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Depressionen im Kindes- und Jugendalter

Title: Depressionen im Kindes- und Jugendalter

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 20 Pages , Grade: 1

Autor:in: Iris Gorke (Author)

Social Work
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Zur kalten Jahreszeit schlagen die dunklen Tage mit trübem Wetter vielen Menschen auf die Stimmung und verursachen ebenso trübe Gedanken. Bei einigen erhöht sich saisonal die Vulnerabilität für depressive Erkrankungen. Nicht jede veränderte Stimmung ist gleich eine echte Depression, wenn auch die Aussage „gerade depressiv zu sein“ sich als Ausdruck für die Phase eines Stimmungstiefs etabliert hat. Bei Jugendlichen hat der Begriff „Depri- Phase“, für ein momentanes Tief, Fuß gefasst. Grundsätzlich gilt, dass Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit und Pessimismus zu unserer emotionalen Grundausstattung gehören und ebenso Bestandteil des Lebens, wie Freude oder Zufriedenheit, sind. Besonders in der Pubertät gehören Stimmungsschwankungen zur normalen Entwicklung. Diese Erscheinungen gilt es von der Depression im klinischen Sinne abzugrenzen. Dabei rückt aber auch die Tatsache, dass sowohl Kinder als auch Jugendliche an einer depressiven Störung leiden können, langsam in den Blickpunkt der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Kindheitsdepression ist nicht immer leicht als solche zu erkennen. Insbesondere Kinder drücken ihr persönliches Leid in jeder Altersstufe verschieden aus. Dies äußert sich häufig in somatischen Beschwerden, und die typischen Symptome einer depressiven Störung, auf die ich noch genauer eingehen werde, sind nicht so offensichtlich, wie im Erwachsenenalter. Aufgrund der Abweichungen zur Erwachsenendepression galt die kindliche Affektstörung lange Zeit als entwicklungsspezifische Störung und wurde erst in den letzten Jahren als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach Symptomatik und Ätiologie der Depressionen bei Kindern und Jugendlichen und erklärt, verschiedene Therapieformen unter Einbeziehung aktueller Forschungsarbeiten. Des Weiteren wird auf Chancen und Risiken einer stationären Behandlung eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Depression

3. Klassifikation der klinischen Störungsbilder

4. Symptomatik

4. 1 Symptomatik der Kindheits- und Jugenddepression

4. 1. 1 Im Säuglingsalter

4. 1. 2 Im Kleinkind- und Vorschulalter

4. 1. 3 Jüngere Schulkinder

4. 1. 4 Bei älteren Kindern und Jugendlichen

4. 2 Das Problem der Komorbidität

5. Ätiologie

5. 1 Risikofaktoren

5. 2 Biologische Erklärungsansätze zur Entstehung von Depressionen

5. 2. 1 Genetik

5. 2. 2 Biochemische (endokrine) Theorien

5. 3 Psychologische Theorien

5. 3. 1 Psychoanalytische Theorie

5. 3. 2 Behaviorale Theorie

5. 3. 3 Kognitive Theorien

6. Therapie

6. 1 Psychotherapie

6. 2 Spieltherapie

6. 3 Andere nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

6. 4 Medikamentöse Behandlung

6. 5 Stationäre Behandlung

7. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für die Symptomatik und Ätiologie von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen zu schaffen, indem aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse integriert und verschiedene therapeutische Ansätze unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken kritisch erörtert werden.

  • Differenzierung der depressiven Symptomatik über verschiedene Altersstufen hinweg
  • Analyse multifaktorieller Ätiologiemodelle (biologische, psychosoziale und psychologische Ansätze)
  • Vergleich und Bewertung von Behandlungsstrategien (Psychotherapie, Spieltherapie, Medikation)
  • Kritische Untersuchung der Indikation und Auswirkungen stationärer Behandlungsformen

Auszug aus dem Buch

4. 1. 1 Im Säuglingsalter

Der Psychoanalytiker Rene Spitz machte bereits in seinen Arbeiten zur Hospitalismusforschung aus den vierziger Jahren auf die sogenannte „anaklitische Depression“ (Anlehnungs- Depression“) aufmerksam. Sie entsteht durch eine länger anhaltende, mangelnde, emotionale Zuwendung, wie es beispielsweise in Heimen vorkommen kann. Wird dem Säugling trotz ausreichend Nahrung der zwischenmenschliche Kontakt entzogen und erfährt er eine sogenannte psychosoziale Deprivation, reagiert er zunächst mit vermehrtem Weinen und protestierendem Schreien. Schließlich setzen Schlafstörungen, Appetitverlust und ein apathisches Rückzugsverhalten mit starrem Gesichtsausdruck ein. Die Säuglinge zeigen auch häufig Jaktationen; sie führen rhythmische Kopf- oder Körperbewegungen aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, Depressionen von normalen Stimmungsschwankungen in der Pubertät abzugrenzen, und betont die Notwendigkeit, kindliche Depressionen als eigenständiges Krankheitsbild ernst zu nehmen.

2. Definition der Depression: Hier wird erläutert, dass Depression keinen einheitlichen Krankheitsbegriff darstellt, sondern als depressives Syndrom mit variablen Symptomen verstanden werden muss.

3. Klassifikation der klinischen Störungsbilder: Das Kapitel stellt die diagnostische Einordnung nach ICD-10 und DSM-IV vor und definiert die Kriterien für Major Depression und Dysthymie.

4. Symptomatik: Dieser Abschnitt beschreibt den Symptomkomplex auf verschiedenen Ebenen und unterteilt die spezifischen Merkmale nach Altersgruppen vom Säuglings- bis zum Jugendalter sowie die Herausforderung der Komorbidität.

5. Ätiologie: Es wird dargelegt, dass die Entstehung einer Depression als multifaktorielles Geschehen aus biologischen, psychologischen und psychosozialen Faktoren zu betrachten ist.

6. Therapie: Dieses Kapitel erläutert verschiedene therapeutische Ansätze, von der Psychotherapie über die Spieltherapie bis hin zur medikamentösen und stationären Behandlung, unter Betonung der individuellen Bedürfnisse.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse und plädiert für eine bedarfsgerechte, interdisziplinäre Behandlung, bei der das Wohl des Kindes im Mittelpunkt steht.

Schlüsselwörter

Depression, Kindheitsdepression, Jugenddepression, Symptomatik, Ätiologie, Psychotherapie, Spieltherapie, Medikamentöse Behandlung, Stationäre Behandlung, Komorbidität, Vulnerabilität, Kognitive Verhaltenstherapie, Bindung, Affektive Störungen, Adoleszenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Depression bei Kindern und Jugendlichen, ihrer Identifikation und Behandlung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Symptomatik in verschiedenen Altersstufen, den Ursachen (Ätiologie) sowie den verschiedenen Therapieformen und deren Risiken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Vielgestaltigkeit depressiver Störungen bei Minderjährigen zu vermitteln und die Wichtigkeit einer individuellen, bedarfsgerechten Behandlung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, die aktuelle psychologische und psychiatrische Forschungsarbeiten einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Symptome nach Altersgruppen, die Analyse biologischer und psychologischer Ursachenmodelle sowie eine detaillierte Diskussion therapeutischer Optionen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Wichtige Begriffe sind Kindheitsdepression, Ätiologie, Komorbidität, psychosoziale Deprivation und stationäre Hospitalisation.

Wie unterscheiden sich die Symptome bei Säuglingen von denen bei älteren Kindern?

Während Säuglinge vor allem durch Schreien, Schlafstörungen und Apathie reagieren, zeigen sich bei älteren Kindern eher somatische Beschwerden, Konzentrationsprobleme oder sozialer Rückzug.

Welche Rolle spielt die Komorbidität bei der Diagnose?

Komorbidität erschwert die Diagnose, da die zugrundeliegende Depression oft von auffälligeren Störungen wie Angstzuständen oder Verhaltensauffälligkeiten verdeckt wird.

Warum ist die stationäre Behandlung bei Jugendlichen kritisch zu betrachten?

Sie kann zwar in schweren Krisen notwendig sein, birgt jedoch das Risiko, das Kind aus seinem stabilisierenden Umfeld zu reißen und kann durch den Verlust sozialer Ressourcen zu einer Verschlechterung der Symptomatik führen.

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Details

Title
Depressionen im Kindes- und Jugendalter
College
Munich University of Applied Sciences  (FB Sozialpädagogik)
Course
Menschliche Entwicklung - Handeln und Verhalten
Grade
1
Author
Iris Gorke (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V11589
ISBN (eBook)
9783638177061
Language
German
Tags
depressionen kindes- jugendalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Iris Gorke (Author), 2003, Depressionen im Kindes- und Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11589
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