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"Schemas". Frühkindliche Verhaltensmuster als Ausgangspunkt sozialpädagogischen Handelns

Title: "Schemas". Frühkindliche Verhaltensmuster als Ausgangspunkt sozialpädagogischen Handelns

Diploma Thesis , 2008 , 87 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Sozialpädagogin Katrin Edelmann (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen vorliegender Arbeit soll die auf Piagets Arbeit zur kognitiven Entwicklung von Kindern beruhende Methode rund um das "Schemata-Modell" in Theorie und Praxis beleuchtet werden. Am Beispiel des Kinder- und Familienzentrums St. Josef in Stuttgart wird aufgezeigt, wie mit dem Schemata-Modell in der alltäglichen Arbeit einer Kindertagesstätte umgegangen werden kann. Es gibt bisher kaum deutschsprachige Literatur, welche dieses Thema kompakt zusammenfasst und in Theorie und Praxis darstellt. Dies gab für die Autorin den Anstoß, sich im Rahmen ihrer Diplomarbeitnäher mit dem Schemata-Modell auseinanderzusetzen.

Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit soll kurz die Entstehung der Early Excellence Centres skizziert und im Anschluss Konzepte und Leitgedanken dieses pädagogischen
Ansatzes in Bezug auf Kinder, Eltern und Gemeinwesen dargestellt werden. Anschließend wird auf die theoretischen Grundlagen des Schemata-Modells eingegangen, wobei hier in erster Linie die entwicklungspsychologischen Theorien von
Piaget, aber auch deren Weiterentwicklung durch Chris Athey von Bedeutung sind.

Auch die Kritik der Forschungsgemeinschaft an diesen Theorien wird im Rahmen dieses Kapitels aufgezeigt. Im Anschluss an die tabellarische Darstellung von insgesamt 41 Schemas wird die praktische Arbeit mit diesen Handlungsmustern erläutert und unterschiedliche Instrumentarien zur Kinderbeobachtung dargestellt. Anhand eines exemplarischen Portfolios aus dem Pen Green Centre in Corby, soll diese Form der Bildungsdokumentation vorgestellt werden. Auch die besondere Bedeutung der Kooperation zwischen Eltern und Fachkräften wird in diesem Kapitel
berücksichtigt.

Um einen Einblick in die Praxis zu geben, werde ich in Kapitel 6 die pädagogische Arbeit der Kita 7 des Kinder- und Familienzentrums St. Josef in Stuttgart-Ost beschreiben. Nach dem Familienzentrum Schillerstraße in Berlin soll diese Einrichtung das zweite Early Excellence Centre Deutschlands werden. Die Umstellung auf den Early-Excellence-Ansatz hat dort im Herbst 2007 begonnen und nimmt momentan
immer mehr Gestalt an. Im Rahmen dieser Arbeit hatte ich die Möglichkeit, an mehreren Coaching-Veranstaltungen für Fachkräfte der St. Josef gGmbH zum Thema Beobachtung und Dokumentation teilzunehmen. Die Ergebnisse innerhalb dieser Coachings werde ich in Kapitel 6 ausführlich beschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begründung der Themenauswahl

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Early Excellence – der positive Blick auf das Kind

2.1 Konzept des Early Excellence Centre

2.1.1 Bildung der Kinder

2.1.2 Eltern

2.1.3 Gemeinwesen

2.1.4 Forschungsanspruch

3. Schemas in der Theorie

3.1 Entwicklungstheoretische Grundlagen nach Piaget

3.2 Kritik der Wissenschaft an Piaget

3.3 Strukturalismus vs. Poststrukturalismus

4. Early Excellence Centre – Schemas

5. Schemas in der Praxis

5.1 Beobachtungsinstrumente

5.1.1 Die Leuvener Engagiertheitsskala für Kinder LES-K

5.1.2 Bildungs- und Lerngeschichten

5.2 Praktische Arbeit mit Schemas

5.2.1 Dokumentation

5.2.2 Kooperation mit den Eltern

6. Begleitung der praktischen Arbeit in Stuttgart

6.1 Grobkonzeption der St. Josef gGmbH

6.2 Ressourcenorientierte Beobachtung

6.2.1 Coaching

6.2.2 Beobachtungssequenzen

6.2.3 Analyse der Beobachtungen

6.2.4 Auswertung der Übungsphase

7. Auswertung

8. Ausblick

9. Literaturliste

10. Anhang - Formblätter

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht das Konzept des Early-Excellence-Ansatzes sowie die Bedeutung der sogenannten Schemas als Grundlage für pädagogisches Handeln. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie die Schema-Theorie als Beobachtungs- und Fördermethode in der Kita-Praxis umgesetzt werden kann, um kindliche Bildungsprozesse zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit Eltern zu stärken.

  • Grundlagen des Early-Excellence-Ansatzes (Kinder, Eltern, Gemeinwesen)
  • Entwicklungspsychologische Einordnung der Schemas (Piaget/Athey)
  • Vorstellung von 41 spezifischen Verhaltensmustern (Schemas)
  • Anwendung von Beobachtungsinstrumenten (Leuvener Engagiertheitsskala, Bildungs- und Lerngeschichten)
  • Praxisbericht zur Implementierung des Ansatzes in Stuttgart

Auszug aus dem Buch

Schemas in der Theorie

Die pädagogische Arbeit im Early-Excellence-Ansatz, insbesondere im Pen Green Centre in Corby und seit 2004 auch im Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin, ist sehr stark an so genannten Schemas ausgerichtet. Schemas sind biologisch determinierte Verhaltensmuster, bzw. eine durch Vereinfachung gekennzeichnete Struktur von Gedächtnisinhalten. Ein kognitives Schema zeigt sich in bestimmten Handlungsschemata, wie beispielsweise Werfen oder Klopfen und macht dadurch aus vielen unterschiedlichen Gegenständen gleichartige, d.h. Dinge die man werfen kann bzw. Dinge mit denen man klopfen kann. Schemata erleichtern somit kognitiv den Umgang mit der Umwelt. Chris Athey, welche in den siebziger Jahren damit begann, die auf Piaget zurückgehende Theorie für die Elementarpädagogik nutzbar zu machen, definiert Schemas wie folgt: „A schema is a pattern or repeatable behaviour into which experiences are assimilated and that are gradually co-ordinated. Co-ordinations lead to higher-level and more powerful schemas“ (vgl. Athey 1990 in Bruce 2005, 70). Das heißt, Kinder probieren ein Handlungsmuster innerhalb ihres Spiels an vielfältigen Gegenständen in ihrer Umgebung aus. Dadurch sind sie fähig, sich ein Bild von der Welt zu machen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie bestimmte Dinge funktionieren. Aus der Verknüpfung dieser einzelnen Muster entstehen dann spätere Handlungskonzepte der Kinder. Die meisten Schemas treten nicht allein, sondern meist in Kombination mit anderen Verhaltensmustern, so genannten Clusters auf. Innerhalb der einzelnen Schemas gibt es keine Hierarchie, jedoch können bestimmte Verhaltensmuster dominieren (vgl. Bruce 2005, 70-71).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Elementarpädagogik und führt in die Schema-Theorie als Basis für den Early-Excellence-Ansatz ein.

Early Excellence – der positive Blick auf das Kind: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, Konzepte und Leitgedanken der Early Excellence Centres als ganzheitliche Familienzentren.

Schemas in der Theorie: Hier werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen nach Piaget sowie die Modifikationen durch Chris Athey und der Strukturalismus im Kontext der Schemas dargestellt.

Early Excellence Centre – Schemas: Dieses Kapitel bietet eine tabellarische Übersicht und Definition von 41 identifizierten Schemas basierend auf der Arbeit von Cath Arnold.

Schemas in der Praxis: Hier werden Beobachtungsinstrumente wie die Leuvener Engagiertheitsskala und Bildungs- und Lerngeschichten vorgestellt sowie deren Anwendung erläutert.

Begleitung der praktischen Arbeit in Stuttgart: Dieses Kapitel beschreibt die Implementierung des Early-Excellence-Ansatzes in der Kita 7 der St. Josef gGmbH, inklusive Coachings und Fallbeispielen.

Auswertung: Die Auswertung reflektiert die Eignung der Schema-Theorie für den pädagogischen Alltag und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Verknüpfung mit anderen Methoden.

Ausblick: Der Ausblick diskutiert potenzielle zukünftige Forschungsfragen bezüglich sozialer Verhaltensmuster und der langfristigen Auswirkungen des Konzepts.

Schlüsselwörter

Early Excellence, Schemas, Piaget, Kindheitspädagogik, Beobachtung, Bildungsdokumentation, Lerndispositionen, Elternarbeit, kindliche Entwicklung, St. Josef, Verhaltensmuster, Elementarpädagogik, Coaching, Empowerment, pädagogische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der pädagogischen Arbeit in Early Excellence Centres und insbesondere mit der Schema-Theorie als Beobachtungs- und Fördermethode für frühkindliche Bildungsprozesse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Konzept des Early Excellence Centre, die Schema-Theorie nach Piaget und Athey sowie deren Anwendung durch spezifische Beobachtungsinstrumente wie die Leuvener Engagiertheitsskala und Bildungs- und Lerngeschichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Nutzen der Schema-Theorie für die praktische Arbeit in Kitas zu untersuchen und aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte durch systematische Beobachtung Kinder in ihren individuellen Lernprozessen besser unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Begleitung und Auswertung einer praktischen Umstellungsphase (Coaching-Prozess) in einem Kinder- und Familienzentrum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben theoretischen Grundlagen der Schemas auch 41 praktische Schema-Definitionen aufgeführt, die Beobachtungsmethodik erläutert und die konkrete Implementierung dieser Ansätze in einer Stuttgarter Kindertagesstätte dokumentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Early Excellence, Schemas, kindliche Bildung, Beobachtungsinstrumente und Elternpartizipation.

Was ist das Besondere an der Arbeit mit dem "Pen Green Loop"?

Der Pen Green Loop beschreibt eine Rückkoppelungsschleife zwischen den Beobachtungen des pädagogischen Personals und den Eltern, die sicherstellt, dass Informationen über die Lernschritte des Kindes beidseitig reflektiert und in die Bildungsplanung einfließen.

Warum wird die Schema-Theorie oft mit den Bildungs- und Lerngeschichten nach Carr verknüpft?

Die Kombination ermöglicht eine ganzheitlichere Perspektive: Während die Schema-Theorie logische Muster und Wissensstrukturen sichtbar macht, fokussieren die Lerngeschichten stärker auf soziale und interaktionelle Lernprozesse.

Welche Herausforderungen bei der Umsetzung werden im Fazit genannt?

Die Fachkräfte beurteilten die wertfreie Beobachtung als schwierig, nannten personelle Engpässe als Barriere und wiesen darauf hin, dass die Zuordnung von Verhalten zu einem bestimmten "Schema" im Alltag komplex sein kann.

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Details

Title
"Schemas". Frühkindliche Verhaltensmuster als Ausgangspunkt sozialpädagogischen Handelns
College
University of Applied Sciences Esslingen
Grade
1,3
Author
Diplom-Sozialpädagogin Katrin Edelmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
87
Catalog Number
V116293
ISBN (eBook)
9783640183012
ISBN (Book)
9783640183258
Language
German
Tags
Schemas Frühkindliche Verhaltensmuster Ausgangspunkt Handelns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Sozialpädagogin Katrin Edelmann (Author), 2008, "Schemas". Frühkindliche Verhaltensmuster als Ausgangspunkt sozialpädagogischen Handelns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116293
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