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Aphasie und Mehrsprachigkeit. Cross-linguistische Effekte in der Therapie von multilingualen AphasikerInnen

Title: Aphasie und Mehrsprachigkeit. Cross-linguistische Effekte in der Therapie von multilingualen AphasikerInnen

Term Paper , 2021 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Ziel dieser Hausarbeit ist es, Argumente, die für die Existenz des cross-linguistischen Transfers sprechen sowie verschiedene Faktoren, die diesen fördern, herauszuarbeiten und die Vorteile, die in der Therapie mit mehrsprachigen AphasikerInnen durch den CLT entstehen, ausführlich darzustellen.

Eine wichtige Rolle spielen hierbei die sogenannten Cognates, also Wörter, die auf einen gemeinsamen Ursprung zurückzuführen sind. Aus den vorab getätigten Überlegungen ergibt sich folgende These, die am Ende der Hausarbeit rückblickend reflektiert werden soll: „In der Therapie von mehrsprachigen AphasikerInnen nimmt das Training mit Cognates eine Sonderstellung ein, da die etymologische Verwandtschaft von Sprachen cross-linguistische Transfererscheinungen begünstigt.“

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Mehrsprachigkeit

2.2 Multilinguale/Bilinguale Aphasie

2.3 Cognates und Non-Cognates

3 Diagnose und Therapie

3.1 Bilingualer Aphasie Test (BAT)

3.2 Therapeutische Ansätze und Überlegungen

4 Mehrsprachige Gehirne

4.1 Sprachzugriffstheorien und sprachübergreifende Interferenzen

4.2 Modelle der Organisation des bilingualen Lexikons

5 Cross-linguistischer Transfer

5.1 Einflussfaktoren auf CLTE

5.1.1 Wortart: Cognates, Non-Cognates und Homophone

5.1.2 Ähnlichkeit der Sprachen

5.1.3 Prä- und postmorbide Sprachfähigkeiten

5.1.4 Intaktheit der kognitiven Kontrolle

5.2 Sonderstellung Cognates

5.2.1 Cognates in der Fremdspracherwerbsforschung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial des sogenannten cross-linguistischen Transfer-Effekts (CLT) in der therapeutischen Behandlung von Aphasien bei mehrsprachigen Patientinnen und Patienten, um durch gezielte Therapieansätze eine sprachübergreifende Rehabilitation zu ermöglichen.

  • Bedeutung und Herausforderungen der Aphasietherapie bei Mehrsprachigkeit
  • Diagnostische Verfahren wie der Bilinguale Aphasie Test (BAT)
  • Theoretische Modelle zur Organisation des bilingualen Gehirns und Wortabrufs
  • Einflussfaktoren auf den Erfolg des cross-linguistischen Transfers (CLT)
  • Sonderrolle von etymologisch verwandten Wörtern (Cognates)

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Wortart: Cognates, Non-Cognates und Homophone

Theorien bilingualer Sprachverarbeitung haben sich besonders auf die Erforschung von Cognates und ihren Effekten fokussiert. Verschiedene Studien konnten dabei den ‚cognate facilitation effect‘ feststellen, der besagt, dass Cognates schneller erkannt und abgerufen werden können als Non-Cognates (vgl. Kambanaros et al. 2016: 272). In diesem Unterkapitel wird sich zunächst auf das Potenzial von der Verwendung von Cognates zur Erzielung CLTs fokussiert; Kapitel 5.2 wird ihre besondere Stellung noch einmal konkreter herausstellen.

Den Einfluss von Cognate-Stimuli auf cross-linguistische Therapieeffekte konnten unter anderem Goral et al. in ihrer Studie Cross-language lexical connections in the mental lexicon: Evidence from a case of trilingual aphasia nachweisen. Nach Behandlungen in seiner L1 (Spanisch) zeigte der Patient, besonders bei Wortbenennungsaufgaben, verbesserte Fähigkeiten in Bezug auf Cognates in der L1 als auch in der L2 (Englisch). Bei Non-Cognates zeigte sich dagegen keine Transferleistung von der L1 auf die L2 (vgl. Goral et al. 2006: 245). Ähnliche Erkenntnisse offenbarte auch eine Studie von Roberts und Deslauriers, die ergab, dass bilinguale AphasikerInnen nicht nur Cognates besser benennen konnten als Non-Cognates, sondern sie auch ausschließlich bei der Produktion von Cognates Fehler machten, die noch einen kommunikativen Wert hatten (vgl. Ansaldo et al. 2014: 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Aphasietherapie in einer zunehmend mehrsprachigen Gesellschaft und führt in die Thematik des cross-linguistischen Transfers ein.

2 Definitionen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie individuelle Mehrsprachigkeit, bilinguale Aphasie sowie die Unterscheidung zwischen Cognates und Non-Cognates.

3 Diagnose und Therapie: Hier werden Anforderungen an eine individuelle Aphasiediagnostik diskutiert, der Bilinguale Aphasie Test (BAT) vorgestellt und therapeutische Herausforderungen erörtert.

4 Mehrsprachige Gehirne: Das Kapitel befasst sich mit Sprachzugriffstheorien und Modellen der Organisation bilingualer Lexika, die das Auftreten von Interferenzen erklären.

5 Cross-linguistischer Transfer: Dieser Hauptteil analysiert Einflussfaktoren auf den Transfer-Erfolg, wie Wortarten, Ähnlichkeit der Sprachen, Sprachfähigkeiten und kognitive Kontrolle, und beleuchtet die Sonderstellung von Cognates.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Relevanz der These und weist auf den Bedarf an weiterer Forschung in der bilingualen Aphasietherapie hin.

Schlüsselwörter

Aphasie, Mehrsprachigkeit, Cross-linguistischer Transfer, CLT, Bilinguale Aphasie Test, BAT, Cognates, Sprachverarbeitung, Sprachtherapie, Sprachzugriff, Kognitive Kontrolle, Rehabilitation, Wortabruf, Interdependenz, Lexik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie bei mehrsprachigen Menschen mit Aphasie durch den sogenannten cross-linguistischen Transfer (CLT) erreicht werden kann, dass therapeutische Erfolge in einer Sprache auf die anderen Sprachen der Patientinnen und Patienten übertragen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Diagnostik mittels des Bilingualen Aphasie Test (BAT), die kognitive Organisation bilingualer Lexika sowie die Faktoren, die einen therapeutischen Wissenstransfer zwischen verschiedenen Sprachen begünstigen.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Argumente für die Existenz und Wirksamkeit des cross-linguistischen Transfers zu liefern und die Bedeutung des Trainings mit etymologisch verwandten Wörtern (Cognates) für eine effektive Therapie hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Forschungsarbeiten, Studien und theoretischer Modelle zur bilingualen Sprachverarbeitung und Aphasietherapie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv der Frage, welche Faktoren (wie Wortart, Ähnlichkeit der Sprachen, Sprachniveau und kognitive Steuerungsfähigkeit) den Erfolg eines sprachübergreifenden Transfers beeinflussen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aphasie, Mehrsprachigkeit, Cross-linguistischer Transfer, Cognates, Bilinguale Aphasie Test (BAT) und kognitive Kontrolle beschreiben.

Welche Bedeutung haben "Cognates" in der Therapie?

Cognates (etymologisch verwandte Wörter) spielen eine Sonderrolle, da sie aufgrund ihrer formalen und semantischen Ähnlichkeit den sogenannten 'cognate facilitation effect' auslösen und somit den Wissenstransfer zwischen den Sprachen eines bilingualen Sprechers maßgeblich erleichtern.

Warum wird in der Arbeit das Modell der "Common Underlying Proficiency" genannt?

Dieses Modell unterstützt die Hypothese, dass Sprachen eines multilingualen Sprechers interdependent miteinander verknüpft sind, was die theoretische Basis für die Annahme bietet, dass Therapiefortschritte in einer Sprache auch andere Sprachen positiv beeinflussen können.

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Details

Title
Aphasie und Mehrsprachigkeit. Cross-linguistische Effekte in der Therapie von multilingualen AphasikerInnen
College
University of Hannover
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
26
Catalog Number
V1159590
ISBN (PDF)
9783346556707
ISBN (Book)
9783346556714
Language
German
Tags
Aphasie Mehrsprachigkeit Crosslinguistische Effekte Sprachtherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Aphasie und Mehrsprachigkeit. Cross-linguistische Effekte in der Therapie von multilingualen AphasikerInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159590
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