Die folgende Hausarbeit soll das Thema „Makedonien vor Phillip II.“ untersuchen.
Unter der Leitfrage „Wie sah das antike Makedonien vor Philipp II. aus?“ möchte ich verschiedene Ebenen Makedoniens betrachten, die die Situation bis zum Auftreten Philipp II. darstellen sollen.
Einleitend werde ich eine Einführung in die geographischen Begebenheiten Makedoniens geben und das anhand einer Karte verdeutlichen.
Im weiteren Verlauf der Arbeit soll die makedonische Bevölkerung in ihrer Herkunft bzw. Entstehung sowie ihrer Stellung im Staat betrachtet werden. Ein entscheidender Aspekt ist zudem die makedonische Wirtschaft. Basierend auf den entsprechenden Rohstoffvorkommen, ist es von Bedeutung -wie sich zeigen wird-, welche Handelsspielräume sich in Makedonien eröffnen und welches Potential die Wirtschaft für die eigene Entwicklung hat. Zuletzt soll sich das Bild Makedoniens in der Analyse der verschiedenen Könige vervollständigen. Was macht jeden einzelnen König bis Philipp II. aus? Dem voraus soll eine Darstellung der Entstehung des Herrschergeschlechts sowie der Herrschaftsstruktur einen Überblick über die jeweiligen Könige schaffen.
Am Ende ziehe ich ein Schlussfazit und gebe einen Ausblick auf die Besonderheiten der Machtübernahme durch Philipp II., z. B. in der territorialen Entwicklung bzw. der außenpolitischen Stellung Makedoniens.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geographie / Kartographie
3. Bevölkerung
3.1 Ursprünge
3.2 „die makedonische Frage“
4. Wirtschaft
4.1 Struktur
4.2 Handel
5. Politik
5.1 Herrschergeschlecht
5.2 politische Struktur Makedoniens
5.3 Könige Makedoniens bis Philipp II.
5.4 Außenbeziehungen
6. Fazit / Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung und die strukturellen Gegebenheiten Makedoniens vor dem Regierungsantritt von Philipp II. zu untersuchen und zu analysieren, um das politische und soziale Umfeld dieser Zeit besser zu verstehen.
- Geographische Grundlagen und kartographische Erschließung des makedonischen Territoriums.
- Ethnische Herkunft und die sogenannte „makedonische Frage“ hinsichtlich kultureller Identität.
- Wirtschaftliche Strukturen, Rohstoffvorkommen und die Bedeutung des Handels.
- Herrschaftsstrukturen, das Königtum und die Rolle der adligen Hetairen.
- Außenpolitische Herausforderungen und die wechselhaften Beziehungen zu griechischen Stadtstaaten.
Auszug aus dem Buch
3.1 Ursprünge
Der exakte Ursprung der Makedonen ist aufgrund der spärlichen Quellenlage nicht genau nachzuzeichnen. Es gibt aber Anhaltspunkte über ihr Entstehen bzw. ihre Entwicklung.
Der Aufstieg der Makedonen begann mit der Wanderung von den Bergen landeinwärts in die Küstenregionen Pieria und Bottiaia. Die Einwohner dieser Stämme wurden unterworfen oder vertrieben. Auch von dem Gebiet der Residenzstadt Aigai breiteten sich die Makedonen im 7. Jh. aus und drängten die Thraker und die Illyrer zurück. Der Ursprung liegt laut Bengtson in den westlichen Provinzen Elimeia und Orestis. Die Makedonen blieben ein für sich lebendes, zurückgezogenes Volk. Die Verstädterung war sehr gering, folglich lebten die meisten Makedonen im ländlichen Raum. Sie jagten gern, feierten und tanzten ausgiebig. Die Frau war in der makedonischen Familie bzw. Gesellschaft als Hausfrau und Mutter sehr beliebt und geachtet. Sie war also den Männern etwa gleich gestellt. Kennzeichnend waren für die Makedonen ihr Ehrgeiz, Stolz und auch ihre Vorbehalte gegenüber Fremden sowie ihre Streitlustigkeit.
Die Bevölkerung setzte sich aus dem überwiegenden Teil der Bauern und Hirten und dem König zusammen. Hinzu kamen die Hetairen („Gefährten“ oder auch „Getreuen“). Diese Hetairen bildeten die Adelsschicht, berieten und umgaben den König. Sie unterschieden sich von den Bauern und Hirten durch ihren recht üppigen Besitz. An sie wurde, wenn der König neue Besitztümer errungen hat, diese in erster Linie verteilt. Im Gegenzug mussten die Hetairen dem König im Kriegsfall zur Verfügung stehen. Schon im 6. Jh. v. Chr. konnte der König Kriege nur mit den Hetairen führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert die Leitfrage zur Situation Makedoniens vor Philipp II. und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Geographie / Kartographie: Das Kapitel beschreibt die topographischen Gegebenheiten des Landes, inklusive der Flüsse und Gebirge, die den Aufstieg und die Grenzen Makedoniens prägten.
3. Bevölkerung: Hier werden die Ursprünge der Stämme und die komplexe „makedonische Frage“ bezüglich ihrer ethnischen Identität und Abgrenzung zu den Griechen behandelt.
4. Wirtschaft: Dieses Kapitel analysiert die agrarische Basis, die Ressourcennutzung (Holz, Gold, Silber) und die Bedeutung des Handels für das binnenländisch orientierte Makedonien.
5. Politik: Diese Sektion untersucht das Herrscherhaus der Argeaden, die politische Organisation des Königreichs, die einzelnen Herrscher bis Philipp II. sowie die wechselhaften Außenbeziehungen.
6. Fazit / Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet die Bedeutung Makedoniens vor der Ära Philipps II. sowie dessen Wandel zum Weltreich ein.
Schlüsselwörter
Makedonien, Philipp II., Argeaden, Hetairen, Antike, Griechenland, Wirtschaftsgeschichte, Herrschaftsstruktur, Alexander I., Geographie, Bevölkerung, Peloponnesischer Krieg, Thronfolge, Handelsgeschichte, Machtstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die historische Situation und die Strukturen von Makedonien vor dem Machtantritt von Philipp II.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Geographie, die ethnische Herkunft der Bevölkerung, die Wirtschaft, die politische Struktur und die Außenbeziehungen zu den griechischen Poleis.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Leitfrage lautet: „Wie sah das antike Makedonien vor Philipp II. aus?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine geschichtswissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer Literatur- und Quellenanalyse der antiken Geschichte basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die geographische Lage, die Entwicklung des Volkes, die wirtschaftlichen Ressourcen, die politischen Machtverhältnisse und die dynastische Geschichte der Könige.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Makedonien, Argeaden, Hetairen, Wirtschaftsgeschichte und die antike griechische Historie.
Welche Rolle spielten die Hetairen im makedonischen Staat?
Die Hetairen bildeten die adlige Oberschicht, fungierten als Berater des Königs und dienten als militärische Elite, die im Gegenzug für Ländereien zur Heeresfolge verpflichtet war.
Warum war die Identität der Makedonen umstritten?
Aufgrund der Vermischung verschiedener Völker und der kulturellen Distanz zu den griechischen Stadtstaaten wurde oft die Frage diskutiert, ob die Makedonen als Griechen oder „Barbaren“ zu betrachten seien.
- Quote paper
- Sören Lindner (Author), 2007, Makedonien vor Phillip II., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116066