Unterweisungen für kaufmännische Ausbildungsberufe

10 erprobte Vorschläge für einen Unterweisungsentwurf - Band 1


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2008
129 Seiten
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Thema der Unterweisung

2 Ausgangssituation
2.1 Angaben zur Auszubildenden
2.2 Angaben zur Ausbilderin
3 2.3 Unterweisungsort
2.4 Unterweisungsdauer.

3 Lernziele
3.1 Kognitiv
3.2 Affektiv
3.3 Psychomotorisch

4 Modifizierte Vier-Stufen-Methode
4.1 Stufe 1
4.2 Stufe 2
4.3 Stufe 3
4.4 Stufe 4
4.4.1 Begründung der Wahl

5 Arbeitsgegenstand und Unterweisungsmittel

6 Abschließende Lernerfolgskontrolle

7 Anlagen..

1 Thema der Unterweisung

„Überprüfen eines Urlaubsantragsformulars“

Unterweisung laut Ausbildungsordnung im Bereich Personalverwaltung.

2 Ausgangssituation

2.1 Angaben zur Auszubildenden

Die Auszubildende, die an der Unterweisung teilnimmt, befindet sich in der Ausbildung zur Industriekauffrau im ersten Ausbildungsjahr. Sie ist 16 Jahre alt und hat einen Realschulabschluss absolviert.

Während ihrer Ausbildung hat sie schon ein paar Abteilungen durchlaufen. In der Personalabteilung ist sie seit einer Woche und konnte sich in dieser Zeit einen kleinen Überblick über die Bereiche und einzelne Abläufe verschaffen. Nun wird sie in die Überprüfung von Urlaubsanträgen eingeführt.

Bei dieser Unterweisung sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

2.2 Angaben zur Ausbilderin

Die Ausbilderin ist seit zwei Jahren im Bereich Personal tätig. Nach einer Ausbildung zur Diplom-Betriebswirtin (BA) wurde sie im Unternehmen übernommen. Ihr Arbeitsgebiet umfasst die Organisation und Betreuung der Ausbildung. Sie ist der zentrale Ansprechpartner der Auszubildenden. Im Umgang mit Auszubildenden ist sie sehr erfahren. Sie ist aufgeschlossen und geduldig.

2.3 Unterweisungsort

Die Unterweisung wird im Büro der Ausbilderin durchgeführt, da hier die erforderlichen Arbeitsgegenstände und Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

2.4 Unterweisungsdauer

Die Unterweisung wird ungefähr 15 Minuten dauern.

3 Lernziele

Es werden drei verschiedene Lernzielarten unterschieden, um die Auszubildende auf das Überprüfen eines Urlaubsscheines vorzubereiten.

1. Richtziel: Die Auszubildende soll allgemein mit den betriebsinternen Formularen vertraut gemacht werden.
2. Grobziel: Die Auszubildende soll die Bedeutung des Ausfüllens eines Urlaubsantrags verstehen.
3. Feinziel: Die Auszubildende soll in der Lage sein, einen Urlaubsantrag selbständig überprüfen zu können.

3.1 Kognitiv

Die Auszubildende soll nach dieser Unterweisung wissen, warum Urlaubsanträge überprüft werden müssen und die einzelnen Bestandteile eines Urlaubsantrags kennen.

3.2 Affektiv

Die Auszubildende soll mit Hilfe der Unterweisung erlernen, einen Urlaubsantrag sorgfältig zu überprüfen, damit keine Folgefehler auftreten können.

3.3 Psychomotorisch

Bei dieser Unterweisung gibt es kein psychomotorisches Feinziel, da die Auszubildende das Schreiben und Lesen bereits beherrscht.

4 Modifizierte Vier-Stufen-Methode

Die Unterweisung erfolgt nach der modifizierten Vier-Stufen-Methode.

1. Vorbereitung

2. Gemeinsame Erarbeitung

3. Selbständige Durchführung

4. Kontrolle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.1 Stufe 1

Die erste Stufe dient zur Vorbereitung und zur Erklärung. Zuerst wird die Auszubildende begrüßt und es werden ein paar persönliche Fragen von Seiten der Ausbilderin gestellt, um die Atmosphäre etwas aufzulockern. Danach wird die Auszubildende motiviert, indem ihr die Lernziele aufgezeigt werden.

4.2 Stufe 2

Die zweite Stufe beinhaltet das Vorführen des Arbeitsvorgangs. Hierbei muss die Ausbilderin auf das Lerntempo der Auszubildenden eingehen, damit sie weder zu schnell noch zu langsam vorgeht. Das Interesse der Auszubildenden wird dadurch aufrechterhalten, indem sie in Dialogform in die Erarbeitung des Themas einbezogen wird. Dabei ist es auch wichtig, der Auszubildenden den Sinn von einzelnen Arbeitsschritten näher zu bringen.

Bei der Vorführung werden eventuell wichtige Teilvorgänge mehrmals wiederholt. Am Ende erfolgt eine Vorführung des gesamten Prozesses.

4.3 Stufe 3

An dieser Stelle der Unterweisung kann die Auszubildende ihr neu erworbenes Wissen an einem Beispiel vertiefen. Es ist die Phase des Nachmachens. Die Auszubildende löst eine Aufgabe und die Ausbilderin hört zu wie die Auszubildende die einzelnen Schritte der Aufgabe erklärt. Die Ausbilderin greift nur bei Unklarheiten oder Problemen ein und gibt hinterher ein Feedback bezüglich der gelösten Aufgabe. Falls ein Fehler gemacht wurde, wird dieser der Auszubildenden erklärt.

4.4 Stufe 4

Anhand der Musterlösung wird die selbständig gelöste Übungsaufgabe kontrolliert. Dies dient der Kontrolle des Lernerfolgs und der vollständigen Erreichung des Lernerfolgs. Durch Lob und Anerkennung wird die Motivation der Auszubildenden gesteigert. Fehler werden sachlich erklärt.

Die Auszubildende sollte erklären, was und wie sie es getan hat. Hieran kann man nämlich erkennen, ob der Stoff auch wirklich verstanden wurde und die Auszubildende nicht einfach nur die Vorgehensweise der Ausbilderin kopiert hat.

Ist alles zufrieden stellend verlaufen, so beendet die Ausbilderin die Unterweisung, andernfalls geht sie noch mal auf unklare Punkte ein.

4.4.1 Begründung der Wahl

Die Vier-Stufen-Methode stellt einen direkten Kontakt zwischen Ausbilderin und Auszubildender dar und schafft somit eine Vertrauensbasis zwischen ihr und der Auszubildenden. Einzelne Arbeitsschritte lassen sich direkt nachvollziehen und Fragen von Seiten der Auszubildenden können direkt beantwortet werden. Die Auszubildende ist bei dieser Methode immer aufmerksam, da sie sich an der Erarbeitung beteiligt, indem die Ausbilderin sie in Form eines Dialogs einbezieht. Für die Ausbilderin besteht die Möglichkeit direkt auf Fehler einzugehen und diese sofort zu korrigieren.

5 Arbeitsgegenstand und Unterweisungsmittel

- Urlaubsschein (zum Ausfüllen und Überprüfen)
- Kalenderblatt (zur Berechnung der Urlaubsdauer)
- SCA Arbeitsordnung (zur Information für Zusatzurlaub) x Arbeitsblatt (zur Information für die Überprüfung) x Kugelschreiber (zum Ausfüllen und zum Abhacken)

6 Abschließende Lernerfolgskontrolle

Hat die Auszubildende die Überprüfung zufrieden stellend durchgeführt? Hat die Auszubildende selbständig und sorgfältig gearbeitet? Hat die Auszubildende eigene gemachte Fehler erkannt und diese auch korrigiert?

7 Anlagen

- Übungsbeispiele x Arbeitsblatt
- Kalenderblatt April

Übungsbeispiele

Aufgabe 1:

Fülle bitte das vorliegende Urlaubsantragsformular aus. Daten:

Urlaubstermin: 04.04.05

Lösung 1:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aufgabe 2:

Überprüfe bitte das vorliegende Urlaubsantragsformular.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Vorbemerkungen

1.1. Einordnung des Themas

Die Eintragung in Fahrtenbücher gehört zu einer tagtäglichen - meist nebensächlichen Arbeit eines jeden Beschäftigten, der einen Firmenwagen besitzt. Damit verbunden ist auch das Hintergrundwissen wie man einen solchen Vordruck korrekt ausfüllt zum Beispiel hinsichtlich der steuerlichen Gesichtspunkte. Dieses Thema spielt aus zweierlei Hinsicht eine wichtige Rolle in der Ausbildung unseres Probanden. Zum einen kommt es des Öfteren vor, dass Auszubildende gebeten werden Firmenwagen zu benutzen um Fahrten zu unterschiedlichsten Zielen zu tätigen. Hierbei ist es wichtig, dass dem Auszubildenden bekannt ist wie ein solches Fahrtenbuch zu führen ist und welche Konsequenzen ihre Eintragungen haben. Zum anderen bieten wir in unserem Unternehmen sämtlichen Mitarbeitern - neben der Pauschalisierung durch die 1% Regelung - das Führen eines Fahrtenbuches. Dies bedeutet, dass der Auszubildende in der Lage sein soll die Eintragungen auch nach steuerlichen Gesichtspunkten hin zu verstehen und in der Lage ist die darauf folgenden Arbeitsschritte fehlerfrei ausführen zu können. Dieses Thema wurde bereits in der Berufsschule angeschnitten, sodass dem Auszubildenden einige Aspekte bereits bekannt sein dürften.

1.2. Adressatenanalyse

Der 16-jährige Auszubildende befindet sich im vierten Monat des ersten Ausbildungsjahres zum Bürokaufmann. Er hat die Realschule mit einem sehr guten Abschluss beendet und absolviert nun seine Ausbildung in einem mittelständigen Unternehmen zur Herstellung von Kommissionierautomaten für Apotheken. Zu Beginn der Ausbildung wird er in der Buchhaltung eingesetzt und erlangt dort nun erste praktische Erfahrungen. Hier wurde er zu Beginn seines Einsatzes zum Datenschutz verpflichtet. An der Berufsschule konnte er bereits erste Kenntnisse für seine Ausbildung erlangen, wie zum Beispiel im Bereich des kaufmännischen Rechnungswesens. Der Auszubildende

AdA - Unterweisungsprobe Christiane Zügner ist zuverlässig, zuvorkommend sowie gewissenhaft. Die ihm übertragenen Aufgaben werden ordnungsgemäß und zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Gegenüber Mitarbeitern ist er stets freundlich und hilfsbereit.

Um ein angenehmes Betriebsklima zu ermöglichen, werden in unserem Unternehmen sämtliche Mitarbeiter - und somit auch die Auszubildenden - geduzt.

1.3. Lernort

Für die Unterweisung wurde der Showroom des Unternehmens gewählt. Hier besteht die Möglichkeit ungestört das Thema durchzusprechen. Durch die großen Fenster wird der Raum mit Tageslicht gut ausgeleuchtet und wirkt hell und freundlich. Die Ausstattung ist sehr modern gehalten. Besonders viel Wert wurde auf Qualität der Tische und Stühle gelegt. 15 Minuten vor der Unterweisung wurde der Raum gelüftet um ein gutes Raumklima zu schaffen. Der Auszubildende sitzt links vom Ausbilder, sodass er einen guten Blick auf die Unterweisungsunterlagen hat.

1.4. Ausbildungsmittel und zeitlicher Rahmen

Für den Auszubildenden liegen Kugelschreiber und Textmarker bereit. Die Textmarker können benutzt werden um wichtige Details während der Unterweisung zu markieren. Zwei Übungsbeispiele wurden vorbereitet. Das erste Muster wird zum Vor- und Nachmachen verwendet. In einem zweiten Schritt soll der Auszubildende in Anwesenheit der Ausbilderin einen Fahrtenbucheintrag selbstständig und fehlerfrei erzielen. Weitere Hilfsmittel sind ein Schreibblock sowie ein Taschenrechner.

Für die Unterweisung sind ca. 20 Minuten geplant. Um eine hohe Konzentration von dem Auszubildenden erwarten zu können, findet die Unterweisung morgens, zwischen 09:00 Uhr und 10:00 Uhr, statt. In dieser

Zeit ist die Aufnahmefähigkeit am größten. Es wurde hier ein Dienstag ausgewählt. Der Auszubildende hat den Einstig in die Arbeitswoche gefunden und kann sich auf wesentliche Themen konzentrieren.

1.5. Didaktische Analyse

Die verschiedenen Lernziele werden in einer Lernzielkette zusammengefasst. Das Richtziel besteht darin dem Auszubildenden den Umgang mit Fahrtenbüchern näher zu bringen. Das Grobziel wird hierbei als das Fachwissen zur Durchführung eines korrekten Fahrtenbuches definiert.

Der Auszubildende soll in die Lage versetzt werden Fahrtenbucheinträge korrekt durchzuführen und das steuerliche Hintergrundwissen beherrschen. Dies wird als das Feinziel der didaktischen Analyse beschrieben.

Die Operationalisierung lautet hierbei wie folgt: Der Auszubildende soll innerhalb von zwanzig Minuten zwei Fahrtenbucheinträge nach Vorgabe durch die Ausbilderin fehlerfrei durchführen können.

2. Unterweisungsablauf: die 4-Stufen-Methode

2.1. die Vier-Stufen-Methode, bzw. „TW I“

Die Unterweisung erfolgt mit Hilfe der Vier-Stufen-Methode. Hierbei besteht der erste Schritt darin, den Auszubildenden für die kommende Aufgabe zu motivieren. Anschließend wird der Ausbilder die Aufgabe vormachen und der Auszubildende soll die Tätigkeit nachmachen. Stufe zwei und drei werden durch ein wechselseitiges Erarbeiten ausgeführt. Dies wird auch als „Training within Industries (TWI)“ bezeichnet. Hierbei soll der Auszubildende die korrekte Ausführung der ihm gestellten Aufgabe Schritt für Schritt erlernen. Dabei werden aufkommende Fragen geklärt, sodass in einem letzten Schritt der Auszubildende seine erworbenen Kenntnisse auf ein ähnliches Problem anwenden kann und selbstständig lösen kann. Schlussendlich wird eine Kontrolle auf Korrektheit durchgeführt und die eventuell die Durchführung nochmals mit dem Auszubildenden geübt.

2.2. Motivationsphase

Zu Beginn der Unterweisung wird der Auszubildende begrüßt und nach seinem Befinden gefragt. Dies nimmt ihm eine erste Unsicherheit, sodass in einem folgenden Schritt die Lernziele fragend ermittelt werden können. Durch diese Methode wird die Auszubildende in den Prozess eingebunden und zu Mitarbeit angeregt. Die Ausbilderin wird nachfragen, ob bereits Vorkenntnisse durch den Besuch der Berufsschule bestehen. Dies ermöglicht der Auszubildenden sich nochmals kurz ins Gedächtnis zu rufen, was bereits theoretisch durchgesprochen wurde. Am Ende dieser Phase wird gemeinsam besprochen werden, welche Bedeutung diese Aufgabenstellung mit sich bringt. Dies sollte wiederum in einem Dialog geschehen, sodass der Praxisbezug dem Auszubildenden auch deutlich wird.

2.3. Vorführen

In diesem Schritt wird nun die Problemstellung von Seiten der Ausbilderin beschrieben und die Lösung zur Bearbeitung aufgezeigt. Dies geschieht in einem ständigen Dialog mit dem Auszubildenden, sodass dieser aktiv in die Bearbeitung miteinbezogen wird. Die Ausbilderin sollte auch nicht stur den Eintrag in das Fahrtenbuch vornehmen, sondern bereits Fragen an den Auszubildenden stellen, sodass dieser die fehlenden Informationen bereits mündlich korrekt wiedergeben kann. Des Weiteren sollte der Auszubildende in dieser Phase ermuntert werden Fragen zu stellen, um Unklarheiten vorweg schon beseitigen zu können.

2.4. Nachmachen durch den Auszubildenden

Nachdem nun sämtliche Fragen und Schwierigkeiten von Seiten der Auszubildenden geklärt worden sind, soll das Gelernte nochmals geübt werden. Dies ermöglicht für die Ausbilderin eine Überprüfung, ob der Auszubildende die Materie auch wirklich verstanden hat. Dazu versucht der Auszubildende selbstständig den vorgegebenen Fall korrekt zu bearbeiten. Er erläutert dabei seine Arbeitsschritte (Was? Wie? Warum?) detailliert. Die Ausbilderin steht hierbei für eventuell auftretende Fragen und Probleme zur Seite. Besonders wichtig ist, dass die Ausbilderin dem Auszubildenden eine Rückmeldung bezüglich der Ausführung gibt. Gerade in dieser Situation ist es wichtig gute Leistungen zu betonen, um den Auszubildende nochmals zu motivieren.

2.5. Kontrolle und Vertiefung des Erlernten

In einem letzten Schritt wird der bearbeitete Fall mit der vorher erstellten Musterlösung verglichen. Der Lösungsweg wird nochmals gemeinsam durchgesprochen und eventuell aufgetretene Fragen nochmals erörtert. Je nach Leistung des Auszubildenden bietet es sich nun an, ihm weitere Übungsaufgaben zur Verfügung stellen. In jedem Falle soll die Ausbilderin die erbrachte Leistung anerkennen und deutlich loben. In den nächsten Tagen und Wochen soll die Auszubildende dann im Tagesgeschäft weiterhin Fahrtenbucheinträge erstellen, um Vertiefung, Festigung und Automatisierung des Erlernten unter realen Bedingungen zu ermöglichen. Außerdem sollte ihm die Verantwortung für die korrekte Bearbeitung der von anderen Mitarbeitern geführten Fahrtenbücher übertragen werden. Da diese Tätigkeit schlussendlich aber in die Lohn- und Gehaltszahlungen des jeweiligen Mitarbeiters einfließt sollte abgeklärt werden, dass immer noch eine letzte Kontrolle durch ältere Mitarbeiter erfolgt. In einem letzten Schritt wird der Auszubildende verabschiedet und ihm für die kooperative Zusammenarbeit gedankt und die Leistung nochmals positiv hervorgehoben.

3. Zeitplan

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Anhang

4.1. Muster eines Fahrtenbuches

4.2. Fragestellung No. 1

Du wirst gebeten am Montag, den 14.03.2005 um 10.00 Uhr einen Kunden (Name: Herr Dr. Maier, Stadt-Apotheke in Karlsruhe) vom nahe gelegenen Bahnhof abzuholen. Zu Beginn des Fahrtantritts beträgt der Gesamt-Kilometer Stand 18.520 km. Die Fahrt zu dem Bahnhof beträgt 15 km (einfache Fahrt). Nachdem du den Besucher nun dort abgeholt zu unserer Firma gefahren hast wirst du gebeten, diese Fahrt in das Fahrtenbuch einzutragen. Um 10.30 Uhr befindest du dich wieder in der Firma.

Voraussetzungen: Es fielen keine Aufwendungen für Kraftstoff. Öl oder Sonstiges an.

Führe bitte eine korrekte Eintragung durch!

4.3. Lösung zur Übungsaufgabe No. 1

Die übrigen Felder des Fahrtenbuches können vernachlässigt werden, da wir davon ausgehen, dass keine Ausgaben für Kraftstoff, Öl oder Sonstiges aufgewendet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.4. Kontrollaufgabe: Fragestellung No. 2

Der neue Vertriebs-Mitarbeiter Herr Schneider bittet dich ihm zu erklären, wie genau er seinen Fahrtenbucheintrag protokollieren soll. Die folgenden Daten hat er dir genannt:

Datum der Reise: 10.03.2005

Km-Stand zu Beginn der Fahrt: 125.380 km Km-Stand am Ende der Fahrt: 125.710 km

Grund der Reise: Besuch eines Kunden in Frankfurt am Main, Frau Prof. Dr. Müller, Marien-Apotheke in Frankfurt

Führe bitte einen korrekten Fahrtenbucheintrag durch. Welche fehlenden Daten müsstest du ggf. nochmals bei Herrn Schneider erfragen?

4.5. Lösung der Kontrollaufgabe 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Auszubildende sollte sich nochmals an Herrn Schneider wenden und Ihn bitten die Zeiten des Besuches anzugeben. Des Weiteren sollte geklärt werden, ob evtl. sonstige Aufwendungen, wie Kraftstoff, Öl oder Sonstiges angefallen sind.

3 Wareneingangskontrolle (Unterweisung Groß- und Außenhandelskaufmann / -frau)

von Ulrich Schindler

Unterweisungsentwurf zur Ausbildereignung

im Ausbildungsberuf:

Groß- und Außenhandelskaufmann/ -frau

Thema der Unterweisung:

Wareneingangskontrolle

Das Unterweisungsthema „Wareneingangskontrolle“ ist lt.

Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Groß- und

Außenhandelskaufmann/ -frau in § 3 Abs. 2 Nr. 1.1 dem Punkt a „Wareneingangskontrolle unter Berücksichtigung gesetzlicher und betrieblicher Vorschriften durchführen, Abweichungen dokumentieren und Korrekturmaßnahmen einleiten“ zuzuordnen.

Erstellt durch:

Ulrich Schindler

7. Oktober 2005

1 Rahmenbedingungen

1.1 Zielgruppenanalyse

Der/die Auszubildende ist mindestens 16 Jahre alt, hat den Realschulabschluss erfolgreich absolviert und befindet sich in der zweiten Hälfte des ersten Ausbildungsjahres zum/zur Kaufmann/ -frau im Groß- und Außenhandel.

Im ersten Ausbildungshalbjahr wurden dem/der Auszubildenden schon alltägliche Tätigkeiten in der Büroarbeit, wie z. B. die Ablage von Lieferscheinen, vermittelt, so dass eine Gewisse Vertrautheit im Umgang mit Lieferdokumenten bereits besteht. Eine grobe Kenntnis von dem Warensortiment, das im Unternehmen gehandelt wird, ist für eine erfolgreiche Unterweisung von Vorteil.

1.2 Unterweisungszeitpunkt/ -dauer

Die Unterweisung findet ca. um 10:15 Uhr statt. Für diesen Zeitpunkt spricht die biologische Leistungskurve des Menschen. Außerdem kommen gegen 10:00 Uhr im Unternehmen die Paketdienste an, so dass die Arbeitsmittel „Pakete“ zur Verfügung stehen. Im Vorfeld ist abgeklärt das es sich bei den Paketen, die für die Unterweisung herangezogen werden, um Lagerware handelt, die nicht für einen dringenden Kundenauftrag benötigt wird. Die Unterweisung dauert ca. 15 - 20 Minuten und kann sich bei aufkommenden Fragen und Verständnisproblemen etwas hinauszögern.

1.3 Unterweisungsort

Die Unterweisung findet in der Versandhalle des Ausbildungsbetriebes statt. Mit den Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen im Versand ist im Vorfeld vereinbart worden, dass für die Dauer der Unterweisung der Packtisch zur Verfügung steht. Außerdem sind die Mitarbeiter / -innen für die Dauer der Unterweisung mit Aufgaben betreut, die etwas Abseits vom Unterweisungsort liegen. So ist der/die Auszubildende von neugierigen Blicken seiner/ihrer Kollegen geschützt die ihn/sie hemmen könnten.

1.4 Arbeitsmittel

Neben dem bereits erwähnten Packtisch stehen dem/der Auszubilden Arbeitsmaterial zur Öffnung der Kartonage zur Verfügung. Des Weiteren sind zwei Pakete vorhanden unter deren Hilfestellung die Unterweisung geübt werden kann.

2 Didaktische Analyse

2.1 Thema der Unterweisung:

Der/die Auszubildende soll im Rahmen seiner betrieblichen Ausbildung zum/zur Groß- und Außenhandelskaufmann/ -frau eingehende Paketsendungen auf ihre Richtigkeit überprüfen. Hierzu gehört neben der Kontrolle auf Übereinstimmung mit den Lieferdokumenten auch die Kontrolle der Waren auf eventuelle offene Mängel. Abweichungen sollen dokumentiert werden und ggf. Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden.

Ein EDV-unterstützter Wareneingang, die Überprüfung auf Übereinstimmung mit der Bestellung und das Einlagern der Waren sind nicht mehr Bestandteil der Unterweisung.

2.2 Position im Berufsausbildungsplan

Das Unterweisungsthema „Wareneingangskontrolle“ ist lt. Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Groß- und Außenhandelskaufmann/ -frau in § 3 Abs. 2 Nr. 1.1 dem Punkt a „Wareneingangskontrolle unter Berücksichtigung gesetzlicher und betrieblicher Vorschriften durchführen, Abweichungen dokumentieren und Korrekturmaßnahmen einleiten“ zuzuordnen.

2.3 Zusammenhang mit der Berufsschule

Das Unterweisungsthema ist dem Berufsschulfach Handelsbetriebslehre zuzuordnen.

3 Lernziele

3.1 Richtlernziele

Der/die Auszubildende soll Kenntnisse in einem bestimmten Teil warenwirtschaftliche Abläufe erlangen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 129 Seiten

Details

Titel
Unterweisungen für kaufmännische Ausbildungsberufe
Untertitel
10 erprobte Vorschläge für einen Unterweisungsentwurf - Band 1
Autor
Jahr
2008
Seiten
129
Katalognummer
V115878
ISBN (eBook)
9783640184729
ISBN (Buch)
9783640184897
Dateigröße
1174 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
10 in der Praxis erprobte Unterweisungen für die kaufmännische Ausbildungsberufe - Band 1 -
Schlagworte
Unterweisungen, Ausbildungsberufe
Arbeit zitieren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor), 2008, Unterweisungen für kaufmännische Ausbildungsberufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115878

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