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Zur literarischen Auseinandersetzung mit dem geistigbehinderten Kind

Peter Härtlings "Das war der Hirbel" im Kontext des sozialkritischen Realismus in der Kinder- und Jugendliteratur

Titre: Zur literarischen Auseinandersetzung mit dem geistigbehinderten Kind

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Katarina Lenczowski (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Kinder- und Jugendliteratur. Und will sie „gesellschaftliche Erinnerungsarbeit“ leisten, so betrachtet sie eine entscheidende Wende in der Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland, welche sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der Jahresmarke 1970 treffend festmachen lässt. Es ist der “Durchbruch“ des sozialkritischen Realismus und mit ihm entsteht ein großer Korpus problemorientierter Prosaliteratur für junge Leser.
Es handelt sich hierbei um Konfliktliteratur, die sich vornehmlich mit Tabuthemen auseinandersetzt: Allgemeine gesellschaftliche Themen werden ebenso enttabuisiert wie konkrete, soziale, individuelle Probleme oder das konfliktträchtige Zusammenleben der Kinder mit ihrer Außenwelt. Eines der vielen Themen, das Einzug in die Kinder- und Jugendliteratur erhält, ist das Thema „Außenseiter“ bzw. „Außenseitertum“.
Diese Hausarbeit stellt den Autor Peter Härtling (geb. 1933) in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung um an seinem Beispiel den in dieser Zeit grundlegenden Formen- und Funktionswandel in der Kinder- und Jugendliteratur zu erläutern. In Härtlings Werk Das war der Hirbel wird dieser Wandel konkret am Beispiel der Thematik des „Außenseitertums“ festgemacht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Der neue Realismus in der Kinder- und Jugendliteratur

2. Realität und Außenseiter: Peter Härtling als Vertreter eines neuen sozialkritischen Realismus

3. Die Auseinandersetzung mit dem geistig behinderten Kind: Das war der Hirbel von Peter Härtling

3.1 Inhaltsangabe und Inhaltsanalyse

3.2 Sprache und Erzählhaltung

3.3 Intention und Wirkungspotential

4. Peter Härtling: Anwalt des Kindes

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss des sozialkritischen Realismus auf die Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Peter Härtlings Werk "Das war der Hirbel". Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Härtling als Autor das Tabuthema der geistigen Behinderung und das damit verbundene Schicksal eines Außenseiters in die Literatur für junge Leser integriert, um gesellschaftliche Missstände zu verdeutlichen und ein neues Verständnis für Randgruppen zu fördern.

  • Wandel der Kinder- und Jugendliteratur ab 1970
  • Sozialkritischer Realismus als literarische Strömung
  • Die Darstellung geistig behinderter Kinder in der Literatur
  • Produktions- und wirkungsästhetische Analyse von "Das war der Hirbel"
  • Die Rolle des Autors als "Anwalt des Kindes"

Auszug aus dem Buch

Die Auseinandersetzung mit dem geistig behinderten Kind: Das war der Hirbel von Peter Härtling

Peter Härtling brachte 1973 mit seinem ersten, bewusst für Kinder geschriebenen Buch Das war der Hirbel, das erste Kinderbuch überhaupt, welches sich mit einem behinderten Außenseiter auseinandersetzt, auf den Markt.

Der Hirbel ist der Schlimmste von allen, sagten die Kinder im Heim. […] Den Hirbel wollte niemand, deshalb war er schon Stammgast in dem Haus am Rande der Stadt. Er war neun Jahre alt und so groß wie ein Sechsjähriger. Er hatte einen dicken Kopf mit dünnen blonden Haaren, die er nie kämmte, und einen mageren Leib. Trotzdem fürchteten alle seine Kraft. Beim Raufen siegte er immer.

Auf den ersten Blick ein äußerst schonungsloses und ambivalentes Bild des kleinen Jungen Hirbel. Und gleich zu Beginn schenkt Peter Härtling seiner Kinderfigur, und er soll es im Laufe des Buches immer wieder tun, wenn das Bild des Hirbel zu drastisch wird, alle Sympathie. Denn durch ihn, durch den Erzähler, erfährt der Leser, woher Hirbel kommt und warum er so ist, wie er ist: „Der Hirbel hatte eine Krankheit, die niemand richtig verstand. […] Seine Mutter wollte ihn nicht haben. Seinen Vater hatte er nie gesehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der neue Realismus in der Kinder- und Jugendliteratur: Dieses Kapitel erläutert die Wende in der Kinderliteratur ab 1970, die den Durchbruch einer problemorientierten Konfliktliteratur markiert.

2. Realität und Außenseiter: Peter Härtling als Vertreter eines neuen sozialkritischen Realismus: Es wird analysiert, wie Härtling als Autor gegen die heile-Welt-Literatur der Nachkriegszeit antrat, um die Wirklichkeit von Kindern in den Fokus zu rücken.

3. Die Auseinandersetzung mit dem geistig behinderten Kind: Das war der Hirbel von Peter Härtling: Hier erfolgt eine detaillierte inhaltliche, sprachliche und wirkungsästhetische Untersuchung des Werkes und der komplexen Situation der Hauptfigur.

4. Peter Härtling: Anwalt des Kindes: Das abschließende Kapitel beleuchtet Härtlings Rolle innerhalb des pädagogischen Anspruchs der Kinderliteratur im Kontrast zu anderen zeitgenössischen Positionen.

Schlüsselwörter

Kinderliteratur, Jugendliteratur, sozialkritischer Realismus, Peter Härtling, Das war der Hirbel, Außenseiter, geistige Behinderung, Konfliktliteratur, Kinderbild, literarische Sozialisation, Gesellschaftskritik, Problemorientierung, Tabuthemen, Wirkungspotential, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Kinder- und Jugendliteratur in den 1970er Jahren und konzentriert sich dabei auf die Art und Weise, wie Peter Härtling in seinem Buch "Das war der Hirbel" gesellschaftlich relevante Themen wie Ausgrenzung und geistige Behinderung verarbeitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Themen "Außenseitertum", das Aufbrechen der "Beschönigungsliteratur", die Darstellung von Wirklichkeitsnähe in Kinderbüchern sowie die Rolle des Autors als kritischer Beobachter gesellschaftlicher Zustände.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Werk "Das war der Hirbel" als Wendepunkt im Umgang mit behinderten Protagonisten fungiert und wie Härtling durch seine Erzählweise versucht, bei jungen Lesern Empathie und ein besseres Verständnis für Außenseiter zu wecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die den historischen Kontext des sozialkritischen Realismus mit produktions- und wirkungsästhetischen Aspekten des konkreten Textes verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Inhaltsangabe, die Sprachgestaltung, die Erzählhaltung und das Wirkungspotential von Härtlings Werk sowie die Rolle des Autors in der Bewegung des "neuen Realismus".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kinderliteratur, sozialkritischer Realismus, Außenseiter, Konfliktliteratur und pädagogischer Anspruch definieren.

Warum wählte Peter Härtling ein offenes Ende für die Geschichte des Hirbel?

Der Autor entschied sich für ein offenes Ende, da die Realität des Jungen ungewiss war und er die jungen Leser dazu anregen wollte, über den Werdegang des Protagonisten und das Schicksal ähnlicher Menschen in der Gesellschaft nachzudenken.

Welche Bedeutung hat die Figur des Hausmeisters Schoppenstecher im Text?

Schoppenstecher fungiert als Prototyp für die gesellschaftlichen Vorurteile und die Erziehung durch Gewalt, womit Härtling die Feindseligkeit verdeutlicht, der Hirbel in seinem sozialen Umfeld ausgesetzt ist.

Wie reagierten junge Leser auf das Buch, laut der Autorin?

Die Briefe zeigen, dass Kinder durch das Buch ermutigt wurden, Berührungsängste gegenüber Behinderten abzubauen, eigene Ausgrenzungserfahrungen besser einzuordnen oder sogar eine neue Freude am Lesen zu entdecken.

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Résumé des informations

Titre
Zur literarischen Auseinandersetzung mit dem geistigbehinderten Kind
Sous-titre
Peter Härtlings "Das war der Hirbel" im Kontext des sozialkritischen Realismus in der Kinder- und Jugendliteratur
Université
University of Trier  (Universität)
Cours
Kinder- und Jugendbuchliteratur
Note
1,3
Auteur
Katarina Lenczowski (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
15
N° de catalogue
V116200
ISBN (ebook)
9783640180929
ISBN (Livre)
9783640181025
Langue
allemand
mots-clé
Auseinandersetzung Kind Kinder- Jugendbuchliteratur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katarina Lenczowski (Auteur), 2003, Zur literarischen Auseinandersetzung mit dem geistigbehinderten Kind, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116200
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Extrait de  15  pages
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