Projektarbeit in Gruppen im Kontext der Reggio Pädagogik


Ausarbeitung, 2021

10 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Definition Projektarbeit

Projektarbeit im Kontext der Reggio-Pädagogik
Strukturierung eines Projekts
Themenfindung
Beobachtung und Dokumentation
Die Rolle der pädagogischen Fachkraft

Praktisches Beispiel einer Projektarbeit
Bildungsaspekte

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Reggio Pädagogik aus Italien gewinnt in der Elementarpädagogik neben der Montessori-, Waldorf-, Fröbel- und Freinet-Pädagogik heutzutage immer mehr an Bedeutung und erfreut sich in vielen pädagogischen Einrichtungen als Leitfaden und Handlungsweisung für einen selbstbestimmten Alltag der Kinder.

Doch wie können sich Kinder spielerisch durch die Reggio-Pädagogik die Welt aneignen? Welche Rolle spielt dabei die Projektarbeit, die durch Reggio geprägt ist? Wie findet man zu einem Projektthema, wie lange dauert ein Projekt, wie viele Kinder können dabei beteiligt werden und was können die pädagogischen Fachkräfte bei einem Projekt tun, um den Lernprozess der Kinder zu begleiten und zu unterstützen?

Im Folgenden wird die Bedeutung der Projektarbeit im Kontext der Reggio Pädagogik vorgestellt und herausgearbeitet, wie Projektarbeit gelingt, was diese dabei für die Entwicklung der Kinder so besonders macht und warum die Projektarbeit gerade in der Reggio-Pädagogik einen hohen Stellenwert hat. Ganz nach dem Motto der Reggio-Pädagogik: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“

Definition Projektarbeit

Projekte lassen sich heutzutage in immer unterschiedlicheren Fachbereichen finden, in denen die Planung eine besondere Rolle spielt.

Der Projektbegriff selbst lässt sich von dem lateinischen Verb „pro-icere“ ableiten und heißt übersetzt so viel wie vorauswerten, oder auch entwerten. Das bedeutet, dass sich zuerst gedanklich die Idee eines Projekts finden lässt und daraufhin gegenständlich-konkret in die Planung gegangen wird. Ist die Idee ausgereift, kann diese in praktische Handlungen umgesetzt werden.

Ein Projekt ist außerdem geprägt durch ein eigenständiges Engagement und „als eine von Herzen kommende, absichtsvolle Aktivität“ (Knauf, 2003). Durch verschiedene Projekte gewinnt der Mensch an Erfahrung, da er sich aktiv mit seiner Umwelt und damit dem gewählten Thema auseinandersetzt.

Bei Kindern ist es genauso, denn sie lernen am besten, indem sie sich mit den Themen auseinandersetzen, die gerade in ihrer Lebenssituation von Bedeutung sind und die sie interessieren. Sie lernen also durch ihr Handeln und dessen Reflexion. Auch die soziale Dimension spielt bei der Projektarbeit eine große Rolle, denn Erfahrungen werden oft in Zusammenhang mit anderen Personen gemacht, die an den Projekten beteiligt sind und bilden somit die Grundlage des sozialen Lernens. Projekte sind außerdem im Bezug auf die Aneignung der Welt für Kinder von Vorteil, da sie dies spielerisch tun.

Projektarbeit im Kontext der Reggio-Pädagogik

In der Reggio Pädagogik wird unterschieden zwischen dem Spiel, der thematischen Arbeit und Projekten, die einen längerfristigen Lernprozess darstellen (vgl. Brockschnieder 2017, S.53).

„Die Reggio-Pädagogik versteht das Kind als aktiven Gestalter seiner Entwicklung, als Hauptakteur seiner Lern- und Gestaltungsprozesse, als Konstrukteur seiner Kenntnisse“ (Knauf, 2021). Unter diesem Aspekt des Bildes vom Kind lässt sich ableiten, dass die Projektarbeit ein wesentlicher Teil und das „Herzstück“ der Reggio-Pädagogik ist.

Hieraus lassen sich 5 wesentliche Aspekte der Projektkonzeption charakterisieren:

1. Das optimistische Bild vom Kind, welches sich aktiv mit sich selbst und seiner Umwelt auseinandersetzt
2. Lernen als eine entdeckende und forschende Aktivität
3. Die Rolle der pädagogischen Fachkräfte als Begleiter, Beobachter und Dialogpartner
4. Die Einbindung der Projekte und dessen Erkenntnisse in den Alltag der Kinder
5. Die Dokumentation des Projektprozesses und der Ergebnisse, sowie der Projektauswertung (vgl. Brockschnieder, 2017, S.54).

Aufgabe der Kindertageseinrichtungen ist daher die Rahmenbedingungen zu erschaffen, damit das Kind die Rolle als Konstrukteure und Gestalter seiner Welt einnehmen kann. Hierbei basieren die Projekte auf dem Interesse des Kindes und auch nicht selten auf den verschiedenen Erlebnissen des Kindes und die Dinge, die es beschäftigen. Es ist nicht von Bedeutung, mit wie vielen Kindern ein Projekt gestaltet wird, es kann auch ein Projekt mit einem einzelnen Kind durchgeführt werden. Auch das Alter des Kindes spielt keine Rolle, es geht viel mehr darum, dass sich das Lernen auf die Interessen der Kinder bezieht. „Vorschulisches, an Bildungsplänen orientiertes Lernen lehnt die Reggio-Pädagogik ab, da Lernen sich an den Interessen der Kinder orientieren soll und nicht an vorgegebenen Inhalten und Zielen“ (Brockschnieder 2017, S. 53).

Es geht dabei um das intrinsische Interesse des Kindes, denn es lernt am besten, wenn es sich für Dinge interessiert und begeistert.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Projektarbeit in Gruppen im Kontext der Reggio Pädagogik
Hochschule
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
10
Katalognummer
V1159725
Sprache
Deutsch
Schlagworte
projektarbeit, gruppen, kontext, reggio, pädagogik
Arbeit zitieren
Sina Schumacher (Autor:in), 2021, Projektarbeit in Gruppen im Kontext der Reggio Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159725

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