Diese Hausarbeit widmet sich der Beantwortung der Forschungsfrage, wie erreicht man eine optimale Portfolioabsicherung durch Futures?
Zur Annäherung an diese Frage werden Vor- und Nachteile sowie verschiedene Absicherungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Futures auf Basis einschlägiger Literatur behandelt. Nach einer Einleitung in das Thema und die Arbeit folgt die Definition relevanter Begriffe und der allgemeine Ablauf eines Börsengangs in Kapitel 2. Kapitel 3 befasst sich mit den Motiven für den Futures-Handel aus Anlegersicht, bevor in Kapitel 4 auf die Risiken eingegangen wird. Kapitel 5 befasst sich mit verschiedenen Möglichkeiten der Portfolioabsicherung für Anleger. Der Praxisteil bezüglich Management Futures zur Portfolioabsicherung in Krisenzeiten folgt in Kapitel 6. Kapitel 7 fasst die Erkenntnisse zusammen, beantwortet abschließend die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick zum vorliegenden Thema.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen und Begriffsabgrenzungen
2.1 Termingeschäft
2.2 Futures
2.3 Managed Futures
2.4 Forwards
2.5 Portfoliorisiken
3. Motive für den Futures-Handel
3.1 Standardisierung von Futures
3.2 Hebelwirkung von Futures
3.3 Vorteile von Futures gegenüber Forwards
4. Risiken beim Handel mit Futures
5. Portfolioabsicherung durch Futures
5.1 Risikoabsicherung durch Hedging
5.2 Absicherungsgeschäft
5.3 Managed Futures
5.4 Arbitrage
6. Praxisbeispiel: Managed Futures als Portfolioabsicherung in Krisenzeiten
6.1 Managed Futures korrelieren nicht zu Aktien
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, wie eine optimale Portfolioabsicherung durch den gezielten Einsatz von Futures erreicht werden kann, wobei insbesondere die Rolle von Managed Futures in Krisenzeiten analysiert wird.
- Grundlagen der Termingeschäfte, Futures und Forwards
- Motive und Risiken im Futures-Handel
- Methoden der Portfolioabsicherung (Hedging und Arbitrage)
- Einsatzmöglichkeiten von Managed Futures als Instrument zur Diversifikation
- Praxisanalyse der Performance von Managed Futures während der Finanzkrise
Auszug aus dem Buch
2.1 Termingeschäft
Die ersten Termingeschäfte liegen bereits Jahrtausende zurück. Sie haben ihren Ursprung im Lebensmittel- und Rohstoffhandel. Früher fanden die Termingeschäfte außerbörslich und offenkundig statt (Fowards), da es noch keine Börsen gab. Käufer und Verkäufer haben sich auf einen Preis in der Zukunft geeinigt und konnten so gegenseitig von der Planungssicherheit profitieren. Dieses Prozedere fand früher hauptsächlich im Import-Export-Geschäft Anwendung, da hier die Lagenkosten und die schlechte Lagerbarkeit einen erheblichen Einfluss auf die Gewinne der Händler hatten (vgl. FOREX, o.J., o.S.). In den letzten 30 Jahren haben Derivate immer mehr an Bedeutung in der Weltwirtschaft erlangt. Futures und Optionen werden heutzutage intensiv an vielen Börsen der Welt gehandelt. Ein Derivat kann als ein Finanzinstrument, dessen Wert von den Werten anderer grundlegender Variablen abhängt und somit von diesen abgeleitet wird, definiert werden (vgl. Hull, 2015, S. 23 f.). Finanzderivate in ihrer Grundform lassen sich anhand der Kriterien des Termingeschäfts und des Verpflichtungscharakters voneinander abgrenzen (vgl. Becker, 2015, S. 279 ff.).
Terminkontrakte bezeichnen die bilaterale Vertragsabsicherung eines in der Zukunft liegenden Handelsgeschäfts, um die Preisschwankungen des betreffenden Gutes auszuschalten. Das Vertragsabschlussdatum wird als "Handelsdatum" bezeichnet, das Abrechnungsdatum wird an einem anderen Datum festgelegt. Die Zeitdifferenz zwischen dem Handels- und dem Abrechnungsdatum wird als Abrechnungsvereinbarung tituliert. Eine weitere Abrechnungsvereinbarung besteht am Fälligkeitsdatum des Vertrags, wobei die physische Austausch der Rohstoffe etc. ebenfalls verzögert werden kann (vgl. Fincad, 2019, o.S.). Der Kontraktverkäufer verpflichtet sich, zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft eine bestimmte Menge des Gutes zu einem im Vertrag festgeschriebenen Preis zu liefern (vgl. Qureshi, Heiden, 2010, S15.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Arbeit legt die Forschungsfrage zur optimalen Portfolioabsicherung mittels Futures dar und erläutert den Aufbau sowie die Abgrenzung der Untersuchung.
2. Definitionen und Begriffsabgrenzungen: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Termingeschäfte, Futures, Managed Futures und Forwards, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Motive für den Futures-Handel: Es werden die wesentlichen Vorteile von Futures beleuchtet, darunter die Standardisierung, die Hebelwirkung und die Vorteile gegenüber OTC-Forwards.
4. Risiken beim Handel mit Futures: Dieses Kapitel thematisiert die spezifischen Risiken im Futures-Handel, insbesondere Transaktions-, Basis- und Organisationsrisiken sowie Markteingriffsrisiken.
5. Portfolioabsicherung durch Futures: Hier werden Strategien zur Absicherung vorgestellt, wie etwa das klassische Hedging, der Einsatz von Managed Futures und die Nutzung von Arbitrage-Möglichkeiten.
6. Praxisbeispiel: Managed Futures als Portfolioabsicherung in Krisenzeiten: Anhand von Marktdaten wird die Performance von Managed Futures während der Finanzkrise untersucht und deren fehlende Korrelation zu traditionellen Aktienanlagen hervorgehoben.
7. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Eignung von Managed Futures als Diversifikationsinstrument in einem krisenanfälligen Marktumfeld bewertet.
Schlüsselwörter
Futures, Portfolioabsicherung, Hedging, Managed Futures, Termingeschäfte, Finanzkrise, Derivate, Marktrisiko, Diversifikation, Rendite, Arbitrage, Volatilität, Anlagestrategie, Kapitalmarkt, Risikomanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, wie Investoren ihre Portfolios gegen Marktschwankungen und Krisen absichern können, wobei der Fokus gezielt auf dem Einsatz von Futures und Managed Futures liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der verschiedenen Terminkontrakte, die Vor- und Nachteile des Futures-Handels, das Risikomanagement sowie die empirische Betrachtung der Performance von Managed Futures in Krisen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie durch den Einsatz von Futures eine optimale Absicherung eines Portfolios erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer praxisorientierten Analyse von Marktdaten und Fallbeispielen, insbesondere im Kontext der Finanzkrise 2008.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Fachbegriffen, die Erläuterung der Motive für den Futures-Handel, eine Risikoanalyse sowie die praktische Untersuchung von Absicherungsinstrumenten wie Hedging und Managed Futures.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Futures, Portfolioabsicherung, Managed Futures, Diversifikation, Risikomanagement und Rendite charakterisiert.
Warum gelten Managed Futures als besonders krisenresistent?
Managed Futures zeigen oft eine geringe bis negative Korrelation zu traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen, da sie automatisiert Trends in verschiedenen Marktsegmenten verfolgen und dadurch auch in fallenden Märkten Erträge generieren können.
Welchen Unterschied hebt der Autor zwischen Futures und Forwards hervor?
Futures sind standardisierte, börsengehandelte Verträge mit einer zentralen Gegenpartei, während Forwards als Over-the-counter-Geschäfte individuell zwischen zwei Partnern ausgehandelt werden, was höhere Kontrahentenrisiken birgt.
- Quote paper
- Jörg-Hendrik Meyer (Author), 2020, Portfolioabsicherung und Risiken beim Handel mit Futures. Managed Futures als Portfolioabsicherung in Krisenzeiten als Praxisbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163446