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Management von Währungsrisiken

Title: Management von Währungsrisiken

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Emanuel Schmid (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Das Management von Währungsrisiken hat bei Industrie- und Handelsunternehmen in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Grund für diesen immer stärker werdenden Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die operativen Geschäftstätigkeiten hat zum einen die immer weiter voranschreitende Internationalisierung, sowie die gestiegene Volatilität an den internationalen Devisenmärkten.
Die gestiegene Volatilität an den Devisenmärkten überrascht nicht, wenn man die Entwicklung beobachtet, dass ein immer geringerer Teil, der an Devisenmärkten gehandelten Beträge auf reale Grundgeschäfte zurückzuführen ist. Durch reine Devisenspekulationen wird mittlerweile das reale Handelsvolumen um ein vielfaches überstiegen.
Wie in der Abbildung 1 zu sehen, zählen Währungsrisiken zu den externen Risiken eines Industrie- und Handelsunternehmens. Sie liegen somit außerhalb des direkten Einflussbereiches und können nur durch ein geschicktes Wechselkursmanagement bewältigt werden. Jedoch unterliegen nicht nur global tätige Unternehmen einem Währungsrisiko. Selbst wenn sich die Handelsaktivitäten nur auf den Euroraum beschränken, sind diese durch die Zulieferung anderer Unternehmen, über Zinsen und über Preisschwankungen, welche auf Wechselkursänderungen zurückzuführen sind, dem Währungsrisiko ausgesetzt.
In der Betriebswirtschaftslehre wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass Renditen nur mit dem einhergehen gewisser Risiken erwirtschaftet werden können. Jedoch sollten diese Risiken von den Unternehmen beeinflussbar sein und möglichst dort eingegangen werden, wo die größten Kompetenzen vorhanden sind. Bei Industrie- und Handelsunternehmen liegt diese Kompetenz im Bezug auf Währungsrisiken nur in den seltensten Fällen vor. Daher ist ein möglichst professionelles Devisenmanagement von großer Bedeutung. Im Folgenden werden die Möglichkeiten zum Management von Währungsrisiken aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurssicherung über Devisenmärkte

2.1 Devisenkassageschäfte

2.2 Devisentermingeschäfte

2.2.1 Outright-Termingeschäfte

2.2.2 Devisen-Swapgeschäfte

3. Kurssicherung über Finanzmärkte

3.1 Diskontierung von Währungswechseln

3.2 Forfaitierung von Exportforderungen

3.2 Exportfactoring

3.3 Financial Swaps

3.3.1 Kredite / Anlagen in Drittwährung

3.3.2 Parallelkredite

3.3.4 Cross Currency Swaps (Währungsswaps)

4. Kurssicherung über Terminbörsen

4.1 Devisenfutures (Currency Futures)

4.2 Devisen-Optionen (Currency Options)

4.2.1 Grundbegriffe

4.2.2 OTC-Devisenoptionen

4.2.2 Börsengehandelte Devisenoptionen

4.2.3 Devisenoptionsscheine

5. sonstige Kurssicherungen

5.1 Wechselkursversicherung

5.2 Gegenseitige Wechselkursgarantien

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene Strategien und Instrumente, die Industrie- und Handelsunternehmen zur Bewältigung von externen Währungsrisiken zur Verfügung stehen, um die operativen Geschäftstätigkeiten vor negativen Wechselkursschwankungen zu schützen.

  • Analyse von Kurssicherungsinstrumenten auf Devisenmärkten
  • Einsatzmöglichkeiten von Finanzmarktprodukten zur Risikominimierung
  • Vergleich von Börseninstrumenten wie Futures und Optionen
  • Diskussion staatlicher und privater Alternativlösungen
  • Bewertung der Effizienz und Eignung verschiedener Sicherungsstrategien

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Börsengehandelte Devisenoptionen

Börsengehandelte Devisenoptionen sind in Hinblick auf Kontraktvolumina und Verfalltage standardisiert und nehmen damit den Marktteilnehmern die Möglichkeit die Optionspositionen auf individuelle Gegebenheiten anzupassen. Dafür sind die Kontrakte vergleichsweise liquide, was mehrere Vorteile mit sich bringt.

Der Handel läuft sehr transparent ab und ermöglicht es den Marktteilnehmern die Preisentwicklung jederzeit zu verfolgen. Dank der hohen Umsätze können selbst Order mit großen Volumina schnell ausgeführt werden. Darüber hinaus besteht im Vergleich zu den OTC-Optionen ein geringeres Bonitätsrisiko, da die Marktteilnehmer ihre Order über eine Clearingstelle abschließen und nicht direkt mit ihrem Kontrahenten. Außerdem besteht die Möglichkeit die Optionen vor dem Verfallstag weiter zu veräußern. Daher verwundert es kaum, dass börsengehandelte Devisenoptionen i.d.R. nicht bis zum Verfallstermin gehalten werden.

Um dieses Instrument zur Kurssicherung zu nutzen, muss man zu einer Kassa eine gegenläufige Optionsposition schaffen, wobei die Optionsfrist die Fälligkeit der Kassaposition überschreitet. Ist die Wertentwicklung für die Kassaposition ungünstig, kann dies durch die entgegengesetzte Wertentwicklung der Optionsposition ausgeglichen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die wachsende Bedeutung des Währungsrisikomanagements aufgrund zunehmender Internationalisierung und Marktvolatilität.

2. Kurssicherung über Devisenmärkte: Untersucht klassische Instrumente wie Devisenkassageschäfte sowie Outright-Termingeschäfte und Swaps.

3. Kurssicherung über Finanzmärkte: Analysiert alternative Absicherungswege wie die Diskontierung von Wechseln, Forfaitierung, Exportfactoring und verschiedene Financial Swaps.

4. Kurssicherung über Terminbörsen: Behandelt standardisierte Produkte wie Devisenfutures sowie komplexe Optionen und deren grundlegende Funktionsweise.

5. sonstige Kurssicherungen: Stellt staatliche Wechselkursversicherungen und privatrechtliche Vereinbarungen wie Wechselkursgarantien dar.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass ein professionelles Management der Währungsrisiken essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit ist, trotz der Herausforderung der richtigen Instrumentenwahl.

Schlüsselwörter

Währungsrisiko, Devisenmarkt, Kurssicherung, Wechselkurs, Devisentermingeschäft, Financial Swaps, Devisenoptionen, Devisenfutures, Exportfinanzierung, Forfaitierung, Volatilität, Finanzrisikomanagement, Außenhandel, Absicherungsstrategie, Devisenkassageschäft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Identifikation und Anwendung verschiedener Finanzinstrumente zum Schutz von Unternehmen gegen Währungsrisiken im internationalen Geschäft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen Devisenmärkte, Terminbörsenprodukte, spezielle Finanzmarktinstrumente wie Swaps und Forfaitierung sowie staatliche Absicherungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zur Kurssicherung zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre operativen Tätigkeiten vor Wechselkursschwankungen absichern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fachquellen zur Beschreibung der Funktionsweise und Effizienz der vorgestellten Sicherungsinstrumente.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Devisenmarkt-, Finanzmarkt- und Börseninstrumenten sowie ergänzender Sicherungsformen wie der Wechselkursversicherung.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Währungsrisiko, Kurssicherung, Devisenderivate, Volatilität und internationales Finanzmanagement geprägt.

Wie unterscheiden sich OTC-Optionen von börsengehandelten Optionen?

OTC-Optionen bieten eine hohe individuelle Anpassbarkeit hinsichtlich Volumen und Laufzeit, während börsengehandelte Optionen durch Standardisierung eine höhere Liquidität und Transparenz aufweisen.

Was versteht man unter einem "Back-to-Back-Kredit"?

Es handelt sich um eine Form des Parallelkredits, bei dem zwei Unternehmen in verschiedenen Währungsgebieten sich gegenseitig Kreditlinien in der jeweiligen Fremdwährung einräumen, um Kursrisiken und Transferbeschränkungen zu eliminieren.

Welche Rolle spielt die Volatilität in dieser Arbeit?

Die Volatilität wird als primärer Treiber für die gestiegene Notwendigkeit eines professionellen Währungsmanagements identifiziert, da sie das Ausmaß der Währungsrisiken maßgeblich bestimmt.

Was ist die Besonderheit bei der staatlichen Wechselkursversicherung?

Sie ist an strenge Voraussetzungen gebunden, wie eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren und die Notwendigkeit, dass das Auslandsgeschäft ohne diese Absicherung nicht realisierbar wäre.

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Details

Title
Management von Währungsrisiken
College
University of applied sciences, Marl  (Fachhochschule für Oekonomie und Management)
Course
Finanzwirtschaft
Grade
1,7
Author
Emanuel Schmid (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V115998
ISBN (eBook)
9783640180028
ISBN (Book)
9783640180080
Language
German
Tags
Management Währungsrisiken Finanzwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Emanuel Schmid (Author), 2007, Management von Währungsrisiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115998
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