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Die Lebenswelt eines traumatisierten Kindes. Eine Biographiearbeit

Titel: Die Lebenswelt eines traumatisierten Kindes. Eine Biographiearbeit

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Vivien Ochmann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Lebenswelt eines traumatisierten Kindes und beschäftigt sich mit der Frage: "Wie gut ist das professionelle Hilfesetting in seiner Ausprägung für die Bearbeitung der Probleme von Patienten geeignet? Diese Fragestellung wird anhand einer exemplarischen Fallstudie untersucht. Das Ziel ist nicht nur die Eignung der sozialpädagogischen Anamnese zur Lösung komplexer Problemlagen zu untersuchen, sondern auch die Biografie anhand der Lebenswelt eines Klienten zu analysieren.

Die alltägliche Herausforderung, optimale Wege und Vorgehensweisen zur Anwendung von Instrumenten und Methoden für die Soziale Arbeit zu finden, ist vergleichbar mit anderen Berufen, ihren Werkzeugen und ihren Abläufen sowie ein stetiges Forschungsgebiet. Dennoch ist es aus der Sicht von Sozialarbeitern unvermeidbar, auf die Methoden zurückzugreifen. Insbesondere Studierende erhoffen sich, durch die Methoden ein Stück mehr Praxisnähe in ihrer Ausbildung zu erfahren. Für den Klienten spielen auch Grundfragen der menschlichen Biografie eine bedeutende Rolle, um Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt zu bekommen. In dem hier niedergeschriebenen Sachverhalt wird aus diesem Grund eine mögliche Methode in der Sozialen Arbeit fundiert, die sich der methodischen Fallarbeit widmet. Anhand des folgenden Fallbeispiels werden die Wege und Vorgehensweisen der methodischen Fallarbeit analysiert sowie Vor- und Nachteile der Methode ermittelt.

Die sozialpädagogische Anamnese ergibt sich aus den folgenden Informationen: Lennart ist ein 12-jähriger Junge, der seit seinem 3. Lebensjahr durch seine Vergangenheit an Aggressions- und Wutausbrüchen leidet. Seine Mutter gab ihn in Obhut und das Sorgerecht trägt nun eine vom Gericht beauftragter Vormund. Er war mit 7 Jahren in 12 Einrichtungen und ist bei allen aufgrund seines aggressiven Verhaltens frühzeitig entlassen worden. Um die Ausbrüche zu reduzieren, ist der Klient medikamentös eingestellt. Auch in Kinderheimen und Kliniken hatte er viele schlimme Erfahrungen machen müssen. In einer Stiftung, die auf hoch traumatisierte Kinder spezialisiert ist, konnte er durch andere Kinder der Wohngruppe und seine Betreuerinnen als starke Bezugspersonen Stabilität gewinnen. Seine familiäre Situation ist aufgrund der damaligen körperlichen Übergriffe des Vaters gegenüber der Mutter von Lennart und ihm eingeschränkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretische Fundierung

1.1 Problemdefinition

1.2 Zentrale Fragestellung und Zielsetzung

2. Falldarstellung

3. Auswahl der Methode

3.1 Grundlagen der Biographiearbeit

3.2 Die Drei Ebenen der Biographiearbeit

4. Sozialpädagogische Anamnese

4.1 Genogramm

4.2 Diagnose anhand des Genogramms

4.3 Biografische Fragen und Merkmale

4.4 Hilfeplanerstellung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht anhand einer exemplarischen Fallstudie die Eignung der Biographiearbeit als Methode im sozialpädagogischen Hilfesetting, um komplexe Problemlagen traumatisierter Kinder und Jugendlicher besser zu verstehen und zu bearbeiten.

  • Grundlagen der methodischen Biographiearbeit
  • Analyse traumatischer Biografieverläufe am Fallbeispiel
  • Einsatz von Genogrammen als diagnostisches Instrument
  • Erstellung von Hilfeplänen zur psychischen Stabilisierung
  • Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz in der professionellen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundlagen der Biographiearbeit

Das Wort Biografie stammt aus den beiden griechischen Wörtern „bios“, was so viel bedeutet, wie „Leben“. „gráphein“ bedeutet daraufhin „Das Leben, darstellen, zeichnen, schreiben und abbilden.“ Die Biografie umfasst die Übersicht einer Abfolge von Lebens- und verdrängten Ereignissen (Baumgärtner, Karin, 2010, S. 1). „Erinnern, das ist vielleicht die qualvollste Art des Vergessens und vielleicht die freundlichste Art der Linderung dieser Qual (Ruhe, Hans Georg, 2012, S. 7, zit. n. Fried, Erich, 1983).“ Ruhe verbindet dieses Zitat mit der Biographiearbeit, weil das Biografische Arbeiten als Erinnerungsarbeit mit dem Blick in die Zukunft gerichtet definiert wird. Es beschreibt die „Qual“ als einen Rückblick an die Mühen der Vergangenheit und die „Freundlichkeit“ als die Verbindung zwischen dem Schweren mit dem Gelungenen.

Biographiearbeit fordert andere Sinneseindrücke von Menschen, eine Erleichterung der Nähe und fördert eine angemessene Verbundenheit zu anderen Menschen. Besonders ältere Menschen betrifft die Biographiearbeit aufgrund ihrer Lebenslänge am häufigsten. Dennoch sind biografische Grundgedanken in allen Phasen des Lebens durchführbar (Ruhe, Hans Georg, 2012, S. 8). Die Teilnehmenden bei der Biographiearbeit sind der erinnernde Erzähler und der Zuhörer. Der Erzähler gibt das Tempo und die Zielrichtung an. Genauso macht er deutlich, wann es in Ordnung ist, unterbrochen zu werden. Die Zuhörer hingegen müssen sich dem Rhythmus des Erzählers anpassen und ihnen mit Achtsamkeit begegnen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Fundierung: Einführung in die methodische Fallarbeit und Darstellung der Notwendigkeit von Methoden in der Sozialen Arbeit zur Bewältigung individueller Problemlagen.

2. Falldarstellung: Detaillierte Schilderung der Lebensgeschichte des 12-jährigen Lennart, seiner traumatischen Erfahrungen und seines aktuellen Unterbringungskontextes.

3. Auswahl der Methode: Begründung für den Einsatz der Biographiearbeit als Instrument, um Ressourcen zu aktivieren und Verhaltensänderungen bei Klienten positiv zu beeinflussen.

4. Sozialpädagogische Anamnese: Anwendung diagnostischer Werkzeuge wie dem Genogramm sowie Erarbeitung biografischer Schwerpunkte und konkreter Hilfeplanungen.

5. Fazit: Reflexion über den Nutzen der Biographiearbeit im vorliegenden Fall und Ausblick auf notwendige weiterführende therapeutische Ansätze.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Biographiearbeit, Fallstudie, Trauma, Anamnese, Genogramm, Hilfeplan, Sozialpädagogik, Lebenswelt, Ressourcenorientierung, Fallarbeit, Bindung, Wutausbrüche, Professionelles Handeln, Interventionsmethode.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anwendung der Methode der Biographiearbeit am Beispiel des 12-jährigen Lennart, um zu untersuchen, wie professionelle Hilfe bei traumatisierten Kindern gestaltet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Arbeit mit traumatisierten Kindern, die Erstellung von Anamnesen, die Nutzung von Genogrammen zur Beziehungsanalyse sowie die Entwicklung von Hilfeplänen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Prüfung, inwieweit das professionelle Hilfesetting für die Problembearbeitung geeignet ist und wie eine biografische Analyse zur Stabilisierung des Klienten beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Fallstudie erstellt, die theoretische Grundlagen der Sozialen Arbeit mit einer praktischen biografieorientierten Anamnese und Fallanalyse verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Darstellung des Falles Lennart, die methodische Einordnung, die Durchführung einer Anamnese inklusive Genogramm sowie die konkrete Hilfeplanerstellung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Biographiearbeit, Sozialpädagogische Anamnese, Trauma-Bewältigung und Ressourcenorientierung geprägt.

Wie unterstützt das Genogramm die Arbeit mit Lennart?

Das Genogramm hilft dabei, komplexe familiäre Beziehungen und frühe Prägungen visuell darzustellen, um so ein besseres Verständnis für Lennarts Aggressionen und Bindungsmuster zu entwickeln.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Biographiearbeit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Biographiearbeit sehr wertvoll für die Selbstreflexion ist, aber bei stark traumatisierten Kindern zwingend durch weitere therapeutische Hilfen ergänzt werden muss.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lebenswelt eines traumatisierten Kindes. Eine Biographiearbeit
Note
1,0
Autor
Vivien Ochmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1163967
ISBN (PDF)
9783346570529
ISBN (Buch)
9783346570536
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kindes biographiearbeit Soziale Arbeit Methoden Hausarbeit Traumata Fallstudie Studium
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vivien Ochmann (Autor:in), 2021, Die Lebenswelt eines traumatisierten Kindes. Eine Biographiearbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163967
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Leseprobe aus  14  Seiten
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