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Interventionsspiralen in der Automobilindustrie. Identifikation staatlicher Interventionen bei Plug-In-Hybriden

Titel: Interventionsspiralen in der Automobilindustrie. Identifikation staatlicher Interventionen bei Plug-In-Hybriden

Hausarbeit , 2021 , 22 Seiten , Note: 1

Autor:in: Zino Roos (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Deutschlands stärkste Industrie, die Automobilbranche, steht in Kritik hinsichtlich klimaschutzorientierter Maßnahmen. Letztere sind vor allem Produkte staatlicher Interventionen, die in Form regulatorischer Eingriffe straßenverkehrsspezifische Ziele umsetzen sollen. Damit setzt sich diese Arbeit auseinander. Staatliche Eingriffe in marktwirtschaftliche Vorgänge sind nicht folgenlos. Befürworter schätzen die Flexibilität und den sozialen Wert solcher staatlichen Interaktionen, Kritiker sehen Abhängigkeiten, erhöhte konjunkturelle Schwankungen und die Gefahr der Notwendigkeit, daraufhin weiter staatlich eingreifen zu müssen. Bekannt ist letzterer Umstand unter dem Begriff „Interventionsspirale“, sie soll der thematische Kern der Arbeit sein.

Eine solche möchte der Autor identifizieren – oder widerlegen – indem er den relevanten Fall der Automobilindustrie zur Analyse heranzieht. Fokus liegt dabei auf staatlichen Eingriffen im Kontext der Plug-In-Hybride. Als sektorspezifische Brückentechnologie für den Klimaschutz erfreut sie sich großer Aufmerksamkeit und einer besonderen Rolle im Automobilbereich. Zuvörderst beschreibt die Arbeit die theoretischen Grundlagen interventionistischer Eingriffe. Deren Entartung – die Interventionsspirale – wird dabei ebenfalls erörtert. Nachdem aktuelle staatliche Interventionen im Kontext der Plug-In-Hybride gesichtet werden, versucht die Arbeit in Synthese von Theorie und Praxis die Existenz bzw. Möglichkeit einer solchen Spirale zu identifizieren. Das Fazit setzt sich kritisch mit den Befunden auseinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundsachverhalte und Theorie

2.1 Staatlicher Interventionismus

2.2 Interventionsspiralen – Eine Entartung

3 Staatliche Interventionen: Sektorspezifische Unterstützung des Plug-In-Hybrid

3.1 Finanzielle Förderung

3.2 Rechtliche Privilegien

4 Identifikation einer Interventionsspirale

4.1 Motivation und Zielsetzung der Eingriffe

4.2 Zielerreichung – Die Frage der Klimaschutzeffektivität

4.3 Handlungszwang: Die Gefahr einer Spirale

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob staatliche Fördermaßnahmen für Plug-In-Hybride im Rahmen der deutschen Verkehrswende eine sogenannte „Interventionsspirale“ nach Mises auslösen. Ziel ist es, durch die Analyse von Subventionen und regulatorischen Privilegien zu identifizieren, ob die initialen Eingriffe zu weiteren, ungeplanten Folgemaßnahmen führen, da die tatsächliche Klimaschutzeffektivität hinter den ursprünglichen Annahmen zurückbleibt.

  • Theoretische Grundlagen des staatlichen Interventionismus
  • Staatliche Förderinstrumente für Plug-In-Hybride
  • Diskrepanz zwischen realem Nutzungsverhalten und Klimaschutzzielen
  • Mechanismen der Interventionsspirale im Verkehrssektor
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit staatlicher Lenkung

Auszug aus dem Buch

2.2 Interventionsspiralen – Eine Entartung

Der staatliche Eingriff soll korrigieren, was marktwirtschaftliche Kräfte – bspw. der Wettbewerb – nicht zu leisten vermögen. Eine vermeintlich simple Strategie, die auch schwere Folgen nach sich ziehen kann. Nicht zuletzt deshalb äußerte speziell die Österreichische Schule Kritik an staatlichen Interventionen (vgl. Kolb, 2016, S. 232 ff.). Eine bekannte Ausprägung davon: die Gefahr der Interventionsspiralen.

Wenngleich der Begriff „Interventionsspirale“ sich erst im Laufe der zeitgeschichtlichen Entwicklung etablierte, ist der Begriffsinhalt bereits in früher Kritik an Staatsintervention enthalten. Ludwig von Mises – wichtiger Vertreter der Österreichischen Schule und ein in besonderem Maße dem Liberalismus verschriebener Theoretiker – äußerte zu Beginn der 20er-Jahre diese Kritik. So schreibt er:

„Er [Der Staatseingriff] ist – im Sinne seiner Urheber – nicht nur zwecklos, sondern geradezu zweckwidrig, weil er das ‚Übel‘, das durch ihn bekämpft werden soll, noch ganz gewaltig vermehrt.“ (Mises, 1976, S. 11)

Letztendlich stellt Mises den Zusammenhang her, den Walter Eucken ausbaut: Der staatliche Ersteingriff in das marktwirtschaftliche System, um den Markt zu korrigieren, mündet in weitere Staatseingriffe, um Nebeneffekte des zuvorgegangenen Eingriffs zu kontrollieren (vgl. Eucken, Eucken-Erdsiek, & Hensel, 2004, S. 154). Ein fortlaufender Kreislauf, der in eine sich endlos drehende Spirale mündet, ähnlich der schnellen Ausbreitung eines einzelnen Ölflecks im Wasser (Ölflecktheorem). Besonders direkte und kurzfristig prozessorientierte Eingriffe werden hier kritisiert (vgl. Quiring, 2013, S. 30).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Verkehrswende im Kontext der Pariser Klimaschutzziele und führt in die Problematik des Plug-In-Hybrids als Brückentechnologie ein.

2 Grundsachverhalte und Theorie: Dieses Kapitel definiert den staatlichen Interventionismus und erläutert theoretisch das Konzept der Interventionsspirale als potenzielle Entartung staatlicher Eingriffe.

3 Staatliche Interventionen: Sektorspezifische Unterstützung des Plug-In-Hybrid: Das Kapitel detailliert die verschiedenen finanziellen Förderungen und rechtlichen Privilegien, die gezielt zur Etablierung von Plug-In-Hybriden eingesetzt werden.

4 Identifikation einer Interventionsspirale: Hier erfolgt die Analyse der Zielsetzung der Maßnahmen im Vergleich zur tatsächlichen Klimaschutzeffektivität sowie die Diskussion entstehender Handlungszwänge für den Staat.

5 Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse kritisch und diskutiert, inwiefern die aktuellen Regulierungen bereits Anzeichen einer Interventionsspirale aufweisen.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Verkehrswende, Interventionsspirale, Plug-In-Hybrid, Staatlicher Interventionismus, Klimaschutz, Wirtschaftspolitik, Subventionen, Emissionsgrenzen, Ludwig von Mises, Marktversagen, regulatorische Eingriffe, Flottenemissionen, Elektromobilität, Klimaschutzplan 2050.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die staatliche Regulierung von Plug-In-Hybriden in Deutschland und analysiert, ob diese Maßnahmen eine Interventionsspirale auslösen, wie sie von der Österreichischen Schule beschrieben wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der staatliche Interventionismus, die Wirksamkeit klimapolitischer Lenkungsinstrumente im Verkehrssektor und die ökonomischen Folgen von Technologie-Subventionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu identifizieren, ob die staatliche Förderung von Plug-In-Hybriden die ursprünglichen Klimaschutzziele erreicht oder ob sie durch das Nutzerverhalten zu einer Spirale aus weiteren, nachgelagerten Eingriffen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Vertreter der Österreichischen Schule (Mises, Eucken) sowie eine empirische Analyse basierend auf aktuellem Subventionsberichtswesen und Fachstudien zur realen Klimaschutzbilanz von Fahrzeugen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Interventionismus erläutert, gefolgt von einer Bestandsaufnahme der staatlichen Fördermaßnahmen und einer kritischen Analyse der Diskrepanz zwischen Testzyklus-Annahmen und tatsächlichem Fahrverhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Verkehrswende, Interventionsspirale, Klimaschutz, Subventionen und Automobilindustrie charakterisieren.

Warum wird der Plug-In-Hybrid als kritisch angesehen?

Kritisch ist, dass die Klimaschutzbilanz von Plug-In-Hybriden stark vom Fahrprofil abhängt und der elektrische Fahranteil in der Praxis oft deutlich geringer ausfällt als in den behördlichen Testzyklen angenommen.

Was bedeutet das "Ölflecktheorem" in diesem Kontext?

Es beschreibt das Phänomen, dass ein staatlicher Ersteingriff in den Markt häufig weitere Eingriffe nach sich zieht, um die negativen Nebeneffekte des vorherigen Schrittes zu korrigieren, was in einer ausufernden Interventionsspirale mündet.

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Details

Titel
Interventionsspiralen in der Automobilindustrie. Identifikation staatlicher Interventionen bei Plug-In-Hybriden
Veranstaltung
Politische und Ökonomische Aspekte der Regulierung
Note
1
Autor
Zino Roos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1161448
ISBN (PDF)
9783346566607
ISBN (Buch)
9783346566614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interventionsspiralen automobilindustrie identifikation interventionen plug-in-hybriden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Zino Roos (Autor:in), 2021, Interventionsspiralen in der Automobilindustrie. Identifikation staatlicher Interventionen bei Plug-In-Hybriden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1161448
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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