Diese Arbeit beschäftigt sich mit und vergleicht zwei Konzeptionen des Sachunterrichts: die politische und historische Bildung in der Grundschule und das Konzeption des vielperspektivischen Sachunterrichts.
Zuerst werde ich die Konzeption der politischen und historischen Bildung in der Grundschule näher erläutern, das heißt einen historischen Überblick über die politische Bildung und deren Entwicklung geben. Zudem werde ich wichtige Personen nennen, die einen Beitrag dazu geleistet haben und mit beteiligt waren. Daraufhin werde ich den Inhalt des Beutelsbacher Konsens näher erläutern, welcher bedeutend war für die Beibehaltung von politischer Bildung im Sachunterricht war. Anschließend gebe ich einen Überblick über die Entwicklungen der historischen Bildung im Sachunterricht und werde den Zusammenhang zwischen politischer und historischer Bildung näher erläutern. Nachfolgend komme ich zu der Konzeption des vielperspektivischen Unterrichts und erläutere dessen historische Entwicklung und Kontext.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Politische und historische Bildung in der Grundschule
2.1. Politische Bildung
2.1.1. Historischer Überblick und Entwicklung
2.1.2. Wichtige Vertreter der 70er Jahre
2.1.3. Beutelsbacher Konsens
2.2. Historische Bildung
2.2.1. Historischer Überblick und Entwicklung
2.3. Zusammenhang politische und historische Bildung
3. Vielperspektivischer Sachunterricht
3.1. Historischer Überblick und Entwicklung
3.2. Aufbau des Perspektivrahmen Sachunterricht
3.3. Perspektivenvernetzenden Themenbereiche
3.4. Zentralen Bildungsaufgaben des Sachunterrichts
3.5. „Das Kind als Wissenschaftler“ nach Köhnlein
4. Vergleich der beiden Konzeptionen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit vergleicht zwei zentrale Konzeptionen des Sachunterrichts: die politische und historische Bildung in der Grundschule sowie den vielperspektivischen Sachunterricht. Ziel ist es, die historische Entwicklung, die theoretischen Hintergründe und die Bedeutung beider Ansätze für eine verantwortungsvolle schulische Bildung zu bewerten und einzuordnen.
- Historische Entwicklung der politischen und historischen Bildung
- Bedeutung des Beutelsbacher Konsens für den Unterricht
- Struktur und Zielsetzung des Perspektivrahmens Sachunterricht
- Didaktischer Ansatz „Das Kind als Wissenschaftler“ nach Köhnlein
- Vergleich der Konzeptionen hinsichtlich ihrer Relevanz und praktischen Umsetzbarkeit
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Historischer Überblick und Entwicklung
„Didaktische Konzeptionen zum politischen Lernen sind eng verknüpft mit der jeweiligen Forschung“ (Richter, 2015, S.159). Zur Zeit der DDR stand politische Erziehung bereits im Kindergarten auf der Tagesordnung und verlor nach dem Zusammenbruch der DDR ihre Wichtigkeit. In den 1960/70er Jahren dominierte in der BRD die politische Sozialisationsforschung, welche durch die US-amerikanischen Studien geprägt wurde (S.160). Durch „die vom Sputnik- Schock ausgehende Debatte um eine wissenschaftsorientierte Qualifizierung“ (Lange& Kaiser, 2009, S. 166) wurde politische Bildung bzw. der sozialwissenschaftlich- politische Bereich im Unterricht mehr in den Vordergrund gerückt (Lange& Kaiser, 2009).
In dieser Zeit erlebte politische Bildung eine erstaunliche Konjunktur und es wurde diskutiert, ob „politische Haltungen und Einstellungen sich bereits in der Kindheit entwickeln und im weiteren Lebenslauf relativ konstant bleiben“ (Pech, 2003, S.16). Bis dahin waren Politikdidaktiker der Meinung, dass erst ab der 7. Klasse Politikunterricht sinnvoll sei, da es in früheren Klassenstufen zu einer Überforderung der Kinder führen würde. Aufgrund dessen wurden soziale und politische Zusammenhänge nicht in den Unterricht aufgenommen oder lediglich sehr harmonisierend und kindgemäß heruntergebrochen. Ausgenommen war die Phase des Nationalsozialismus, wo die Schulfächer zum Zwecke ideologischen Missbrauches genutzt wurden. Diese Einstellung zum Politikunterricht änderte sich erst mit den Konzeptionen der 70er Jahren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Vorhaben, zwei grundlegende Konzeptionen des Sachunterrichts zu vergleichen und deren Bedeutung für die politische und historische Grundschulbildung zu hinterfragen.
2. Politische und historische Bildung in der Grundschule: In diesem Kapitel wird die Genese der politischen und historischen Bildung sowie deren inhaltliche Verknüpfung und didaktische Relevanz innerhalb der Grundschule beleuchtet.
3. Vielperspektivischer Sachunterricht: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des vielperspektivischen Unterrichts und analysiert den Aufbau sowie die Bildungsziele des GDSU-Perspektivrahmens.
4. Vergleich der beiden Konzeptionen: Der Vergleich stellt die unterschiedlichen Ansätze gegenüber und bewertet deren Beitrag zur Förderung von Mündigkeit und politischer Teilhabe von Grundschulkindern.
5. Fazit: Das Fazit bewertet die Bedeutung der politischen und historischen Bildung als wesentliche Grundlage für das Verständnis der Lebenswelt und plädiert für eine Integration dieser Aspekte im Sachunterricht.
Schlüsselwörter
Sachunterricht, Politische Bildung, Historische Bildung, Grundschule, Vielperspektivischer Unterricht, Beutelsbacher Konsens, Perspektivrahmen, Sozialisationsforschung, Demokratische Erziehung, Didaktik, Bildungsaufgaben, Kind als Wissenschaftler, Gesellschaftskritik, Kompetenzorientierung, Partizipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Konzeptionenvergleich zwischen der politischen/historischen Bildung und dem modernen vielperspektivischen Sachunterricht in der Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die historische Entwicklung didaktischer Ansätze, politische Sozialisation, den Beutelsbacher Konsens und die Strukturierung von Sachunterricht nach Perspektivrahmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Relevanz beider Konzeptionen für den Unterricht zu bewerten und die Bedeutung einer frühen politischen Bildung für die kindliche Entwicklung und Teilhabe herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich existierender didaktischer Konzeptionen und fachwissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der politischen und historischen Bildung, die Kernaspekte des vielperspektivischen Unterrichts nach Köhnlein und Kahlert sowie deren Verknüpfung durch den Perspektivrahmen der GDSU.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Sachunterricht, Politische Bildung, Vielperspektivität, Didaktik und Kompetenzorientierung geprägt.
Welche Rolle spielt der Beutelsbacher Konsens in dieser Arbeit?
Der Beutelsbacher Konsens wird als maßgebliche Richtlinie für die politische Bildung im Sachunterricht angeführt, insbesondere hinsichtlich des Überwältigungsverbots, des Kontroversitätsgebots und der Handlungsbefähigung der Schülerinnen und Schüler.
Wie unterscheidet sich der vielperspektivische Unterricht von früheren Konzepten?
Im Unterschied zu älteren Heimatkunde-Konzepten betont der vielperspektivische Ansatz einen mehrdimensionalen Zugriff auf Sachverhalte und die systematische Entwicklung spezifischer Kompetenzen anhand von Themenbereichen.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2020, Konzeptionenvergleich für die Grundschule. Die politische und historische Bildung und der vielperspektivische Sachunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160835