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Coaching in der Pflege. Wie Coaching die Motivation und Selbstwirksamkeit von Pflegekräften in der Ausbildung steigert

Titel: Coaching in der Pflege. Wie Coaching die Motivation und Selbstwirksamkeit von Pflegekräften in der Ausbildung steigert

Masterarbeit , 2019 , 237 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jörg Reinsch (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit Jahren herrscht in Deutschland ein immenser Fachkräftemangel im Pflegebereich. Pflegekräfte sind in ihrem Berufsalltag zudem hohen Belastungen ausgesetzt. Bei den betrieblichen Gesundheitsrisiken sind psychische Beeinträchtigungen besonders weit verbreitet. Dieses Problem ist bereits in der Ausbildung präsent und führt zu hohen Ausfallquoten. Jörg Reinsch zeigt in seinem Buch auf, wie Coaching die Motivation und Gesundheit von Pflegekräften in der Ausbildung steigern kann.

Welche psychosozialen Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Auszubildende und welche davon werden bereits in Anspruch genommen? Inwieweit verbessert sich die Selbstwirksamkeit und damit verbunden die Zufriedenheit der Auszubildenden durch Coachingangebote? Und ist Coaching auch über die Ausbildung hinaus geeignet, um Pflegekräfte nachhaltig zu stärken?

Mithilfe einer großangelegten Befragung von über 200 Auszubildenden und zahlreichen Lehrer:innen und Dozent:innen sowie einem Coaching-Modell-Projekt klärt Reinsch diese und weitere Fragen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Coachings im Pflegebereich. Er richtet sich sowohl an Personen aus dem Bereich der Beratung, Persönlichkeitsentwicklung und des Gesundheitsmanagements als auch an Leitungen von Pflege- und Rehaeinrichtungen sowie Krankenhäusern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsgegenstand

2.1 Hypothesen

2.2 Wirkungsziele

2.3 Handlungsziele

2.3.1 Erwartungen an Coaching

2.3.2 Selbstwirksamkeitsverlauf

2.4 Ergänzungen zum Konzeptentwurf

2.4.1 Bedarfserhebung

2.4.2 Vorhandene Angebote und Möglichkeiten

2.4.3 Welche Angebote und Möglichkeiten werden genutzt

3. Evaluation

3.1 Was ist Evaluation

3.2 Ziel von Evaluation

3.3 Aufgaben der Evaluation

4. Empirische Untersuchung

4.1 Evaluationsgegenstand

4.2 Erhebungsdesign

4.3 Die Stichproben

4.3.1 Darstellung Stichprobe Schulleitungen

4.3.2 Darstellung Stichprobe Lehrer/Dozenten

4.3.3 Darstellung Stichprobe Auszubildende

4.3.4 Darstellung Stichprobe Auszubildende, als Klienten des Projekts

4.4 Erhebungsmethoden

4.4.1 Quantitative Methoden: Standardisierter Fragebogen

4.4.2 Qualitative Methoden: Leitfadeninterview

4.5 Durchführung der Erhebung

4.5.1 Durchführung standardisierter Fragebögen

4.5.2 Durchführung Leitfadeninterviews

5. Coaching Verständnis

5.1 Der systemische Ansatz im Coaching

5.2 Haltung im Coaching

5.3 Ablauf eines Coaching Prozess

5.4 Methodisches Vorgehen

5.5 Eklektischer Ansatz

6. Situation der Pflegeberufe

6.1 Psychosoziale Belastungen in der Pflege (-Ausbildung)

6.2 Berufspolitische Situation Pflege

6.3 Stand aktueller Gesundheits- und Persönlichkeitsförderung und -begleitung in der Pflege

6.3.1 Gesundheitsmanagement

6.3.2 Maßnahmen zur Förderung der Kohärenz und Resilienz

6.3.3 Maßnahmen zur Förderung der Work-Life-Balance

6.3.4 Maßnahmen zur Burnout Prävention

6.3.5 Schulberatung

6.4 Aktuelle Situation: Coaching in der Pflege (-Ausbildung)

6.4.1 Zielgruppen

6.4.2 Aktuelle Anwendungsfelder

7. Projekt- und Datenanalyse

7.1 Schwerpunkte der Auswertung

7.2 Selbstevaluation

7.3 Projektevaluation

7.4 Quantitative Auswertung

7.4.1 Auswertung Fragebögen Schulleitungen

7.4.2 Auswertung Fragebögen Lehrer/Dozenten

7.4.3 Auswertung Fragebögen Auszubildende

7.4.4 Auswertung Fragebögen Projekt-Klienten

7.5 Qualitative Auswertung

7.5.1 Repräsentativität der Interviewauswertung

7.5.2 Auswertung Interview

8. Resümee

8.1 Auswertungsschwerpunkt 1 – Entwicklung eines Coaching-Angebots für Auszubildende

8.2 Auswertungsschwerpunkt 2 – Bedarfserhebung

8.3 Auswertungsschwerpunkt 3 – Selbstwirksamkeits- und Persönlichkeitsentwicklung

8.4 Fazit

9. Ausblick

9.1 Zielgruppe(n)

9.2 Berufspolitische Aspekte für Coaching in der Pflege (-Ausbildung)

9.3 Coaching in der Pflege (-Ausbildung) als Maßnahme des Personalmanagements und der Personalentwicklung

9.4 Coaching in der Pflege (-Ausbildung) als Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsmanagements

10. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung, inwieweit Coaching als psychosoziales Unterstützungsformat Auszubildende in Pflegeberufen dabei unterstützen kann, Belastungen besser zu bewältigen, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und ihre allgemeine Zufriedenheit zu erhöhen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob ein Coaching-Angebot institutionell etabliert werden kann, um den spezifischen psychosozialen Anforderungen der Pflegeausbildung zu begegnen.

  • Psychosoziale Belastungen in der Pflegeausbildung und deren Auswirkungen.
  • Analyse des Bedarfs an Begleitungsangeboten für Auszubildende.
  • Konzeption und praktische Erprobung eines Coaching-Formats.
  • Stärkung von Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsentwicklung durch Coaching-Methoden.
  • Evaluation des Nutzens von Coaching als Instrument der Personalentwicklung.

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Selbstwirksamkeitsverlauf

Mit Selbstwirksamkeit ist die Einstellung gemeint, „die Menschen zu der Wirksamkeit ihres Handelns haben und somit das Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten. Daraus entsteht ein Urvertrauen in die eigene Stärke und das eigene Leistungsvermögen“ (Korz 2015, S. 12). Die Theorie der Selbstwirksamkeitserwartung ist auf Albert Bandura zurückzuführen und das Modell des sozialen Lernens. In diesem Modell wird vermittelt, „daß menschliches Verhalten - absichtlich oder unabsichtlich - weitestgehend durch soziale Modelle vermittelt wird. [...] In vielen Situationen richten die Menschen ihr Verhalten nach Modellen aus, die ihnen verbal oder bildlich präsentiert werden“ (Bandura und Kober 1976, S. 9). Im Modell des sozialen Lernens wird hierbei von Modellierung gesprochen, wobei die Modellierungseinflüsse unterschiedliche Wirkungstypen hervorbringen. Ein Wirkungstyp beinhaltet das Lernen durch Beobachtung, indem neue Verhaltensmuster durch die Wahrnehmung von Leistungen Anderer erworben werden. In Bezug zum vorliegenden Forschungsprojekt könnte hier die Annahme postuliert werden, dass Auszubildende durch die beobachtete Hilfestellung »Wahrnehmung eines Coaching-Angebotes« das Verhalten reproduzieren. Eine zweite Funktion besteht darin, die Hemmung früher erlernter Reaktion zu stärken oder zu schwächen (vgl. Bandura und Kober 1976, S. 13). „Die Frage, ob Menschen überhaupt versuchen, schwierige Situationen zu bewältigen, hängt davon ab, wie sehr sie von ihrer eigenen Leistungsfähigkeit überzeugt sind. Menschen fürchten und meiden bedrohliche Situationen, wenn sie meinen, sie seien nicht in der Lage, mit ihnen fertig zu werden. Hingegen verhalten sie sich erst dann affirmativ bzw. offensiv, wenn sie sich für fähig halten, die betreffenden Situationen einigermaßen zu meistern - Situationen, angesichts derer sie sonst die Flinte ins Korn werfen würden“ (Bandura et al. 1979, S. 86). Für die Klienten kann sich über die Coaching-Prozesse im Projekt eine erhöhte Selbstwirksamkeitserwartung ergeben, wenn gleichzeitig neue und/oder frühere Verhaltensweisen im entwicklungsförderlichen Sinne ihrer Problemstellung gehemmt oder gefördert werden und gleichzeitig eine Reflektion im Denken und Handeln in Bezug zu ihrem Thema stattfindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den massiven Fachkräftemangel in der Pflege sowie die hohe psychische Belastung von Auszubildenden und unterstreicht die Notwendigkeit, Coaching als unterstützendes Instrument in der Ausbildung zu etablieren.

2. Forschungsgegenstand: In diesem Kapitel werden der Forschungsgegenstand definiert, Hypothesen zur Wirksamkeit von Coaching aufgestellt und die zentralen Wirkungs- und Handlungsziele des Projekts detailliert dargelegt.

3. Evaluation: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Evaluation, deren Ziele und Aufgaben im Kontext der sozialen Arbeit erläutert, um den Rahmen für die anschließende Untersuchung zu setzen.

4. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, das Erhebungsdesign, die Stichprobenbildung sowie die Durchführung der quantitativen und qualitativen Erhebungsmethoden in den beteiligten Bildungseinrichtungen.

5. Coaching Verständnis: Der Autor definiert hier sein systemisch-eklektisches Coaching-Verständnis, erläutert die Haltung im Coaching sowie methodische Aspekte unter Einbeziehung neurobiologischer Erkenntnisse.

6. Situation der Pflegeberufe: Es erfolgt eine Analyse der psychosozialen Belastungssituation, des Fachkräftemangels sowie bestehender Unterstützungsangebote und Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflegeausbildung.

7. Projekt- und Datenanalyse: Dieses Kernstück der Arbeit präsentiert die Auswertung der erhobenen Daten, gegliedert in quantitative und qualitative Ergebnisse, und verknüpft diese mit den zuvor aufgestellten Zielsetzungen.

8. Resümee: Das Kapitel bietet eine zusammenfassende Bewertung der erreichten Wirkungs- und Handlungsziele und zieht ein positives Fazit hinsichtlich der Relevanz von Coaching für Auszubildende.

9. Ausblick: Der Ausblick formuliert Handlungsempfehlungen für die Etablierung von Coaching in der Pflegeausbildung als festen Bestandteil der Personalentwicklung und des Gesundheitsmanagements.

10. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert den Erfolg des Forschungsprojekts als initialen Schritt zur Integration von Coaching als Instrument zur Förderung der Selbstwirksamkeit und Motivation in der Pflege.

Schlüsselwörter

Coaching, Pflegeausbildung, Selbstwirksamkeit, Psychosoziale Belastung, Fachkräftemangel, Gesundheitsmanagement, Systemisches Coaching, Evaluationsforschung, Resilienz, Personalentwicklung, Pflegeberufe, Stressprävention, Bedürfnisanalyse, Burnout-Prävention, Work-Life-Balance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Coaching Auszubildende in Pflegeberufen bei der Bewältigung von Belastungen unterstützen und ihre Selbstwirksamkeit sowie Motivation nachhaltig verbessern kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind psychosoziale Belastungen in der Pflegeausbildung, die Wirksamkeit von Coaching-Interventionen und die Möglichkeiten der institutionellen Verankerung von Coaching als gesundheitsförderliche Maßnahme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, ob Coaching Auszubildenden hilft, herausfordernde Situationen besser zu bewältigen, und ob es als institutionalisiertes Instrument für Pflegekräfte etabliert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein empirisches Vorgehen mit quantitativen Fragebogenerhebungen sowie qualitativen Leitfadeninterviews, um Daten von Schulleitungen, Lehrenden und Auszubildenden zu erfassen und auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung des Coachings, die Analyse der Belastungssituation in der Pflege sowie eine detaillierte Auswertung und Projektevaluation der durchgeführten Coaching-Maßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Coaching, Selbstwirksamkeit, psychosoziale Belastung, Pflegeausbildung, Personalentwicklung und Burnout-Prävention.

Wie wird mit den Rollenkonflikten bei Coaching in der Ausbildung umgegangen?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderung, dass Lehrende oft eine Doppelrolle einnehmen, und empfiehlt daher vorzugsweise externe Coaches oder eine klare Trennung der Rollen zur Sicherung der Vertraulichkeit und Wirksamkeit.

Warum bevorzugen Auszubildende in der Studie häufig einen externen Coach?

Die Auszubildenden bevorzugen externe Coaches, um eine neutrale Distanz zum Ausbildungsalltag zu wahren und sich in einem vertraulichen Rahmen ohne Befürchtung von Konsequenzen in der Ausbildung öffnen zu können.

Ende der Leseprobe aus 237 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Coaching in der Pflege. Wie Coaching die Motivation und Selbstwirksamkeit von Pflegekräften in der Ausbildung steigert
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
1,0
Autor
Jörg Reinsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
237
Katalognummer
V1159942
ISBN (eBook)
9783346596239
ISBN (Buch)
9783346596246
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Coaching Pflege Ausbildung Fachkräftemangel Motivation Selbstwirksamkeit Gesundheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jörg Reinsch (Autor:in), 2019, Coaching in der Pflege. Wie Coaching die Motivation und Selbstwirksamkeit von Pflegekräften in der Ausbildung steigert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159942
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  237  Seiten
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