Diese Arbeit bietet zunächst einen Einblick in die Jugendsprache und wird dann Ergebnisse analysieren. Anschließend wird die Frage der Herkunft der Ausdrucksweise "en plan" und "en plan de" geklärt und beobachtet, wie sich der Begriff über die Jahre in der iberospanischen Sprache generell gewandelt hat und im spezifischen in der Jugendsprache selbst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lenguaje juvenil
3. Ursprung von „en plan“
4. Marcador discursivo
5. Parallelen zu deutschen Diskursmarkern
6. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herkunft, Entwicklung und die vielfältigen Funktionen des spanischen Diskursmarkers „en plan“ innerhalb der Jugendsprache sowie dessen Übertragbarkeit auf andere Sprachsysteme.
- Historische Herleitung des Begriffs „en plan“ vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
- Analyse der soziolinguistischen Bedeutung von Jugendcodes und deren Verbreitung.
- Untersuchung der funktionalen Rolle als „marcador discursivo“ (Diskursmarker).
- Vergleichende Analyse mit deutschen Entsprechungen wie „nach dem Motto“ oder „quasi“.
- Betrachtung von „face-saving“-Strategien und Hedge-Funktionen im alltäglichen Sprachgebrauch.
Auszug aus dem Buch
3. Ursprung von „en plan“
Wie bei fast jedem Begriff in der Jugendsprache, stellt sich die Frage wie diese Redewendung überhaupt entstanden ist. Hier ist der Ursprung relativ langjährig, um genau zu sein gehen die Wurzeln zurück, bis in das 12. Jahrhundert der spanischen Sprache. Als die weitreichendste Zurückführung der Redewendung gilt das Wort „planta“, die damals eine doppelte Bedeutung hatte, nämlich die der Fußsohle und die, eines Pfahls, der in den Boden gerammt wird damit die gesäte Pflanze an dem Pfahl entlang wachsen kann. In beiden Fällen haben wir also einen Begriff dessen Bedeutung in Kontakt mit dem Boden steht. Nach vielen Jahren änderte sich die Bedeutung des Wortes dahingehend, dass das Stockwerk eines Gebäudes jetzt „planta“ genannt wurde, wie es heute immer noch genannt wird. Aus dem Wort „planta“ entwickelte sich dann im Laufe der Zeit ein neues Wort – „plan“. Dieses Wort hat den Ursprung auch aus dem Bauprojekt, das man angehen will. In anderen Worten, wenn man eine „planta“ errichten will, braucht man einen „plan“. Es begann also damit, den physischen Gedanken zu haben ein Bauprojekt zu verwirklichen bis hin dazu, eine abstrakte Realität zu beschreiben, die man erreichen bzw. umsetzen will. Ähnlich wie bei dem französischen, in dem aus „plant – plan“ wurde haben wir dann also auch eine Apokope2, also den Verlust der letzten Buchstaben bei „planta – plan“. Im Verlauf vieler Jahre haben wir dann noch das Hinzufügen von „en“ was eine adverbiale Funktion bekommen hat und in manchen Situationen wird auch noch ein „de“ hinzugefügt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Diskursmarker ein und skizziert das Forschungsziel, die Herkunft und Funktion der spanischen Redewendung „en plan“ zu analysieren.
2. Lenguaje juvenil: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Jugendsprache als soziolinguistisches Phänomen und beleuchtet die Identitätsstiftung durch eigene sprachliche Codes.
3. Ursprung von „en plan“: Das Kapitel zeichnet die etymologische Entwicklung von „planta“ über „plan“ hin zum heutigen Diskursmarker nach.
4. Marcador discursivo: Hier werden die linguistischen Funktionen des Begriffs erläutert, insbesondere dessen Rolle als Konnektor, Reformulator und seine polyfunktionale Natur.
5. Parallelen zu deutschen Diskursmarkern: Es findet ein funktionaler Vergleich zwischen dem spanischen „en plan“ und deutschen Entsprechungen wie „nach dem Motto“, „quasi“ oder „sozusagen“ statt.
6. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass „en plan“ kein statisch definiertes Wort ist, sondern ein wandelbarer Diskursmarker mit vielfältigen pragmatischen Funktionen in der Kommunikation.
Schlüsselwörter
en plan, Diskursmarker, Jugendsprache, Marcador discursivo, Linguistik, Sprachwandel, Soziolinguistik, Etymologie, Reformulator, Heckenausdruck, Face-saving, Pragmatik, Sprachvergleich, Kommunikation, Sprachgebrauch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herkunft, der Entwicklung und den grammatikalischen sowie pragmatischen Funktionen der spanischen Redewendung „en plan“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Jugendsprache als soziolinguistisches Phänomen, die Etymologie des Begriffs, die Rolle als Diskursmarker und der Vergleich mit ähnlichen Ausdrücken im Deutschen und Englischen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, zu klären, warum und wie „en plan“ als Diskursmarker verwendet wird und welche spezifischen Funktionen (z.B. als Reformulator oder Heckenausdruck) er erfüllt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive linguistische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung von Korpusdaten (CORDE, CREA, COLAM) und theoretischen Konzepten zur Diskursmarkierung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Ursprungs, die linguistische Einordnung als „marcador discursivo“ und den kontrastiven Vergleich mit deutschen und englischen Diskursmarkern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere „en plan“, „Diskursmarker“, „Jugendsprache“ sowie fachspezifische Konzepte wie „Reformulator“ und „Heckenausdruck“.
Was unterscheidet „en plan“ von einer festen grammatikalischen Funktion?
Der Begriff ist polyfunktional und entwickelt sich ständig weiter; er dient oft als Pausenfüller oder Werkzeug zur Vermeidung von direkten Konfrontationen (Face-saving).
Warum wird „en plan“ oft als „Heckenausdruck“ bezeichnet?
Weil der Sprecher ihn nutzt, um sich sprachlich hinter einer „Hecke“ zu verstecken, um das eigene „Gesicht“ zu wahren oder den Gesprächspartner nicht direkt zu verletzen.
Gibt es eine direkte Übersetzung für „en plan“ ins Deutsche?
Nein, es gibt kein einzelnes Wort mit identischer Funktion; je nach Kontext können Begriffe wie „nach dem Motto“, „quasi“ oder „sozusagen“ als Entsprechungen dienen.
Spielt die soziale Distanzierung eine Rolle bei der Verwendung?
Ja, laut der Arbeit nutzen Jugendliche diese Codes, um sich bewusst von älteren Generationen abzugrenzen und die Solidarität innerhalb der eigenen Altersgruppe zu unterstreichen.
- Arbeit zitieren
- Julian Dobner Capitán (Autor:in), 2021, Herkunft des Diskursmarkers "en plan" im Spanischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158837