Dissens, Resistenz und Widerstand: Warum der Nationalsozialismus nicht an innerem Widerstand scheiterte

Ein Erklärungsversuch


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Widerstand: Weder unmöglich noch ungewollt
2.1 Der Nationalsozialismus als Totalitarismus
2.2 Der Nationalsozialismus als Zustimmungsdiktatur
2.3 Aufhebung der Dichotomie von Tätern und Opfern

3 Widerstand, Resistenz, Dissens und Konsens
3.1 Der Widerstandsbegriffs
3.1.1 Ein historischer Abriß
3.1.2 Der Widerstandsbegriff von Hüttenberger
3.2 Der Resistenzbegriff von Broszat
3.3 Dissens und Konsens
3.4 Zusammenfassung

4 Die nationalsozialistische Ideologie und ihre gesellschaftliche Ambivalenz
4.1 Die nationalsozialistische Ideologie
4.2 Ambivalenz gegenüber dem Nationalsozialismus
4.2.1 Konsens
4.2.2 Dissens und Konflikt
4.3 Fazit

5 Warum der Nationalsozialismus nicht an innerem Widerstand scheiterte – Ein Erklärungsversuch
5.1 Ein spieltheoretischer Erklärungsversuch
5.2 Grenzen des Erklärungsversuchs

6 Fazit und Ausblick

7 Literatur

1 Einführung

Am 30. April 1945 beging Hitler Selbstmord. Einen Tag später Joseph Goebbels. Eine weitere Woche später kapitulierte Deutschland bedingungslos und beendete damit den zweiten Weltkrieg – zumindest in Europa, in Asien am 2. September 1945. Die Frage, der diese Arbeit nachgehen wird, ist, warum der Nationalsozialismus nicht an innerem Widerstand scheiterte, sondern von außen durch die Alliierten bezwungen werden mußte.

Teil 2 dient der Darstellung zweier möglicher Antworten auf diese Frage, die als Extrema ein Spektrum eröffnen, innerhalb dessen sich die gesamte Arbeit im folgenden bewegt – weg von der Dichotomie eines Täter- bzw. Opfervolkes hin zu einer Darstellung, die die Ambivalenz des Nationalsozialismus sichtbar macht. Hierzu werden in Teil 3 die Begriffe Widerstand, Resistenz, Dissens und Konsens näher bestimmt, um mit diesem Instrumentarium in Teil 4 den Versuch zu wagen, Eigeninteressen als Quellen von Konsens und Dissens ausfindig zu machen. Es wird sich zeigen, daß Eigeninteressen durchaus als Quellen von Konsens und Dissens fungieren, allerdings nicht die einzigen sind. Trotz dieser Erkenntnis versuche ich in Abschnitt 5.1 ein spieltheoretisches, nur auf dem Eigeninteresse basierendes Erklärungsmodell, zu entwerfen, das die bereits genannte Frage zu beantworten versucht. Dieses Modell hat seine Stärken und Schwächen, die ich im Abschnitt 5.2 thematisiere. Teil 6 zeigt eine Anwendungsmöglichkeit dieses Modells in der Gegenwart und faßt die zentralen Ergebnisse dieser Arbeit zusammen.

2 Widerstand: Weder unmöglich noch ungewollt

Auf die Frage, warum der Nationalsozialismus nicht an innerem Widerstand scheiterte, werden im folgenden zwei Erklärungen präsentiert. Zum einen die Totalitarismustheorie von Hannah Arendt, die auf den Zwangscharakter des Nationalsozialismus abzielt und damit das Versagen des Widerstands auf das Fehlen einer Möglichkeit zurückführt. Zum anderen die Erklärung von Götz Aly, die den Nationalsozialismus als Zustimmungsdiktatur bestimmt, die den Widerstandswillen nur marginal habe entstehen lassen. Allerdings dürfen Wille (Aly) und Möglichkeit (Arendt) nicht isoliert voneinander, sondern müssen vielmehr zusammen analysiert werden, da nur beide zusammen (wollen und können) Einsichten vermitteln, die einer isolierenden Betrachtung versperrt bleiben.

2.1 Der Nationalsozialismus als Totalitarismus

Im Unterschied zu autoritären Regimen, die politikferne Privatangelegenheiten respektieren[1], zeichnet sich der Totalitarismus dadurch aus, daß er die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Bereich zu minimieren oder gar zu beseitigen sucht, weshalb ein totalitäres Regime danach strebt, die Gesamtheit des gesellschaftlichen Lebens zu erfassen.[2]

Hannah Arendt erkennt in der „totale[n] Herrschaft eine neue, noch nie dagewesene Staatsform“, deren Wesen folglich von den „uns bekannten historischen Staatsformen“[3] verschieden sein muß.[4] Obwohl sich Tyrannis und totale Herrschaft hinsichtlich der Verletzung positiven Rechts gleichen, so ist totale Herrschaft im Gegensatz zur Tyrannis keineswegs willkürlich, da „[a]n die Stelle des positiv gesetzten Rechts, [...] nicht der allmächtig willkürliche Wille des Machthabers, sondern das Recht der Natur“[5] tritt, das vom Nationalsozialismus als historisches Gesetz verstanden wird.[6]

Da ein Naturgesetz den Charakter der Notwendigkeit aufweist, ist mit dem Versuch auf ihm einen politischen Körper zu gründen, „nicht nur die menschliche Freiheit aus dem politischen Bereich ausgeschaltet, sondern direkt das von Natur und Geschichte Gezwungenwerden zur Grundlage des gesamten Lebens gemacht. Die Prozesse von Natur und Geschichte äußern sich politisch als Zwang und können nur durch Zwingen realisiert werden. Auf diesem Zwang beruht, diesen Zwang realisiert der totalitäre Terror.“[7]

Dadurch erlangt der Begriff des Terrors eine erweiterte Bedeutung, da er nicht nur der Unterdrückung oder Bestrafung normwidriger Handlungen dient, sondern sich vor allem gegen Schuldige im Sinne des Naturgesetzes, also gegen den durch Rassenzugehörigkeit definierten Feind, richtet.[8] Daher ist der Terror nicht nur unabhängig vom Handeln der Beherrschten, sondern auch dauerhafte Notwendigkeit, da er auch „dann [nicht] überflüssig wird, wenn es keine Opposition mehr gibt, gegen die er sich wenden könnte.“[9] Da der Terror niemals obsolet werden kann – „[w]enn es das Gesetz der Natur ist, Schädliches und Lebensuntaugliches zu eliminieren, so wäre es das Ende der Natur überhaupt, wenn neue Kategorien von Schädlichem und Lebensuntauglichem nicht gefunden würden“ – erfaßt ihn Arendt als „[d]as Wesentliche der totalitären Herrschaft“. Der Terror beschleunigt die „an sich notwendig ablaufenden Prozesse“[10] des Naturrechts, wobei die „Menschen nur das Material sind, an dem die übermenschlichen Gesetze von Natur und Geschichte vollzogen und das heißt hier im furchtbarsten Sinn des Wortes exekutiert werden.“[11]

Der qualitative Unterschied zu den bereits bekannten Herrschaftsformen liegt folglich darin, daß der Terror dauerhaft und unabhängig von den Handlungen gegen die vom Naturrecht definierten Feinde angewandt wird, weshalb eine Verhaltensanpassung keinen Schutz vor seinem Zugriff bieten kann. Das ist der Grund, warum der Nationalsozialismus keine private Sphäre akzeptieren konnte und daher seinen totalitären Anspruch erheben mußte.

Der Zwangscharakter des Nationalsozialismus, kann daher als eine Erklärung betrachtet werden, warum er nicht an innerem Widerstand scheiterte: idealtypisch liegt Widerstand außerhalb der Möglichkeiten der Akteure.

2.2 Der Nationalsozialismus als Zustimmungsdiktatur

Eine andere Erklärung für das Versagen des inneren Widerstands im Nationalsozialismus offeriert Götz Aly. Im Gegensatz zur Totalitarismustheorie zielt er nicht auf die unzureichende Möglichkeit, sondern auf den mangelnden Wunsch nach Überwindung dieser Herrschaftsform, aufgrund der materiellen Vorteile, die das System der deutschen Bevölkerung auf Kosten anderer bot.[12] Da die nationalsozialistische Ideologie die Unterschiede nach außen betone und sie nach innen nivelliere, steigere dies ihre Attraktivität.

Sichtbar wird diese Nivellierung nach innen an der Erhebung der Kriegssteuer, von der 70% der Deutschen aufgrund ihres geringen Einkommens befreit waren und letztlich nur 4% der deutschen Bevölkerung den vollen Steuersatz zahlten.[13] Außerdem wurden die Hauszinssteuer und die Spekulationssteuer als Abschöpfungsinstrumente gegenüber der Bourgeoisie eingeführt, wodurch die ärmeren sozialen Schichten entlastet wurden. Desweiteren reagierte das NS System relativ schnell auf Unzufriedenheit, indem es die Streichung von „Zuschläge[n] für Überstunden, Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit“ durch die am 4. September 1939 erlassene Kriegswirtschaftsverordnung, bereits am 15. November 1939 revidierte, um die „Laune der deutschen Arbeiterschaft“ nicht zu verderben.[14] Neben der Verdopplung von Kindergeld und Familienbeihilfe in der Zeit von 1938 bis 1942, wurden auch die Renten erhöht. Desweiteren bezweckte das am 28. August 1939 erlassene Einsatz- und Wehrmachtgebührnisgesetz „‚die Erhaltung des Besitzstandes‘ in der ‚bisherigen wirtschaftlichen Sichtlage‘“ und diente damit neben den anderen „öffentliche[n] Beihilfen ‚der Erhaltung von Wehrwillen und Wehrfreudigkeit und der Sicherung der inneren Front.‘“[15]

Den Unterschied nach außen verdeutliche ich erstens anhand der Arisierung und zweitens durch den Einsatz von Zwangsarbeitern. Arisierung meint den Besitztransfer von jüdischem Eigentum an den Staat[16], wobei der Staat gegen Staatspapiere (als vorgetäuschte Entschädigung) das Eigentum veräußerte und auf diese Weise zum einen Kapital für die Kriegswirtschaft einnahm und zum anderen ohne Produktion zusätzliche Produkte auf dem Markt anbieten konnte. Anzumerken ist, daß das Prinzip der Arisierung auch in besetzten Gebieten Anwendung fand, weil das NS-Regime diesen Vorteile gewährte, um Kooperation zu erzielen, wie beispielsweise im Vichy Regime in Frankreich.[17]

Der Einsatz von Zwangsarbeitern unterlag einer vergleichbaren Entschädigungstäuschung: Auch deren Vermögen wurde veräußert und sollte ihnen auf einem Sperrkonto nach dem Ende des Krieges zur Verfügung stehen. Zusätzlich wurde das System der „Ostarbeiter-Sparmarken“ eingeführt, das den Lohn des Zwangsarbeiters sparte und ihm mit zwei prozentiger Verzinsung bei seiner Rückkehr in die Heimat zur Verfügung stehen sollte. Dieser Mechanismus erlaubte die volle Abschöpfung des Lohns zugunsten der Staatskasse, entlastete den Steuerzahler und vermied das Auftreten zusätzlicher Kaufkraft auf dem knappen Konsumgütermarkt, der die Folge von vermehrter Frauenarbeit anstelle von Zwangsarbeit gewesen wäre.[18]

Insgesamt seien daher ungefähr 70% der laufenden deutschen Kriegseinnahmen[19] durch die Ausplünderung der besetzten Gebiete, durch Zwangsarbeit und durch Arisierung gedeckt gewesen. Die übrigen 30% splitten sich in zwei Drittel, die von den besserverdienenden Deutschen finanziert wurden und in ein Drittel, das von Klein- und Durchschnittsverdienern finanziert wurde.[20]

Folglich kann der Nationalsozialismus als Zustimmungsdiktatur charakterisiert werden, deren „Zustimmung [...] mehrheitlich keiner ideologischen Überzeugung [entsprang]; vielmehr wurde sie durch systematische Bestechung mittels sozialer Wohltaten immer neu erkauft.“[21] Und „[e]ben weil so viele Deutsche von den Raubzügen des nationalsozialistischen Deutschland profitierten, entwickelte sich nur marginaler Widerstand.“[22]

2.3 Aufhebung der Dichotomie von Tätern und Opfern

Obwohl die beiden beschriebenen Erklärungsversuche einander diametral gegenüberstehen und insofern zwei Extrempositionen darstellen, ergänzen sie einander. Die Totalitarismusthese beschreibt aufrund der Unmöglichkeit von Widerstand das Bild vom deutschen Opfervolk, dem die NS-Judenpolitik gegen ihren Willen aufoktroyiert wurde. „Diese Interpretaion mündet in die Vorstellung, daß sich die Judenverfolgung gleichsam in einem gesellschaftlichen Vakuum vollzogen habe, daß Hitler und die NS-Führung dabei außerhalb der deutschen Gesellschaft gestanden und gehandelt hätten.“[23] Da jedoch alle politischen Angelegenheiten, wie zum Beispiel der Bau eines Atomkraftwerks, Vorteile und Nachteile zugleich aufweisen, kann auch der Nationalsozialismus nicht als Ausnahme betrachtet werden. Aus diesem Grund ist der Erklärungsgehalt einer These, die vom Gegenteil, nämlich vom Tätervolk ausgeht, mindestens genauso zweifelhaft – sei es nun in Form von Aly`s Zustimmungsdiktatur oder einer Vorstellung, die auf einer „durch die Rassendoktrin ideologisch integrierten, mobilisierten und radikalisierten deutschen Gesellschaft“[24] basiert – der Widerstandswille fehlt in beiden.

Das auf diese Weise aufgespannte Spektrum, das durch die Extrempositionen des Täter- und des Opfervolkes begrenzt ist, beinhaltet weiterführende sozial– und alltagsgeschichtliche Forschungsansätze, die die nationalsozialistische Herrschaft differenzierter und subtiler erfassen, wodurch „Täter nicht ausschließlich nur als Täter und die Opfer nicht länger nur als Opfer erscheinen.“[25] Insofern ergänzen sich beide Perspektiven, da eine Betrachtung innerhalb dieses Spektrums stets die Überschneidung der Extrema darstellt – also Möglichkeit und Wille zum Widerstand zugleich.

Im folgenden Teil werde ich die notwendige Begrifflichkeit näher erläutern, um zu zeigen, daß subtile Möglichkeiten des Widerstands gegeben waren, die jedoch nicht unbedingt als Widerstand intendiert waren, wohl aber ähnlich wirkten. Angefangen mit dem Widerstandsbegriff nehmen die Konfrontation ab und die Subtilität der Verweigerung zu. Es stellt sich also die Frage, inwieweit der zweifellos totalitäre Anspruch des Nationalsozialismus[26] von der Realität abwich und wider seiner Intention Nischen ermöglichte, die sich seinem Zugriff entzogen.

3 Widerstand, Resistenz, Dissens und Konsens

In diesem Teil werden die Begriffe Widerstand, Resistenz, Dissens und Konsens näher bestimmt und miteinander in Beziehung gesetzt, was in Abschnitt 3.3 durch Abbildung 1 veranschaulicht und zusammengefaßt wird.

3.1 Der Widerstandsbegriffs

Der Begriff des Widerstands ist in der historischen Debatte umstritten, da weder geklärt ist, wie er definiert werden soll, noch, „ob eine präzise Definition“ überhaupt wünschenswert ist. Allerdings ist er hinsichtlich für die von Deutschland besetzten Gebiete weitgehend geklärt und meint „alle Versuche sich den Invasoren und Besatzern entgegenzustellen und auf die Befreiung hinzuarbeiten.“[27] Da jedoch im folgenden der Widerstand in Deutschland und nicht der in den besetzten Gebieten im Zentrum der Analyse steht, ist eine nähere Bestimmung des Begriffs erforderlich.

3.1.1 Ein historischer Abriß

Aus der Perspektive einer historischen Entwicklung des Widerstandsbegriffs ist zu beobachten, daß der Begriff zum einen durch die jeweils gegenwärtigen Interessen der Politik beeinflußt war und zum anderen von einem engeren Verständis zu einem weiter gefaßten Begriff ausgedehnt wurde.

Mit der Etablierung des Totalitarismuskonzepts Ende der fünfziger Jahre, das Nationalsozialismus und Kommunismus subsumierte, wurde kommunistischer Widerstand wegdefiniert, da Widerstand nur dann als legitim galt, „wenn er unter den extremen Bedingungen einer Tyrannei die Wiederherstellung der ursprünglichen Rechtsordnung zum Ziel hatte.“[28]

Da man außerdem annahm, „daß in einem totalitären Staat kein Volkswiderstand möglich gewesen sei,“[29] konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf konservativen und bürgerlichen Elitewiderstand, deren Fokus zunächst auf den moralischen Motiven der Widerständler lag. Eine Konzentrierung auf die moralischen Motive läuft jedoch Gefahr den „materiellen und sozialpsychologischen Kontext“ zu unterschätzen, da auch der Verteidigung von Eigeninteressen gegen den Eingriff des Nationalsozialismus eine moralische Intention unterstellt wird. Diese moralische Intention werde durch die Übertragung von gegenwärtigen Normen auf die Motive der einst Agierenden verfälscht. Die so entstehende Dichotomie, daß nur derjenige, der „den jeweils eigenen Normen [entsprechend], dem Nationalsozialismus irgendwie abträgliche Handlungen beging“, als Widerständler zu erfassen ist, lehnt Hüttenberger folgerichtig ab.[30]

Aufgrund der 1966 erschienen Studien von Mommsen und Graml, verlor die Konzentrierung auf moralische Motive ihren Anreiz, da offenbar nicht diese als Handlungsmotive gelten konnten.[31] Daher verschob sich der Fokus auf die „Ziele und Zielvorstellungen“ des Widerstands, wobei deutlich wurde, „daß sich die [außenpolitischen] Ansichten der Nationalkonservativen [...] teilweise mit den expansionistischen Zielen des Nationalsozialismus überschnitten.“[32]

[...]


[1] Schmidt (1995): 95

[2] Schmidt (1995): 960

[3] Tyrannis, Monarchie, Aristokratie und Demokratie

[4] Arendt (2006a): 944

[5] Arendt (2006a): 947

[6] Arendt (2006a): 952

[7] Arendt (2006): 955

[8] vgl. Pohlmann (1995): 14

[9] Arendt (2006): 953

[10] Arendt (2006): 958

[11] Arendt (2006): 948

[12] vgl. Aly (2006a): 11

[13] Aly (2006a): 68

[14] Aly (2006a): 69

[15] Aly (2006a): 87

[16] Aly (2006a): 379

[17] vgl. Aly (2006a): 311-318

[18] Aly (2006a): 183, 186, 187

[19] Finanzierung der Kriegsausgaben: 50% durch Kredite und 50% durch laufende Einnahmen

[20] Aly (2006a): 318-327

[21] Aly (2006a): 333

[22] Aly (2006a): 365

[23] Kershaw (1979): 282 und vgl. Dingel (1995): 205ff.

[24] Kershaw (1979): 282

[25] Paul (2004): 228

[26] Kershaw (2006): 78

[27] Kershaw (2006): 279f.

[28] Kershaw (2006): 285; eigene Hervorhebung

[29] Kershaw (2006): 289

[30] vgl. Hüttenberger (1977): 119

[31] vgl. Burleigh S. 824: „Wenn es denn so war, daß die moralische Empörung Einzelner wie die Busches über die Art und Weise, wie dieser Krieg geführt wurde, im Nachhinein per Projektion auf viele andere übertragen wurde, die in Wirklichkeit eher gleichgültig reagierten, was war dann ihr eigentliches Motive für den Entschluß Hitler zu töten?“

und vgl. Burleigh (2000): 822 [vgl. Friedländer] über den Fall Gerstein: „Eine Entnazifizierungskammer, die fünf Jahre nach dem Selbstmord Gersteins über seinen Fall beriet, kam zu einem zwiespältigen Urteil. Gerstein hatte zweifellos viel riskriert, indem er Zeitgenossen über die Massenmorde informiert hatte. Doch nach dem, was er in Belzec erlebt hatte [hier wurde er Zeuge der Vergasung von Juden], hätte er Mittel und Wege finden müssen, sich herauszuziehen, anstatt durch das Sabotieren unerheblicher Mengen des Giftgases symbolischen Widerstand zu leisten. Um es etwas anders auszudrücken bescheinigte ihm die Kammer ein doppeltes moralisches Versagen: Er hatte es nicht nur nicht geschafft, die Vernichtungsmaschinerie zu stören, sondern hatte auch versäumt, sich demonstrativ abseits zu stellen, als die Juden vernichtet wurden.“

[32] Kershaw (2006): 287

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Dissens, Resistenz und Widerstand: Warum der Nationalsozialismus nicht an innerem Widerstand scheiterte
Untertitel
Ein Erklärungsversuch
Hochschule
Universität Mannheim  (Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte)
Veranstaltung
Herrschaft und Gesellschaft in der Zeit des Nationalsozialismus
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
31
Katalognummer
V116409
ISBN (eBook)
9783640184996
ISBN (Buch)
9783640185078
Dateigröße
1631 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dissens, Resistenz, Widerstand, Warum, Nationalsozialismus, Herrschaft, Gesellschaft, Zeit
Arbeit zitieren
André Heinze (Autor), 2006, Dissens, Resistenz und Widerstand: Warum der Nationalsozialismus nicht an innerem Widerstand scheiterte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116409

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