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Philosophieren als Sterbenlernen

Die Darstellung des Todes als Vollendung und Höhepunkt des philosophischen Lebens in Platons Phaidon

Titel: Philosophieren als Sterbenlernen

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Philosophieren und dem Sterben, insbesondere der Bedeutung für das ‚Sterbenlernen‘. Bereits in Barbara Zehnpfennigs Einführung ist die Rede davon, dass „[die] Philosophie […] nichts anderes zu sein [scheint] als Sterbenlernen“. Aus dieser These heraus entstand die Fragestellung, die in dieser Arbeit untersucht wird, nämlich: Inwiefern kann man Platons philosophische Sicht-weise auf den Tod als ‚Philosophie des Sterbenlernens‘ auffassen? Hierfür werden zunächst relevante Begriffe definiert und entsprechende Zusammenhänge erläutert. Anschließend wird die These der Philosophie als Sterbenlernen näher beleuchtet. Diesem Kapitel schließen sich Diskussion und Fazit an, innerhalb dessen Argumente zusammenfassend dargelegt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsdefinitionen und Zusammenhänge

2.1 Anthropologischer Dualismus

2.2 Tod und Wiedergeburt

2.3 Die Bedeutung der Philosophie

3. Die These vom Philosophieren als ‚Sterbenlernen‘

4. Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Platons Dialog Phaidon mit dem Ziel zu ergründen, inwiefern dessen philosophische Sichtweise auf den Tod als „Philosophie des Sterbenlernens“ interpretiert werden kann. Dabei wird insbesondere der Zusammenhang zwischen der Vorbereitung der Seele durch das Philosophieren im Diesseits und der erhofften vollkommenen Trennung von Körper und Seele im Tod analysiert.

  • Die philosophische Anthropologie und der Dualismus von Seele und Körper
  • Das Konzept des „guten Lebens“ durch philosophische Praxis
  • Die Rolle der Reinkarnation und die Unsterblichkeit der Seele
  • Kritische Diskussion der sokratischen Argumentation und ihrer Grenzen
  • Die Bedeutung der Isolation und der Lebensführung als Sterbenlernen

Auszug aus dem Buch

3. Die These vom Philosophieren als ‚Sterbenlernen‘

„Philosophie scheint nichts anderes zu sein als Sterbenlernen; darum kann der tatsächliche Tod den Philosophen nicht schrecken. Was meint aber das philosophische Sterben? Der Tod ist die Trennung von Körper und Seele, und diese Trennung ist auch die Sache der Philosophie.“37 Diese Sichtweise wird durch Barbara Zehnpfennig in der Einführung zum Phaidon vorgestellt. Die sogenannte „sokratische These“38 findet jedoch nur seine Erfüllung, wenn bereits zu Lebzeiten viel philosophiert wurde und man von einem ‚guten Leben‘ sprechen kann. Das gute Leben sei das der Philosophie. Das Philosophieren bezwecke „[die] Lösung von der Sinnlichkeit, Reinigung der Seele von allen körperlichen Bindungen, Rückkehr der Seele zu ihrer ursprünglichen Geistnatur“39. Wie bereits im zweiten Kapitel erläutert, bedeutet das, dass die Philosophie immer auch mit dem Tod einhergeht, denn die endgültige Trennung der Entitäten kann nur im Tod zustande kommen.40 Die Ursache dieses Bestrebens der Seele liegt insbesondere in ihrer Vernunft. Die Vernunft unterscheidet einen Menschen von anderen Lebewesen. Nur sie ist dazu fähig andere Fähigkeiten, aber auch sich selbst zu beurteilen. Aus diesem Grund, und weil sie als höchstes menschliches Vermögen gilt, stelle sie sich zwangsläufig ein.41 Dies zieht von Natur aus nach sich, dass „die philosophische Lebensweise immer die erstrebenswerte ist“42. Es wird nicht nur das ‚gute Leben‘ erreicht, sondern gleichzeitig auch die Wegbereitung zur Loslösung der Seele vom Körper im Tod bezweckt. Damit ist die Seele für sich allein und kann unbefangen zu Vernunft und wahrer Erkenntnis gelangen. Dies ist, wie in Kapitel zwei beschrieben, das Ziel aller Philosophen. Platon unterscheidet hierbei allerdings deutlich zwischen dem Tot-Sein und dem Tod als solchem. Er lässt Sokrates beweisen, dass es nicht das Tot-Sein ist, das sich Philosophen wünschen. Auch diese hätten Angst vor dem Tod. Er rechtfertigt aber, dass es hierfür keinen Grund gibt, wenn man stets philosophiert hat. Deshalb sieht er dem Tod so gelassen entgegen.43 Der Philosoph ersehnt den Tod damit nicht aus einem Todeswunsch heraus, sondern lediglich zur Vollendung seines philosophischen Lebens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des Werkes Phaidon, der zentralen Fragestellung sowie der methodischen Herangehensweise an die These vom Philosophieren als Sterbenlernen.

2. Begriffsdefinitionen und Zusammenhänge: Erläuterung der platonischen Anthropologie, insbesondere des Leib-Seele-Dualismus, sowie der Bedeutung von Tod, Wiedergeburt und Philosophie für den Menschen.

3. Die These vom Philosophieren als ‚Sterbenlernen‘: Analyse der sokratischen Auffassung, dass die Philosophie eine gezielte Vorbereitung auf die Trennung von Seele und Körper im Tod darstellt.

4. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der sokratischen Argumentation und deren logischen Herausforderungen im Kontext des historischen und philosophischen Hintergrunds.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der These sowie Einordnung der anhaltenden Relevanz des Phaidon als richtungsweisendes Werk.

Schlüsselwörter

Phaidon, Platon, Sokrates, Philosophie, Sterbenlernen, Seele, Körper, Dualismus, Unsterblichkeit, Reinkarnation, Wahrheitssuche, Erkenntnis, Jenseits, Tod, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht Platons Dialog Phaidon und fokussiert sich auf die These, dass das Philosophieren eine Form des „Sterbenlernens“ darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen der anthropologische Dualismus zwischen Seele und Körper, die Unsterblichkeit der Seele sowie die ethische Lebensführung eines Philosophen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern Platons Sichtweise auf den Tod als eine systematische Vorbereitung der Seele durch philosophisches Denken verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen und philosophischen Analyse des Primärtextes sowie einer Auseinandersetzung mit einschlägiger Sekundärliteratur zur Interpretation Platons.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition, die Erarbeitung der zentralen These, eine kritische Diskussion der sokratischen Argumente sowie eine abschließende Bewertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind Phaidon, Anthropologischer Dualismus, Seele-Körper-Trennung, Reinkarnation und das philosophische Sterbenlernen.

Wie bewertet der Autor die sokratische Argumentation?

Der Autor erkennt die Argumentationskraft Platons an, weist jedoch darauf hin, dass die Beweisführung von der Existenz der Seele abhängt, welche in sich instabil und somit theoretisch bleibt.

Welche Rolle spielt die „Jenseitsorientierung“ in der Argumentation?

Die Jenseitsorientierung führt laut Arbeit zu einer radikalen Lebensführung, die eine fast vollständige Isolation von körperlichen Bedürfnissen erfordert, um das Ziel der Seelenreinigung zu erreichen.

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Details

Titel
Philosophieren als Sterbenlernen
Untertitel
Die Darstellung des Todes als Vollendung und Höhepunkt des philosophischen Lebens in Platons Phaidon
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Philosophie)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1164145
ISBN (PDF)
9783346568410
ISBN (Buch)
9783346568427
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Platon Phaidon Sterbenlernen Tod Sokrates Philosophie Leben Sterben Ethik Gutes Leben Seele Körper
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Philosophieren als Sterbenlernen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1164145
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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