Green Controlling. Möglichkeiten und Grenzen ökologischer Controlling-Instrumente

Eine revolutionäre Konzeption mit neuer Toolbox?


Hausarbeit, 2021

47 Seiten, Note: 1,9

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung - Der Goldene Geier

2. Die Grundlangen der Nachhaltigkeit
2.1. Die Nachhaltigkeit und ihre Dimensionen
2.2. Die zentralen Modelle der Nachhaltigkeit
2.3. Die Relevanz der Nachhaltigkeit
2.4. Die Konzeptionalisierung von Nachhaltigkeit in Unternehmen

3. Die Kennzeichnung der Idee des Green Controlling
3.1. Die Grundlagen des Controlling
3.1.1. Die Begriffsbestimmung und historische Entwicklung des Controlling
3.1.2. Die Aufgaben und Funktionen des Controlling
3.2. Vom Green Controlling zum Colorful Controlling
3.2.1. Die Konzeptionalisierung und Wandel des Green Controlling
3.2.2. Die Herausforderungen des Nachhaltigkeitscontrolling

4. Die Möglichkeiten und Grenzen ausgewählter ökologischer Controlling Instrumente
4.1. Die Instrumente des strategischen Controlling
4.1.1. Der Stakeholder-Dialog
4.1.2. DieSWOT-Analyse
4.1.3. Die Wesentlichkeitsanalyse
4.2. Die Instrumente des operativen Controlling
4.2.1. DieUmweltchecklisten
4.2.2. DieÖkobilanzierung
4.2.3. Die ökologische ABC-Analyse

5. Fazit-ControllingmitFarbe

Anlagenverzeichnis

Anhang

Literaturverzeichnis

Gender Erklärung

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Projektarbeit die Sprachform des generischen Maskulinums angewandt. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung - Der Goldene Geier 2021

„Schon heute ist der größte Teil unseres Kerngeschäfts grüner Strom.“1 wirbt der RWE-Konzern mit einem tatsächlichen Anteil an erneuerbaren Energien von rund 20,2% im Jahr 2020. Die Nestlé-Tochter Nespresso erklärte, dass ihre Aluminiumkapseln bis Ende 2021 aus 80% Recyclingmaterial hergestellt werden. Heute sei jedoch noch kein Anteil aus dem Hausmüll gewonnen, stattdessen handle es sich um Produktionsreste oder Industrieabfälle, die Neumaterial darstellen würden. „Go Nature. Go Carton“2, denn Getränkekartons seien die umweltfreundlichste Verpackung lautet der Leitspruch einer Kampagne von Tetra Pak. Auch bekannt ist, dass aufgrund des komplizierten Recyclingprozesses der unterschiedlichen Schichten des Kartons lediglich 30%, statt angepriesenen 100%, recyclebar sind.

Diese Beispiele belegten gemeinsam die ersten Plätze des „Goldenen Geiers 2021“. Dieser jährlich vergebende Preis wird für die am weitesten von der Realität abweichende Werbung oder Kampagne von Unternehmen vergeben, welche mit „Nachhaltigkeit“ werben.3 Von der unternehmensinternen Nachhaltigkeit ist die Rede, wenn sie im gesamten Grundsystem des Unternehmens und ihrer Wertschöpfung verankert ist. Ist dies nicht der Fall und hängen sich Unternehmungen, dem Sinn nach, ein „grünes Mäntelchen“ um wird ihnen „Greenwashing“ vorgeworfen. Demnach werden verschiedenste Techniken genutzt, um die Untemehmensarbeit zu manipulieren, damit sich selbst ein nachhaltiges Image verliehen werden kann. Es wird behauptet, dass klimaneutral produziert wird, auf ökologische Verträglichkeit geachtet wird sowie gegen Kinderarbeit und Ausbeutung vorgegangen wird, wofür Kampagnen oder publikumswirksame Anzeigen geschaltet werden. Zusammengefasst wird Nachhaltigkeit versprochen, welche sich jedoch nicht in den verfolgten Grundzielen der Unternehmung finden lässt.4 Mit immer häufiger auftretenden Skandalen werden die Konsumenten laut Verbraucher­schutz kritischer und bestrafen die Unternehmen durch Boykott auch langfristig.5 Das bedeutet für Nachhaltigkeit, dass zukünftig davon ausgegangen werden kann, dass Unternehmungen immer weniger werblich, sondern transparent und glaubwürdig berichten müssen.6 Es wird nötig sich der Umwelt anzupassen, Nachhaltigkeit in die Unternehmensziele zu integrieren und die wandelnden Interessen der Stakeholder zufriedenzustellen. Für ein Unternehmen, welches sich Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt hat, ist es essenziell diese zu erfassen, zu planen und zu steuern. Dabei erfährt das Management die Unterstützung durch das Controlling, welches qualitative Größen und moralische Aspekte in ihre Steuerungssysteme und -instrumente implementieren muss.7 Immer wieder fallen hierbei die Worte „Green Controlling“ und „Nachhaltigkeits­controlling“, die in dieser Projektarbeit geklärt werden sollen. Auch für positive Ereignisse gibt es eine Auszeichnung. So wird jährlich der Green-Controlling-Preis der Péter-Horvâth-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ICV verliehen. Es werden Controller oder Controllerteams ausgezeichnet, welche hervorstechende Lösung zu Steuerung und Gestaltung von nachhaltigen Projekten, Maßnahmen sowie Strategien im Unternehmen entwickelt haben. Die Entwicklung und Systeme werden prämiert.8 In dieser Arbeit wird geklärt, welche Instrumente zur Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeit für das Controlling bereits existieren und mit welchen Möglichkeiten oder Grenzen sie genutzt werden können.

Diese Projektarbeit umfasst drei Kapitel und für ein ganzheitliches Verständnis wird dabei zunächst die Grundlage des Nachhaltigkeitsgedanken und seine historische Stellung vorgestellt. Das grundlegende Konzept wird definiert und seine derzeitige Relevanz diskutiert. Darauf aufbauend muss geklärt werden, wie Nachhaltigkeit in Unternehmen etabliert werden sollte. Anschließend wird im dritten Kapitel als Fundament eine allgemeine Definition des Controllingbegriffs gesucht und die Aufgabenbereiche eines Controllers erklärt. Im Anschluss folgt die Darstellung des um den sozialen und ökologischen Aspekt erweiterten Controlling, des sogenannten Green Controlling bzw. Nachhaltigkeitscontrolling. Es wird die Frage diskutiert, ob Green Controlling bzw. Nachhaltigkeitscontrolling als neue Controlling Konzeption verstanden werden kann. Den Schwerpunkt der Arbeit markiert das vierte Kapitel, in welchem strategische nachhaltige Instrumente und spezielle ökologische Instrumente des operativen Controlling vorgestellt werden und eine Analyse der Grenzen und Möglichkeiten dieser stattfmdet. Untersucht wird, welche Möglichkeiten sich zur Umsetzung von unternehmens-internen Zielsetzungen in Hinblick auf die Nachhaltigkeit eignen. Im Fazit werden die elementrarsten Aspekte und Ergebnisse der Arbeit zusammenfassend betrachtet.

2. Die Grundlangen der Nachhaltigkeit

2.1. Die Nachhaltigkeit und ihre Dimensionen

In den letzten Jahren lässt sich eine inflationäre Verwendung des Begriffs „Nachhaltigkeit“ beobachten. Doch durch den übermäßigen Gebrauch verliert der Begriff an Wirkung und Bedeutung. Hinzu kommt, dass aufgrund der abweichenden umgangssprachlichen Bedeutung des Wortes „nachhaltig“ häufig Fehlschlüsse gezogen werden. Es bedarf einer Definition des Begriffs, der aktueller dennje scheint und die Identifikation des Ursprungs des Konzepts.

Bereits vor über 300 Jahre wurde der Begriff der Nachhaltigkeit erschaffen, als dessen Begrün­der der Oberberghauptmann Carl von Carlowitz gilt. Die Wälder im Umland Freibergs wurden lichter. Deswegen forderte er, dass die Anzahl der abgeholzten Bäume beschränkt werden müsse, auf jene, die wieder systematisch nachgepflanzt und nachwachsen werden.9 Durch sein Prinzip und die „beständige und nachhaltende Nutzung des Waldes“10, die den Gedanken an nachfolgende Generationen miteinschloss, setzte er den Grundstein für folgende Nachhaltig- keitsüberlegungen.11

Seitdem entwickelte sich die Ökonomie vieler Länder, sodass wirtschaftliche, soziale und ökologische Schwierigkeiten auftraten. Deswegen wurde dem WCED von den Vereinten Nationen die Aufgabe übertragen, einen Bericht zu verfassen, der ein Leitbild einer dauerhaften Entwicklung darstellt. Der 1987 veröffentlichte „Our Common Future“ Abschlussbericht enthält die am Weitesten anerkannte Definition nachhaltiger Entwicklung.12 Die sogenannte Brundtland- Definition besagt, dass nachhaltige Entwicklung einen Prozess darstellt, der „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können,“13 Zum Ziel hat diese Entwicklung den Endzustand der Nachhaltigkeit.14 Aus der Definition lassen sich zwei normative Leitbilder „nachhaltiger Entwicklung“ abstrahieren. Zunächst erfolgt die Forderung nach intragenerationeller Gerechtigkeit. Diese ist durch die Gerechtigkeit zwischen den weltweit existierenden Menschen zu einem Zeitpunkt gekennzeichnet. Dabei muss ein gerechter Ausgleich aller Interessen einer Generation erfolgen, welcher auch über Ländergrenzen hinweg gleiche Entwicklungschancen ermöglichen soll. Als zweites wird die intergenerationelle Gerechtigkeit benannt. Den kommenden Generationen soll es möglich sein, eine mindestens gleichwertige Situation anzutreffen wie die derzeitige.15 Zwar bietet die erarbeitete Definition einen grundlegende Orientierungsmaßstab, jedoch werden keine expliziten Handlungsempfehlungen genannt.16 Die Probleme liegen vor allem beim Identifizieren der Bedürfnisse zukünftiger Generationen und somit auch dem Bewahren des Potenzials. Es bleibt zu kritisieren, dass sowohl das Ausmaß gewählter Handlungen unbekannt bleibt als auch die noch zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie die Entwicklung der künftigen Menschheit.17 Die Definition gilt somit lediglich als Kompass.

Seither hat die Frage nach nachhaltiger Entwicklung immer weiter an Bedeutung gewonnen und der Begriff wurde weiter konkretisiert. Bis 2015 die UN-Volksversammlung im Rahmen des UN­Nachhaltigkeitsgipfels die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedete, welche alle Länder dazu verpflichten ihren Beitrag zur Erreichung 17 mittelfristiger, konkreter Nachhaltigkeitsziele zu leisten. Es wurden unterschiedliche Themen festgelegt, wie die Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und Wirtschaftswachstum oder ökologische Ziele, die den Klimaschutz und nachhaltigen Konsum betreffen. Diese basieren auf den klassischen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, welche in der „Ganzheitlichkeit nachhaltiger Entwicklung“18 gleichwertig gegenüberstellt sind.

Hinter der ökologischen Nachhaltigkeit verbirgt sich die Quintessenz von von Carlowitz‘ Vorstoß. Sie fordert einen angemessenen Konsum der zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen, sodass die Entnahme höchstens so groß ist wie zeitgleich regeneriert wird. Kernthemen machen hier den langfristigen Fortbestand des Umweltvermögens, der Ressourcen­erhaltung sowie die Sicherung der Diversität aus.19 Unternehmen stehen dabei vor der Thematik inwieweit sie durch ihre Handlungen Effekte auf die Umwelt haben und wie es möglich wird diese zu minimieren oder umzukehren.20 Kembestanteile der sozialen Nachhaltigkeit sind die Erfüllung der Grundbedürfnisse, Bereitstellung von gleichen Bildungsmöglichkeiten21 und Förderung freier Entfaltung.22 Es muss sich mit den negativen Auswirkungen seines Handels auf die Gesellschaft auseinandergesetzt werden und wie gemeinwohlorientiert gehandelt werden kann.23 Es folgt die Thematisierung von als nicht sozial-nachhaltig Anzusehendem, wie Terrorismus sowie Ausbeutung und einer größer werdenden Kluft der Einkommensschichten.24 Die Dimension der ökonomischen Nachhaltigkeit fordert ein geregeltes Wirtschaften, die Sicherstellung der menschlichen Existenz durch das Gewährleisten einer Lebensgrundlage. Sie ist die Stärkung der Wirtschaftskraft und langfristige Zunahme der Lebensqualität rückt in den Fokus des Handelns.25 Dies beinhaltet die Bekämpfung von Korruption und Verbraucherschutz sowie das Voranbringen von Forschung und Entwicklung.26

Anhand der Dimensionen wird nachhaltige Entwicklung als nebeneinanderstehender weltweiter wirtschaftlichen Fortschritt, Sicherung der sozialen Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt für die derzeitige und zukünftige Generation definiert. Eine inzwischen weitetablierte und wirtschaftlich ausgerichtete Definition erklärt, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht bedeutet „Gewinne zu erwirtschaften, die dann in Umwelt- und Sozialprojekte fließen, sondern Gewinne bereits umweit- und sozialverträglich zu erwirtschaften.“27

2.2. Die zentralen Modelle der Nachhaltigkeit

Aufgrund der hohen Komplexität des Nachhaltigkeitsthemas haben sich Modelle entwickelt, die den Zusammenhang der drei Dimensionen darlegen sollen.

Das wohl am weitesten verbreitetste Modell stellt das „Drei-Säulen-Modell“ oder auch als „Triple-Bottom-Line-Ansatz“ bezeichnete Modell dar28, welches veranschaulicht, dass neben der zuvor meist nur berücksichtigten unternehmerischen Säulen und damit verbundenen monetären Zielen weitere tragende Säulen der Ökologie und Gesellschaft ergänzt wurden. Das gleichgewichtete Nebeneinanderstehen bildet den Grundgedanken der nachhaltigen Entwicklung ab.29 Doch damit stellt sich die Frage, ob das Bild der Säulen passend gewählt wurde. Entwendet man eine der Säule, ist weiterhin damit zu rechnen, dass die Statik hält und dass das Dach, das Unternehmen, weiter bestehen bleibt.30 Außerdem existieren die Säulen getrennt voneinander, während man davon ausgeht, dass Interdependenzen zwischen ihnen bestehen und sie verwoben sind. Das zweite erwähnenswerte Modell ist das sogenannte Schnittmengen- oder auch Dreiklangmodell. In diesem Modell wird dargestellt, dass zwischen den Dimensionen in der Realität Wechselwirkungen bestehen, die in den sich überschneidenden Bereichen dargestellt werden. Betrachtet man beispielhaft das Carsharing wird es mehr Personen möglich, sich ein Auto zu leisten, was positive Auswirkungen auf die Umwelt hat. Allerdings bedingt der verminderte Absatz negativen Auswirkungen auf die Unternehmen und die ökonomische Ebene. Die Überlappung aller drei Dimensionen stellt nachhaltige Entwicklung dar.31 Die Gleichgewichtung aller Säulen der beschriebenen Modelle und somit die Umsetzung aller Ziele scheint wünschenswert, ist jedoch unerreichbar. Dies zeigt auch das bereits benannte Beispiel. Gekennzeichnet ist das Konzept durch auftretende Zielkonflikte aufgrund direkter Zusammenhänge, welche eine gleichzeitige Zielerreichung verhindern.32

Es existieren Ansätze, welche eine Gewichtung und einen Kompromiss suchen. Eine ist das Vorrangmodell als Abwandlung der klassischen Modelle,33 welches den Ansatz, die Abhängig­keiten der Ebenen darzustellen, verfolgt.34 Die Umwelt bietet uns die unentbehrlichen Ressourcen und die Grundlage zum Leben und Überleben zur Entstehung einer Gesellschaft. Eine Gesellschaft kann unsere sozialen Bedürfnisse befriedigen und bietet das Fundament zur Schaffung einer Wirtschaft. Zuletzt ermöglicht es die Wirtschaft, ein Vermögen zu errichten sowie materielle Bedürfnisse zu befriedigen.35 Dieser als „Starke Nachhaltigkeit“ bezeichnete Ansatz hat, statt einer Optimierung des Verbrauchs von Ressourcen, die dauerhafte Sicherung dieser zum Ziel.36 In der Untemehmenspraxis trifft man auf den sogenannten ökonomischen Triple-Bottom-Line-Ansatz,37 der auch als „Schwache Nachhaltigkeit“ bekannt ist.38 Die Ökonomie wird dabei über die übrigen Dimension gestellt, was bedeutet, dass soziale oder ökologische Maßnahmen lediglich ergriffen werden, wenn sie als ökonomisch wertvoll betrachtet werden.39 Zunächst werden die nötigsten Standards erfüllt, um Strafen zu entgehen und das Image zu erhalten. Schlicht wird der Business Case verfolgt, welcher zwar durch erkennbare soziale und ökologische Leistungen definiert ist, die schlussendlich der Profitsteigerung dienen.40 An der Gewichtung ist zu kritisieren, dass die Grundidee der Nachhaltigkeit der gleichberechtigten Bedeutung aller Dimensionen untergraben wird. Sailer findet dafür klare Worte. Er erklärt, dass eines Nachhaltigkeitsbegriff nicht bedurft wird, wenn generationsübergreifenden Standards lediglich nachgegangen wird, um den ökonomischen Profit zu steigern.41 Sie würden „nicht nachhaltig, sondern wirtschaftlich“42 handeln.

2.3. Die Relevanz der Nachhaltigkeit

In den Medien zuhauf thematisiert stehen wir vor globalen Problemen, die den Wertewandel der Gesellschaft und auch einen in der Politik vorantreiben sowie Unternehmen im Einzelnen betreffen. Aus dem „Global Risks Report 2021“ ist zu erkennen, dass ökologische Anliegen nach wie vor ganz oben auf der Liste der Wahrscheinlichkeit des Auftretens und Auswirkungen im nächsten Jahrzehnt sind. Das größte langfristige Risiko liegt bei der Untätigkeit des Klima­wandels.43 Hauptursache des rapiden Klimawandels soll die Zunahme von Treibausgasen sein. Hauptakteure seien Unternehmensindustrien in der Verbrennung fossiler Brennstoffe, der Waldrodung und der Viehhaltung. Auch die Überbeanspruchung der Ressourcen ist Kernbe­standteil globaler Herausforderungen und auch der Unternehmen. Bei diesen thematisierten Problemen gilt es unternehmensinteme Lösungen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes zu finden und die eigene Rolle in Bezug auf den Ressourcenverbrauch und den Einfluss auf die Umwelt muss erkannt werden. Sonst soll ein langfristiges Wirtschaften nicht mehr möglich sein. Auch bildet die soziale Komponente und Beseitigung von Missständen entlang der Wertschöpfungskette einzelner Unternehmen einen Anhaltspunkt. Für aufkommende Probleme wie die Standortverschiebung von potenziellen Mitarbeiten und möglicherweise erhöhte Unsicherheiten ausländischer Standorte müssen frühzeitig Lösungen gefunden werden.44

Die Dringlichkeit dieser Themen wird gesellschaftlich wahrgenommen, was sich beispielhaft an zu veranschaulichenden Branchen erkennen lässt. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft führte im Juli 2020 eine Umfrage in Deutschland durch und befragte 745 Menschen, inwiefern Sie zu einer nachhaltigeren Lebensweise bereit wären. Demnach wäre es beinahe 81% der Befragten lieb, wenn sie im Haushalt Energie sparen würden. Hieraus wird als Folge für die Energiekonzerne bereits deutlich, dass ein Umdenken hinsichtlich der Effektivität der Produktion und der Produktionsmengen stattfmden muss, da viele Menschen immer weniger Strom benötigen, Geräte effizienter werden und Haushalte auf einen geringeren Stromverbrauch achten. Es gaben kumuliert ungefähr 45% der befragten Menschen an, dass sie ihre bisher gewählte Art und Weise der Fortbewegung und des Reisens überdenken würden. Demnach würden viele öfter mit dem Fahrrad als mit dem Auto fahren, wobei hierbei fraglich ist, was aus der Autoindustrie und ihren Beschäftigten wird und inwiefern dieser Trend durch den aufsteigenden Trend der Elektromobilität umgekehrt werden könnte. Ebenfalls würden häufiger die Bahn genutzten werden, statt mit dem Flugzeug zu fliegen. Auch hier werden einige Fragen für die Wirtschaft aufgeworfen: Was geschieht mit den Flughäfen, den Fluggesellschaften sowie ihren Beschäftigten? Inwiefern benötigt das Netz der Eisenbahnen eine Auf- und Umrüstung?45 In Deutschland gaben 2020 Konsumenten rund 1,9 Milliarden Euro für Fair-Trade-Produkte aus, dies bedeutet eine Umsatzsteigerung von rund 460%, zum Jahr 2010 mit 340 Millionen Euro. Der „faire“ Handel entlang einer Wertschöpfungskette wird immer interessanter. Er versucht alle Beteiligten gerecht am erwirtschafteten Gewinn zu beteiligen und kontrolliert die Sicherung ihrer sozialer Rechte.46 Anhand der hier aufgezeigten Umfrageergebnisse und ihrer Analyse wird die große Bedeutung der Nachhaltigkeit für die Gesellschaft und Wirtschaftszweige deutlich. Dementsprechend haben auch anderen Akteure ein Impuls zur nachhaltigen Entwicklung gegeben.

Der erste Schritt der Gesetzgebung zur Erhöhung der Transparenz in Hinblick auf soziale und ökologische Aspekte wurde bereits 2014 vom Europäischen Parlament gemacht. Mit der Verabschiedung der CSR-Richtlinie wurde die Berichterstattung von großen kapitalmarkt­orientierten Unternehmen, Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten erweitert. Seither müssen Informationen und Daten zu Umwelt-, Sozial und Arbeitnehmerbelangen sowie zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung offengelegt werden.47 Zukünftig werden präzisere, vergleichbarere Informationen in einem testierten Lagebericht offengelegt werden. Unternehmen werden verpflichtet, Angaben zu tätigen, um Investoren, Geschäftspartner und auch andere Stakeholder darauf aufmerksam zu machen, wie nachhaltige Belange in die Unternehmensarbeit miteinfließen.48

Das Anerkennen von Verantwortung ist in den Köpfen der Gesellschaft bis zur Politik verankert und fordert nun Unternehmen dazu auf, eine Position zu wählen. Sie stellen die relevantesten Handelnden der Gesellschaft dar „und haben einen maßgeblichen Einfluss auf den ökono­mischen, den ökologischen und den sozialen Erfolg der Gesellschaft.“49 Natürlich gilt es, die urzeitliche Verantwortung, nämlich die Erfüllung von Bedürfnissen durch Produkte oder Dienstleistungen, zu wahren. Doch aus dem Handeln der Unternehmen heraus ergibt sich eine Auswirkung auf den Planeten und die Bevölkerung, welche es zu erfassen und quantifizieren gilt. Das Green Controlling kann dabei helfen zukunftsorientierte Potenziale zu erkennen und ein negatives Image abzuwenden.50

2.4. Die Konzeptionalisierung von Nachhaltigkeit in Unternehmen

Ist innerbetrieblich der Entschluss gefasst, künftig nachhaltig zu wirtschaften, gilt es zunächst die Grundlagen der Implementierung der Nachhaltigkeit in Unternehmen darzustellen.

Eine ganzheitliche nachhaltige Untemehmensstrategie kann bedeuteten, dass in der Beschaffung, statt nach einem niedrigen Preis von einem beliebig austauschbaren Lieferanten zu suchen, eine Partnerschaft aufgebaut und nach einem für beide Seiten als akzeptabel bewerteten Preis gesucht. In der Forschung und Entwicklung wird nun nach dem bestmöglichen Nutzen für den Kunden, Umwelt und Gesellschaft gesucht, anstelle der Entwicklung neuer günstigerer Produkte.51 Nach herrschender Meinung reicht eine bloße Verankerung von Nachhaltigkeit im Controlling nicht aus, damit ein Unternehmen sich langfristig nachhaltig verhält. Eine ganzheitliche Integration erfolgt durch die normative Untemehmensführung, die die höchste Ebene des Management- systems darstellt, welche über allgemeine Visionen, Ziele und die Identität des Unternehmens diskutiert und formuliert. Die Ausrichtung des Unternehmens wird grundsätzlich durch die Erwartungen und Vorstellungen des Umfelds und am Unternehmen Beteiligter geprägt. Die Entwicklung und Implementierung der nachhaltigen Werte obliegt zwar der normativen Unternehmensführung, dennoch muss an der kleinsten Untemehmensebene, bei den Mitarbeitern, angesetzt werden. Es muss ihnen möglich werden die Gründe hinter der Zielanpassung, z. B. durch Schulungen, zu verstehen. Dies macht klar, dass Nachhaltigkeit nicht nur von einer Stabstelle überwacht und eingefordert wird, sondern dass alle Unternehmens­einheiten nachhaltige Entscheidungen treffen sollen. Es handelt sich bei dem Prozess der Aufnahme der Nachhaltigkeit, nicht um eine Integration einer Software. Vielmehr muss eine Vereinigung der Dimensionen geschehen, was durch Bewusstseins- und Verhaltensänderungen möglich wird.52

Neben der Änderung des Bewusstseins für nachhaltige Entwicklung ist die Analyse von Chancen und Herausforderungen, die sich für das Unternehmen oder einzelne Bereiche ergeben, durchzuführen. Die Verwirklichung nachhaltigen Handelns muss auf Grundlage entscheidungs­relevanter Daten und Informationen erfolgen, die alle Dimensionen der Nachhaltigkeit betreffen und zumeist durch das Controlling bereitgestellt werden.53 Anhand des Controlling können Stakeholder-Ansprüche erkannt und ein Standpunkt gewählt werden, welcher sich am Unternehmenszwecks und aus der derzeitigen Marktsituation orientiert.54

3. Die Kennzeichnung der Idee des Green Controlling

3.1. Die Grundlagen des Controlling

3.1.1. Die Begriffsbestimmung und historische Entwicklung des Controlling

Seinen Anfang fand das Controlling bereits im 15. Jahrhundert im Rahmen der Begutachtung von Dokumentationen über den Geld- und Güterverkehr durch sogenannte „Controlloure“ in den englischen öffentlichen Sektoren.55 Von dort an lässt sich eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Begriffs und seiner Bedeutung sowie der damit einhergehenden Aufgaben eines Controllers erkennen. Der Begriff „Controlling“ basiert auf dem englischen Verb ,,to control“,jedoch kommt es mit der wortwörtlichen Übersetzung in die deutsche Sprache häufig zu Fehlinterpretationen.56 Statt unter der Übersetzung lediglich einen durchzuführenden Soll-Ist-Vergleich zu verstehen, wird in der englischsprachigen Literatur mit diesem Begriff vorrangig von der „Beherrschung, Lenkung, Steuerung [und] Regelung von Prozessen“57 gesprochen.58 Betrachtet man die englische Wortbedeutung wird klar, dass sich hinter ,,to control“ die Kernaufgaben des Managements verbergen, welche nicht den Aufgabenbereich des Controlling darstellen. Es lässt sich feststellen, dass „Controlling“ eine abweichende Bedeutung vom Fachbegriff innewohnt, sodass eine gesonderte Definition benötigt wird.59 Allerdings existiert keine einheitliche Definition des „Controlling“ Begriffs.60

Troßmann definiert das Controlling als „Führungsfunktion der Koordination innerhalb der anderen Führungsfunktionen und zwischen ihnen“61, welche zielentsprechend erfolgt. Somit müssen zunächst Führungsfunktionen identifiziert werden. Unter dem Begriff „Führung“ versteht man die Unternehmenssteuerung und -gestaltung aller unternehmensinternen Prozesse. Dabei kann zwischen zwei grundlegenden Führungsaufgaben unterschieden werden. Einerseits die Güterfunktion, welche sich grundsätzlich nach den Teilfunktionen des Umsatzes aufbaut und in einem zu erkennenden prozessualen Zusammenhang steht. Hierzu zählen beispielsweise Beschaffung, Absatz und Kassenhaltung. Andererseits existiert die Führungsfunktion, welche im Gegensatz zum Güterfunktionsprozess keine gegliederte Rangfolge des Führungsprozesses hat. Sie setzt sich bspw. aus Organisation, Planung, interne Revision und Personalführung zusammen. Aufgrund der einzelnen Prozesse der Führungsfunktionen entstehen Schnittstellen und somit eine Abstimmungsnotwendigkeit. Gelöst werden sollen diese durch das Controlling, welches die Aufgabe der Sekundärkoordination innehat, sodass zielorientierte Entscheidungen auf Basis des Controlling getroffen werden können.62 Es wurde der koordinationsorientierte Controlling Ansatz skizziert.

Die Grundlage der Konzeption von Weber und Schäffer beruht auf der Annahme der sogenannten „Realisationsdefizite“. Diese treten in Form von Wollens- und Könnensbeschränkungen der Führung auf. Die Führung wird durch Individuen durchgeführt, welche ihre individuellen Wünsche und Ziele über die des Gesamtunternehmens hinweggesetzten können und individuell begrenzte Fähigkeiten besitzen. Aufgrund dieser wird ihre Rationalität beim Treffen von Entscheidungen eingeschränkt. Diese Rationalitätsverluste können zu Ergebniseinbußen führen. Die Kemaufgabe des Controlling betrifft nach Weber und Schäffer somit die Rationalitäts­sicherung der Führung. Es gilt, Defizite zu erkennen und nach Lösungen zur Verringerung oder Beseitigung zu suchen. Diese Maßnahmen sind zu ergreifen, wenn derNutzen dieser die Kosten der Rationalitätssicherung überragen. Auch stellen die Autoren heraus, dass Controlling eine ethische Dimension innehat, was nach sich zieht, dass Controller „ethisch orientiertes Handeln begrenzen oder unterstützen“63 müssen. Dabei orientiert sich das Controlling grundsätzlich an den festgelegten internen Unternehmenszielen und dem Umfang der Rationalitätsdefizite.64

Gemäß des Internationalen Controller Vereins wird der Controller vor allem als „Aufgaben­träger“ verstanden. Dieser agiert als „Business Partner“ des Managements und wirkt bei der Zielermittlung, -entwicklung und -realisation mit und prägt somit den Erfolg der Unternehmung. Dabei treten Controller und Manager als Kollektiv auf, wodurch das „Controlling“ als Schnittmenge dieser beiden festzulegen ist.65 Somit ist zu sagen, dass Controller nicht selbständig „steuern“, sondern vielmehr der Führung zuarbeiten und durch die Synergie der beiden Unternehmensbereiche ein Steuerungsprozess entsteht.66

Historisch betrachtet entwickelte sich der Controller von einem reinen Beobachter und Überprüfer zum Business Partner des Managements mit seinen derzeitigen Aufgabengebieten.

3.1.2. Die Aufgaben und Funktionen des Controlling

Die Tätigkeiten der Controller sind mannigfaltig und variierenje nach Untemehmensfunktion.67 Nach der herrschenden Literatur lässt sich die Aufgabe der Sekundärkoordination, in zwei verschiedene Arten unterscheiden^ nachdem welches Ausmaß der Umgestaltung hat, welches eine Maßnahme hervorruft. Dabei wird in systemdefinierende und systemausfüllende Koordination unterschieden. Die systemausfüllende Koordination ist dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines bereits bestehenden Führungssystems einzelne Parameter angepasst werden. Die systemdefinierende Koordination hingegen greift dann ein, wenn durch kleinere Modifikationen des betreffenden Prozesses keine Besserung zu erwarten sind und stattdessen eine grundlegende Veränderung der Struktur eines Führungsteilsystems nötig wird. Neben den Hauptkoordinationsfunktionen ist es nach Troßmann möglich, vier Nebenfunktionen zu akzentuieren, welche die ordinäre Arbeit der Controller vermitteln. Als erstes gilt es, die unterstützende Funktion des Controlling in Bezug auf die Beratung und das Treffen von Entscheidungen des Managements zu betonen. Zusätzlich obliegt es ihm, die Aufgabe der Verwirklichung des unternehmensintemen Zielsystems zu sichern. Daran anknüpfend übernimmt das Controlling die Verdichtung und Bereitstellung von relevanten Informationen für das Management, um eine angemessene Entscheidungsgrundlage zu bieten. Darauf aufbauend stellt das Controlling Instrumente und Maßnahmen zu Verfügung und empfiehlt passendende Verfahren, was somit die Grundlage der systemdefinierenden Koordination darstellt.68

Unterteilt man die Funktionen und Aufgaben des Controlling nach ihrem Zeitbezug, so wird es möglich in Bezug auf den Zeithorizont zwischen strategischen und operativen Controlling­aufgaben zu unterscheiden. Das bedeutet, dass strategische Controlling eine Zeitspanne von bis zu zehn Jahren hat und dieses zur dauerhaften Bewahrung oder auch Erweiterung eines Unternehmens nutzt, womit es das Management unterstützt. In der Unternehmensphilosophie verankerte Zielvorstellungen sollen durch das strategische Controlling langfristig gesichert und erreicht werden. Dabei werden strategische Controlling Instrumente genutzt, die Informationen sowohl aus dem Unternehmen und aus dem Umfeld dessen berücksichtigen und damit einhergehende Chancen und Risiken erkannt. Dem zweiten Teilbereich des Controlling, dem operative Controlling, wird im Rahmen von bis zu einem Jahr betrachtet. Diese Ebene befasst sich vor allem mit der Sicherstellung der bereits festgelegten Maßnahmen, setzt diese um und arbeitet an den Erfolgspotenzialen. Es wird sich vorrangig mit dem Alltagsgeschäft auseinandergesetzt, in welchem es möglich wird detailreicher an einzelnen Fragestellungen zu arbeiten, wozu vorwiegend Informationen aus dem Unternehmen genutzt werden.69 Es ist deutlich, dass diese Bereiche in einer engen Verknüpfung zueinanderstehen und aufeinander aufbauen. Das strategische Controlling gibt dem operativen einen Handlungsrahmen vor, welches auf Basis dessen handelt.70 Das Controlling bedient sich in beide Fällen an verschiedenen Koordinationsinstrumente, diese sind isoliert, lassen sich einer Führungsteilfunktion zuordnen, oder übergreifend, somit ordinär und lassen sich keiner Führungsteilfunktion im Speziellen zuordnen. Sie tragen zur Koordination auf der Führungsebene bei und werden stetig weiterentwickelt.71 Die Gesamtheit der Instrumente des Controllers wird als Toolbox, der Werkzeugkasten, bezeichnet. Nach Troßmann wechselt dabei die Relevanz der einzelnen Koordinationsinstrumente und passt sich an diejeweiligen Entwicklungsströme und Trends der Gesellschaft an.72

3.2. Vom Green Controlling zum Colorful Controlling

3.2.1. Die Konzeptionalisierung und Wandel des Green Controlling

Betrachtet man die Anfänge der Nachhaltigkeit lässt sich erkennen, dass diese mit von Carlowitz Gedanken vor allem die Umwelt betrafen. So fand sich dieser ökologische Beginn des Nachhaltigkeitsgedankens auch im ersten Ansatz einer Definition eines erweiterten Controlling wieder, dem „Green Controlling“. Neben diesem Begriff lagen weitere Bezeichnungen wie Öko- Controlling73 oder Umweltcontrolling74 vor. Die Steuerung spezifisch umweltbezogener Ziele wird nun seit längerer Zeit diskutiert. So auch vom ICV, welcher bereits 2010 Stellung zum Thema nahm. Es folgte die Gründung eines Fachkreises für Green Controlling und die Veröffentlichung mehrerer Whitepapers, welche Auslegungen des Themas, Probleme der Integration und mögliche Lösungen umfassten.

„Greening“ bedeutet in erster Linie eine „umweltgerechte Ausrichtung aller Unternehmens­aktivitäten“75, wozu auch auf ökologische Produkte und Dienstleistungen gesetzt wird.76 Das Attribut „green“ hebt dabei besonders die spezifisch ökologische Ausrichtung des Controlling hervor. Unter Green Controlling verstand man somit bis 2018 die Integration ökologischer Ziele und eine Anpassung der vorhandenen Controllingprozesse, Instrumente und auch Methoden an das bestehende Unternehmenscontrolling, sodass die Unternehmensleitung ökologische Aspekte in ihrer ökonomischen Entscheidungsfindung berücksichtigt.

[...]


1 Deutsche Umwelthilfe (Hrsg.) (2021)

2 Ebenda

3 Vgl. ebenda

4 Vgl. Pufé,I. (2017), S. 221

5 Vgl. Witzei, A. (2019)

6 Vgl. Sailer, U. (2020), S. 264

7 Vgl. Wellbrock / Ludin / Krauter (2020), S. 1

8 Vgl. Haufe (Hrsg.) (2021)

9 Vgl. Pufé,I. (2017), S. 37

10 Ebenda, S. 37

11 Vgl. Colsman, B. (2016), S. 7

12 Vgl. Pufé,I. (2017), S. 42

13 Kropp, A. (2019), S. 5

14 Vgl. Pufé,I. (2017), S. 43

15 Vgl. Vollmar, B. H. (2016), S. 799

16 Vgl. Colsman, B. (2016), S. 7

17 Vgl. Kropp, A. (2019), S. 2ff.

18 Pufé,I. (2017), S. 99

19 Vgl. ebenda, S. 55ff.

20 Vgl. Colsman, B. (2016), S. 9

21 Vgl. Wellbrock / Ludin / Krauter (2020), S. 7

22 Vgl. Pufé,I. (2017), S. 102

23 Vgl. Colsman, B. (2016), S. 9

24 Vgl. Kropp,A. (2019), S. 17

25 Vgl. Vollmar, B. H. (2016), S. 800

26 Vgl. Pufé,I. (2017), S.119

27 Pufé,I. (2014), S. 13

28 Vgl. Kropp,A.(2019), S. 12

29 Siehe Anhang 1.

30 Vgl. Pufé, I. (2017), S. lOOff.

31 Siehe Anhang 2.

32 Vgl. Kropp,A. (2019), S. 11

33 Siehe Anhang 3.

34 Vgl. Ampofo, A. (2018), S. 3

35 Vgl. Holzbaur, U. (2020), S. 2

36 Vgl. Rogal, H. (2008), S. 103

37 Siehe Anlage 4.

38 Vgl. Vollmar, B. H. (2016), S. 806

39 Vgl. Sailer, U. (2020), S. 26

40 Vgl. Endenich, C. & Trapp, R. (2019), S. 231

41 Vgl. Sailer, U. (2020), S. 67

42 Ebenda, S. 67

43 Vgl. World Economic Forum (Hrsg.) (2021), S. 7ff.

44 Vgl. Umweltbundesamt (Hrsg.) (2021)

45 Vgl. Breitkopf, A. (2020)

46 Vgl. Fairtrade (Hrsg.) (2021)

47 Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.) (o. J.)

48 Vgl. Müller, S. (2021)

49 Vgl. Biel, A. (2020), S. 86

50 Vgl. Colsman, B. (2016), S. 19ff

51 Vgl. ebenda, S. 46

52 Vgl. Wellbrock / Ludin / Krauter (2020), S. 19

53 Vgl. Colsman, B. (2016), S. 33

54 Vgl. Wellbrock / Ludin / Krauter (2020), S. 19

55 Vgl.Jung,H. (2011), S. 1

56 Vgl. Mäder, O. B. (2021), S. 103

57 Horvath / Gleich / Seher (2020), S. 14

58 Vgl. ebenda, S. 13f.

59 Vgl. Troßmann, E. (2018), S. 6f.

60 Vgl. Jung,H. (2011), S. 1

61 Troßmann, E. (2018), S. 4

62 Vgl. ebenda, S. 4ff.

63 Weber, J. & Schäffer, U. (2020), S. 60ff.

64 Vgl. Weber, J. & Schäffer, U. (2020), S. 39ff.

65 Vgl. Gäßlen, S. u. a. (2012), S. 4f.

66 Vgl. Horvath / Gleich / Seher (2020), S. 14

67 Vgl. Behringer, S. (2021), S. 4

68 Vgl. Troßmann, E. (2018), S. 16f.

69 Vgl. Wellbrock / Ludin /Krauter (2020), S. 8ff.

70 Vgl. Jung,H. (2011), S. 14

71 Vgl. Troßmann, E. (2018), S. 13

72 Vgl. Troßmann, E. (2018), S. 18f.

73 Vgl. Corsten, H. & Corsten, M. (2011), S. 1

74 Vgl. Colsman, B. (2016), S. 46

75 Internationaler Controller Verein (ICV) (Hrsg.) (2011), S. 2

76 Vgl. ebenda, S. 2

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Green Controlling. Möglichkeiten und Grenzen ökologischer Controlling-Instrumente
Untertitel
Eine revolutionäre Konzeption mit neuer Toolbox?
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
1,9
Jahr
2021
Seiten
47
Katalognummer
V1160442
ISBN (Buch)
9783346552471
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zukünftig kann davon ausgegangen werden, dass Unternehmungen immer weniger werblich, sondern transparent und glaubwürdig über Nachhaltigkeit berichten müssen. Für ein Unternehmen, welches sich diese zum Ziel setzt, ist es essenziell diese zu erfassen, zu planen und zu steuern. Immer wieder fallen hierbei die Worte „Green-“ und „Nachhaltigkeitscontrolling“, die in dieser Arbeit geklärt werden sollen. Zuzüglich sollen Instrumente zur Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeit, die für das Controlling bereits existieren, anhand ihrer Möglichkeiten oder Grenzen bewertet werden.
Schlagworte
Nachhaltigkeitsdimensionen, Green Controlling, Nachhaltigkeitscontrolling, zentralen Modelle der Nachhaltigkeit, Konzeptionalisierung von Nachhaltigkeit, Controlling Toolbox
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Green Controlling. Möglichkeiten und Grenzen ökologischer Controlling-Instrumente, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160442

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