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Die Rolle der Frau im antiken Athen

Inwiefern entspricht Lys. 1, 5-14 dem allgemeinen Rollenbild der Frau zur Zeit des antiken Athens?

Titel: Die Rolle der Frau im antiken Athen

Hausarbeit , 2021 , 12 Seiten

Autor:in: Niklas Rockteschel (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Verteidigungsrede im Mordfall Eratosthenes ist die erste verfasste Rede des Lysias. In dieser verteidigt sich Euphiletos, der Mörder des Ehebrechers Eratosthenes, in einem Prozess und veranschaulicht seine Ansicht auf das Geschehene. Der Abschnitt aus Lys. 1, 5 – 14 soll im weiteren Verlauf dieser Arbeit genauer in Betrachtung gezogen werden. In diesem Abschnitt erläutert der Angeklagte das Verhältnis zu seiner Frau vom Beginn der Ehe sowie die Begegnung mit Eratosthenes und die Einflussnahme dessen auf seine Ehefrau.

Die erste Rede Lysias' soll Aufschluss zur Fragestellung bringen, ob und inwiefern Lys. 1, 5 – 14 dem allgemeinen Rollenbild der Frau zur Zeit des antiken Athens entspricht. Hierzu wird die Quelleninterpretation herangezogen, welche einen starken Fokus auf die von Euphiletos beschriebene Rolle seiner Ehefrau legt. Wesentliche Merkmale und Auffälligkeiten sollen daraufhin zuerst isoliert betrachtet werden und schließlich dem allgemeinen Rollenbild der antiken athenischen Frau um 400 v. Chr. gegenübergestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung von Autor und Werk

2.1 Euphiletos Verteidigungsrede

3. Inhaltliche Beschreibung der Quelle Lysias 1, 5-14

3.1 Einordnung der Rede und Struktur der Argumentation

4. Betrachtung der einzelnen Rollen innerhalb der Rede des Lysias

4.1 Der Ehebrecher Eratosthenes

4.2 Euphiletos

4.3 Die Frau des Euphiletos

4.4 Die Wirkung der Verteidigungsrede des Euphiletos

4.5 Inwiefern entspricht Lys. 1, 5-14 dem allgemeinen Rollenbild der Frau zur Zeit des antiken Athens?

4.6 Die Ehe und das Eheleben

4.7 Der Haushalt

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der ersten Rede des Lysias (Lys. 1, 5–14), inwieweit das darin beschriebene Rollenbild einer Ehefrau mit dem allgemeinen gesellschaftlichen Idealbild der Frau im antiken Athen um 400 v. Chr. korrespondiert.

  • Analyse des Werkes und der Person des Rhetors Lysias
  • Untersuchung der Argumentationsstruktur in Euphiletos' Verteidigungsrede
  • Rollenbilder von Ehemann, Ehefrau und Ehebrecher im Kontext der athenischen Rechtsnormen
  • Bedeutung von Ehe, Haushalt und ökonomischen Faktoren für die Stellung der Frau

Auszug aus dem Buch

3. Inhaltliche Beschreibung der Quelle Lysias 1, 5-14

Euphiletos Schilderungen wurden vor dem Gerichtshof bestehend aus 51 Mitgliedern vorgetragen. Ausführlich erläutert er im Abschnitt seine Gesetzestreue und die aus seiner Sicht wahrhaftige Erklärung für das Geschehene.

Ihm oblag die Aufgabe, innerhalb seiner Ehe, seine Ehefrau gut zu behüten. Mit der Geburt gemeinsamer Kinder, vertraute Euphiletos seiner Frau vollkommen und übergab ihr somit sein Eigentum. Sie bewältigte die Aufgaben der Haushaltswirtschaft und stellte sich laut Euphiletos als fleißige Arbeiterin heraus. Der Todestag der Schwiegermutter und die damit einhergehende zeremonielle Beerdigung war der erste Tag, an dem seine Ehefrau von dem Ehebrecher Eratosthenes umworben wurde. Durch heimliche Liebesbekundungen, die über die Magd an Euphiletos Ehefrau herangetragen wurden, gewann Eratosthenes ihr Interesse. Die örtlichen Begebenheiten des oikos, welcher aus einem Zwei-Etagen-Haus bestand, das in Herren- und Frauenbereich eingeteilt war, ermöglichten einen unbemerkten Ehebruch. Nach einer Reiserückkehr Euphiletos vom Land brachte die Haussklavin das Kind mit Vorsatz zum Schreien, um den Herrn an die Ankunft des Eratosthenes im Gemach seiner Frau aufmerksam zu machen. Die Ehefrau, welche sich zu diesem abendlichen Zeitpunkt im Gemach ihres Ehemanns zur Begrüßung befand, wollte nicht in die erste Etage gehen, um das Kind zu beruhigen. Auf die Anweisung des Euphiletos hin sich nach unten zu begeben, warf sie ihm vor das er allein sein wollte, um die Sklavin zu verführen. Daraufhin lachte dieser und wurde von seiner Frau im Herrenbereich des Haushaltes eingeschlossen. Am nächsten Morgen erläuterte die Frau auf die Frage, warum Euphiletos knarrende Türen nachts hörte, dass die Lampe des Kindes ausgegangen sei und diese beim Nachbarn angezündet hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Reden des Lysias ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Rollenbildes der Frau im antiken Athen.

2. Vorstellung von Autor und Werk: Dieses Kapitel skizziert die Biografie des Lysias als Logograph und erläutert den historischen Kontext seiner Reden.

2.1 Euphiletos Verteidigungsrede: Hier wird der Anlass der Rede – ein Mordfall aufgrund eines Ehebruchs – und die rechtliche Einordnung des Tatbestandes beschrieben.

3. Inhaltliche Beschreibung der Quelle Lysias 1, 5-14: Dieser Abschnitt rekonstruiert den Tathergang und die häuslichen Umstände aus der Perspektive des Erzählers Euphiletos.

3.1 Einordnung der Rede und Struktur der Argumentation: Es wird analysiert, wie der Redner das Gericht durch Rhetorik und juristische Argumentation von seiner Unschuld zu überzeugen sucht.

4. Betrachtung der einzelnen Rollen innerhalb der Rede des Lysias: Eine detaillierte Untersuchung der Charaktere Eratosthenes, Euphiletos und der Ehefrau im Spiegel der Rede.

4.1 Der Ehebrecher Eratosthenes: Die Rolle des Kontrahenten wird ausschließlich durch die einseitige Schilderung des Anklägers beleuchtet.

4.2 Euphiletos: Untersuchung der Selbstinszenierung des Euphiletos als rechtstreuer und gewissenhafter Bürger.

4.3 Die Frau des Euphiletos: Analyse der Darstellung der Ehefrau, deren Handlungsspielraum durch den Ehemann stark reglementiert war.

4.4 Die Wirkung der Verteidigungsrede des Euphiletos: Betrachtung der rhetorischen Strategien zur Schaffung einer glaubhaften und Mitleid erregenden Figur.

4.5 Inwiefern entspricht Lys. 1, 5-14 dem allgemeinen Rollenbild der Frau zur Zeit des antiken Athens?: Ein Abgleich zwischen dem in der Rede gezeigten Bild und den historischen Forschungsergebnissen zur athenischen Frau.

4.6 Die Ehe und das Eheleben: Untersuchung der soziologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Ehe im antiken Griechenland.

4.7 Der Haushalt: Fokus auf die zentrale Rolle der Haushaltsführung und die ökonomische Bedeutung des oikos.

5. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, die eine weitgehende Übereinstimmung zwischen dem in der Rede konstruierten Idealbild und der historischen Realität nahelegen.

Schlüsselwörter

Lysias, Antikes Athen, Rollenbild der Frau, Ehe, Ehebruch, Euphiletos, oikos, Haushaltsführung, Rhetorik, Rechtsgeschichte, Geschlechterverhältnis, Metöken, Logograph, Mordfall, antike Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Rollenbild der Frau im antiken Athen anhand einer spezifischen Verteidigungsrede des antiken Rhetors Lysias.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Ehepraxis, die Haushaltsführung (oikos), die athenische Rechtsnorm bei Ehebruch sowie die rhetorische Konstruktion von Charakteren in Gerichtsprozessen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit fragt danach, inwieweit die Schilderung einer Ehefrau in Lysias' erster Rede das allgemeine historische Rollenbild der Frau im Athen um 400 v. Chr. widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Beantwortung herangezogen?

Die Autorin/der Autor nutzt die quellenkritische Interpretation der Rede des Lysias und vergleicht diese mit aktueller geschichtswissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur der Rede, die Rollencharakterisierung der Beteiligten und bettet diese in den sozioökonomischen Kontext von Ehe und Haushalt in der Antike ein.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere oikos, die Stellung der Frau, antike Rechtsnormen und die rhetorische Strategie des Logographen.

Welche Bedeutung kommt dem oikos in der Argumentation des Euphiletos zu?

Der oikos dient als räumlicher und wirtschaftlicher Rahmen, in dem der Ehemann seine Kontrolle ausübt und die Ehefrau als Managerin des Haushaltes fungiert.

Wie bewertet der Autor die Übereinstimmung zwischen Quelle und historischer Realität?

Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass das in der Rede dargestellte Ideal der Ehefrau weitgehend mit dem historisch belegten Rollenbild im antiken Athen übereinstimmt.

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Details

Titel
Die Rolle der Frau im antiken Athen
Untertitel
Inwiefern entspricht Lys. 1, 5-14 dem allgemeinen Rollenbild der Frau zur Zeit des antiken Athens?
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Einführung in die Alte Geschichte
Autor
Niklas Rockteschel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1163189
ISBN (PDF)
9783346565945
ISBN (Buch)
9783346565952
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Quellenanalyse Lysias Rolle der Frau antikes Athen Rolle der Frau im antiken Athen Alte Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Rockteschel (Autor:in), 2021, Die Rolle der Frau im antiken Athen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163189
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Leseprobe aus  12  Seiten
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