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Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Rolle der Medien

Titel: Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Rolle der Medien

Bachelorarbeit , 2021 , 38 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anna Daria Hübner (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit versucht einen Überblick über die langjährige Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs sowie das Aufkommen und die Konzeption von Bildung für nachhaltige Entwicklung zu geben. Außerdem soll deutlich gemacht werden, dass Nachhaltigkeit und die BNE alle Lebensbereiche durchdringen (sollen). Gerade letzteres wird hier anhand der Rolle digitaler Medien betrachtet.

Der Begriff ‚Nachhaltigkeit‘ taucht heutzutage immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen auf. Von Politik und Wirtschaft bis hin zur Bildung, überall trifft man auf Forderungen zu nachhaltigen Konzepten und dennoch wissen die meisten Menschen nicht, was die Nachhaltigkeit überhaupt beinhaltet. Viele halten es nur für eine leere Floskel, mit welcher derzeit überall versucht wird zu punkten. Dass es dabei irgendwie um Umweltschutz geht, können sich die meisten noch vorstellen. Aber wieviel wirklich hinter dem Begriff ‚Nachhaltigkeit‘ steckt, ist vielen Menschen gar nicht bewusst und genau das ist die Problematik, mit welcher sich die Bildung für nachhaltige Entwicklung befasst. Diese ist sich sicher, dass sich gesamtgesellschaftliche Veränderungen nur durch ein generelles Umdenken der Menschen erreichen lassen und eine ‚Top-Down-Strategie‘, also erzwungene Veränderungen ausgehend von der politischen Führungsebene, daher nicht der richtige Ansatz ist. Dennoch müssen dem Umdenkprozess der Gesellschaft gleichzeitig real-politische Entsprechungen zur Seite gestellt werden, um wirkliche Veränderungen zu gewährleisten.

Es handelt sich bei der nachhaltigen Entwicklung um einen ziemlich offenen Prozess, weshalb es auch bisher keine detaillierten Konzepte und Definitionen für Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt. Es wurde sich bisher nur auf Grundverständigungen und wesentliche Strategien geeinigt.

In der folgenden Arbeit werde ich daher zuerst darauf eingehen, welche Inhalte Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung überhaupt umfassen, wobei es hauptsächlich um eben diese Definitionsansätze und Grundverständigungen geht.
Im weiteren Verlauf der Arbeit wird es um die Herkunft des Nachhaltigkeitsbegriffs gehen. Angefangen in der Forstwirtschaft des Mittelalters über die Ereignisse der Industrialisierung bis hin zu den nachhaltigen Konzepten der letzten Jahre wird die Entwicklung des Begriffs verfolgt. Was sich zunächst nur auf den Wald des 13. Jahrhunderts bezog, umfasst heute nämlich neben Themen des Umweltschutzes auch vielfältige soziale Faktoren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildung für nachhaltige Entwicklung

a. Nachhaltigkeit und Bildung

b. Ursprünge der Nachhaltigkeit

c. Bildungsauftrag

d. Pädagogisches Konzept

3. Die Rolle der Medien

a. Agenda 21, Artikel 36

b. Mediale Einflüsse

4. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung des Nachhaltigkeitsbegriffs, die Konzepte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie die Rolle digitaler Medien bei der Vermittlung nachhaltiger Werte. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Medien das notwendige gesellschaftliche Umdenken unterstützen oder durch konsumorientierte Strukturen hemmen können.

  • Historische Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs
  • Pädagogische Grundlagen und Konzepte der BNE
  • Einfluss von Fernsehen und Werbung auf nachhaltiges Verhalten
  • Potenziale und Risiken sozialer Medien (Instagram/YouTube)
  • Widersprüche zwischen Bildungsauftrag und ökonomischen Interessen

Auszug aus dem Buch

b. Ursprünge der Nachhaltigkeit

Der Ursprung der Nachhaltigkeit liegt in der Forstwirtschaft des Mittelalters. In der Nürnberger Waldverordnung von 1294 wurde bereits eine Strategie zur nachhaltigen Nutzung des Waldes festgelegt, was heute als erstes Auftauchen nachhaltiger Konzepte in der Forstwirtschaft gilt. Während des 14. Jahrhunderts entwickelte sich dann die Forstwirtschaft in Deutschland weiter, dies war aufgrund von vorheriger übermäßiger Abholzung notwendig. (Vgl. Kehren, 2016, S.22/23).

Dabei wird deutlich, dass sich die Forderung nach einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen, hier am Beispiel von Holz, immer aufgrund eines akuten Mangels entwickelte. Erst, als der Holzbestand bemerkbar schrumpfte und die zukünftige Produktion in Gefahr geriet, wurden Forderungen nach einer geplanten, nachhaltigen Nutzung laut.

„Da die Erträge des Ökosystems Wald frühestens eine Generation später genutzt werden können, wird hier (…) besonders deutlich, welche entscheidende Rolle wissenschaftliche Reflexion und das Hervorbringen neuer Erkenntnisse zur besseren Nutzung der Ressource spielen.“ (ebd. S.23).

Dieses Zitat macht sichtbar, dass ein wissenschaftliches Vorgehen für eine nachhaltige Forstwirtschaft unumgänglich ist, wobei sich behaupten lässt, dies gelte auch für andere nachhaltige Prozesse. Vor allem das Vermessen und das wirtschaftliche Planen der Waldabschnitte waren damals notwendig, um eine zukünftig nachhaltige Nutzung zu gewährleisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Allgegenwärtigkeit des Nachhaltigkeitsbegriffs und die Problematik, dass dieser oft als leere Floskel verwendet wird, was ein generelles Umdenken der Gesellschaft erforderlich macht.

2. Bildung für nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die etymologischen Wurzeln der Nachhaltigkeit, die historische Entwicklung forstwirtschaftlicher Strategien und die daraus abgeleitete Notwendigkeit einer pädagogischen Vermittlung von Gestaltungskompetenzen.

3. Die Rolle der Medien: Hier wird untersucht, inwieweit klassisches Fernsehen sowie digitale soziale Plattformen wie Instagram und YouTube zur Sensibilisierung beitragen oder durch konsumorientierte Werbung nachhaltiges Handeln eher hemmen.

4. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildung allein nicht ausreicht, um eine Transformation zu erreichen, solange ökonomische und politische Strukturen weiterhin auf kurzfristigem Wachstum basieren.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Agenda 21, Gestaltungskompetenz, Mediennutzung, soziale Medien, Umweltschutz, gesellschaftliches Umdenken, Nachhaltigkeitskonzept, digitaler Medienkonsum, Nachhaltige Entwicklung, Partizipation, Forstwirtschaft, Werbebeeinflussung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Entstehung des Nachhaltigkeitsbegriffs und der pädagogischen Notwendigkeit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinander.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Nachhaltigkeit, die Konzepte der BNE sowie die Analyse der Wirkung digitaler Medien (TV, Soziale Medien) auf das menschliche Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Beitrag der Medien zur BNE kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie als wirksames Instrument zur Förderung nachhaltiger Lebensweisen dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, um Definitionen, Konzepte und den aktuellen Forschungsstand zur BNE und Medieneinflüssen zusammenzuführen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ursprünge der Nachhaltigkeit, die pädagogischen Konzepte der BNE sowie die ambivalente Rolle von Fernsehen und sozialen Netzwerken bei der Vermittlung nachhaltiger Inhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Nachhaltigkeit, BNE, Gestaltungskompetenz, soziale Medien und das Verhältnis von Wirtschaft und Pädagogik charakterisiert.

Warum wird das Fernsehen im Hinblick auf Nachhaltigkeit kritisch betrachtet?

Das Fernsehen wird als passives Medium gesehen, das in der Regel stärker auf Unterhaltungsfaktoren setzt als auf nachhaltige Information und zudem oft mit konsumverherrlichender Werbung arbeitet.

Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Vermittlung nachhaltiger Inhalte?

Soziale Medien ermöglichen zwar aktivere Partizipation und die schnelle Verbreitung nachhaltiger Trends, bergen jedoch auch Risiken wie Falschinformationen oder die Entstehung von Echokammern ("Bubbles"), die eine Horizonterweiterung erschweren.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Rolle der Medien
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
2,0
Autor
Anna Daria Hübner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
38
Katalognummer
V1160775
ISBN (PDF)
9783346560780
ISBN (Buch)
9783346560797
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Nachhaltigkeit Medien nachhaltige Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Daria Hübner (Autor:in), 2021, Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Rolle der Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160775
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  38  Seiten
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