Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Systematic Theology

Mariologie von Martin Luther in seiner Maganificat-Auslegung von 1521

Title: Mariologie von Martin Luther in seiner Maganificat-Auslegung von 1521

Diploma Thesis , 1985 , 37 Pages , Grade: 1

Autor:in: Christof Heimpel (Author)

Theology - Systematic Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Mariologie Martin Luthers, die in dieser Arbeit untersucht werden soll, ist nur dann zu verstehen, wenn man sie als konkrete historische Äußerung eines Theologen versteht, die in einer bestimmten Situation geschehen ist. Für diese Untersuchung, die sich an der Magnificat-Auslegung Luthers orientiert, bedeutet das, dass als erstes der Kontext darzustellen ist, aus dem heraus Luther so gedacht und geschrieben hat.

So soll nun in Kürze versucht werden, die Mariologie in ihrer geschichtlichen Entwicklung darzustellen; danach soll dies speziell auf Martin Luther und dessen persönlichen Werdegang bezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Mariologie im Vorfeld von Luthers Magnificat-Auslegung

1.1. Kurzer Abriss der Geschichte der Mariologie

1.2. Mariologie und Marienverehrung im 15. und 16. Jahrhundert

1.2.1. Mitwirkung Marias am Erlösungswerk

1.2.2. Verdienst Marias

1.2.3. Die Eva -Maria -Parallele

1.2.4. Anrufung Marias

1.2.5. Maria als Milderung des strengen Richters Christus

1.3. Zwei Theologen im Umfeld Luthers

1.3.1. Mariologie bei Johann von Paltz

1.3.2. Mariologie bei Johann von Staupitz

1.4. Mariologie und Marienverehrung bei Martin Luther vor 1521

2. Luthers Darstellung Marias in der Auslegung des Magnificat

2.1. Maria als Jungfrau

2.2. Maria, die Mutter Gottes

2.3. Maria als Vorbild und Beispiel - Luthers neuer Akzent

2.3.1. Maria als Beispiel in Niedrigkeit

2.3.2. Maria als Vorbild im Glauben

2.3.3. Maria als Beispiel der übergroßen Gnade Gottes

2.4. Andeutung von Konsequenzen für die Marienverehrung

3. Mariologie und Rechtfertigungslehre

3.1. Die Rechtfertigungslehre als „articulus stantis et cadentis ecclesiae“

3.2. Die Rechtfertigungslehre Martin Luthers

3.2.1. Das Geschehen der Rechtfertigung

3.2.2. Rechtfertigung allein durch Christus

3.2.3. Rechtfertigung allein aus Glauben

3.3. Die Lehre von der Rechtfertigung in der Magnificat-Auslegung

3.3.1. Der Glaube Marias

3.3.2. Die Niedrigkeit-Marias

3.3.3. Gott wirkt allein

3.3.4. „Evangelium“ als der Kern der Rechtfertigungstheologie und als der entscheidende Inhalt des Magnificat

3.4. Die praktische Unterordnung der Mariologie unter die Christologie

4. Luthers Mariologie aus heutiger katholischer Sicht

4.1. Die veränderte Ausgangssituation in der katholischen Dogmatik

4.2. Gemeinsamkeiten mit Luther

4.2.1. Die Verbindung der Mariologie mit Soteriologie und Ekklesiologie

4.2.2. Jungfrau und Mutter Gottes

4.2.3. Niedrigkeit und Glaube Marias

4.2.4. Maria als vollkommen Erlöste

4.2.5. Maria als Typos der Kirche

4.2.6. Zusammenfassung

4.3. Protestantische Stimmen – Ökumenisches Gespräch

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Marienbild Martin Luthers, wie es sich in seiner Auslegung des Magnificat von 1521 darstellt, und setzt es in Bezug zur Rechtfertigungstheologie sowie zu aktuellen ökumenischen Sichtweisen.

  • Die historische Entwicklung der Mariologie und ihre Ausprägung im 15. und 16. Jahrhundert.
  • Luthers spezifische Darstellung Marias (Jungfrau, Mutter Gottes, Vorbild im Glauben).
  • Die systematische Verknüpfung von Mariologie und Rechtfertigungslehre.
  • Die Bewertung von Luthers Marienbild aus heutiger katholischer Perspektive und im ökumenischen Gespräch.

Auszug aus dem Buch

Die Eva -Maria -Parallele

Die Aufstellung der Parallele Eva - Maria ist ein Gedanke, der in der geistlichen und theologischen Literatur häufig begegnet. Der erste Zeuge dafür ist Justinus der Märtyrer, der in seinem Dialog mit Tryphon schreibt: „Eva, welche eine unverdorbene Jungfrau war, gebar, nachdem sie das Wort der Schlange empfangen hatte, Sünde und Tod. Die Jungfrau Maria dagegen war voll Glaube und Freude.“ Nach ihm greift Irenäus von Lyon den Gedanken auf. Augustinus formuliert dann: „Die Stolze hat er verachtet und die Demütige angesehen: das, was die Stolze verloren hat, erhielt die Demütige zurück.“ Noch deutlicher ist folgendes Zitat von ihm: „Durch eine Frau der Tod, durch eine Frau das Leben.“ Auch in der späteren Entwicklung der Theologie lassen sich immer wieder Belege für diese Lehre finden.

Erasmus von Rotterdam schließlich schreibt 1535 in einem Gebet: „Gegrüßet seist du, Maria, weiseste Königin der Jungfrauen, die du uns den Fluch der törichten Jungfrau Eva in Segen gewendet hast, …“

Es gilt als selbstverständlich, dass Maria hier mit ihrem Verdienst an der Erlösung des Menschen mitwirkt, sie allein scheint es zu sein, die die Sünde Evas überwindet. Eine Krönung erreicht das bei dem Augustiner-Eremiten Johann von Paltz, der schreibt: „Sie stand bei dem Kreuz, aber Eva stand bei dem verbotenen Baum der Wollust. Die Töchter Evas stehen noch bei den verbotenen Bäumen, die Töchter Marias stehen bei dem Baum der Pein. O Maria, du aller getreueste Mutter, erlös uns von der ersten Mutter, die bei dem verbotenen Baum stand.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Mariologie im Vorfeld von Luthers Magnificat-Auslegung: Beleuchtet den historischen Kontext der Marienverehrung im Mittelalter sowie die spezifische Prägung durch Theologen wie von Paltz und von Staupitz.

2. Luthers Darstellung Marias in der Auslegung des Magnificat: Analysiert Luthers verändertes Marienbild, das Maria als demütiges Vorbild und Beispiel göttlicher Gnade zeigt, statt als eigenständige Heilswirkungskraft.

3. Mariologie und Rechtfertigungslehre: Arbeitet heraus, dass für Luther Mariologie untrennbar mit der Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben verbunden ist, wobei Maria als Beispiel für den Menschen vor Gott dient.

4. Luthers Mariologie aus heutiger katholischer Sicht: Reflektiert aktuelle katholische Annäherungen an Luthers Positionen, insbesondere durch die Einbettung der Mariologie in Ekklesiologie und Christologie sowie ökumenische Impulse.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Mariologie, Magnificat, Rechtfertigungslehre, Gnade, Glaube, Demut, Jungfrau, Mutter Gottes, Christologie, Ekklesiologie, Ökumene, Reformatorische Theologie, Heilsgeschichte, Erlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Martin Luther in seiner Magnificat-Auslegung von 1521 Maria darstellt und welche theologischen Motive ihn dabei leiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Marienverehrung, der Umdeutung Marias durch Luther im Kontext der Rechtfertigung sowie dem Vergleich mit katholischen Sichtweisen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Luther Maria nicht um ihrer selbst willen, sondern als Beispiel für das Wirken göttlicher Gnade betrachtet und somit die Mariologie seiner Zeit kritisch korrigiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen und systematischen Analyse theologischer Texte Luthers sowie einer vergleichenden Betrachtung mit mittelalterlicher Theologie und offiziellen katholischen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Luthers mariologische Aussagen im Magnificat detailliert analysiert, insbesondere seine Konzepte von Maria als Jungfrau, Mutter Gottes und Vorbild im Glauben, sowie deren enge Verbindung zur Rechtfertigungslehre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rechtfertigung, Glaube, Gnade, Demut, Magnificat, Mariologie, Christus und Ökumene.

Wie unterscheidet sich Luthers Sichtweise von seinen Zeitgenossen?

Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen, die Maria oft als Fürsprecherin und Miterlöserin mit eigenen Verdiensten sahen, stellt Luther Maria als ein durch Gottes Gnade erlöstes Geschöpf dar.

Welche Rolle spielt die Rechtfertigungslehre für die Mariologie?

Die Rechtfertigungslehre bildet den Kern von Luthers Theologie; für ihn ist jede Mariologie, die die Alleinwirksamkeit Gottes durch Christus in Frage stellt oder menschliche Werke zur Erlösung erhebt, illegitim.

Wie nähert sich die moderne katholische Theologie an Luthers Ansichten an?

Die moderne katholische Theologie, insbesondere seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, ordnet die Mariologie stärker in Christologie und Ekklesiologie ein, was in vielen Punkten Luthers Anliegen einer christozentrischen Sichtweise entgegenkommt.

Excerpt out of 37 pages  - scroll top

Details

Title
Mariologie von Martin Luther in seiner Maganificat-Auslegung von 1521
College
University of Freiburg  (Dogmatisches Seminar)
Grade
1
Author
Christof Heimpel (Author)
Publication Year
1985
Pages
37
Catalog Number
V11623
ISBN (eBook)
9783638177337
Language
German
Tags
Luther Rechtfertigung Maria Ökumene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Heimpel (Author), 1985, Mariologie von Martin Luther in seiner Maganificat-Auslegung von 1521, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11623
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  37  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint