Einführung in die biblische Erzählung von Abraham und Sara (Gen 15, 4-7) in der Grundschule (Religion, 1. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2021

19 Seiten

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Die Unterrichtseinheit
1.1 Thema der Unterrichtseinheit
1.2 Erwartete Kompetenzen nach Durchführung der Unterrichtseinheit
1.3 Tabellarische Übersicht der Einzelstunden

2 Die stundenbezogene Erfassung und Beschreibung der Lernausgangslage

3 Methodische Entscheidungen zur Stunde

4 Anlagen
4.1 Stundenverlaufsplanung
4.2 Literatur
4.3 Medien und Materialien
4.4 Halbjahresplanung

1 Die Unterrichtseinheit

1.1 Thema der Unterrichtseinheit

Wir lernen die biblische Erzählung von Abraham und Sara kennen.1

1.2 Erwartete Kompetenzen nach Durchführung der Unterrichtseinheit

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Wir lernen die biblische Erzählung von Abraham und Sara kennen“ erweitern die Schülerinnen und Schüler2 vor allem ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in dem inhaltsbezogenen Kompetenzbereich „Nach Gott fragen“. Die SuS geben Situationen wieder, in denen Menschen, in diesem Fall Abraham und Sara, Erfahrungen mit Gott machen.3 Am Ende der Unterrichtseinheit können die SuS die Erzählung aus der Bibel von Abraham und Sara in Auszügen mit Hilfe des Bodenbildes wiedergeben.4 Während der Unterrichtseinheit wird den SuS Raum gegeben eigene und biblische Gottesvorstellungen darzulegen sowie zu beschreiben, indem sie die Geschichte als einen Weg des Glaubens kennenlernen, also als einen Weg des Vertrauens aber auch als Weg des Zweifelns und Fragens nach Gott.5 Dazu werden die biblischen „Gottesvorstellungen: Gott begleitet, bewahrt, hilft“6 und, dass „Gott in den Höhen und Tiefen des Lebens“7 da ist, vorgestellt. Im prozessbezogenen Kompetenzbereich wird besonders die „Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz“ begünstigt. Während des vermehrt auftretenden Arbeitsauftrages, des kreativen Malens, wird die „Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz“ in Form von Sinneseindrücken, Gedanken, Gefühlen und Fragen gefördert.8 Ein Perspektivwechsel findet statt, indem die SuS sich in Abraham und Sara hineinversetzen und den beiden ihre Stimme verleihen.

1.3 Tabellarische Übersicht der Einzelstunden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Die stundenbezogene Erfassung und Beschreibung der Lernausgangslage

Die erste Jahrgangsstufe der Grundschule umfasst Klassen, wobei sich die Klasse 1 aus Mädchen und Jungen zusammensetzt. Die insgesamt SuS sind zwischen sechs und sieben Jahren alt. Es werdenzwei Stunden Religionsunterricht pro Woche erteilt. V onden zwei Stunden übernimmt die LiVDalle Stunden, wobei eine Stunde betreuter Unterricht und eine Stunde Einzelunterricht stattfindet. Seit dem 07.06.2021 findet in der Grundschule wieder das Szenario A, bei dem alle SuS im Klassenverbund unterrichtet werden, statt. Die LiVD hat die SuS bis dahin zwei Mal im Klassenverbund gesehen, da seit Beginn des Referendariats im Szenario B gelehrt wurde.. Davon sind die A bzw. B-Gruppen jeweils einen Tag in der Schule und am darauffolgenden Tag zu Hause oder ggf. in der Notbetreuung. Die Gruppe, die zu Hause ist, bekommt für den folgenden Tag Aufgaben, die am Ende der Stunde in den Hausaufgabenplaner geschrieben werden müssen. Die LiVD unterrichtet in der Klasse 7 Stunden Mathematik pro Woche. Der Gesamteindruck der Klasse ist gut, wobei es sich um eine lebhafte und kommunikative Klasse handelt. Die SuS sind untereinander hilfsbereit und grundsätzlich freundlich.

Das Arbeitsverhalten der SuS ist heterogen. Die SuS nehmen gerne am Religionsunterricht teil und zeigen Motivation. und bearbeiten die Aufgaben meistens zügig und gründlich. Auch in Plenumsphasen stechen diese SuS durch qualitative Beiträge heraus. Einige beteiligen sich regelmäßig und bereichern damit den Unterricht. Dagegen müssen andere besonders und oft zum Arbeiten aufgefordert werden. Zwei der SuS lernen Deutsch als Zweitsprache und sprechen kaum Deutsch. Sie können dem Unterricht daher schlecht/ nicht folgen. Beide Schülerinnen erschließen sich die Vorgehensweisen während der Erarbeitungsphasen durch Beobachten und visuelle Veranschaulichungen. Besonders eine SuS ist sehr kreativ und hat gute Ideen, die sie aber in der Sicherungsphase nicht verbalisieren/vorstellen kann. Unterrichtsstörungen treten häufig in Form von Zwischenrufen besonders von den SuS auf, die dadurch ihre Mitschüler ablenken. Eine SuS ist öfter traurig aufgrund ihrer Familiensituation und weil sie Streit mit einem anderen Mädchen in der Klasse hat. Sie setzt sich in Sitzkreisphasen öfter an ihren Platz zurück und malt. Nach Aufforderung kommt sie aber wieder in den Kreis zurück.

Der fachbezogene Leistungsstand der Klasse ist ebenfalls heterogen. Besonders gute Leistungen im Fach Religion erbringen einige. Die SuS bearbeiten oftmals differenzierte Aufgaben oder haben viele kreative Ideen, die den Unterricht bereichern. Die anderen SuS befinden sich auf einem durchschnittlichen Leistungsniveau, wobei wenige eher schwach sind und sich wenig am Unterricht beteiligen. Sie benötigen zum Teil Ermutigung und Bestätigung in ihren Arbeitsschritten. Beide sind in Plenumsphasen eher still, können aber den Unterricht mit vereinzelten qualitativ hochwertigen Beiträgen sehr bereichern.

Methodisch kennen die SuS die ritualisierte Arbeit mit dem Wüstensack, die Blumenmethode und den Sitzkreis. Die Methoden „Stimme verleihen“ und „Murmelphase“ wurden bisher einmal mit den SuS durchgeführt. Das kreative Malen ist ritualisiert, wobei einige SuS Tipps/Hilfe benötigen. Unterrichtsgespräche und/oder theologische Gespräche sind den SuS bekannt. Alle Methoden wurden bislang nur in den, durch das Szenario B bedingten Halbgruppen A bzw. B durchgeführt. Wie die Ausführung der Methoden/Rituale im Klassenverbund sein wird, ist bislang noch nicht bekannt. Die SuS wissen durch den Satz „Ich freue mich über…“ und das Beenden der Musik, dass die Arbeitsphase vorbei ist. Allerdings kann der Übergang der Sozialformen manchmal lauter werden, da einige SuS ihre Aufgabe dann ggf. noch nicht beendet haben und sie diese fertigstellen wollen.

Maßnahmen und Konsequenzen sind den SuS durch das Ampelsystem, das auch die Klassenlehrerin verwendet, vertraut. Wenn die SuS herunterrutschen, wird auf Stufe 3 ein Eintrag in den Schulplaner vorgenommen, der von einer/m Erziehungsberechtigten unterschrieben werden muss. Auf Stufe 4 werden die Eltern angerufen und über die Unterrichtsstörungen, die von ihrem Kind ausgingen, telefonisch informiert.

3 Methodische Entscheidungen zur Stunde

Anfangs erfolgt ein kurzer ritualisierter Einstieg im Plenum, bei dem der Stundenverlauf, welcher an der Tafel durch Stundentransparenzkarten dargelegt ist, vorgestellt wird. Dadurchkann wirdein Orientierungsrahmen für die Unterrichtsstunde gegebenwerden .9

Nach dem kurzen Einstieg kommen die SuS für die Hinführungsphase mit der ritualisierten Blumenmethode in den Sitzkreis. Während dieser Gesprächsform kann eine angenehmere und wertschätzendere Gesprächsatmosphäre herrschen, da es keine Tische gibtibt , die als Barrieren dienenkönnten . Darüber hinaus kann besser dafür gesorgt werden, dass alle SuS eine gute Sicht auf das Material haben.10 Zu Beginn der Hinführungsphase wird das Ritual mit der Klangschale und dem Lied der Einheit „Abraham Abraham, verlass dein Land“ durchgeführt, um den Wüstensack zu öffnen. Die SuS bauen gemeinsam das Bodenbild im Wüstensack wieder auf. Das Erzählen von Geschichten kennen die SuS und auch das im Anschluss geführte kurze Unterrichtsgespräch dazu. Die hier eingebaute Murmelphase ist den SuS bislang nur bedingt bekannt. Eine gelungene Hinführungsphase weckt das Interesse der SuS und motiviert zum Lernprozess.11

Die Erteilung des Arbeitsauftrages, der zur Erarbeitungsphase anleitet, erfolgt im Sitzkreis. Nach einem Sozialformwechsel führen die SuS in Einzelarbeit den handelnden Arbeitsauftrag aus. Ziel der Erarbeitungsphase ist es, dass die SuS ggf. in Ansätzen schon elementare Erfahrungen des Menschseins (Angst haben – Hoffen …) thematisieren können. Dazu wurde die Methode des schriftlichen „Stimme Verleihens“ mit Hilfe des kreativen Malens/Schreibens ausgesucht. Die SuS verleihen Abraham und Sara ihre Stimme und können dadurch in eine andere Rolle schlüpfen.12 Beim kreativen Malen dienen Fantasiebilder dazu Gedanken, Gefühle und Ideen in Form von Farben und Formen umzusetzen. Ebenso fördern sie die „Freunde im Umgang mit Formen und Farben.“13 Als Differenzierung wurde das Bild von Sieger Köder, Abraham. Die Nacht von Hebron, das sie elementarisierend ergänzen sollen, sehr hell kopiert. Die SuS können das Bild weitermalen, aber sie können auch etwas Eigenes gestalten.

[...]


2 Im weiteren Verlauf werden geschlechtsspezifische Bezeichnungen wie „Schülerinnen und Schüler“ zu Gunsten der besseren Lesbarkeit auf die Abkürzung „SuS“ reduziert. Ebenso steht die Abkürzung „LiVD“ für die zu unterrichtende „Lehrkraft im Vorbereitungsdienst“.

3 Niedersächsisches Kultusministerium, Kerncurriculum für die Grundschule. Schuljahrgänge 1 – 4. Evangelische Religion, Hannover 2020, S. 18.

4 Vgl. ebd.

5 Vgl. ebd.

6 Ebd., S. 19.

7 Ebd.

8 Ebd., S. 12.

9 Vgl. Hilbert Meyer, Unterrichtsmethoden II: Praxisband, Frankfurt 1997, S. 129.

10 Vgl. Wolfgang Mattes, Methoden im Unterricht, Paderborn 102018, S. 108.

11 Vgl. ebd., S. 62 ff.

12 Vgl. Franz W., Niehl/ Arthur Thömmes, 212 Methoden im Religionsunterricht, München 32020, S. 246.

13 Vgl. S. 187.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Einführung in die biblische Erzählung von Abraham und Sara (Gen 15, 4-7) in der Grundschule (Religion, 1. Klasse)
Jahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1163087
ISBN (Buch)
9783346569912
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einführung, erzählung, abraham, sara, grundschule, religion, klasse
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Einführung in die biblische Erzählung von Abraham und Sara (Gen 15, 4-7) in der Grundschule (Religion, 1. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163087

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