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Soziale Ausschlussmechanismen in der Pandemie. Die Rolle der Solidarität

Titel: Soziale Ausschlussmechanismen in der Pandemie. Die Rolle der Solidarität

Hausarbeit , 2021 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefanie Schary (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit sozialen Ausschlussmechanismen in der Pandemiesituation und beleuchtet die Solidarität als möglichen Lösungsansatz aus dem gesellschaftlichen Defizit. Gemäß Grünewald tritt die Identitätsfrage der deutschen Gesellschaft während der Corona-Pandemie zunehmend ins Zentrum öffentlicher Diskurse. Welche Individuen bzw. Gruppen gehören zur Gesellschaft und wem sollte in der aktuellen Situation Solidarität und Hilfe gewährt werden?

Durch die COVID-19-Pandemie wurden moderne Gesellschaften in ihren Grundfesten erschüttert und der Mensch in seiner „Hybris“ desillusioniert. Es wurde offensichtlich, wie „interdependent“ die menschliche Welt ist und dass alle Menschen, unabhängig ihres sozioökonomischen Status von den Auswirkungen des Virus betroffen sind. Laut Heisig sind die Folgen der Pandemie jedoch ungleich verteilt und bestimmte Bevölkerungsgruppen leiden stärker unter den Auswirkungen als andere. Gesellschaftliche Defizite sind die Folge, welche durch ein gesamtgesellschaftliches solidarisches Handeln gemindert werden können, so die Philosophin Susanne Lettow. Auch die Politik fordert Solidarität seitens der Bürgerinnen und Bürger. Nur so könne die Pandemie gemeinsam eingedämmt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet Solidarität?

3. Die Rolle der Solidarität in der Corona-Pandemie

4. Ihr und Wir - Die exklusive Wirkung solidarischen Handelns

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht soziale Ausschlussmechanismen während der COVID-19-Pandemie und analysiert, inwiefern Solidarität als Lösungsansatz zur Überwindung gesellschaftlicher Defizite dienen kann, wobei insbesondere die Ambivalenz exklusiven solidarischen Handelns kritisch hinterfragt wird.

  • Definition und theoretische Einordnung des Solidaritätsbegriffs
  • Die Veränderung gesellschaftlichen Zusammenhalts unter Pandemiebedingungen
  • Soziale Ausschlussmechanismen durch exklusive Gruppendynamiken
  • Die Rolle der Politik bei der Förderung oder Schwächung gesellschaftlicher Solidarität
  • Entwicklung eines neuen solidarischen Narrativs als Lösungsstrategie

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Solidarität in der Corona-Pandemie

Laut Grünewald (2021) zeigte sich zu Beginn der Pandemie ein emotionales „Zusammenrücken“ in der Gesellschaft. Die COVID-19-Pandemie wurde als „gemeinsames Schicksal“ empfunden, welchem sich die Gesellschaft geschlossen entgegenstellen musste. (vgl. Grünewald 2021). Solidarisches Verhalten könnte dazu beitragen, die aus der Pandemie resultierenden Einschränkungen, Ungleichheiten und gesundheitlichen Risiken für die Gesellschaft zu minimieren.

Social Distancing, Homeoffice, Lockdown und Abstandsregeln führen dazu, dass die Gesellschaft nicht nur körperlich, sondern auch emotional auseinanderrückt. Die durch die Maskenpflicht entstandene gefühlte Anonymität „unterminiert [...] das Wir-Gefühl, weil sie beim Gegenüber eher Befremden als Vertrauen auslöst.“ (vgl. ebd.). Die entstandene Distanz zwischen den Gesellschaftsmitgliedern lässt aus einer „Kultur der Nächstenliebe eine Kultur der (digitalen) Fernbeziehung“ entstehen. (vgl. ebd.). Lessenich (2021) erklärt, dass sich durch die COVID-19-Pandemie der gesellschaftliche Zusammenhalt noch verringert hat und „soziale Praktiken“ befördert werden, die weniger zu einer Öffnung der Gesellschaft führen, sondern eher eine Schließung bewirken. (vgl. Lessenich 2021). Die Bevölkerung sehne sich nach Sicherheit, Ordnung, Schutz und verteidigt die Eigeninteressen. Folgen sind Selbstbezogenheit, Egoismus, Diskriminierung und ein Mangel an Empathie.

In Politik, Medien und öffentlichen Debatten wird seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie Solidarität seitens der Bürgerinnen und Bürger gefordert. Diese Solidarität zeige sich in einem bestimmten Verhalten wie der Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln, Social Distancing etc., mit dem Ziel, die Infektionszahlen zu senken, gefährdete MitbürgerInnen zu schützen und wieder zu einem „normalen Alltag“ zurückkehren zu können.

Gemäß Lessenich (2021) habe die Art der Solidarität, die in der COVID-19-Pandemie zu beobachten sei, nur noch wenig mit dem ursprünglichen Sinn der Solidarität gemein. Sie bleibe nämlich größtenteils „lokal“ und verfolge eher den „eigenen Wohlfühleffekt“ statt die „die Behebung sozialer Not oder die Besserstellung anderer.“ (vgl. Lessenich 2021).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Erschütterung der modernen Gesellschaft durch die Pandemie und stellt die Forschungsfrage nach sozialen Ausschlussmechanismen sowie der Rolle von Solidarität.

2. Was bedeutet Solidarität?: Dieses Kapitel definiert Solidarität als gegenseitiges Eintreten in einer Gemeinschaft und analysiert, wie sich der Begriff unter dem Einfluss der neoliberalen Wettbewerbsgesellschaft verändert hat.

3. Die Rolle der Solidarität in der Corona-Pandemie: Hier wird untersucht, wie die Pandemie das gesellschaftliche Miteinander durch Abstandsregeln und soziale Schließungsprozesse sowie durch politisches Handeln beeinflusst hat.

4. Ihr und Wir - Die exklusive Wirkung solidarischen Handelns: Das Kapitel analysiert die Gruppendynamik des Wir-Gefühls und zeigt auf, wie Solidarität oft exklusiv wirkt und soziale Minderheiten ausgrenzen kann.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schlägt ein neues, inklusives solidarisches Narrativ vor, um der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Solidarität, COVID-19-Pandemie, Soziale Ausschlussmechanismen, Wir-Gefühl, Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gruppendynamik, Soziale Gerechtigkeit, Neoliberalismus, Identität, Inklusion, Exklusion, Politische Verantwortung, Soziale Distanz, Krisenmanagement, Demokratisches Miteinander.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das gesellschaftliche Solidaritätsverständnis und die damit einhergehenden sozialen Ausschlussmechanismen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der soziologischen Betrachtung von Solidarität, der Analyse von Gruppendynamiken unter Krisenbedingungen und der Rolle politischer Entscheidungen bei der gesellschaftlichen Spaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Solidarität als Lösungsansatz genutzt werden kann und warum aktuelles solidarisches Handeln oft exklusive Wirkungen entfaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen Fachbegriffen und einer Analyse aktueller gesellschaftlicher Diskurse zur Pandemie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung von Solidarität, die Analyse ihrer Anwendung während der Pandemie und die kritische Untersuchung der exklusiven Wirkungsweise von Gruppenzugehörigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Solidarität, Wir-Gefühl, Exklusion, Gruppendynamik, gesellschaftlicher Zusammenhalt und soziale Ausschlussmechanismen.

Warum wird Solidarität in der Pandemie oft als exklusiv beschrieben?

Weil Solidarität laut den zitierten Theorien oft innerhalb einer Gruppe stattfindet, die sich durch die Abgrenzung von „Anderen“ definiert, was zu Diskriminierung und Ungleichheit führen kann.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Politik?

Die Autorin kritisiert, dass die Politik zwar Solidarität einfordert, aber durch ungleiche Ressourcenverteilung und protektionistisches Handeln selbst zur gesellschaftlichen Spaltung beiträgt.

Was ist das vorgeschlagene „neue solidarische Narrativ“?

Es handelt sich um einen Ansatz, bei dem Solidarität als allgemeines Menschenrecht begriffen wird, das nicht an Gruppenzugehörigkeit gebunden ist und durch eine wertschätzende Streitkultur gefördert werden soll.

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Details

Titel
Soziale Ausschlussmechanismen in der Pandemie. Die Rolle der Solidarität
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Stefanie Schary (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
8
Katalognummer
V1158503
ISBN (PDF)
9783346555366
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Solidarität Ausschlussmechanismen Risikopolitik Politik Sozialpädagogik Hybris Corona-Pandemie COVID-19 Exklusion Exklusivität Zugehörigkeitsordnungen Gruppendynamik Pandemie solidarisches Narrativ
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Schary (Autor:in), 2021, Soziale Ausschlussmechanismen in der Pandemie. Die Rolle der Solidarität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158503
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Leseprobe aus  8  Seiten
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