Die vorliegende Arbeit widmet sich der Fragestellung, wie Netzwerkorientierung zur Stärkung des professionellen Selbstbewusstseins des VHT-Netzwerks und somit der VHT-Methode beitragen kann. Nachdem die Anwendbarkeit des Netzwerkbegriffes auf den VHT-Kontext geprüft wurde, soll hierzu der Versuch einer kleinen Netzwerkerkundung unternommen werden, die unter anderem nach Strukturen, Akteur*innen, Vernetzungsinstrumenten, Entwicklungsphasen, Erfolgen und Bedarfen frägt. Basis hierfür ist unter anderem eine Netzwerkkartenanalyse und die Befragung von VHT-Professionals auf Bundes- und Landesebene, welche neben Rückschlüssen auf die Forschungsfrage weitere Reflexionsmöglichkeiten und Impulse für die VHT-Vernetzung bieten können.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen und Grundlagen
2.1 Vorstellung der VHT-Methode und ihrer Dachgesellschaft
2.2 Netzwerk-Begrifflichkeiten und ihre Anwendbarkeit auf VHT
3 Versuch einer strukturellen Netzwerkerkundung
3.1 Untersuchung verschiedener Strukturen
3.2 Netzwerkkartenanalyse
4 Versuch einer inhaltlichen Netzwerkerkundung
4.1 Erkundung der ‚Story‘
4.2 Inhaltliche Befragung
5 Einfluss auf das professionelle Selbstbewusstsein
6 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie eine gezielte Netzwerkorientierung das professionelle Selbstbewusstsein von VHT-Professionals stärken kann und welche Bedeutung die Vernetzung für die Weiterentwicklung der VHT-Methode innerhalb des Vereins SPIN-DGVB e.V. hat.
- Analyse der Anwendbarkeit des Netzwerkbegriffs auf den VHT-Kontext
- Strukturelle Netzwerkerkundung mittels Netzwerkkartenanalyse
- Aufarbeitung der historischen Entwicklung des VHT-Netzwerks
- Erhebung von Nutzen, Bedarfen und Entwicklungswünschen der VHT-Professionals
- Reflexion des Zusammenhangs von Vernetzung und professionellem Selbstverständnis
Auszug aus dem Buch
3.1 Untersuchung verschiedener Strukturen
Beim Blick auf die Struktur des VHT-Netzwerks geruht seine äußere Form als Verein der Analyse zum Vorteil. Die Satzung sowie das Organigramm offenbaren gerade zu diesem formalisierten Wesenszug des Netzwerks zentrale Informationen. SPIN DGVB e.V. hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist Bundesverband der ihr angegliederten Regionalverbände (SPIN DGVB e.V. 2020, 1). Als Zielsetzung wird die „Unterstützung entwicklungsfördernder und konfliktlösender Kommunikation […]“ (SPIN DGVB e.V. 2020, 1) durch die Verbreitung und Förderung der VHT-Methode benannt. Hierzu nimmt sich der Zusammenschluss unter anderem die Aufgaben vor, die Qualität der videobasierten Beratungsmethode sowie deren Weiterentwicklung zu sichern, Qualitätsstandards für VHT-Professionals und Ausbilder*innen beziehungsweise Lehrsupervisor*innen zu setzen.
Die Zertifizierung fällt in ihr Aufgabenfeld, sowie die Verbreitung der Methode mithilfe verschiedener Instrumente sowie das Netzwerken „mit Fachhochschulen und Universitäten […] nationalen und internationalen Verbänden, Vereinen und Einrichtungen, die sich ebenfalls der […] videobasierten Beratung verpflichte[n]“ (SPIN DGVB e.V 2020, 1). Mitglieder des Vereins können natürliche sowie juristische Personen werden, sowie die Regionalverbände. Jene können „entsprechend der Anzahl und Grenzen der Bundesländer gegründet werden [und sind] eigenen Vereinssatzungen verpflichtet“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Netzwerkorientierung ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Begriffsbestimmungen und Grundlagen: Hier werden zentrale Netzwerkbegriffe definiert und deren theoretische Anwendbarkeit auf das VHT-Netzwerk geprüft.
3 Versuch einer strukturellen Netzwerkerkundung: Dieses Kapitel analysiert die formale Struktur des Vereins und nutzt Netzwerkkarten zur Untersuchung der Verbindungen zwischen den Akteur*innen.
4 Versuch einer inhaltlichen Netzwerkerkundung: Das Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung des Netzwerks und den Einschätzungen der VHT-Professionals zu Nutzen und Bedarfen.
5 Einfluss auf das professionelle Selbstbewusstsein: Der Zusammenhang zwischen der Vernetzung innerhalb des VHT-Netzes und der beruflichen Identität sowie dem Selbstbewusstsein wird hier theoretisch und empirisch beleuchtet.
6 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Netzwerkperspektive für die Zukunft von VHT.
Schlüsselwörter
VHT, Video-Home-Training, Netzwerkorientierung, SPIN-DGVB, professionelles Selbstbewusstsein, Netzwerkanalyse, Soziale Arbeit, berufliche Identität, Netzwerkkarten, systemische Beratung, Vernetzung, Vereinsstruktur, Empowerment, Qualitätssicherung, Fachdiskurs.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Relevanz von Netzwerkstrukturen für die Stärkung des professionellen Selbstbewusstseins von Fachkräften, die mit der Methode VHT (Video-Home-Training) arbeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zu den Kernbereichen gehören die Netzwerktheorie in der Sozialen Arbeit, die historische Entwicklung des Vereins SPIN-DGVB e.V. sowie die Analyse von Beziehungsstrukturen innerhalb dieser Community.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, wie Netzwerkorientierung zur Stärkung der methodischen Sicherheit und des Selbstverständnisses der Professionals beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit ist literaturbasiert und ergänzt dies durch eine Netzwerkkartenanalyse sowie eine qualitative Online-Befragung unter VHT-Professionals.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Netzwerkerkundung, eine historische Betrachtung der „Story“ des Netzwerks sowie die Untersuchung des Einflusses der Vernetzung auf das professionelle Selbstbild.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind VHT, Netzwerkorientierung, professionelles Selbstbewusstsein, SPIN-DGVB, Netzwerkanalyse und Soziale Arbeit.
Welche Rolle spielt das „Dornröschen-Dasein“ in der Netzwerkhistorie?
Dieser Begriff beschreibt eine Phase der Konsolidierung und internen Stabilisierung, in der das Netzwerk Gefahr lief, den Anschluss an aktuelle Marktbedarfe zu verlieren.
Warum ist das „Aschenputtel-Merkmal“ für VHT laut Autorin nicht mehr passend?
Die Autorin argumentiert, dass sich VHT seit dem „Aufwachen“ im Jahr 2014 durch eine deutlich gestärkte Marktpräsenz und ein gesteigertes Selbstvertrauen aus dem Status einer „bescheidenen Profession“ herausgelöst hat.
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- Felizitas Balzer (Author), 2021, Netzwerkorientierung zur Stärkung des professionellen Selbstbewusstseins von Video-Home-Training (VHT), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159242