Makedonien vor Phillip II.


Seminararbeit, 2007

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Geographie / Kartographie

3. Bevölkerung
3.1 Ursprünge
3.2 „die makedonische Frage“

4. Wirtschaft
4.1 Struktur
4.2 Handel

5. Politik
5.1 Herrschergeschlecht
5.2 politische Struktur Makedoniens
5.3 Könige Makedoniens bis Philipp II.
5.4 Außenbeziehungen

6. Fazit / Ausblick

7. Literaturverzeichnis / Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Die folgende Hausarbeit soll das Thema „Makedonien vor Phillip II.“ untersuchen.

Unter der Leitfrage „Wie sah das antike Makedonien vor Philipp II. aus?“ möchte ich verschiedene Ebenen Makedoniens betrachten, die die Situation bis zum Auftreten Philipp II. darstellen sollen.

Einleitend werde ich eine Einführung in die geographischen Begebenheiten Makedoniens geben und das anhand einer Karte verdeutlichen.

Im weiteren Verlauf der Arbeit soll die makedonische Bevölkerung in ihrer Herkunft bzw. Entstehung sowie ihrer Stellung im Staat betrachtet werden. Ein entscheidender Aspekt ist zudem die makedonische Wirtschaft. Basierend auf den entsprechenden Rohstoffvorkommen, ist es von Bedeutung -wie sich zeigen wird-, welche Handelsspielräume sich in Makedonien eröffnen und welches Potential die Wirtschaft für die eigene Entwicklung hat. Zuletzt soll sich das Bild Makedoniens in der Analyse der verschiedenen Könige vervollständigen. Was macht jeden einzelnen König bis Philipp II. aus? Dem voraus soll eine Darstellung der Entstehung des Herrschergeschlechts sowie der Herrschaftsstruktur einen Überblick über die jeweiligen Könige schaffen.

Am Ende ziehe ich ein Schlussfazit und gebe einen Ausblick auf die Besonderheiten der Machtübernahme durch Philipp II., z. B. in der territorialen Entwicklung bzw. der außenpolitischen Stellung Makedoniens.

2. Geographie / Kartographie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Makedonien vor Philipp II.[1]

Die geographischen Umstände haben Makedonien in gewisser Weise zum Aufstieg verholfen. Anhand der Abbildung 1 werden in vereinfachter und grober Form die geographischen Grundzüge deutlich. Zentraler Punkt ist der Hauptstrom Axios (heutiger Wardar), östlich von Aigai und Pella, der sich als Verkehrsader durch Niedermakedonien zieht. Der Osten Makedoniens wird durch den Strymon von den Thrakern abgegrenzt. Südlich an Makedonien grenzen auf der Halbinsel Chalkidike einige griechische Poleis, die sich, genauer gesagt, mit dem Pindus-, Pirin- und Rilagebirge von Makedonien abgrenzen. Diese Gebirge grenzen auch die Thessalier im Süden von den Makedonen ab. Im Westen befinden sich die einzelnen Provinzen, oder auch „Gaue“[2] genannt, Lynkestis, Orestis, Elimiotis und Tymphaia. Im Norden von Orestis entspringt der Haliakmon-Strom, der durch Elimiotis und Niedermakedonien fließt und südlich von Pella in die Adria mündet. Westlich dieser Gauen befinden sich die Völker der Epeiros und die Illyrer. Im Norden grenzt Makedonien an Paion. Da sich in den Gauen viele Gebirgszüge befinden und im östlichen Makedonien eher flaches Küstengebiet vorzufinden ist, unterschiedet man zwischen Ober- und Untermakedonien. In Untermakedonien ist hauptsächlich Landwirtschaft vorzufinden und in den Bergen und Flüssen Gold- und Silbergewinnung. Ganzjährig fällt in Makedonien Niederschlag, im Winter in fester Form und im Sommer mit ergiebigen Regenfällen. Dadurch ist in den Niederungen dichter Nebel nicht unüblich.[3]

3. Bevölkerung

3.1 Ursprünge

Der exakte Ursprung der Makedonen ist aufgrund der spärlichen Quellenlage nicht genau nachzuzeichnen. Es gibt aber Anhaltspunkte über ihr Entstehen bzw. ihre Entwicklung.

Der Aufstieg der Makedonen begann mit der Wanderung von den Bergen landeinwärts in die Küstenregionen Pieria und Bottiaia. Die Einwohner dieser Stämme wurden unterworfen[4] oder vertrieben[5]. Auch von dem Gebiet der Residenzstadt Aigai breiteten sich die Makedonen im 7. Jh. aus[6] und drängten die Thraker[7] und die Illyrer[8] zurück. Der Ursprung liegt laut Bengtson in den westlichen Provinzen Elimeia und Orestis.[9] Die Makedonen blieben ein für sich lebendes, zurückgezogenes Volk. Die Verstädterung war sehr gering, folglich lebten die meisten Makedonen im ländlichen Raum. Sie jagten gern, feierten und tanzten ausgiebig. Die Frau war in der makedonischen Familie bzw. Gesellschaft als Hausfrau und Mutter sehr beliebt und geachtet. Sie war also den Männern etwa gleich gestellt. Kennzeichnend waren für die Makedonen ihr Ehrgeiz, Stolz und auch ihre Vorbehalte gegenüber Fremden sowie ihre Streitlustigkeit.[10]

Die Bevölkerung setzte sich aus dem überwiegenden Teil der Bauern und Hirten und dem König zusammen. Hinzu kamen die Hetairen („Gefährten“ oder auch „Getreuen“[11] ). Diese Hetairen bildeten die Adelsschicht, berieten und umgaben den König. Sie unterschieden sich von den Bauern und Hirten durch ihren recht üppigen Besitz. An sie wurde, wenn der König neue Besitztümer errungen hat, diese in erster Linie verteilt. Im Gegenzug mussten die Hetairen dem König im Kriegsfall zur Verfügung stehen. Schon im 6. Jh. v. Chr. konnte der König Kriege nur mit den Hetairen führen.[12]

[...]


[1] Schachermeyr, Fritz: Alexander, S. 30.

[2] Ebd., S. 29.

[3] Ebd., 23ff.

[4] Bengtson, Hermann: Phillip, S. 15.

[5] Wiemer, Hans-Ulrich: Alexander, S. 59.

[6] Ebd.

[7] Bengtson, Hermann: Philipp, S. 16.

[8] Wirth, Gerhard: Phillip II., S. 15.

[9] Bengtson, Hermann: Geschichte, S. 278.

[10] Schachermeyr, Fritz: Alexander, S. 26f.

[11] Hammond, Nicholas: Alexander, S. 28.

[12] Wirth, Gerhard: Philipp II., S. 18.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Makedonien vor Phillip II.
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Griechische Stadtstaaten – Jenseits von Athen und Sparta, Alexander der Große
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V116066
ISBN (eBook)
9783640180134
ISBN (Buch)
9783640190324
Dateigröße
686 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Makedonien, Phillip, Griechische, Stadtstaaten, Jenseits, Athen, Sparta, Alexander, Große
Arbeit zitieren
Sören Lindner (Autor), 2007, Makedonien vor Phillip II., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116066

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