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Charlotte Bronte - Jane Eyre: Bilder und Symbole

Title: Charlotte Bronte - Jane Eyre: Bilder und Symbole

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Constanze Cariers (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Viele Kritiker haben Charlotte Brontes Jane Eyre eine fehlende Einheit vorgeworfen oder moniert, daß eine Einheit nur durch künstliche Mittel erreicht werde. So zitiert Langford in einem seiner Aufsätze William Peden, der unter anderem bemängelt, daß die Untereinteilungen des Romans in drei vage miteinander verbundenen Sequenzen „artificial“ sei und auch der Plot „over-contrived“1. Langford selber bemerkt, daß die Einfachheit der Struktur offensichtlich sei und zitiert in diesem Zusammenhang Mark Schorer: „The structure in Jane Eyre is nearly artless“2. Aber nicht nur auf die Struktur des Werkes zielen die Kritiker; Zitate wie „ ...the lack of retraint, the flat secondary characters...“3, „...a number of implausible circumstances that in the hands of a lesser author would be fatal to the credibility of the narrative“4 sind nur einige von vielen typischen, die sich in der Sekundärliteratur finden. Jedoch gestehen alle hier genannten Kritiker zu, daß der Roman seine offensichtlichen Schwächen wiedergutmacht durch ein durchlaufendes Muster an Symbolen. So sagt Ericksen, we are moved in this novel by a substructure of imagery that intensifies our involvment with the main characters“5, und Walter Allen bemerkt „if it were not for the unity of tone, Jane Eyre would be incoherent, for as a construction it is artless.“6 Die Kritiker beziehen sich hier hauptsächlich auf die Symbolik der vier Elemente, die den gesamten Roman durchzieht und strukturiert. So bemerkt Solomon, daß zwar viele der Bilder in Jane Eyre plump seien, so der „chestnut tree“ oder „grim landscape“, doch merkt er an: „.. two images are so pervasive that they serve as a substructure for the entire novel: fire and water“7. David Lodge weist darauf hin, daß der Gebrauch der vier Elemente in Jane Eyre korrespondiere mit der hierarchischen Ordnung der vier Elemente im elisabethantischen Zeitalter, die die Erde zuunterst setzt, gefolgt vom Wasser, dann Luft und schließlich Feuer, „the noblest element of all“8. Doch bemerkt Lodge weiterhin, daß Charlotte Bronte nicht elisabethanisch war und auch kein „highly self-conscious and deliberate symbolist novelist like Joyce or Conrad“9. Charlotte Bronte, so Lodge, suche in der Natur keine Ordnung, sondere Widerspiegelung von Janes turbulentem inneren Leben. „The elements have a constantly changing, and often ambivalent aspect in the novel, sustained by iits basic rhythms, the alternation of night and day, storm and calm.“ [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gliederung des Romans in drei Episoden: Gateshead/Lowood, Thornfield und Moorhouse

2.1.Gateshead/Lowood

2.2. Thornfield

2.3. Moorhouse

3. Die Symbole

3.1. Wetter und Jahreszeiten

3.2. Feuer und Wasser

3.3.Eis und Stein

3.4. Farben

3.5. Mond

3.6. Träume

3.6. Janes Aquarelle

3.6.1. Das erste Aquarell: Tobende See, Leichnam und Kormoran

3.6.2. Das zweite Aquarell: Venus

3.6.3. Das dritte Aquarell: Der gewaltige Kopf aus Eis

4. Schlußbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Symbolen und Bildern in Charlotte Brontës Roman "Jane Eyre" und analysiert, wie diese Elemente Janes innere Entwicklung und die zentralen Konflikte innerhalb der verschiedenen Episoden des Romans widerspiegeln.

  • Strukturelle Bedeutung der Symbolik in den drei Hauptepisoden des Romans.
  • Die Funktion der vier Elemente (Feuer, Wasser, Eis, Erde/Stein) als emotionale und moralische Wegweiser für die Protagonistin.
  • Analyse der visionären und prophetischen Kraft von Träumen und Aquarellen.
  • Die Entwicklung Janes von der unterdrückten Waise zur selbstbewussten Frau durch die Linse ihrer Symbolsprache.

Auszug aus dem Buch

3.2. FEUER UND WASSER

Während am Anfang das Feuer Symbol für Behaglichkeit, Geborgenheit und die Familie an sich darstellt, so wird dieses Symbol im Verlauf des Romans ausgearbeitet, so daß es immer mehr auch als Sinnbild für Leidenschaft eingesetzt wird. In der ersten Episode wird Feuer hauptsächlich erwähnt als Inbegriff von familiärem Glück. Die erwünschten Mitglieder der Familie in Gateshead halten sich häufig in der Nähe des Feuers auf, während Jane sich entfernt vom Feuer in der Nähe des Fensters aufhält.

Feuer trägt jedoch auch schon in der ersten Episode auch schon die Konnotation der Leidenschaft. Janes enge charakterliche Affinität zum Feuer wird bereits deutlich in Kapitel 3, als Bessie dem Mädchen Jane sagt, sie solle doch nicht weinen und der Kommentar der Ich-Erzählerin ist: „She might as well have said to the fire, „don’t burn!“ Auch im Kapitel 8 wird die Wesensverwandtschaft zum Feuer deutlich. Als Helen den ganzen Tag ein Schild mit der Aufschrift „Slattern“ auf der Stirn tragen muß, rennt Jane schließlich, als Miss Scatcherd sich entfernt, zu Helen, reißt das Schild herunter und wirft es ins Feuer. „...the fury of which she was incapable had been burning in my soul all day...“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob die Einheit des Romans durch ein durchlaufendes Muster an Symbolen gestiftet wird, und kritisiert die literaturwissenschaftliche Debatte zur Struktur des Werkes.

2. Die Gliederung des Romans in drei Episoden: Gateshead/Lowood, Thornfield und Moorhouse: Dieses Kapitel erläutert, wie der Roman in drei zentrale Lebensabschnitte unterteilt ist, die unterschiedliche Lern- und Reifeprozesse für Jane Eyre bereithalten.

3. Die Symbole: Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Symbolebenen des Romans, angefangen bei meteorologischen Phänomenen bis hin zu den explizit gemalten Aquarellen der Heldin.

4. Schlußbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass die symbolische Gestaltung maßgeblich dazu beiträgt, Janes innere Vorgänge und ihren Weg zur Selbstfindung in einen kohärenten Zusammenhang zu bringen.

Schlüsselwörter

Jane Eyre, Charlotte Brontë, Romananalyse, Symbole, Metaphorik, vier Elemente, Leidenschaft, Rationalität, Identitätsfindung, Aquarelle, Traumdeutung, viktorianische Literatur, literarische Struktur, Entwicklungsroman, Bildsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Symbolen und Bildern in Charlotte Brontës Roman "Jane Eyre" und untersucht deren Funktion für die narrative Struktur und Charakterentwicklung der Heldin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich primär auf die Symbolik der vier Elemente, den Einfluss von Träumen, die Bedeutung von Farben sowie die tiefere Interpretation der drei Aquarelle, die Jane Eyre im Verlauf des Romans anfertigt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Charlotte Brontë durch gezielten Einsatz von Symbolik Janes turbulenten inneren Reifeprozess in den drei verschiedenen Episoden des Romans für den Leser sichtbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse und vergleicht diese mit literaturwissenschaftlichen Ansätzen, unter anderem unter Heranziehung von Theorien C.G. Jungs und anderer Literaturkritiker.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Episoden, der Wetter- und Elementensymbolik, der Bedeutung von Farben (insbesondere Rot und Weiß) und eine detaillierte Deutung der Aquarelle als Vorausdeutung auf Janes Schicksal.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit besonders?

Wichtige Begriffe sind Leidenschaft, Rationalität, Identität, Enigma, Elementarsymbolik und die Dreigliedrigkeit des Romans.

Wie wird das Element "Feuer" im Roman interpretiert?

Feuer wird zunächst als Symbol für familiäre Geborgenheit eingeführt, wandelt sich aber im Verlauf zur Darstellung ungezügelter und gefährlicher Leidenschaft.

Warum spielen Janes Aquarelle eine so zentrale Rolle in der Untersuchung?

Die Aquarelle dienen als visuelle Zusammenfassung der traumatischen Erfahrungen und der psychologischen Entwicklung Janes; sie fungieren laut der Autorin als Prophezeiungen für Janes weitere Entwicklung.

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Details

Title
Charlotte Bronte - Jane Eyre: Bilder und Symbole
College
University of Bonn  (Anglistisches Seminar)
Course
HS Die Bronte-Schwestern
Grade
1,3
Author
Constanze Cariers (Author)
Publication Year
2000
Pages
20
Catalog Number
V11611
ISBN (eBook)
9783638177269
Language
German
Tags
Charlotte Bronte Jane Eyre Symbole Symobolik Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Constanze Cariers (Author), 2000, Charlotte Bronte - Jane Eyre: Bilder und Symbole, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11611
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