Die Thematik der zunehmenden internationalen Verflechtung, der Globalisierung, polarisiert Menschen in zunehmendem Ausmaß. Globalisierung an sich ist dabei zunächst eine faktische Gegebenheit, die nicht nur auf die ökonomische Dimension reduziert werden darf. Die Aktualität der negativen Auswirkungen der Globalisierungen wird jedoch besonders im Zusammenhang mit der Klimadebatte deutlich, bei der es um nicht auf nationale Grenzen reduzierbare Zusammenhänge geht. Diese Arbeit untersucht den Global Compact (GC) der Vereinten Nationen (VN) als mögliches Instrument der wirtschaftsethischen Steuerung globaler Wirkungszusammenhänge, um „Fehlentwicklungen“ zu vermeiden. Ausgangslage soll hierzu die Ausarbeitung von Bernd Adam darstellen, der eine Betrachtung des GC aus diskursethischer Sicht vornimmt. In Kapitel 2.1. erfolgt ein allgemeiner Überblick über wesentliche Aspekte des GC. Besondere Beachtung erhält in Kapitel 2.2. das Konzept der Global Governance (GG) vor dem Hintergrund sich verschiebender Machtverhältnisse internationaler Akteure. Kapitel 3. befasst sich mit der kritischen Würdigung der GC-Initiative und leitet über zu alternativen Ansätzen und möglichen Weiterentwicklungen, die in Abschnitt 4. überblicksartig ohne Anspruch auf Vollständigkeit erwähnt werden. In Kapitel 5. erfolgt schließlich eine Schlussbetrachtung, die die Chancen und Gefahren des GC zusammenfasst.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Die Rahmenbedingungen der Globalisierung
- 2.1 Der Global Compact der Vereinten Nationen
- 2.1.1 Hintergründe zur Initiierung des Global Compact
- 2.1.2 Der Global Compact im Überblick
- 2.1.3 Anspruch und Selbstverständnis des Global Compact
- 2.2 Exkurs: Global Governance oder die Gestaltung der Globalisierung
- 2.2.1 Begriff und Entwicklung
- 2.2.2 Entscheidungsträger und Akteure
- 2.1 Der Global Compact der Vereinten Nationen
- 3. Kritik am Global Compact
- 3.1 Reaktionen auf den Global Compact
- 3.1.1 Sechs Kritikpunkte nach Schorlemer
- 3.1.2 Ergänzende Aspekte
- 3.1.3 Die Gegenbewegung
- 3.2 Würdigung aus wirtschaftsethischer Perspektive
- 3.2.1 Diskursethik
- 3.3.2 Gerechtigkeitsethik
- 3.3 Zwischenfazit: Der Global Compact als Steuerungsinstrument
- 3.1 Reaktionen auf den Global Compact
- 4. Alternative Ansätze zur Steuerung der Globalisierung
- 5. Schlussbetrachtung
- Anhang
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Global Compact (GC) der Vereinten Nationen (VN) und dessen Eignung als Instrument zur wirtschaftsethischen Steuerung des Globalisierungsprozesses. Die Arbeit analysiert den GC im Kontext der Herausforderungen der Globalisierung und untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des GC, ethische Prinzipien in die globalen Wirtschaftsbeziehungen zu integrieren.
- Die Rahmenbedingungen der Globalisierung und die Entstehung des Global Compact
- Die Ziele und Prinzipien des Global Compact
- Kritik am Global Compact und alternative Ansätze zur Steuerung der Globalisierung
- Die Bedeutung von ethischen Prinzipien im Kontext der Globalisierung
- Die Rolle von internationalen Akteuren und Institutionen bei der Gestaltung der Globalisierung
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Thematik der Globalisierung und des Global Compact ein. Kapitel 2 beleuchtet die Rahmenbedingungen der Globalisierung und stellt den Global Compact als Initiative der VN vor. Kapitel 3 widmet sich der Kritik am Global Compact und untersucht die verschiedenen Argumente, die gegen den GC vorgebracht werden. Kapitel 4 beleuchtet alternative Ansätze zur Steuerung der Globalisierung. Kapitel 5 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert die Chancen und Gefahren des Global Compact als Instrument der wirtschaftsethischen Steuerung.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Global Compact, Vereinte Nationen, Wirtschaftsethik, Global Governance, Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Internationale Zusammenarbeit, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltstandards.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der UN Global Compact?
Der Global Compact (GC) ist eine Initiative der Vereinten Nationen, die Unternehmen dazu aufruft, zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung umzusetzen.
Was bedeutet Global Governance?
Global Governance bezeichnet die Gestaltung der Globalisierung durch internationale Zusammenarbeit zwischen Staaten, internationalen Organisationen und nicht-staatlichen Akteuren wie Unternehmen.
Welche Kritik wird am Global Compact geübt?
Kritiker bemängeln oft die Unverbindlichkeit der Prinzipien, das Fehlen von Kontrollmechanismen und die Gefahr des „Blue-Washing“ (Imagepflege durch UN-Logo ohne echte Veränderungen).
Welche ethischen Ansätze werden zur Bewertung des GC herangezogen?
Die Arbeit nutzt insbesondere die Diskursethik und die Gerechtigkeitsethik als wirtschaftsethische Maßstäbe.
Ist der Global Compact rechtlich bindend?
Nein, der Global Compact ist eine freiwillige Initiative und kein rechtlich durchsetzbares Vertragswerk.
- Quote paper
- Jonathan Klodt (Author), 2008, Der „Global Compact“ der Vereinten Nationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116020