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Soziale Arbeit für Menschen mit Behinderung im Wandel der Zeit (1933 bis 2021)

Titre: Soziale Arbeit für Menschen mit Behinderung im Wandel der Zeit (1933 bis 2021)

Thèse de Bachelor , 2021 , 136 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der deutschen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts und reicht, im Sinne des Wandels der Zeit, von 1933 bis zum heutigen Tage. Das Ziel der Arbeit ist es, über das historische Deutschland sowie die Soziale Arbeit für Menschen mit Behinderung zu berichten. Trotz der unbegreiflichen Gräueltaten während der nationalsozialistischen Epoche sind es die Zeit und die Menschen, welche sich verändern. Denn an die Stelle der Euthanasie und der Verfolgung von minderwertigem Leben, rückte ein Deutschland, das sich heute deutlich von seiner Vergangenheit abhebt.

Beginnend mit einer allgemeinen Einführung, im zweiten Kapitel, wird in die Thematik der Sozialen Arbeit eingeleitet und grundlegende Begrifflichkeiten sowie professionsspezifische Inhalte thematisiert. Nach ausführlichen Begriffserläuterungen zur Menschenwürde und zum Menschenrecht, wird im dritten Kapitel geklärt, inwiefern menschliche Würde durch das deutsche Grundgesetz gewährt werden kann und muss.

Folglich widmet sich der Hauptteil dieser Arbeit den Kapiteln vier bis sieben. Diese umfassen die Darstellung der Sozialen Arbeit im Wandel der Zeiten innerhalb der deutschen Geschichte, komplexe und strukturelle Veränderungen, Gesetzesreformen sowie sozialarbeiterische Handlungsrichtlinien und -konzeptionen seiner Zeit.
Fazit und der Ausblick bilden abschließend in Kapitel acht ein reflexives Statement und den Schlussstein dieser Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Arbeit- Was ist das eigentlich?

2.1. Definition

2.2. Auftrag

2.2.1. Fachlicher Auftrag

2.2.2. Politischer Auftrag

2.2.3. Rechtliche Grundlagen

2.3. Ziele

2.4. Adressat*innen

2.5. Historische Herausbildung der Profession

2.5.1. Soziale Arbeit als Beruf

2.5.2. Begründerinnen

2.5.3. Sozialarbeiter- und Sozialwissenschaftler*innen der Neuzeit

2.5.4. Soziale Arbeit als Profession

2.6. Soziale Arbeit als Wissenschaft

3. Menschenwürde und Menschenrecht

3.1. Menschenwürde

3.1.1. Positionen zum Begriff der Menschenwürde aus Sicht der Philosophie

3.1.2. Menschenwürde aus Sicht der Theologie

3.2. Menschenwürde im Wandel der Zeit

3.3. Menschenwürde und Verfassungsrecht

3.3.1. Menschenrechte in Deutschland- nach 1949

3.3.2. Grundsatz der Menschenrechte

3.4. Menschenwürde und -recht in der Sozialen Arbeit

3.5. Menschenwürde und -rechte im Spannungsfeld

4. Soziale Arbeit im Wandel der Zeiten

5. Soziale Arbeit zwischen 1933 und 1945 in Deutschland

5.1. Historischer Überblick

5.2. Gesellschaftliche und staatliche Dispositionen zur Menschenwürde

5.3. Menschen mit Behinderung unter dem Hakenkreuz

5.3.1. Sozialhygiene, Eugenik, Zwangssterilisation und Euthanasie

5.3.2. Radikalisierung der Euthanasie- Psychiatrie

5.3.3. Hadamar

5.4. Entwicklung der beruflichen und professionellen Sozialarbeit

5.4.1. Soziale Arbeit unter dem nationalsozialistischen Herrschaftssystem

5.4.2. Verrechtlichung der Sozialen Arbeit

5.4.3. Vereinnahmung der Sozialarbeit im nationalsozialistischen Totalitarismus

5.4.4. Soziale Arbeit im Widerstand

6. Zwischen 1945 und 1989 in der Bundesrepublik Deutschland

6.1. Nachkriegsdeutschland- Historischer Abriss

6.2. Nürnberger Prozesse (1946- 1947)

6.3. Politische Neuerungen

6.3.1. Geschichte der Menschenrechte

6.3.2. Staats- und Verfassungsrecht

6.4. Gründerjahre der BRD- Entstehung zweier deutscher Staaten

6.5. Sozialpolitik

6.5.1. Sozialpolitische Wende

6.5.2. Entstehung der Sozialgesetzgebung

6.5.3. Westdeutsche Behindertenpolitik

6.6. Behinderung- Annäherung an den Begriff

6.7. Restauration und Reform der Sozialen Arbeit

6.7.1. Theoretische Sozialarbeit ab 1945

6.7.2. Theorietraditionen

6.8. Aufbau und Entwicklung der Sozialarbeit

6.8.1. Pädagogik und Soziale Arbeit für Menschen mit einer geistigen Behinderung

6.8.2. Soziale Arbeit für Menschen mit einer seelischen Behinderung

6.9. Ausblick

7. Zwischen 1990 und heute in Deutschland

7.1. Die Wiedervereinigung

7.2. Sozioökonomische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen

7.2.1. Sozialhilfe

7.2.2. Gesundheitshilfe

7.2.3. Verbände, Organisationen und Einrichtungen

7.2.4. Ausbildung und Berufsentwicklung

7.3. Gesetzliche Reformen

7.3.1. Sozialgesetzbuch IX- Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen

7.3.2. Entwicklungen im Rehabilitationsbereich (1990- 2001)

7.3.3. UN- Behindertenrechtskonvention (UN- BRK)

7.3.4. Normalisierungsprinzip

7.3.5. Integration und Inklusion

7.4. Behinderung in der heutigen Zeit

7.5. Gesetzliche Veränderungen und neue Begriffsbestimmungen

7.6. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung (ICF)

7.7. Bundesteilhabegesetz

7.7.1. Rehabilitations- und Teilhaberecht

7.7.2. Ziele und Umsetzung des BTHG

7.8. Sozialarbeit für Menschen mit Behinderungen

7.8.1. Doppeltes Mandat

7.8.2. Leitprinzipien professioneller Hilfe

7.8.3. Handlungs- und Arbeitsfelder

7.8.4. Theoretischer Zugang der Sozialen Arbeit

7.9. Diskussion: System im Wandel?

8. Fazit und Ausblick

8.1. Diskussionspunkte

8.2. Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse

8.3. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit in Deutschland für Menschen mit Behinderung in den Fokus zu rücken. Dabei wird untersucht, wie sich die Gesetzeslage, das professionelle Selbstverständnis und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Behinderung von der Zeit des Nationalsozialismus über die Bundesrepublik bis in die heutige Zeit gewandelt haben.

  • Historische Analyse der Sozialarbeit und Gesetzgebung im Nationalsozialismus und der Bundesrepublik.
  • Die Bedeutung der Menschenwürde als ethisches und rechtliches Fundament der Sozialen Arbeit.
  • Die Entwicklung von Hilfesystemen und Konzepten wie Normalisierung, Inklusion und Empowerment.
  • Der Einfluss von Gesetzesreformen, insbesondere des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und SGB IX, auf die heutige Praxis.
  • Reflexion der Rolle der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld zwischen professionellem Auftrag und staatlichen Vorgaben.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Positionen zum Begriff der Menschenwürde aus Sicht der Philosophie

Immanuel Kant (1724- 1804)

Kants „Kategorischer Imperativ“ erweist sich als geeignet, um klar abzugrenzen, was Würde bedeutet und was unter Menschenwürde konkret zu verstehen ist. Aus diesem Prinzip resultiert der praktische Imperativ: „´Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchtest.`“ (Härle 2018, S. 221). Diese Formulierung impliziert, dass die Menschenwürde stets verletzt wird, wenn ein Mensch nicht seinetwillen registriert und stattdessen seine Wertigkeit darin bemessen wird, wie viel er für andere bedeutet. In Folge dieses Wertverständnisses darf, nach Kant, für einen Menschen kein Preis bemessen werden. Sklaverei, Menschenhandel und dergleichen gelten als Missachtung und folglich als Verletzung der Menschenwürde. Der Mensch dient also seinem Selbstzweck und darf nicht objektiviert und herabgewürdigt werden, da er unter dem Schutz des Instrumentalisierungsverbots steht. (vgl. Härle 2018, S. 221ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Sozialen Arbeit in Deutschland und stellt die Forschungsfrage nach dem Wandel des Verständnisses von Menschenwürde und dem Umgang mit behinderten Menschen.

2. Soziale Arbeit- Was ist das eigentlich?: Dieses Kapitel definiert die Soziale Arbeit als Profession und Disziplin, beleuchtet deren fachliche und politische Aufträge sowie die historischen Wurzeln und das Kompetenzprofil.

3. Menschenwürde und Menschenrecht: Hier werden die philosophischen und theologischen Grundlagen der Menschenwürde erläutert und deren Verankerung im deutschen Grundgesetz und im internationalen Menschenrecht dargelegt.

4. Soziale Arbeit im Wandel der Zeiten: Dieses Kapitel dient als Übergang zum Hauptteil und legt den Fokus auf die historische Perspektive von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Epochen.

5. Soziale Arbeit zwischen 1933 und 1945 in Deutschland: Es wird die menschenverachtende Praxis der Nationalsozialisten, insbesondere Euthanasie, Zwangssterilisation und die Unterwerfung der Sozialarbeit unter totalitäre Ideologien, kritisch analysiert.

6. Zwischen 1945 und 1989 in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel behandelt den politischen und sozialen Wiederaufbau, die Entstehung der Sozialgesetzgebung und die veränderte Behindertenpolitik in der Nachkriegszeit.

7. Zwischen 1990 und heute in Deutschland: Der Fokus liegt auf der Zeit nach der Wiedervereinigung, den gesetzlichen Reformen wie SGB IX und BTHG sowie den Leitkonzepten der Inklusion und des Empowerments.

8. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse reflektiert, Diskussionspunkte zusammengefasst und ein Ausblick auf eine inklusivere gesellschaftliche Zukunft gegeben.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Menschenwürde, Menschenrechte, Inklusion, Normalisierung, Bundesteilhabegesetz, SGB IX, Sozialgesetzgebung, Empowerment, Nationalsozialismus, Behindertenhilfe, Lebensweltorientierung, Sozialpolitik, Ethik, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den Wandel der Sozialen Arbeit für Menschen mit Behinderung in Deutschland von 1933 bis heute.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Geschichte der Sozialarbeit im Nationalsozialismus, die Etablierung des deutschen Sozialstaats, die Entwicklung des Behindertenrechts und moderne Leitkonzepte wie Empowerment und Inklusion.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Gesetzeslage und das Verständnis von Menschenwürde über die Jahre hinweg verändert haben und welche Rolle die Soziale Arbeit in diesem Wandel einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche und eine historische Analyse, um Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichem Zeitgeist, Gesetzgebung und professionellem Handeln aufzuzeigen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der nationalsozialistischen Ära, der Phase der Bundesrepublik bis 1989 sowie die Entwicklungen von 1990 bis heute, wobei insbesondere Gesetzesreformen und die Profession der Sozialarbeit im Fokus stehen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Begriffe Menschenwürde, Inklusion, Empowerment, Sozialgesetzbuch (SGB) und historischer Wandel beschreiben den Kerninhalt der Arbeit am präzisesten.

Welche Bedeutung hat das Bundesteilhabegesetz (BTHG) für die Arbeit?

Das BTHG nimmt einen zentralen Stellenwert ein, da es den aktuellen rechtlichen Rahmen für Selbstbestimmung und Teilhabe markiert und das Bio-Psycho-Soziale Modell der WHO in deutsches Recht überführt.

Warum wird das Stanford Prison Experiment in der Arbeit erwähnt?

Es dient als Beispiel für die psychologischen Mechanismen von Rollenverhalten und Machtstrukturen, um kritisch zu hinterfragen, wie Menschen sich instrumentalisieren lassen und welche Verantwortung die Gesellschaft trägt.

Fin de l'extrait de 136 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Soziale Arbeit für Menschen mit Behinderung im Wandel der Zeit (1933 bis 2021)
Université
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
136
N° de catalogue
V1158594
ISBN (PDF)
9783346555618
ISBN (Livre)
9783346555625
Langue
allemand
mots-clé
Soziale Arbeit Menschenwürde Nationalsozialismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Soziale Arbeit für Menschen mit Behinderung im Wandel der Zeit (1933 bis 2021), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158594
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Extrait de  136  pages
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