Gesundheitsförderung, Rumpfstabilisation, Risikofaktoren, Körperwahrnehmung, Trainingstherapie, Stressreduktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein sekundärpräventives, multimodales Kursprogramm zur Vorbeugung und Linderung von unspezifischen Rückenschmerzen in einem Fitnessstudio.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Wissensvermittlung zu Rückenschmerzen, die Förderung der Rumpfmuskulatur sowie Strategien zur Verhaltensänderung und Entspannung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, bei den Kursteilnehmern eine dauerhafte positive Bindung an einen rückenfreundlichen und körperlich aktiven Lebensstil zu etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Konzept basiert auf Ansätzen zur Verhaltensänderung, wie der sozial-kognitiven Lerntheorie, sowie auf trainingswissenschaftlichen Grundlagen der Rückengesundheit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Grobplanung des zehntägigen Kurses sowie in eine detaillierte Ausarbeitung der einzelnen Kurseinheiten inklusive Bewegungspraxis und Informationsteilen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sekundärprävention, multimodales Bewegungskonzept, Rückenschmerz, Selbstwirksamkeit und Gesundheitsförderung.
Wie werden die Teilnehmer bei Überbuchung priorisiert?
Neben der Kooperation mit der Krankenkasse kommt der von der Bertelsmann Stiftung entwickelte Rückentest zum Einsatz, um eine objektive Grundlage für die Teilnehmerauswahl zu schaffen.
Welche Rolle spielt die Evaluation im Konzept?
Die Evaluation dient dazu, durch Eingangstests und Abschlussbefragungen den Wissensstand und die Kraftentwicklung zu messen, um die Funktionalität des Kurses für die Teilnehmer zu belegen.
- Arbeit zitieren
- S.-M. T. (Autor:in), 2021, Unspezifische Rückenschmerzen in der Orthopädie, Rheumatologie und Traumatologie. Planung und Ausarbeitung eines Kursprogramms, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158469