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Sprachgeschichtliche Analyse der Tafeln I - III der Tabulae Duodecim

Title: Sprachgeschichtliche Analyse der Tafeln I - III der Tabulae Duodecim

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Karolin Büttner (Author)

Latin philology - Linguistics
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Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der sprachgeschichtlichen Analyse der Tafeln I-III der tabulae duodecim. Zunächst werde ich kurz die Entstehungsgeschichte dieser Gesetze erläutern und dabei auf den Anlass und Ablauf dieser Gesetzgebung, den Inhalt und die Überlieferungslage des Zwölftafelgesetzes eingehen.
Im Anschluss daran erläutere ich die einzelnen Tafeln sprachgeschichtlich und, wenn nötig, auch inhaltlich. Dazu übersetze ich die Tafeln und erkläre in einer Art Zeilenkommentar die wesentlichen Dinge.
Während dieser gesamten Arbeit stütze ich mich auf die maßgeblichen Werke von Düll, Ernout, Flach und Meiser.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte der tabulae duodecim

2.1. Anlass der Gesetzgebung

2.2. Ablauf der Gesetzgebung

2.3. Außerrömischer Einfluss

2.4. Aufbau und Inhalt der tabulae duodecim

2.5. Überlieferungslage

3. Sprachgeschichtliche Analyse der Tafel I

3.1. Lateinischer Text

3.2. Deutsche Übersetzung

3.3. Zeilenkommentar

4. Sprachgeschichtliche Analyse der Tafel II

4.1. Lateinischer Text

4.2. Deutsche Übersetzung

4.3. Zeilenkommentar

5. Sprachgeschichtliche Analyse der Tafel III

5.1. Lateinischer Text

5.2. Deutsche Übersetzung

5.3. Zeilenkommentar

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Zwölftafelgesetz (tabulae duodecim) durch eine detaillierte sprachgeschichtliche Analyse der ersten drei Tafeln. Das Ziel besteht darin, den historischen Kontext der Entstehung zu beleuchten und den archaischen lateinischen Gesetzestext durch philologische Kommentierung und Übersetzung zugänglich zu machen, um die Entwicklung lateinischer Rechtsformen zu verdeutlichen.

  • Entstehungsgeschichte und politischer Hintergrund des Zwölftafelgesetzes
  • Systematik von Prozess- und Vollstreckungsrecht im frühen Rom
  • Sprachwissenschaftliche Untersuchung archaischer Verbformen und Deklinationen
  • Interpretation und Dekonstruktion von Rechtsbegriffen und historischen Belegen

Auszug aus dem Buch

3.3.1. ito, capito, iacito etc. und coiciunto

Bei diesen Formen handelt es sich um den Imperativ Futur Aktiv (Imperativ II). Die ersteren sind Imperative im Singular auf –tō und richten sich sowohl an die 2. als auch 3. Person und sollen hier exemplarisch für alle weiteren Imperative dieser Art in den tabulae duodecim aufgeführt werden. Ursprünglich war der Imperativ Futur Aktiv durch die Endung –tōd gekennzeichnet, die an die 2. Person Singular Imperativ Präsens tritt. Die Endung ist ein erstarrter Ablativ eines ausgestorbenen Demonstrativpronomens tod (gr. τό[δ]) mit der Bedeutung ‚von diesem Augenblick an, in Zukunft’. Diese Bedeutung ist wahrscheinlich der Grund, warum der Imperativ II auch Imperativ Futur genannt wird. Im Laufe der Zeit ist das d von –tōd jedoch geschwunden.

Coiciunto steht exemplarisch für den Imperativ Futur Aktiv (Imperativ II) der 3. Person Plural auf –ntō. Diese Form ist an die 3. Person Indikativ Präsens Aktiv angelehnt (coiciunt). Auch diese Form endete ursprünglich auf –ntōd, aber das –d ist im Laufe der Zeit geschwunden. Der Imperativ Futur ist in der Frühzeit des Lateinischen häufig, verliert sich aber dann schnell. In der Klassik werden diese Formen nur noch in der Gesetzessprache benutzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das methodische Vorgehen der sprachgeschichtlichen Analyse und definiert den Quellenrahmen der Arbeit.

2. Entstehungsgeschichte der tabulae duodecim: Das Kapitel erläutert den politischen Ursprung, den Einfluss griechischer Gesetzgebung und die Struktur sowie Überlieferungssituation des Gesetzestextes.

3. Sprachgeschichtliche Analyse der Tafel I: Hier erfolgt die philologische Bearbeitung von Tafel I, inklusive Text, Übersetzung und detaillierter morphologischer Erläuterungen archaischer Termini.

4. Sprachgeschichtliche Analyse der Tafel II: Dieses Kapitel analysiert Tafel II und widmet sich insbesondere den Bestimmungen zu Krankheit, Gerichtsterminen und Zeugenaussagen.

5. Sprachgeschichtliche Analyse der Tafel III: Die Analyse von Tafel III konzentriert sich auf das Prozess- und Vollstreckungsrecht bei Geldschulden sowie die historische Einordnung der Vollstreckungsmaßnahmen.

6. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die zur Analyse verwendeten wissenschaftlichen Fachwerke und Primärquellen auf.

Schlüsselwörter

tabulae duodecim, Zwölftafelgesetz, Sprachgeschichte, Altlatein, römisches Recht, Imperativ Futur, Prozessrecht, Gesetzgebung, Philologie, Etymologie, Patrizier, Plebejer, archaisches Latein, Rechtsgeschichte, Deklination.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sprachgeschichtlichen und inhaltlichen Analyse der ersten drei Tafeln des römischen Zwölftafelgesetzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen das antike römische Prozess- und Vollstreckungsrecht sowie die morphologische Entwicklung archaischer lateinischer Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den archaischen Gesetzestext philologisch zu erschließen und die sprachlichen Besonderheiten der Entstehungszeit des römischen Rechts verständlich aufzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus historischer Kontextualisierung und philologischer Kommentar-Methodik unter Heranziehung maßgeblicher Sprachwissenschaftler.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Tafeln I bis III im Wortlaut übersetzt und anhand eines Zeilenkommentars linguistisch und rechtshistorisch eingehend erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen tabulae duodecim, römisches Recht, archaisches Latein, Prozessrecht und morphologische Analyse.

Wie interpretierte das Gesetz den Begriff "pedemve struit"?

Der Ausdruck bedeutet wörtlich "den Fuß schichten" und wurde im Zwölftafelgesetz als "fliehen" vor einem Prozess interpretiert.

Warum wird die Form "antestamino" als archaisch eingestuft?

Es handelt sich um eine seltene Form des Imperativs Futur Passiv auf -minō, die ausschließlich in altlateinischen Staatsurkunden der republikanischen Zeit belegt ist.

Was war der Zweck der "manus iniectio" in Tafel III?

Dies bezeichnete den Akt der gewaltsamen Besitzergreifung durch den Kläger bei säumigen Schuldnern, um den Schuldner zur Erfüllung oder Stellung eines Bürgen zu zwingen.

Welche Rolle spielten die "nundinae" im Prozessrecht?

Die Markttage (nundinae) dienten als zeitliche Meilensteine im Vollstreckungsverfahren, an denen der Schuldner öffentlich präsentiert wurde, bevor Konsequenzen wie die Sklaverei drohten.

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Details

Title
Sprachgeschichtliche Analyse der Tafeln I - III der Tabulae Duodecim
College
University of Cologne
Course
Lateinische Sprachgeschichte
Grade
2,0
Author
Karolin Büttner (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V116068
ISBN (eBook)
9783640180141
ISBN (Book)
9783640180189
Language
German
Tags
Sprachgeschichtliche Analyse Tafeln Tabulae Duodecim Lateinische Sprachgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karolin Büttner (Author), 2006, Sprachgeschichtliche Analyse der Tafeln I - III der Tabulae Duodecim, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116068
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