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Fabeln. Eine Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe (Klasse 11)

Titel: Fabeln. Eine Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe (Klasse 11)

Unterrichtsentwurf , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bernd A. Weil (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Gattungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Text ist eine komprimierte Unterrichtseinheit über antike, klassische und moderne Fabeln für drei Doppelstunden im Deutschunterricht einer gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufe 11). Darin enthalten sind die behandelten Texte, Analysen, Materialien, Lernziele, Overhead-Folien, Aufgabenblätter, antizipierte Lösungen und mögliche Hausaufgaben. Es werden sowohl Fabelmerkmale als auch Fabelvergleiche beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fabula rasa

2. Vorbemerkungen

3. Lernziele

4. Sachanalyse und didaktisch-methodische Überlegungen

5. Mögliche zusätzliche Lehrer-Impulse

6. Textblatt

7. Arbeitsblatt

8. Antizipierte Lösungen zum Arbeitsblatt

9. Folie1

10. Folie 2

11. Hausaufgaben

Zielsetzung & Themen

Diese Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe zielt darauf ab, den Schülern durch den motivverwandten Vergleich von Fabeln unterschiedlicher Epochen – von der Antike bis zur Moderne – die Struktur und historische Entwicklung dieser literarischen Gattung näherzubringen. Die Lernenden sollen dabei die Bildebene der tierischen Handlungen von der Sinnebene gesellschaftlicher Bezüge differenzieren und die Intentionen der Autoren kritisch hinterfragen.

  • Strukturelle Analyse und Definition der Fabelgattung
  • Diachronischer Vergleich der Entwicklung des Fabelmotivs "Wolf und Lamm"
  • Erkenntnisgewinn über soziohistorische Kontexte und deren Spiegelung im Text
  • Produktive Auseinandersetzung durch eigenes Fabelerfinden
  • Förderung der Textanalysekompetenz und des kritischen Urteilsvermögens

Auszug aus dem Buch

Sachanalyse und didaktisch-methodische Überlegungen

In der Unterrichtsstunde sollen die Schüler mehrere motivverwandte Fabeln von der Antike über die Aufklärung bis zur Moderne in Einzel- und Partnerarbeit miteinander vergleichen. Gerade weil die Konstellation des Fabelthemas von Wolf und Lamm den Ausgang vorausahnen lässt, sollen vor allem die inhaltlichen Veränderungen auf der Bildebene (Handlungen der Tiere) und auf der Sinnebene (Bezüge zu den Menschen) betrachtet werden. An motivgleichen Fabeln lässt sich sehr gut die Entwicklungs- und Wirkungsgeschichte einer literarischen Form zeigen. Durch die Erarbeitung der Fabeleigenschaften an verschiedenen Textinhalten erfahren die Schüler eine allgemeine Struktur der Fabel (induktive Methode).

Der diachronische Vergleich einzelner Fabelmotive kann die geschichtliche Entwicklung der Fabel verdeutlichen. Motive wurden von verschiedenen Autoren in verschiedenen Epochen wieder aufgegriffen und variiert. Vorausgesetzt wurde dabei oft eine Leserschaft, welche die ursprünglichen Fassungen kannte. Die Variationen sollten Lesevergnügen bereiten und zum Nachdenken über die dahinter stehenden gewandelten philosophischen Anschauungen anregen. Moderne Fabeln kehren oft sogar die Moral oder die didaktischen Hinweise alter Fabeln nahezu in ihr Gegenteil um. Damit soll vermittelt werden, dass es in der modernen Gesellschaft keinen Konsens mehr gibt über moralische Ansichten und heute andere Wertvorstellungen Vorrang haben können. Beim Fabelvergleich sollten jeweils beachtet werden: die inhaltliche Veränderung, die formale Gestaltung (Vers, Prosa, Verkürzungen, Episierung u. a.) und die historische Situation.

Zusammenfassung der Kapitel

Fabula rasa: Bietet eine Sammlung kurzer Fabeltexte als kreativen Einstieg in die Thematik.

Vorbemerkungen: Definiert den Begriff der Fabel und grenzt ihre epische Kurzform sowie ihre lehrhafte Intention ein.

Lernziele: Formuliert die fachlichen und affektiven Kompetenzen, die durch die Unterrichtseinheit erreicht werden sollen.

Sachanalyse und didaktisch-methodische Überlegungen: Analysiert die historische Entwicklung der Fabel und skizziert den diachronischen Vergleich als Methode für den Unterricht.

Mögliche zusätzliche Lehrer-Impulse: Stellt gezielte Fragen zur Struktur, Motivation und historischen Einordnung der behandelten Texte.

Textblatt: Versammelt die Quellentexte von Aesop, Phaedrus und Lessing zur direkten Textarbeit.

Arbeitsblatt: Dient als strukturierte Vorlage für den komparativen Vergleich der Fabelcharaktere und Rollen.

Antizipierte Lösungen zum Arbeitsblatt: Bietet Hilfestellungen und didaktische Erwartungshorizonte für die durchgeführten Analysen.

Folie1: Präsentiert die Fabeldefinition von Gotthold Ephraim Lessing zur Diskussion im Unterricht.

Folie 2: Zeigt die modernisierte Fabel von Helmut Arntzen als Beispiel für eine parodistische Transformation.

Hausaufgaben: Nutzt Franz Kafkas "Kleine Fabel", um das erlernte Analyseraster auf moderne, komplexere Texte anzuwenden.

Schlüsselwörter

Fabel, Aesop, Phaedrus, Gotthold Ephraim Lessing, Aufklärung, Motivvergleich, Bildebene, Sinnebene, Epimythion, Parodie, literarische Gattung, Didaktik, Gesellschaftskritik, Wolf und Lamm, Interpretationskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist eine didaktische Unterrichtseinheit für die 11. Klasse, die sich mit dem Aufbau, der Geschichte und der Analyse von Fabeln beschäftigt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Vergleich von Fabeltexten unterschiedlicher Epochen (Antike bis Moderne), die Analyse von literarischen Motiven sowie der soziohistorische Kontext der Gattung.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Ziel ist es, den Schülern zu vermitteln, wie Fabeln als literarische Form gesellschaftliche Verhältnisse spiegeln und wie sich moralische Aussagen im Laufe der Zeit inhaltlich und formal gewandelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird primär die induktive Methode sowie der diachronische Motivvergleich eingesetzt, ergänzt durch handlungs- und produktionsorientierte Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Sachanalyse von Autoren wie Aesop, Phaedrus und Lessing, stellt deren Texte gegenüber und bietet Vorlagen für die analytische Erschließung im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gattungstradition, Epimythion, Aufklärung, Gesellschaftskritik und Motivwandel.

Wie unterscheidet sich Lessings Verständnis von Fabeln von der antiken Tradition?

Während Aesop und Phaedrus eine klare, explizite Moral am Ende der Fabel formulieren, setzt Lessing auf einen mündigen Leser, der die Lehre selbst aus dem Geschehen erschließen soll.

Welche Rolle spielt der Rollenwechsel in der Fabel?

Der Rollenwechsel, etwa bei Arntzen oder Kafka, zeigt die moderne satirische Auseinandersetzung mit der Tradition, wobei die Machtverhältnisse zugunsten des Schwachen verschoben oder ins Absurde geführt werden.

Warum ist das Thema "Wolf und Lamm" so zentral für diese Einheit?

Da es sich um ein hochgradig motivgleiches Beispiel handelt, ermöglicht es den Schülern den direkten Vergleich von inhaltlichen und formalen Veränderungen über verschiedene Epochen hinweg.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fabeln. Eine Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe (Klasse 11)
Note
1,0
Autor
Bernd A. Weil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1159887
ISBN (PDF)
9783346561664
ISBN (Buch)
9783346561671
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fabeln Deutschunterricht Unterrichtseinheit Aesop Phaedrus Lessing Arntzen Kafka Unterrichtsentwurf Lehrprobe Fabelanalyse Interpretation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernd A. Weil (Autor:in), 2021, Fabeln. Eine Unterrichtseinheit für die gymnasiale Oberstufe (Klasse 11), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159887
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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