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Lernentwicklungsportfolio. Durchführung und Evaluation. Ein Beitrag zur Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern einer 3. Klasse

Title: Lernentwicklungsportfolio. Durchführung und Evaluation. Ein Beitrag zur Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern einer 3. Klasse

Examination Thesis , 2008 , 34 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bianca Lähn (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Im Anschluss an eine Unterrichtsstunde stellte ich den Kindern die Frage,
warum es gut sei, zu wissen, was man bereits kann und was nicht. Ein langes Schweigen wurde durch die Äußerung eines Schülers unterbrochen: „Damit die Lehrer wissen, was man kann und eine Note geben können.“
Im sich anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass einige Kinder die Einstellung hatten, sie müssten lernen, weil die Lehrer, oder Eltern es so wollen. Zudem waren viele sehr stark auf Noten fixiert und verbanden einen Lernerfolg nur mit entsprechenden Noten.
Mir wurde in diesem Moment deutlich, dass ein Blickrichtungswechsel bei den
Kindern entstehen musste, damit sie zu aktiven, eigenverantwortlichen Lernern
werden konnten. Ihnen war zu diesem Zeitpunkt nicht die eigene Rolle in ihrem
individuellen Lernprozess bewusst.
Aber wie kann ein Kind zu einem aktiven Lerner werden und zugleich optimal auf das Leben in dieser Gesellschaft vorbereitet werden, unter Berücksichtigung vorgegebener Bildungsstandards? Wie kann ich dabei jedem Einzelnen gerecht werden und ihn, seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend, unterrichten und fördern?

In der deutschen Bildungslandschaft, werden unter anderem diese Fragen diskutiert. Eine „neue Lernkultur“ wird thematisiert und Versuche unternommen, das Lehren und Lernen in neue Zusammenhänge zu bringen. Diese Diskussion wird nicht nur durch den Wandel der Gesellschaft zu einer pluralen, flexiblen, digitalen Informations- und Wissensgesellschaft bedingt, sondern auch durch neuere Erkenntnisse aus der kognitionspsychologischen Forschung und des Konstruktivismus, der eine Modifikation von Lehr- und Lernprozessen bewirkt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Darstellung und Begründung des Konzepts

2.1 Wurzeln und Bedeutung des Begriffs Portfolio

2.1.1 Historische Anknüpfung

2.1.2 Theoretische Anknüpfung

2.1.3 Portfolio-Konzepte

2.2 Eigenreflexionsfähigkeit

2.3 Begründungen

2.3.1 Begründung durch die Richtlinien

2.3.2 Begründung durch die Lehrerfunktionen

2.3.3 Begründung für die Wahl des Portfoliokonzepts

3 Pädagogische Bedingungsfeldanalyse

3.1 Bedingungsfeld der Schule

3.2 Bedingungsfeld der Klasse

3.3 Voraussetzungen der Lehrkraft

4 Ziele und Durchführung des Konzepts

4.1 Ziele und Schwerpunkte

4.1.1 Ziele

4.1.2 Schwerpunkte

4.2 Durchführung

4.2.1 Allgemeine Hinweise

4.2.2 Strukturierung und Darstellung des Konzepts

4.3 Verwendete Materialien

5 Evaluation und Reflexion des Konzepts

5.1 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Ziele

5.2 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Schülerinnen und Schüler

5.3 Evaluation und Reflexion im Hinblick auf die Lehrerfunktionen

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern einer 3. Klasse durch die Durchführung und Evaluation eines Lernentwicklungsportfolios. Es wird untersucht, wie Schüler befähigt werden können, ihren eigenen Lernprozess aktiv wahrzunehmen, zu bewerten und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.

  • Grundlagen und Definitionen der Portfolioarbeit
  • Bedeutung der Eigenreflexionsfähigkeit im Grundschulalter
  • Pädagogische Bedingungsfeldanalyse der Schulumgebung
  • Strukturierung und praktische Durchführung des Portfoliokonzepts
  • Evaluation der Zielerreichung und kritische Reflexion der Lehrerfunktionen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Historische Anknüpfung

Nach Thomas Häcker lassen sich grundlegende Merkmale und Prinzipien des Portfoliokonzepts bereits in der Reformpädagogik ausmachen, die ebenfalls einen Fokus auf das selbstständige Lernen und der Entwicklung, die Kompetenzen und Fortschritte der Lernenden gelegt hat. Er verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf die „Arbeitsmappen“ Fritz Karsens (1885 – 1951), das „olivgrüne Heft“ in der Odenwaldschule (École d´Humanité) und die „Jahresarbeiten“ an Waldorfschulen.

Ulrich Hecker sieht die Wurzeln der Portfolioarbeit zudem bei Johann Heinrich Pestalozzi („Lernen mit Kopf, Herz und Hand“), Martin Wagenschein („Intensität statt straffer Flüchtigkeit“), Célistin Freinet („Den Kindern das Wort geben“) und Erik Erikson („Identität“ und „Werksinn“).

In der US-amerikanischen Portfolioliteratur finden sich hingegen keine historischen Bezüge.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit eines Blickrichtungswechsels bei Grundschulkindern, um sie von einer notenfixierten Einstellung hin zu aktivem, eigenverantwortlichem Lernen zu führen.

2 Theoretische Darstellung und Begründung des Konzepts: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln und Konzepte der Portfolioarbeit, definiert Eigenreflexionsfähigkeit und begründet die Anwendung des Konzepts durch geltende Richtlinien und Lehrerfunktionen.

3 Pädagogische Bedingungsfeldanalyse: Es erfolgt eine Analyse des spezifischen schulischen Umfelds, der Lerngruppe sowie der Voraussetzungen der Lehrkraft für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens.

4 Ziele und Durchführung des Konzepts: Dieses Kapitel definiert die Lernziele, stellt den praktischen Ablauf der 9-teiligen Portfolioeinheiten dar und beschreibt die verwendeten Materialien.

5 Evaluation und Reflexion des Konzepts: Die Ergebnisse werden hinsichtlich der gesetzten Ziele, der Schülerentwicklung und der Lehrerfunktionen kritisch evaluiert.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst den Erfolg bei der Anbahnung der Eigenreflexion zusammen und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Konzepts im Schulalltag.

Schlüsselwörter

Lernentwicklungsportfolio, Eigenreflexionsfähigkeit, Grundschule, Selbstkonzept, Leistungsbeurteilung, Kompetenzorientierung, Selbsteinschätzung, Selbststeuerung, Pädagogische Diagnostik, Lernkultur, Reflexion, 3. Klasse, Portfolioarbeit, Lernprozess, Schüleraktivierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung eines Lernentwicklungsportfolios in einer 3. Klasse, um die Eigenreflexionsfähigkeit der Kinder zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretische Fundierung von Portfolioarbeit, die Bedeutung der Selbstreflexion, die pädagogische Planung und die praktische Evaluation eines solchen Konzepts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Anbahnung und Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern, damit diese zu aktiven und eigenverantwortlichen Lernern werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine praxisorientierte pädagogische Untersuchung durchgeführt, die eine Bedingungsfeldanalyse sowie eine formative Evaluation mittels Beobachtungen, Gesprächen und Fragebögen beinhaltet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Analyse der Rahmenbedingungen, die detaillierte Darstellung der durchgeführten Portfolioeinheiten und die abschließende Evaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lernentwicklungsportfolio, Eigenreflexionsfähigkeit, Kompetenzorientierung, Selbsteinschätzung und Selbststeuerung.

Warum ist laut der Autorin ein Blickrichtungswechsel bei den Schülern notwendig?

Viele Kinder fixieren sich zu stark auf Noten. Ein Blickrichtungswechsel ist nötig, damit sie ihre eigene Rolle im individuellen Lernprozess erkennen und Verantwortung für ihren Lernerfolg übernehmen.

Wie unterscheidet sich das gewählte Portfolio-Modell von traditioneller Leistungsbeurteilung?

Das Portfolio ermöglicht eine selbstbestimmte Leistungsdarstellung statt einer bloßen, punktuellen fremdbestimmten Leistungsfeststellung und fördert die intrinsische Motivation.

Welche Schwierigkeit ergab sich bei der Arbeit mit der Klasse?

Die für die Portfolioarbeit notwendige Eigenreflexionsfähigkeit war bei den Kindern zu Beginn nicht ausgeprägt, da sie mit Methoden wie Selbsteinschätzungsbögen noch nicht vertraut waren.

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Details

Title
Lernentwicklungsportfolio. Durchführung und Evaluation. Ein Beitrag zur Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern einer 3. Klasse
Course
2. Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- Haupt und Realschulen
Grade
2,0
Author
Bianca Lähn (Author)
Publication Year
2008
Pages
34
Catalog Number
V116294
ISBN (eBook)
9783640186051
ISBN (Book)
9783640188024
Language
German
Tags
Durchführung Evaluation Lernentwicklungsportfolio Beitrag Entwicklung Eigenreflexionsfähigkeit Kindern Klasse Staatsprüfung Lehramt Grund- Haupt Realschulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianca Lähn (Author), 2008, Lernentwicklungsportfolio. Durchführung und Evaluation. Ein Beitrag zur Entwicklung der Eigenreflexionsfähigkeit von Kindern einer 3. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116294
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