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Pioniere der schweizerischen Industrie: Was waren die volkswirtschaftlichen Konsequenzen ihres Wirkens?

Title: Pioniere der schweizerischen Industrie: Was waren die volkswirtschaftlichen Konsequenzen ihres Wirkens?

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 18 Pages , Grade: 6

Autor:in: Jochen Schanbacher (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Diese Arbeit möchte einen Einstieg in die Industrialisierung der Schweiz im 19. Jahrhundert bieten und aufzeigen, welche Pioniere es innerhalb der Wirtschaft gab und welche Entwicklungen sie mit ihrer Arbeit in Gang setzten. Dabei stehen zunächst die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt, da sie von zentraler Bedeutung sind um einen Überblick über das bewegte Umfeld zu haben, in welchem die damaligen Händler und Fabrikanten ihre Unternehmen aufbauten.
Es ist sehr herausfordernd verlässliche Daten über die volkswirtschaftliche Entwicklung eines Landes im 19. Jahrhundert zu erheben. Deshalb beschäftigt sich diese Arbeit im zweiten Teil mit den Pionieren der damaligen Zeit und greift aus deren Umgebung Daten auf, welche auch für die Gesamtwirtschaft eine große Aussagefähigkeit haben oder sich auf makroökonomische Abläufe übertragen lassen. Weiter einschränkend soll in diesem Teil hauptsächlich die Zeit vor 1850 beleuchtet werden, da davon ausgegangen wird, dass nach diesem Jahr die Wirtschaft weniger durch einzelne Wirtschaftspioniere direkt beeinflusst wurde, sondern sich vielmehr in größerem Maße Finanzinvestoren als Unternehmensgründer herauskristallisierten. Dies fällt zeitlich auch mit der Entstehung der schweizerischen Banken zusammen und unterstützt daher diese Annahme.
Im dritten Teil wird aus den vorherigen Teilbereichen ein gesamtwirtschaftliches Bild geformt, wobei hier die Aufmerksamkeit auf der ersten Welle der Globalisierung liegt, d.h. es wird dargestellt, welche Bedeutung der Handel mit andern Ländern und sogar anderen Kontinenten für die schweizerischen Betriebe und die schweizerische Gesellschaft hatte. Dabei wird aufbauend auf den Erkenntnissen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein gesamtwirtschaftliches Bild der zweiten Hälfte des Jahrhunderts gezeigt. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass sich die Auswirkungen erst hier offenbarten, andererseits aber auch damit, dass volkswirtschaftliche Daten erst ab diesem Zeitpunkt vergleichbar und verlässlich sind. Nicht zu vergessen ist auch, dass die Industrialisierung ihren Anfang zwar schon sehr viel früher nahm, die Entwicklungen jedoch erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts für große Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft wirklich spürbar wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Rahmenbedingungen des 19. Jahrhunderts

2.1 Politische Veränderungen

2.2 Gesellschaft und Wirtschaft

3 Pioniere des Jahrhunderts

3.1 Die Textilindustrie

3.2 Die Maschinenindustrie

3.3 Weitere Wirtschaftszweige

4 Volkswirtschaftliche Auswirkungen

4.1 Die Schweiz im Umgang mit der Industrialisierung

4.2 Konsequenzen des Umbruchs und der Internationalisierung

5 Abschluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Industrialisierung der Schweiz im 19. Jahrhundert, um die volkswirtschaftlichen Konsequenzen des Wirkens einzelner Wirtschaftspioniere und der damit verbundenen gesellschaftlichen sowie politischen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

  • Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Transformation im 19. Jahrhundert.
  • Untersuchung der Pionierleistungen in der Textil- und Maschinenindustrie am Beispiel ausgewählter Unternehmen.
  • Analyse der volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Industrialisierung, insbesondere im Kontext der Globalisierung.
  • Bewertung der Rolle des internationalen Handels und der Neutralität als Erfolgsfaktoren für die schweizerische Wirtschaft.
  • Betrachtung des Strukturwandels von der Heimarbeit zur modernen Industrieproduktion und dessen soziale Folgen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Textilindustrie

Die Textilindustrie bildet das Fundament, von dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung ausging (Bergier, 1990). An unterschiedlichen Standorten in der Schweiz entstanden Textilfabriken, so unter anderem 1802 die Spinnerei Hard nahe Winterthur und 1805 die Escher Wyss & Co. in Zürich (Furrer, 1995). Ein gutes Beispiel für die Entwicklung der Textilfabrikation liefert dabei die Familie Rieter, welche zunächst ein Handelsunternehmen unterhielt und sich bei der Gründung der Spinnerei in Hard mit 30 Prozent beteiligte. Wie viele andere Fabriken auch, wurde diese von Wasserkraft angetrieben, da Kohle aufgrund des geringen Vorkommens in der Schweiz nicht im selben Maß zur Verfügung stand wie in anderen Ländern, wie beispielsweise Deutschland, und deshalb der Unterhalt von kohlebetriebenen Dampfkesseln vergleichsweise teuer war. Beide Firmen, sowohl Escher Wyss, als auch die von der Familie Rieter gegründeten Unternehmen, zeigen auszugsweise ein sehr gutes Bild des Verlaufs der frühen Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Während des ersten Jahrzehnts wuchs das Textilgewerbe sehr stark, was dazu führte, dass es 1813 alleine in der Region der Stadt Zürich ungefähr 60 Spinnereien gab (Furrer, 1995). Der Erfolg während dieser Periode basierte dabei vor allem auf zwei Faktoren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den Industrialisierungsprozess der Schweiz im 19. Jahrhundert und legt den Fokus auf die Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung von Wirtschaftspionieren.

2 Rahmenbedingungen des 19. Jahrhunderts: Dieses Kapitel beleuchtet die politischen Umbrüche, die gesellschaftliche Entwicklung und den Wandel der wirtschaftlichen Werte in dieser Epoche.

3 Pioniere des Jahrhunderts: Hier werden die Textil- und Maschinenindustrie sowie weitere Wirtschaftszweige anhand konkreter Unternehmensbeispiele und deren technischer Entwicklung dargestellt.

4 Volkswirtschaftliche Auswirkungen: Dieses Kapitel analysiert die Folgen der Industrialisierung auf den Arbeitsmarkt, die soziale Absicherung, den Energiesektor und die Auswirkungen der Internationalisierung auf die Schweiz.

5 Abschluss: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass die schweizerische Industrialisierung durch individuelle Pionierleistungen und internationale Netzwerke geprägt war.

Schlüsselwörter

Industrialisierung, Schweiz, 19. Jahrhundert, Textilindustrie, Maschinenindustrie, Wirtschaftspioniere, Globalisierung, Volkswirtschaft, Strukturwandel, Unternehmertum, Wirtschaftsgeschichte, Liberalisierung, Export, Infrastruktur, soziale Absicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Weg der Schweiz in die Industrialisierung während des 19. Jahrhunderts und untersucht die Rolle einflussreicher Wirtschaftspioniere.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die politischen Rahmenbedingungen, der Aufbau der Textil- und Maschinenindustrie sowie die langfristigen volkswirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit sucht nach den volkswirtschaftlichen Konsequenzen, die aus dem Wirken der Pioniere der schweizerischen Industrie resultierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wirtschaftshistorische Analyse, die Daten aus der damaligen Zeit sowie etablierte Forschungsliteratur zur Wirtschaftsgeschichte heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Entwicklung der industriellen Sektoren, den Einfluss des globalen Handels und die Anpassung an internationale Standards trotz fehlender natürlicher Ressourcen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hauptbegriffe sind Industrialisierung, Schweiz, Pioniere, Textil- und Maschinenindustrie sowie volkswirtschaftliche Auswirkungen.

Warum war die Textilindustrie für die Schweiz so wichtig?

Sie legte das Fundament für die Industrialisierung und ermöglichte durch den Wissensaufbau den Übergang zur hochkompetitiven Maschinenindustrie.

Welche Rolle spielten die "liberalen Ideen"?

Sie förderten ab 1830 die Handelsfreiheit und schufen die notwendigen Voraussetzungen für den Erfolg schweizerischer Unternehmen im internationalen Wettbewerb.

Wie kompensierte die Schweiz das fehlende Kohlevorkommen?

Die Industrie setzte früh auf Wasserkraft und entwickelte später durch technologische Fortschritte in der Elektrotechnik eine weitgehende Unabhängigkeit von importierten Energieträgern.

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Details

Title
Pioniere der schweizerischen Industrie: Was waren die volkswirtschaftlichen Konsequenzen ihres Wirkens?
College
University of St. Gallen
Grade
6
Author
Jochen Schanbacher (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V116319
ISBN (eBook)
9783640178360
ISBN (eBook)
9783640409662
Language
German
Tags
Pioniere Industrie Konsequenzen Wirkens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jochen Schanbacher (Author), 2007, Pioniere der schweizerischen Industrie: Was waren die volkswirtschaftlichen Konsequenzen ihres Wirkens? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116319
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