Inwiefern weisen die Interventionskonzepte der bremischen und niedersächsischen Schule Unterschiede auf?
Um diesen Vergleich zu bemühen, werden qualitative Studien in Form von Interviews durchgeführt. Damit dieses Vorhaben einen theoretischen Rahmen erhält, wird zuerst das Konzept „Mobbing“ genauer erläutert und eine Arbeitsdefinition festgelegt. Daraufhin werden die jeweiligen Interviews ausgewertet und die geschilderten Interventionskonzepte analysiert und verglichen. Im Fazit werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Konzepte noch einmal final eingeordnet und bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Mobbing?
3. Methodologie
4. Darstellung der Ergebnisse
4.1 Niedersächsische Schule
4.2 Bremische Schule
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Anhang
Anhang 1: Fragenkatalog
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Hausarbeit untersucht und vergleicht die Interventionskonzepte von zwei Schulen aus Bremen und Niedersachsen im Umgang mit Mobbing. Ziel ist es, durch leitfadengestützte Experteninterviews herauszufinden, wie die Schulen auf Mobbing reagieren, welche Strategien implementiert sind und inwieweit sich diese Konzepte in ihrer praktischen Durchführung voneinander unterscheiden.
- Vergleichende Analyse von Mobbing-Interventionskonzepten an Schulen
- Einsatz des „No Blame Approach“ in der schulischen Praxis
- Die Rolle der Schulsozialarbeit und Lehrkräfte bei der Mobbingintervention
- Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Interventionsmodellen
Auszug aus dem Buch
2. Was ist Mobbing?
Um im Folgenden die Interventionsstrategien und Konzepte gegen Mobbing beleuchten zu können, muss dieser Begriff zuerst erläutert und seine unterschiedlichen Erscheinungsformen dargelegt und definiert werden. Der Begriff leitet sich aus den Englischen Wörtern „mob“ (eng. für Meute oder Horde) und „to mob“ (eng. für angreifen oder bedrängen) ab. Da in der Forschung keine einheitliche Definition für den Begriff „Mobbing“ existiert, wird dieses Kapitel versuchen, verschiedene Blickwinkel darzustellen und die verschiedenen Facetten des Mobbings abzubilden. Nachdem durch dieses Vorgehen ein Verständnis für Mobbing im Forschungs- und Rechtsdiskurs hergestellt, es kategorisiert und von anderen ähnlichen Konzepten abgegrenzt wurde, wird eine für die vorliegende Hausarbeit gültige Arbeitsdefinition des Begriffs „Mobbing“ formuliert.
Nicht nur in der Forschung ist der Begriff „Mobbing“ nicht eindeutig zu greifen. Auch die deutsche Rechtsordnung kennt Mobbing nicht als Straftatbestand, sondern verweist „auf allgemeine grundrechtliche Bestimmungen bzw. Regelungen aus dem antidiskriminierungsrechtlichen […] Kontext, sodass hier keine einheitliche rechtliche Definition von Mobbing existiert“. Somit können strafrechtlich nur die einzelnen Mobbinghandlungen wie z. B. Körperverletzung, Beleidigung, üble Nachrede oder Erpressung verfolgt werden. Ein weiteres Problem, das mit Mobbing auf rechtlicher Ebene einhergeht, ist, dass es oft schwer nachzuweisen ist und die Täter:Innen daher meistens nicht strafrechtlich belangt werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die hohe Relevanz von Mobbing als Schulthema durch aktuelle Studien und definiert das Ziel der Arbeit, die Konzepte zweier Schulen vergleichend zu untersuchen.
2. Was ist Mobbing?: Hier wird der Begriff Mobbing hergeleitet, gegen Konflikte abgegrenzt und eine Arbeitsdefinition für die Hausarbeit auf Basis gängiger Forschungsliteratur festgelegt.
3. Methodologie: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen mittels leitfadengestützter Experteninterviews mit pädagogischen Fachkräften der beiden ausgewählten Schulen.
4. Darstellung der Ergebnisse: Hier werden die gewonnenen Erkenntnisse der Interviews detailliert aufbereitet, unterteilt in die Praktiken der niedersächsischen und der bremischen Schule.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Konzepte zusammen und bewertet die strukturelle Aufstellung der Schulen hinsichtlich der Mobbingintervention.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Anhang: Dokumentation des verwendeten Fragenkatalogs für die Interviews.
Schlüsselwörter
Mobbing, Schule, Sozialraum, Interventionskonzept, No Blame Approach, Schulsozialarbeit, qualitative Studie, Experteninterviews, Gewaltprävention, Schulentwicklung, Konfliktmanagement, Täter, Opfer, Pädagogik, soziale Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Schulen im Sozialraum mit dem Problem Mobbing umgehen und welche Konzepte sie zur Intervention anwenden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Mobbingdefinitionen, der Vergleich von schulischen Interventionsstrategien, die Rolle der Schulsozialarbeit und die Anwendung des „No Blame Approach“.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Mobbing-Interventionskonzepten einer bremischen und einer niedersächsischen Schule aufzuzeigen und zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine qualitative Studie durchgeführt, die auf leitfadengestützten Experteninterviews mit den für die Mobbingintervention zuständigen Personen an den jeweiligen Schulen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und die Definition von Mobbing geklärt, gefolgt von der Methodik und der detaillierten Darstellung und Diskussion der Interviewergebnisse aus beiden Schulen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mobbing, Schule, No Blame Approach, Schulsozialarbeit, Interventionskonzept und qualitative Forschung.
Welche Rolle spielt der „No Blame Approach“ in dieser Arbeit?
Er bildet den Kern der untersuchten Interventionsmodelle, da beide betrachteten Schulen diesen Ansatz verfolgen, um Mobbing ohne unmittelbare Bestrafung zu begegnen.
Inwiefern unterscheiden sich die Schulen in ihrer Arbeitsweise?
Während beide Schulen den „No Blame Approach“ nutzen, unterscheidet sich die Zuständigkeit: An der bremischen Schule führen primär Sozialpädagogen die Gespräche, während an der niedersächsischen Schule auch Lehrkräfte aktiv eingebunden sind.
Welche Bedeutung haben die strukturellen Voraussetzungen?
Der Autor schlussfolgert, dass die bremische Schule aufgrund eines höheren Anteils an Sozialpädagogen pro Schüler besser für die Bearbeitung von Mobbingfällen aufgestellt ist.
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- Nico Röhrs (Author), 2021, Mobbing im Sozialraum Schule. Interventionskonzepte einer bremischen und niedersächsischen Schule im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160567