Die E-Mail als Kommunikationsmedium ist für mich kaum mehr wegzudenken. Es bietet der Gesellschaft Informationen kostengünstig und schnell rund um den Globus auszutauschen. Nebst diesen positiven Eigenschaften gibt es leider auch negative, welche E-Mail als Kommunikationsmittel mit sich bringen: Viren, Würmer, Spam, Phishing-Mail – dies sind nicht nur Schlagwörter, die in den letzten Jahren bekannt geworden sind. Viel mehr sind sie zu einer gefährliche Bedrohungen für Wirtschaft und Gesellschaft geworden, welche das Medium E-Mail als Kommunikationsmittel benützen. Was kann man nun gegen Spam unternehmen? Welche Methoden sind zuverlässig? Wie hoch sind die Kosten für einen wirksamen Schutz? Und woher hat der Spammer überhaupt meine E-Mail-Adresse? Das sind alles Fragen die mancher sich schon gestellt haben mag. Zumindest ich habe dies und kam so auf die Idee, diese mit dieser Diplomarbeit zu beantworten. Mit dieser Arbeit wird untersucht: welche technischen Methoden und welche regulativen Massnahmen es heute zur Spam-Bekämpfung gibt. Es wird auch aufgezeigt welche Kosten Spam generiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Management Summary
1.1 Das Problem
1.2 Kosten
1.3 Juristische Fragen
1.4 Massnahmen gegen Spam
2 Einleitung
2.1 Zweck und Umfang
2.2 Thematischer Fokus
2.3 Aufbau des Dokuments
3 Spam
3.1 Die Geschichte
3.2 Die Problematik (Ausgangslage)
4 Spam und seine ökonomische Bedeutung
4.1 Definition von Spam
4.2 Spam-Kategorien
4.2.1 Kommerzielle Werbung
4.2.2 Nichtkommerzielle Werbung
4.2.3 Betrug und Phishing
4.2.4 Hoax- und Chain-E-Mail
4.2.5 Joe-Job-Mail
4.2.6 Malware
4.2.7 Bounce Messages
4.3 Der wirtschaftliche Schaden
4.3.1 Kosten, die durch Spam verursacht werden
4.3.2 Kosten, die durch Anti-Spam-Massnahmen entstehen
4.3.3 Kostenträger
4.4 Der wirtschaftliche Gewinn
5 Anti-Spam-Massnahmen
5.1 Legislative Massnahmen
5.1.1 Anti Spam Gesetze
5.2 Organisatorische Massnahmen
5.2.1 Abuse-Systeme
5.2.2 Internationale Kooperation
5.3 Vorsorgemassnahmen
5.3.1 Schutz der E-Mail-Adresse
5.3.2 Umgang mit empfangenen Spam-E-Mails
5.4 Technologische Massnahmen
5.4.1 IP-Blockierung
5.4.2 Filtermethoden
5.4.3 Authentifizierung
5.4.4 False-Positive
5.4.5 Weitere Anti-Spam-Methoden
6 Lösungsansatz für den Einsatz von Anti-Spam
6.1 Entscheidungshilfen für Anti-Spam-Methoden
6.2 Kostenrechnung
6.2.1 Kosten ohne Anti-Spam-Lösung
6.2.2 Kosten für eine Inhouse-Lösung
6.2.3 Kosten für Managed Service-Lösung
6.3 Lösungsvariante
6.3.1 Bewertung der Lösung
7 Reflexion
7.1 Vorgehen
8 Abschluss
8.1 Epilog
8.2 Danksagung
9 Index
A. Literaturverzeichnis
1) Bücher und E-Books
2) Studien
3) Artikel aus Zeitschriften
4) Internetquellen
B. Tabelle LMAP
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Spam auf Unternehmen und die Gesellschaft sowie die Wirksamkeit aktueller technischer und regulatorischer Schutzmassnahmen. Ziel ist es, effektive Strategien für KMUs zur Spam-Bekämpfung zu identifizieren und einen praxisnahen Lösungsvorschlag zu erarbeiten.
- Wirtschaftliche Schadensanalyse und Kostentreiber durch Spam
- Rechtliche Rahmenbedingungen und internationale Kooperationsansätze
- Technische Filtermethoden (regelbasiert, Bayes, Whitelisting/Blacklisting)
- Vergleich von Inhouse-Lösungen und Managed Services für KMUs
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Geschichte
Die Etymologie des Wortes Spam wird üblicherweise an einem alten Sketch der britischen Comedyserie „Monty Python’s Flying Circus“ erläutert. Dieser Sketch spielt in einem Restaurant, wo alle Mahlzeiten mit viel SPAM serviert werden – ‚SPAM’ ist hier eingemachtes Fleisch, ein Akronym für „Shoulder of Pork and Ham“. Der Kellner wiederholt das Wort mehrmals hintereinander, um zu beschreiben, wie viel SPAM in den Menüs vorhanden ist. Plötzlich beginnt eine Gruppe Wikinger im Restaurant lauthals zu singen „SPAM, SPAM, SPAM“, was den anderen Gästen ein Gespräch zu führen unmöglich macht, da jedes Wort vom Gesang übertönt wird. [2, S. 13] Dieses Szenario kann man auf die Kommunikation im Internet übertragen, insbesondere auf den Empfang von Spam.
In der Literatur finden sich Hinweise, dass unerwünschte E-Mails schon früh als Problem erkannt worden sind, so im „Internet Request for Comments“ RFC: 706 [3] im Jahre 1975.
Die erste versandte Spam-Message wurde von einem DEC-Marketing-Repräsentanten an alle ARPANET-Adressen der U. S.-West-Küste versandt – zumindest wurde es versucht. [4] Der Begriff ‚Spam’ entstand allerdings sehr viel später, im Jahre 1994, als zwei Juristen namens Canter und Siegel aus Phoenix ihre Werbung und ihren Service zur kommenden Green-Card-Lotterie in das Usenet posteten. Es war nicht die erste Message ihrer Art, aber es ist die erste Massen-Message, welche als „Spam“ bezeichnet wurde. Eine Sammlung früher Spam-Messages findet sich bei Templeton. [5, 7]
Zusammenfassung der Kapitel
1 Management Summary: Bietet einen Überblick über die Spam-Problematik, die damit verbundenen Kosten und die Notwendigkeit von Schutzmassnahmen für Wirtschaft und Gesellschaft.
2 Einleitung: Definiert den Zweck, den Umfang und den thematischen Fokus der Diplomarbeit mit Schwerpunkt auf KMUs bis 350 Mitarbeiter.
3 Spam: Beleuchtet die historische Entwicklung des Spam-Begriffs und die aktuelle Ausgangslage für Internetnutzer.
4 Spam und seine ökonomische Bedeutung: Analysiert Definitionen, verschiedene Spam-Kategorien und die massiven wirtschaftlichen Schäden für Unternehmen.
5 Anti-Spam-Massnahmen: Erläutert legislative, organisatorische, präventive und technologische Ansätze zur Spam-Bekämpfung.
6 Lösungsansatz für den Einsatz von Anti-Spam: Präsentiert Entscheidungshilfen, eine detaillierte Kostenrechnung verschiedener Lösungsmodelle und empfiehlt ein dreistufiges Filterkonzept.
7 Reflexion: Reflektiert den Lernprozess und die Erkenntnisse des Autors während der Erstellung der Arbeit.
8 Abschluss: Fasst das Fazit zusammen und enthält eine Danksagung des Autors.
Schlüsselwörter
Spam, UCE, UBE, E-Mail-Sicherheit, Phishing, Spam-Filter, Blacklisting, Whitelisting, Greylisting, Bayes-Filter, Managed Service, Kostenanalyse, IT-Infrastruktur, Internetbetrug, Malware
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema dieser Diplomarbeit?
Die Arbeit behandelt den endlosen Kampf gegen unerwünschte E-Mails (Spam) und analysiert deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Kosten, die durch Spam entstehen.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Arbeit umfasst die Geschichte von Spam, Kategorisierung von Spam-Formen, wirtschaftliche Schadensberechnung, rechtliche Grundlagen und technische sowie organisatorische Schutzmassnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die wirtschaftlichen Auswirkungen von Spam für Unternehmen zu quantifizieren und technische sowie regulative Methoden zur effektiven Spam-Bekämpfung zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor führt eine umfassende Literaturstudie durch und kombiniert diese mit betriebswirtschaftlichen Kostenrechnungen für KMUs, um Lösungsansätze zu validieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Analyse der Spam-Bedeutung und einen detaillierten Lösungsteil, der Massnahmen wie Filtertechniken und Managed Services bewertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Spam, E-Mail-Sicherheit, Filtertechnologien, wirtschaftlicher Schaden, Managed Service und Anti-Spam-Strategien beschreiben.
Wie unterscheidet der Autor die Kosten für Anti-Spam-Massnahmen?
Der Autor differenziert zwischen unmittelbaren Kosten (Hardware, Lizenzgebühren, Entwicklung) und mittelbaren Kosten (Schulung, Administration, Fehlerbearbeitung).
Warum empfiehlt der Autor eine dreistufige Filterlösung?
Eine dreistufige Filterung (Managed Service, E-Mail-Server, MUA-Ebene) wird als wirksamste Methode empfohlen, da sie einen maximalen Schutz bietet und gleichzeitig individuelle Bedürfnisse berücksichtigt.
- Quote paper
- Christoph Almer (Author), 2008, Spam - Der endlose Kampf gegen unerwünschte E-Mails und die daraus entstehenden Kosten und Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116285