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Die globalen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Tropenwälder

Title: Die globalen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Tropenwälder

Bachelor Thesis , 2021 , 49 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annicka Laudenberg (Author)

Agrarian Studies
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Seit Beginn der COVID 19 Pandemie steht in vielen Teilen der Welt die Zeit still. Aber trifft das auch auf die Wälder in den tropischen Regionen zu?

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Pandemie auf das Rodungsverhalten in den Tropenwäldern und analysiert dazu Studien und Publikationen zu Beginn der Pandemie ebenso wie aktuelle Sattelitendaten. Des Weiteren werden Gründe und Treiber sowohl für die Waldverluste generell als auch für Veränderungen während der Pandemie herausgearbeitet und mögliche Folgen für die tropischen Regionen abgeschätzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Die Tropenwälder vor der Pandemie

1.1.1 Die Bedeutung der Tropenwälder für das Klima

1.1.2 Die Bedeutung der Tropenwälder für die Biodiversität

1.2 Forschungsfrage

2 Methodik und verwendete Daten

3 Theorie und konzeptioneller Rahmen

3.1 Als Einschub vorweg: Die Treiber der Waldverluste

3.2 Hypothesenbildung

3.2.1 Hypothese 1: Weniger Waldverluste durch COVID-19

3.2.2 Hypothese 2: Mehr Waldverluste durch COVID-19

4 Die Entwicklung in den Tropenwäldern seit Beginn der Pandemie

4.1 Die asiatischen Tropenwälder seit Beginn der Pandemie

4.2 Die afrikanischen Tropenwälder seit Beginn der Pandemie

4.3 Die süd- und mittelamerikanischen Tropenwälder seit Beginn der Pandemie

5 Diskussion

5.1 Ein Blick auf die Zahlen

5.2 Die Rückführbarkeit einer vermehrten Entwaldung auf COVID-19

5.2.1 Der gestiegene Goldpreis

5.2.2 Weniger Einkommen

5.2.3 Weniger Kontrollen

5.2.4 Nicht pandemiebedingte Gründe für zunehmende Waldverluste

6 Die gesundheitlichen Risiken der Entwaldung für die Bevölkerung der Tropen

6.1 Die Bedrohung der indigenen Völker durch COVID-19

6.2 Die erhöhte Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs durch Brandrodungen

6.3 Das Risiko vermehrt auftretender Zoonosen

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens das Rodungsverhalten in den Tropen beeinflusst haben. Zentral ist die Forschungsfrage, ob die pandemiebedingte weltweite wirtschaftliche Verlangsamung zu einem Rückgang der Entwaldung geführt hat oder ob sie paradoxerweise durch Faktoren wie steigende Goldpreise oder den Wegfall staatlicher Kontrollen einen beschleunigenden Effekt auf die Waldzerstörung ausübte.

  • Analyse der Auswirkungen von COVID-19 auf globale Handelsströme und Waldverluste
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Goldpreisentwicklung und illegaler Entwaldung
  • Bewertung der Wirksamkeit staatlicher Kontrollmechanismen während Lockdowns
  • Analyse der gesundheitlichen Gefährdung indigener Völker durch Entwaldung und Pandemie
  • Diskussion über die Zuverlässigkeit verschiedener Entwaldungs-Datenbanken

Auszug aus dem Buch

3.1 Als Einschub vorweg: Die Treiber der Waldverluste

Zur Erstellung einer schlüssigen Hypothese darüber, wie sich die COVID-19 Pandemie auf die Entwaldung der Tropen ausgewirkt haben könnte, empfiehlt sich zunächst die Betrachtung der allgemeinen Gründe für Rodungen in den Tropenwäldern ohne Bezug zur Pandemie.

Eine Studie von HOSONUMA et al. (2012, S.8) kommt nach der Analyse von Daten aus 46 tropischen und subtropischen Ländern in den Jahren von 2000 bis 2010 zu dem Ergebnis, dass kommerzielle Landwirtschaft global gesehen der vorherrschende Treiber für Entwaldungen sei und mit einem Anteil von 40% zur dieser beitrage, gefolgt von Subsistenzlandwirtschaft mit einem Anteil von 33%. Bergbau trägt mit 7% vergleichsweise wenig zu den dortigen Waldverlusten durch Entwaldung bei, ebenso wie jeweils 10%, die auf den Ausbau der Infrastruktur und auf Stadterweiterungen zurückzuführen sind, wobei diese Treiber jedoch je nach Kontinenten variieren können. So werden in der Amazonas Region und in Südost-Asien die landwirtschaftliche Produktion für internationale Märkte (wie z. B. Viehzucht, Soja- sowie Ölpalmen-Anbau) als hauptverantwortlich für die dortigen Rodungen beschrieben, während in Afrika die Treiber eher bei Kleinbauern und Subsistenzlandwirten zu finden seien. Hier sei jedoch davon auszugehen, dass der Anteil der kommerziellen Landwirtschaft unter dem zunehmenden Einfluss der Globalisierung zukünftig ebenfalls an Bedeutung gewinnen wird.

Andere Ursachen werden jedoch in Hinblick auf die Degradierung der dortigen Wälder aufgezeigt: Demnach sind 52% der degradierten Wälder dort auf die Nutzholzgewinnung zurückzuführen, Brennholzentnahmen machen einen Anteil von 31% aus, unkontrollierte Feuer sind für etwa 9% der Verluste verantwortlich und die Viehhaltung in den Wäldern für 7%. Auch treten in den Ergebnissen klare Unterschiede zwischen den Kontinenten auf; so sind beispielsweise mehr als 70% der Degradierung in Lateinamerika und Asien durch die Entnahme von Nutzhölzern verursacht worden, während in Afrika die Gewinnung von Brennholz und Holzkohle mit 48% der Hauptreiber ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die COVID-19-Pandemie ein und erläutert die ökologische Bedeutung tropischer Primärwälder für das Klima und die Biodiversität.

2 Methodik und verwendete Daten: Hier wird die Herangehensweise erläutert, insbesondere die Nutzung von GLAD-Alerts und der Annual Tree Cover Loss Data zur Analyse von Waldverlusten.

3 Theorie und konzeptioneller Rahmen: Dieses Kapitel identifiziert die allgemeinen Treiber der Entwaldung und entwickelt theoretische Hypothesen über die Auswirkungen der Pandemie.

4 Die Entwicklung in den Tropenwäldern seit Beginn der Pandemie: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Daten zur Entwicklung der Entwaldung in Asien, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika während der Pandemie.

5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, wobei die Zuverlässigkeit der verwendeten Datenbanken und die Korrelation zwischen Lockdown-Maßnahmen und Entwaldungsraten analysiert werden.

6 Die gesundheitlichen Risiken der Entwaldung für die Bevölkerung der Tropen: Dieses Kapitel beleuchtet die erhöhte Gefahr für indigene Völker sowie das Risiko von Zoonosen durch die Zerstörung von Lebensräumen.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass kein eindeutiger kausaler Zusammenhang zwischen COVID-19 und einer signifikanten globalen Beschleunigung der Entwaldung nachgewiesen werden kann.

Schlüsselwörter

COVID-19, Tropenwälder, Entwaldung, Primärwald, GLAD-Alerts, Waldverlust, Lockdown, Landnutzung, Biodiversität, Klimawandel, Indigene Völker, Goldpreis, Zoonosen, Nachhaltigkeit, Umweltpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen globalen Lockdown-Maßnahmen zu einer messbaren Veränderung der Entwaldungsraten in tropischen Regionen geführt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Entwaldungsdaten, dem Einfluss wirtschaftlicher Faktoren wie dem Goldpreis, der Rolle staatlicher Kontrollen und den gesundheitlichen Risiken für indigene Bevölkerungen durch die Zerstörung tropischer Wälder.

Welche Forschungsfrage steht im Mittelpunkt?

Die Arbeit fragt, ob das Rodungsverhalten in den Tropen seit Pandemiebeginn verändert wurde und ob diese Veränderungen direkt auf COVID-19 sowie die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung zurückzuführen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde eine vergleichende Analyse auf Basis von Sekundärdaten der University of Maryland (GLAD-Alerts) und der Annual Tree Cover Loss Data durchgeführt, um Trends über verschiedene Kontinente hinweg zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Szenarien entwickelt, dann die tatsächliche Entwaldungsentwicklung regional analysiert und anschließend kritisch diskutiert, ob wirtschaftliche Not oder der Wegfall von Kontrollen zu einer Zunahme illegaler Rodungen geführt haben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Die zentralen Begriffe sind Entwaldung, COVID-19, Waldverluste, Primärwälder, Goldpreis, Pandemie-Maßnahmen und indigene Völker.

Wie zuverlässig sind die analysierten Daten laut der Autorin?

Die Autorin weist darauf hin, dass Analysen zu Beginn der Pandemie auf unverifizierten GLAD-Alerts basierten, und stuft daher die später veröffentlichten, bestätigten Jahresdaten der Annual Tree Cover Loss Data als verlässlichere Quelle ein.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Pandemie-Auswirkungen?

Das Fazit lautet, dass trotz punktueller Beschleunigungseffekte kein eindeutiger kausaler Zusammenhang zwischen der COVID-19-Pandemie und einer globalen Zunahme der Entwaldung in den Tropen nachweisbar ist.

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Details

Title
Die globalen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Tropenwälder
College
University of Bonn  (Ökonomik nachhaltiger Landnutzung und Bioökonomik)
Grade
1,0
Author
Annicka Laudenberg (Author)
Publication Year
2021
Pages
49
Catalog Number
V1158770
ISBN (PDF)
9783346562807
ISBN (Book)
9783346562814
Language
German
Tags
Regenwald Tropenwald Tropen Abholzung Waldverlust Rodungen Covid Pandemie Zoonosen Indigene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annicka Laudenberg (Author), 2021, Die globalen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Tropenwälder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158770
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