Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wird der Frage nachgegangen, mit welchen Strategien der innerstädtische Einzelhandel der Digitalisierung begegnen kann. Das Ziel dieser Forschung ist es, herauszufinden, welche grundsätzlichen Einflussfaktoren auf den Einzelhandel einwirken und wie die innerstädtischen Ladeninhaber diesen zielgerichtet begegnen können. Insbesondere wird hierbei auf Kleinstunternehmen wie inhabergeführte Ladengeschäfte eingegangen, da diese im Gegensatz zu größeren Unternehmen begrenzte Ressourcen haben.
Durch eine deduktive Literaturrecherche wird das Strategiemodell von Porter und Harrigan auf den innerstädtischen Einzelhandel angewendet und daraus verschiedene Handlungsmöglichkeiten abgeleitet. Ausgehend von den zugrundeliegenden Veränderungen werden theoretische und praktische Handlungsempfehlungen für das Forschungsobjekt vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Stationärer Einzelhandel
2.1.1 Begriffsdefinitionen
2.1.2 Entwicklung
2.1.3 Kaufmotive
2.2 Onlinehandel
2.2.1 Begriffsdefinitionen
2.2.2 Entwicklung
2.2.3 Kaufmotive
3 Bestandsaufnahme stationärer Einzelhandel
3.1 Digitalisierung
3.2 Kundenerwartungen
3.2.1 Informationssuche
3.2.2 Kanalentscheidung
3.3 Status Quo der Digitalisierung
3.3.1 Strukturmerkmale
3.3.2 Digitalisierungshemmnisse
3.3.3 Sonstige Faktoren
3.4 Zwischenfazit
3.4.1 Evolutionsstufen des Einzelhandels
3.4.2 Omni-Channel-Retailing
4 Strategiealternativen
4.1 Strategieausarbeitung
4.1.1 Umfeldanalyse
4.1.2 Determinanten der Strategieplanung
4.1.3 Strategieoptionen in stagnierenden Märkten
4.1.4 Transfer auf den innerstädtischen Einzelhandel
4.2 Anwendungsfälle
4.2.1 Digitale Maßnahmen
4.2.2 Stationäre Maßnahmen
4.2.3 Hybride Maßnahmen
4.3 Spezialfall: Local-Commerce-Modelle
4.3.1 eBay-Stadt Mönchengladbach
4.3.2 Online City Wuppertal
4.3.3 Schlussfolgerung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, mit welchen Strategien der innerstädtische Einzelhandel auf die fortschreitende Digitalisierung reagieren kann, wobei ein besonderer Fokus auf den inhabergeführten Kleinstunternehmen liegt, die über begrenzte Ressourcen verfügen. Ziel ist es, Einflussfaktoren auf den Einzelhandel zu identifizieren und konkrete Handlungsoptionen für Ladeninhaber abzuleiten, um in einem sich wandelnden Marktumfeld zu bestehen.
- Analyse der digitalen Transformation im stationären Einzelhandel
- Untersuchung veränderter Kundenerwartungen und deren Einfluss auf das Einkaufsverhalten
- Anwendung des Strategiemodells nach Porter und Harrigan auf den stationären Handel
- Evaluation von Local-Commerce-Modellen und weiteren Digitalisierungsmaßnahmen
- Erarbeitung von Strategien für stagnierende und schrumpfende Märkte
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Begriffsdefinitionen
Der übergeordnete Begriff „Handel“ ist breitgefächert und wird in diesem Abschnitt weiter spezifiziert. Hennig und Schneider beschreiben den grundsätzlichen Handel folgendermaßen: „In diesem weit gefassten Verständnis ist jeder Austausch von Gütern und Dienstleistungen Handel bzw. Distribution, unabhängig davon, welche Betriebe ihn durchführen.“ Mit dem Begriff des Einzelhandels wird diese Tätigkeit genauer spezifiziert. Hiermit beschreiben beide Autoren den Absatz von Produkten an Letztverbraucher bzw. Konsumenten.
Da im weiteren Verlauf der Arbeit eine Differenzierung zwischen stationärem und Distanzhandel erfolgt, wird an dieser Stelle auf den Verkauf mithilfe von festen Ladengeschäften verwiesen.
Das Sortiment des Lebensmittelhandels umfasst Nahrungs- und Genussmittel. Im Gegenzug werden unter dem Begriff „Non-Food-Waren“ alle weiteren Sortimentsteile eingeschlossen wie z. B. Blumen, Haushaltswaren, Zeitungen und Putzmittel. Der Absatz dieser beiden Sortimentsarten unterliegt unterschiedlichen Herausforderungen.
Zur weiteren Einschränkung dieser Arbeit wird daher fortlaufend Bezug auf den Verkauf von Non-Food-Waren genommen.
Die Voraussetzungen für größere Handelsketten sind tendenziell besser als für kleine und lokale Händler. Dies gilt insbesondere in Anbetracht der Digitalisierung. Daher werden für diese Bachelorarbeit im Speziellen die kleinen und stationären Händler betrachtet. Im weiteren Verlauf werden insbesondere stationäre Händler, welche in deutschen Städten lokalisiert sind, untersucht. Eine ähnliche Definition wurde ebenfalls von Stepper vorgenommen. Hierbei wird der stationäre Einzelhandel als Teilgebiet des Einzelhandels beschrieben, welcher in der Innenstadt lokalisiert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Digitalisierung für den Einzelhandel, definiert das Forschungsziel und skizziert die methodische Herangehensweise.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem es Begriffe des stationären Einzelhandels und des Onlinehandels definiert sowie deren jeweilige Entwicklung und Kaufmotive analysiert.
3 Bestandsaufnahme stationärer Einzelhandel: Das Kapitel untersucht den Status quo der Digitalisierung, die veränderten Kundenerwartungen sowie spezifische Hemmnisse und Strukturmerkmale im stationären Sektor.
4 Strategiealternativen: Hier werden strategische Modelle für stagnierende Märkte erarbeitet, auf den Einzelhandel übertragen und praxisnahe Anwendungsfälle wie Local-Commerce-Modelle diskutiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und gibt eine Empfehlung für den Umgang des stationären Einzelhandels mit der digitalen Herausforderung.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Stationärer Einzelhandel, Onlinehandel, Kleinstunternehmen, Strategieplanung, Local-Commerce, Omni-Channel-Retailing, Kundenverhalten, Marktsättigung, Wettbewerbsvorteil, Innenstadt, E-Commerce, Digitalisierungshemmnisse, Strategiealternativen, Handelsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf den stationären innerstädtischen Einzelhandel und untersucht, wie kleine Unternehmen auf diesen Wandel reagieren können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der Wandel des Kundenverhaltens, die Digitalisierung von Handelsstrukturen sowie die Anwendung strategischer Modelle aus der Managementlehre auf schrumpfende Märkte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, mit welchen Strategien der innerstädtische Einzelhandel der Digitalisierung begegnen kann, um seine Wettbewerbsfähigkeit trotz veränderter Rahmenbedingungen zu erhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deduktiven Literaturrecherche sowie der Anwendung des Strategiemodells von Porter und Harrigan zur Ableitung von Handlungsmöglichkeiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit einer Bestandsaufnahme des stationären Handels, der Analyse von Strategiealternativen und der Diskussion konkreter Anwendungsbeispiele und Local-Commerce-Modelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Local-Commerce, Strategieplanung, Omni-Channel, Wettbewerbsvorteil und stationärer Einzelhandel.
Was ist der sogenannte ROPO-Effekt?
Der ROPO-Effekt steht für "Research Online Purchase Offline" und beschreibt das Kundenverhalten, sich online über Produkte zu informieren, um diese anschließend im stationären Ladengeschäft zu kaufen.
Welche Rolle spielen Local-Commerce-Modelle?
Diese Modelle dienen als regionale Plattformen, um die Sichtbarkeit und Online-Reichweite stationärer Händler zu erhöhen, wobei sie durch gebündelte Marketingmaßnahmen den digitalen Einstieg erleichtern sollen.
- Quote paper
- Dennis Kistner (Author), 2021, Strategien für den innerstädtischen Einzelhandel. Wie können Ladengeschäfte der Digitalisierung begegnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1161990