Die Einsendeaufgabe thematisiert den biografischen Fragebogen sowie dessen Validität, die Vor- und Nachteile der funktionalen Organisationsstruktur und den Ablauf von Auswahl-/Bewerbungsgesprächen. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem biographischen Fragebogen. Für die Personalauswahl gibt es heutzutage eine Vielzahl an Instrumenten. Der biografische Fragebogen zählt zu den wichtigsten biografisch orientierten Instrumenten. Aus diesem Grund wird er für eine verbesserte interne Personalauswahl vorgeschlagen.
Der zweite Teil beleuchtet die funktionale Organisationsstruktur. Die älteste und am weitesten verbreitete Strukturform des Industriebetriebes ist die funktionale Organisationsstruktur. Funktionale Organisation ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre und kann auch als Verrichtungsorganisation definiert werden. Die funktionale Organisationstruktur beschreibt die innerbetriebliche Gliederung eines Unternehmens, gemäß einzelner Aufgabenbereiche. Auf der zweiten Hierarchieebene koordiniert die Unternehmensleitung die einzelnen Abteilungen.
Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem Personalgespräch. Dieses ist die am häufigsten angewandte Methode zur Mitarbeitergewinnung. Fast jedes Bewerbungsverfahren für Arbeitsplätze mittlerer und höherer Qualifikation beinhaltet ein Auswahl-/ Bewerbungs-gespräch. Das Ziel hierbei ist, ausreichend Informationen über den Kandidaten für den Auswählenden zu sammeln, um so zu einer qualifizierten Entscheidung zu gelangen.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
Aufgabe 2
Aufgabe 3
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Instrumenten der Personalauswahl und Organisationsstrukturen auseinander, um praxisnahe Optimierungsmöglichkeiten für das Unternehmen Time aufzuzeigen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der wissenschaftlichen Fundierung von biografischen Fragebögen sowie der Effizienz funktionaler Organisationsformen und der Qualität von Auswahlgesprächen.
- Biografische Fragebögen als standardisiertes Instrument zur Vorauswahl
- Stärken und Schwächen der funktionalen Organisationsstruktur
- Optimierung von Auswahlgesprächen zur Steigerung der Vorhersagevalidität
- Einsatz des multimodalen Interviews als standardisiertes Auswahlverfahren
Auszug aus dem Buch
Aufgabe 1
Für die Personalauswahl gibt es heutzutage eine Vielzahl an Instrumenten. Diese lassen sich in verhaltens- und eigenschaftsorientierte Instrumente unterscheiden. Die verhaltensorientierten Instrumente sollen dabei helfen, künftig die Verhaltensweisen von potenziellen Beschäftigten hinsichtlich der zukünftigen Tätigkeit vorherzusagen. Diese lassen sich nochmal in simulationsorientierte und biografisch orientierte Instrumente unterteilen. Im Gegensatz dazu zielen die eigenschaftsorientierten Instrumente darauf ab, Merkmale von Bewerbern zu erfassen.
Der biografische Fragebogen zählt zu den wichtigsten biografisch orientierten Instrumenten. Aus diesem Grund wurde er für eine verbesserte interne Personalauswahl z.B. in der Uhrenfirma Time vorgeschlagen.
In der Regel wird der biografische Fragebogen zu Beginn eines Personalauswahlverfahrens angewandt, um eine Vorauswahl zu treffen. In den biografischen Fragebögen werden sogenannte ,,L-Daten“ (englisch: biodata) erfasst, hierbei geht es hauptsächlich um Fragestellungen der Personalpsychologie. Der biografische Fragebogen zählt zu den standardisierten Selbstbeschreibungsinstrumenten, bei dem alle Befragten dieselben Fragen beantworten. Dies hat zur Folge, dass der Schwerpunkt überwiegend auf die Unterschiede in den Lebensläufen liegt, statt in der Einzigartigkeit. Die gelauteten Fragen lassen sich dabei immer in das Leben des Beantworteten einordnen und zielen in den meisten Fällen auf überprüfbare Fakten ab, bekannt auch als ,,harte“ Items. Es können aber auch Items zum Einsatz kommen, die sich auf Meinung, Einstellung oder andere nichtüberprüfbare persönliche Daten beziehen. Diese werden als ,,weiche“ Items bezeichnet. Der biografische Fragebogen wird an vielversprechende Bewerber gesendet, um offene Fragen zu beantworten und die wichtigsten Daten in eine standardisierte Form zu bringen.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise und Anwendung biografischer Fragebögen als Instrument zur internen Personalauswahl und beleuchtet deren Validitätsaspekte.
Aufgabe 2: Hier wird die funktionale Organisationsstruktur analysiert, wobei insbesondere Vor- und Nachteile sowie die Eignung für bestimmte Unternehmenstypen im Fokus stehen.
Aufgabe 3: Dieses Kapitel behandelt die Optimierung von Auswahlgesprächen, kritisiert gängige Schwachstellen und empfiehlt das multimodale Interview als strukturiertes Verfahren.
Schlüsselwörter
Personalauswahl, biografischer Fragebogen, L-Daten, funktionale Organisation, Einliniensystem, Spezialisierung, Auswahlgespräch, Validität, Reliabilität, Objektivität, multimodales Interview, Anforderungsanalyse, Interviewleitfaden, interne Personalauswahl, Personalpsychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert ausgewählte Instrumente und Strukturen im Bereich Personal und Organisation mit dem Ziel, konkrete Empfehlungen für das Unternehmen Time abzuleiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit gliedert sich in die Themenbereiche biografische Fragebögen, funktionale Organisationsstrukturen und die Optimierung von Auswahlgesprächen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Schwachstellen in den aktuellen Auswahl- und Organisationsprozessen des Unternehmens Time aufzudecken und durch wissenschaftlich fundierte Methoden zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender personalpsychologischer Studien, Gütekriterien der Eignungsdiagnostik sowie betriebswirtschaftliche Organisationstheorien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Nutzen biografischer Daten, die Vor- und Nachteile der Verrichtungsorganisation sowie die Strukturierung von Auswahlgesprächen detailliert untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Personalauswahl, Validität, funktionale Organisation, multimodales Interview und Eignungsdiagnostik.
Warum wird für das Unternehmen Time das multimodale Interview empfohlen?
Da das multimodale Interview verschiedene Interviewarten kombiniert, bietet es eine höhere Vorhersagevalidität und Objektivität als unstrukturierte Gespräche und reduziert die Bewerberkritik.
Was genau sind "harte" und "weiche" Items in einem biografischen Fragebogen?
"Harte" Items zielen auf überprüfbare Fakten aus der Vergangenheit ab, während "weiche" Items Meinungen, Einstellungen oder nicht direkt überprüfbare persönliche Daten erfassen.
Welche Schwächen weist die funktionale Organisationsstruktur laut Autor auf?
Zu den Schwächen zählen ein hoher Koordinationsaufwand, mögliches Bereichsdenken, eine geringere Marktorientierung sowie eine eingeschränkte Flexibilität bei schnellen Veränderungen.
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- Louisa Papke (Author), 2021, Personal und Organisation. Biographischer Fragebogen, funktionale Organisationsstruktur und Bewerbungsgespräche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163503