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Die Auswirkungen von Biographiearbeit mit Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind

Title: Die Auswirkungen von Biographiearbeit mit Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind

Term Paper , 2021 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna-Lina Backhaus (Author)

Social Work
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Inwieweit kann Biographiearbeit mit Kindern unterstützend genutzt werden, wenn die Eltern psychisch erkrankt sind? Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Thema, das in der heutigen Gesellschaft zu wenig Aufmerksamkeit erhält, wobei Kinder psychisch erkrankter Eltern als Randgruppe häufig aus dem Blickfeld des Umfeldes und somit auch dem der Fachkräfte fallen.

Diese Arbeit befasst sich anfänglich mit Begriffsdefinitionen, um ein einheitliches Begriffsverständnis vorauszusetzen. Anschließend werden die Auswirkungen und Risiken der betroffenen Kinder erläutert, da diese eine besondere Wichtigkeit haben und als Wissen vorausgesetzt werden sollten, damit anschießend auf die Unterstützungs- und Präventionsprogramme geschaut werden kann.

Die Biographiearbeit erhält in dieser Hausarbeit den Schwerpunkt, weil sie sowohl präventiv wie begleitend eingesetzt werden kann. Weiterhin ist das biografische Arbeiten prinzipiell nach Konzeptionsanpassungen für jedes Alter nutzbar und macht es damit gut zugänglich und anwendbar. Da nicht nur innerhalb der Präventions- und Unterstützungsangebote Unterteilungen möglich sind, sondern zusätzlich noch im Bereich der Biographiearbeit, liegt der Fokus auf dem kunsttherapeutischen Ansatz, der abschließend mit einem praxisnahen Beispiel abschließt. Die drei weiteren Präventionsmodelle sind nur kurz erfasst, da jedes Modell für sich die Grundlage einer Hausarbeit eröffnen würde. Als Abschluss wird dann das Fazit folgen, welches sich mit der Verbindung zwischen den möglichen kindlichen Risiken und den Auswirkungen der Biographiearbeit, speziell dem kunsttherapeutischen Ansatz befasst. Die Arbeit bezieht sich eigens auf Fachliteratur diverser Quellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen

1.1. Psychische Erkrankung

1.2. Biografie(-arbeit)

1.3. Prävention

2. Auswirkungen und Risiken einer psychischen Erkrankung der Eltern auf das Kind

2.1. Kindeswohl(-gefährdung)

2.2. Eigene Erkrankung

2.3. Psychosoziale Folgen

3. Unterstützungsmöglichkeiten und Resilienzförderung

3.1. Biografiearbeit

3.1.1. Sinn und Funktion

3.1.2. Das kunsttherapeutische Angebot

3.1.3. „Filzen“ – ein exemplarisches Umsetzungsbeispiel des kunsttherapeutischen Angebots

3.1.4. Weitere Methoden des biografischen Arbeitens

3.2. Weitere Präventionsprogramme

3.2.1. Kanu- gemeinsam weiterkommen

3.2.2. ECHT STARK!

3.2.3. Auryn

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der Biografiearbeit als unterstützende Maßnahme für Kinder, deren Eltern an einer psychischen Erkrankung leiden, um Risiken abzumildern und Resilienz zu fördern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf dem kunsttherapeutischen Ansatz und dessen praktischer Anwendung.

  • Risiken für Kinder psychisch erkrankter Eltern (Kindeswohlgefährdung, eigene Erkrankung).
  • Funktionsweise und Ziele der Biografiearbeit bei Kindern.
  • Kunsttherapeutische Methoden (z. B. Filzen) in der praktischen Arbeit.
  • Überblick über spezialisierte Präventionsprogramme (Kanu, ECHT STARK!, Auryn).

Auszug aus dem Buch

3.1.3. „Filzen“ – ein exemplarisches Umsetzungsbeispiel des kunsttherapeutischen Angebots

Das Material ´Filz` ist für die meistens Kinder ein unbekanntes Material, was in der gestalterischen Phase mit etwas Anleitung verwendet wird. Die Kinder erhalten hierfür Rohwollstränge des Filzes, die sie in gleicher Richtung über und untereinander legen. Anschließend werden die Stränge in entgegen gesetzter Richtung gelegt. Dieser Prozess wird wiederholt bis die Stränge in sechs bis sieben Schichten übereinander liegen. Nun wird in die Mitte der Stränge tropfenweise Wasser mit Olivenseife gegeben, anschließend wird mit den Händen und leichten Bewegungen von innen nach außen das Wasser-Seifen-gemisch verteilt. Durch die Reibungen zwischen Fingern und Wolle beginnen die Stränge mit einander zu verfilzen. Je intensiver und länger dieser Prozess durchgeführt wird, desto höher ist später die Qualität des Filzes. Aus dem Ergebnis kann dann kreativ noch ausgeschnitten werden, sodass zum Beispiel Untersetzer für Gläser entstehen können. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, so werden die restlichen Seifenreste aus dem Filz ausgewaschen und dieser zum Trocknen gelegt (vgl. Müller-Macco, 2003, S. 247).

Das Material Wolle eignet sich hierbei hervorragend, um den Kindern über ihre Hände Sinneseindrücke zu vermitteln. Die Wolle gibt in Gefühl von Wärme und Schutz ab. Das Zupfen der feinen Stränge zu Beginn des Angebotes sensibilisiert die Kinder und erfordert präzises Arbeiten, wodurch die Wahrnehmung der eigenen Stimmung unterstützt werden kann. Das anschließende Schichten sorgt nicht nur dort für Ordnung, sondern auch für eine innere Ordnung. Wandlung hingegen erfahren die Kinder im Prozess des ´Verfilzens`, da mithilfe des Wasser-Seifen-gemisches und ihren Handbewegungen sich das Material wandelt. Sie können wahrnehmen, dass die den Prozess der Wandlung steuern, wodurch die eigenen Fähigkeiten besser erkannt und somit das Selbstvertrauen gesteigert wird. Der Vorteil am Filzen ist, dass es kein `Falsch` gibt, weshalb die Kinder unbeschwert und frei arbeiten und gestalten können. Ebenfalls eröffnet das Filzen den Kindern den Austausch untereinander, wenn zum Beispiel Materialien getauscht werden. Die Begleitung durch den Angebotsleitenden besteht nach anfänglicher Unterstützung wieder in der Unterstützung des Einzelnen, wenn notwendig (vgl. Framing/Brugger, 2011, S. 144f).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem von Kindern psychisch kranker Eltern als vernachlässigte Randgruppe und leitet die Fragestellung zur Bedeutung der Biografiearbeit ab.

1. Definitionen: Dieses Kapitel legt das wissenschaftliche Fundament durch die Definition von zentralen Begriffen wie psychische Erkrankung, Biografiearbeit und Präventionsstufen.

2. Auswirkungen und Risiken einer psychischen Erkrankung der Eltern auf das Kind: Hier werden die Gefahren für die kindliche Entwicklung, insbesondere Kindeswohlgefährdung und das eigene Erkrankungsrisiko, detailliert erläutert.

3. Unterstützungsmöglichkeiten und Resilienzförderung: Das Hauptkapitel beschreibt verschiedene biografische und präventive Ansätze, mit besonderem Augenmerk auf kunsttherapeutische Methoden und spezifische Förderprogramme.

Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Biografiearbeit als entlastende und resilienzstärkende Maßnahme für betroffene Kinder zusammen.

Schlüsselwörter

Biografiearbeit, psychisch erkrankte Eltern, Prävention, Kindeswohlgefährdung, Resilienzförderung, Kunsttherapie, Filzen, psychosoziale Folgen, Identitätsentwicklung, Ressourcenorientierung, Selbsterfahrung, Kinder- und Jugendhilfe, Mentale Gesundheit, Bewältigungsstrategien, Vertrauensbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind, und untersucht, wie Biografiearbeit als unterstützendes Instrument eingesetzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Auswirkungen elterlicher psychischer Störungen auf Kinder, die Definition grundlegender Fachbegriffe sowie verschiedene Ansätze der Prävention und Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit kann Biografiearbeit mit Kindern unterstützend genutzt werden, wenn die Eltern psychisch erkrankt sind?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis von Fachliteratur diverser Quellen eine theoretische Aufarbeitung des Themas vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung kindlicher Risiken sowie die detaillierte Vorstellung von Biografiearbeit (insbesondere kunsttherapeutisch) und ausgewählten Präventionsprogrammen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Biografiearbeit, Prävention, psychisch erkrankte Eltern, Kindeswohl, Resilienz, Kunsttherapie und psychosoziale Belastung sind die prägenden Begriffe.

Warum wird im Rahmen der Biografiearbeit explizit das „Filzen“ als Beispiel aufgeführt?

Das Filzen dient als praktisches Beispiel für den kunsttherapeutischen Ansatz, da es haptische Erfahrungen ermöglicht, Selbstwirksamkeit fördert und einen angstfreien Raum für die kindliche Gestaltung bietet.

Welche Bedeutung haben die vorgestellten Präventionsprogramme wie „Kanu“, „ECHT STARK!“ und „Auryn“?

Diese Programme zeigen unterschiedliche Möglichkeiten auf, wie Kinder durch altersgerechte Aufklärung, Gruppenaustausch und fachliche Begleitung in ihrer Entwicklung gestärkt und bei der Bewältigung ihrer belastenden Familiensituation unterstützt werden können.

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Details

Title
Die Auswirkungen von Biographiearbeit mit Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf
Grade
1,3
Author
Anna-Lina Backhaus (Author)
Publication Year
2021
Pages
20
Catalog Number
V1159717
ISBN (PDF)
9783346554468
ISBN (Book)
9783346554475
Language
German
Tags
Biografiearbeit psychische Erkrankung Auswirkungen Kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Lina Backhaus (Author), 2021, Die Auswirkungen von Biographiearbeit mit Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159717
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