In den letzten Jahren bzw. letzten Jahrzehnten hat das Thema „Umweltschutz“ in unserer Gesellschaft an Bedeutung gewonnen. Denn die Folgen industrieller Tätigkeiten und der Lebens- und Konsumgewohnheiten der Bevölkerung wurden sichtbar. Sie äußerten sich z.B. als „Saurer Regen“, „Ozonloch“ und „Treibhauseffekt“. Außerdem wurde erkannt, dass die Ressourcen der Umwelt begrenzt sind. So kam es im Jahr 1992 zur Verabschiedung des Aktionsprogramms „Agenda 21)“ durch die internationale Staatengemeinschaft. Diese Agenda stellte ein Rahmenprogramm zum Klimaschutz auf. Von den Unternehmen wurden nun aktive Umweltschutzmaßnahmen gefordert.
KLAUS FICHTER spricht in diesem Zusammenhang von der gestiegenen „öffentlichen Exponiertheit“ der Unternehmen aufgrund der Erhöhung der Risikosensibilität und des Umwelt- und Gesundheitsbewusstseins in der Bevölkerung gegenüber den Unternehmen. Die Unternehmen mussten und müssen noch immer erkennen, dass sie ein Teil der ökologischen, der kulturellen und der gesellschaftlichen Umwelt sind und sich von dieser nicht loslösen können.
In dieser Arbeit soll nun aufgezeigt werden, warum für Unternehmen eine ökologische Kommunikation in der heutigen Zeit erforderlich ist und erläutert werden, wie eine Umweltkommunikation gestaltet sein muss, um den umweltbezogenen Anforderungen gerecht zu werden. Die Notwendigkeit einer Umweltkommunikation wird im Kapitel 2 beschrieben. Im Kapitel 3 werden die Begriffe der menschlichen "Kommunikation" sowie der "Unternehmenskommunikation" als theoretische Grundlagen für die Umweltkommunikation analysiert. Gegenstand von Kapitel 4 ist die Umweltkommunikation einschließlich ihrer Ziele, Strategien und Instrumente. Dabei wird in erster Linie auf die externe Umweltkommunikation eingegangen. Im abschließenden Teil wird die Umweltkommunikation des Lebensmittelherstellers Hipp dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Zur Notwendigkeit einer Umweltkommunikation in der heutigen Zeit
3 Theoretische Grundlagen der Umweltkommunikation von Unternehmen
3.1 Kommunikation
3.2 Unternehmenskommunikation
4 Umweltkommunikation
4.1 Zum Begriff der Umweltkommunikation
4.2 Varianten der Umweltkommunikation
4.3 Ziele und Strategien der Umweltkommunikation
4.4 Instrumente der Umweltkommunikation
5 Das Praxisbeispiel: Die Umweltkommunikation des Lebensmittelherstellers Hipp
5.1 Zum Unternehmen Hipp
5.2 Zur Umweltkommunikation von Hipp
6 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit ökologischer Kommunikation für Unternehmen in der heutigen Zeit und erläutert, wie eine solche Kommunikation gestaltet sein muss, um umweltbezogenen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei werden theoretische Grundlagen analysiert und anhand des Praxisbeispiels der Firma Hipp veranschaulicht, wie eine integrierte Umweltkommunikation als strategisches Instrument zur Wettbewerbsfähigkeit und Dialogführung eingesetzt werden kann.
- Notwendigkeit von Öko-Controlling und Umweltkommunikation
- Theoretische Fundierung von Kommunikation und Unternehmenskommunikation
- Strategien und Realtypen der Umweltpolitik (z.B. Öko-Innovatoren)
- Einsatz von Kommunikationsinstrumenten (Umweltberichte, Zertifizierungen)
- Fallstudie zur Umweltkommunikation beim Lebensmittelhersteller Hipp
Auszug aus dem Buch
Zum Begriff der Umweltkommunikation
FICHTER gibt für den Begriff der Umweltkommunikation folgende Definition: „Umweltkommunikation von Unternehmen umfasst alle kommunikativen Handlungen von Unternehmensmitgliedern, die Umweltfragen zum Gegenstand haben und/oder mit denen ein Beitrag zur Definition und Erfüllung von Umweltschutzaufgaben geleistet wird.“
MESTERHARM nimmt als Grundlage für seine Definition des Begriffs der Umweltkommunikation bezug auf seine Charakterisierung des Begriffs der Unternehmenskommunikation und bezeichnet somit als Umweltkommunikation „die Gesamtheit aller Kommunikationsprozesse eines Unternehmen mit Hilfe derer das Unternehmen seine internen und externen, für Fragen des Umweltschutzes relevante Kontexte wahrzunehmen, sie zu thematisieren und auf sie Einfluß zu nehmen versucht.“ Ferner betont er auch an dieser Stelle die Existenz und das Wechselspiel der konstitutiven Merkmale der „Universalität“, der „Rekursivität“, der „Fiktionalität“, aber auch der „Kontinuität“ und der „Verknüpfung mit der Umweltpolitik des Unternehmens“. Diese Existenz und das Wechselspiel der konstitutiven Merkmale vernachlässigt FICHTER im Rahmen seiner Definition der Umweltkommunikation. Meiner Meinung nach sind gerade diese konstitutiven Merkmale für die Planung und Durchführung einer Umweltkommunikation von großer Bedeutung. Mit ihrer Beachtung können Unternehmen eine Handlungsfähigkeit gegenüber den komplexen Anforderungen an ihre Umweltkommunikation erlangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes für Unternehmen ein und skizziert die Notwendigkeit einer ökologischen Kommunikation.
2 Zur Notwendigkeit einer Umweltkommunikation in der heutigen Zeit: Dieses Kapitel erläutert die ökologischen Herausforderungen und den Druck externer Anspruchsgruppen, der eine professionelle Umweltkommunikation für Unternehmen unabdingbar macht.
3 Theoretische Grundlagen der Umweltkommunikation von Unternehmen: Hier werden die Begriffe Kommunikation und Unternehmenskommunikation theoretisch analysiert, um eine fundierte Basis für das Verständnis von Umweltkommunikation zu schaffen.
4 Umweltkommunikation: Das Kapitel behandelt den Begriff, die verschiedenen Realtypen der Umweltpolitik, die Kommunikationsstrategien sowie die vielfältigen Instrumente der Umweltkommunikation.
5 Das Praxisbeispiel: Die Umweltkommunikation des Lebensmittelherstellers Hipp: Anhand des Unternehmens Hipp wird dargestellt, wie ein "Öko-Innovator" seine Umweltkommunikation in die Praxis umsetzt und auf Krisen reagiert.
6 Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Umweltkommunikation eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, an der sich alle Gruppen beteiligen müssen.
Schlüsselwörter
Umweltkommunikation, Unternehmenskommunikation, Umweltschutz, Öko-Controlling, Umweltbericht, Nachhaltigkeit, Öko-Innovator, Stakeholder, Unternehmenspolitik, Krisenkommunikation, Umweltpolitik, Umweltmanagement, Dialogorientierung, Praxisbeispiel Hipp, Öko-Auditverordnung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und Gestaltung von Umweltkommunikation innerhalb von Unternehmen unter Berücksichtigung moderner Kommunikationstheorien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einordnung der Unternehmenskommunikation, die verschiedenen Strategien der Umweltpolitik und der praktische Einsatz von Kommunikationsinstrumenten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, warum eine ökologische Kommunikation heute erforderlich ist und wie Unternehmen diese gestalten können, um umweltbezogenen Anforderungen gerecht zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer Fallstudienanalyse am Beispiel des Unternehmens Hipp.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Kommunikationsinstrumenten und Realtypen der Umweltpolitik sowie eine praktische Fallstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Umweltkommunikation, Öko-Innovator, Unternehmensidentität, Umweltberichterstattung und Stakeholder-Dialog.
Wie unterscheidet der Autor verschiedene Typen der Umweltpolitik?
Der Autor orientiert sich an Mesterharm und unterscheidet vier Realtypen: den „Umweltschutz-Ignoranten“, den „Öko-Anpasser“, den „Öko-Marketer“ und den „Öko-Innovator“.
Welche Rolle spielt das Unternehmen Hipp in der Arbeit?
Hipp dient als Praxisbeispiel für einen „Öko-Innovator“, der Umweltkommunikation als strategisches Element einsetzt, um seine Vorreiterrolle zu festigen und aktiv auf Krisen zu reagieren.
- Quote paper
- Boris Hoppen (Author), 2002, Umweltkommunikation von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11625