Im Rahmen der hier vorliegenden Arbeit wird sowohl das Arbeitsverhalten als auch das Störverhalten von Schülern während kooperativer Lernphasen in unterschiedlichen Schulstufen näher beleuchtet, um der Frage nach zu gehen, ob es einen qualitativen und quantitativen Unterschied gibt und wenn ja, wie sich dieser erklären lässt.
Studierende des Master of Education für Haupt-, Real- und Gesamtschulen sollen im Rahmen des Studiums ein Forschungsprojekt erarbeiten und dabei zeigen, dass sie selbstständig dazu in der Lage sind eine wissenschaftliche Frage adäquat und empirisch zu untersuchen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Benennung der Forschungsfrage
3. Begründung des Forschungssettings und Beschreibung der Erhebung
4. Störverhalten und Möglichkeiten der Prävention im Unterricht
5. Beobachtungsergebnisse
5.1. Zwischenfazit: Kooperative Lernphase Jahrgangsstufe 6
5.2. Zwischenfazit: Kooperative Lernphase Jahrgangsstufe 7
5.3. Zwischenfazit: Kooperative Lernphase Jahrgangsstufe 10
6. Reflexion
7. Diagnoseerhebung Unterrichtsqualität in den Jahrgangsstufen
8. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Arbeits- und Störverhalten von Schülern während kooperativer Lernphasen in verschiedenen Schulstufen, um qualitative sowie quantitative Unterschiede zu identifizieren und diese in den Kontext der Unterrichtsqualität und Lehrprofessionalität zu setzen.
- Analyse von Störverhalten in kooperativen Unterrichtsformen
- Einfluss der Gruppengröße und Strukturierung auf den Lernerfolg
- Bedeutung von Transparenz und Klassenleitung im Unterricht
- Methodische Ansätze zur Prävention von Unterrichtsstörungen
- Empirische Auswertung von Schüler- und Lehrerselbsteinschätzungen
Auszug aus dem Buch
3. Begründung des Forschungssettings und Beschreibung der Erhebung
Für Lehrer steht bei der Unterrichtsplanung nicht nur die Umsetzung des Curriculums im Fokus sondern auch die Motivation der Schüler. Dabei stammt das Wort Motivation vom lateinischen Wort „movere“ ab, was übersetzt sich bewegen bedeutet. Für einen Forscher oder Lehrer ist Motivation jedoch ein theoretisches Konzept, da man Motivation als solche nicht wirklich sehen oder messen kann. Vielmehr messen Lehrer Motivation anhand von bestimmten Indikatoren wie zum Beispiel Schülerverhalten. Dies wird im schulischen Alltag durch Meldeverhalten oder erzielte Noten betrachtet und anschließend interpretiert. Aus wissenschaftlicher Sicht ist Motivation jedoch ein psychischer Prozess, der die Initiierung, Steuerung und nach Möglichkeit auch die Aufrechterhaltung eines zielgerichteten Handelns gewährleistet.
Um bei Schülern diesen Prozess zu erreichen, empfiehlt die moderne Unterrichtsforschung den Einsatz von kooperativen Unterrichtsformen, um dadurch die eigenen Fähigkeiten zu erweitern und zeitgleich das Lernen für die Schüler nachhaltiger zu machen. In klinischen Studien zur Gehirnforschung konnte nachgewiesen werden dass dadurch der Lernprozess für die Schüler insgesamt effektiver wird. Zudem gelingt die Aktivierung aller Schüler und es kommt zur Vermeidung von ungewünschtem Passivverhalten was ein weiterer Vorteil gegenüber der klassischen Gruppenarbeit ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz kooperativer Methoden im Anschluss an den PISA-Schock und umreißt die Zielsetzung der Untersuchung des Störverhaltens in diesem Kontext.
2. Benennung der Forschungsfrage: In diesem Kapitel wird die zentrale Forschungsfrage formuliert und das methodische Vorgehen bei der Beobachtung von Schülern in verschiedenen Lernformen dargelegt.
3. Begründung des Forschungssettings und Beschreibung der Erhebung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte hinter Motivation und kooperativem Lernen sowie die Kriterien für die Planung und Durchführung der Erhebung.
4. Störverhalten und Möglichkeiten der Prävention im Unterricht: Hier werden Ursachen von Störungen im Unterricht analysiert und präventive Ansätze wie der "low-profile"-Ansatz zur Konfliktlösung vorgestellt.
5. Beobachtungsergebnisse: Das Kapitel präsentiert die empirischen Erkenntnisse aus den verschiedenen Jahrgangsstufen und diskutiert die jeweiligen Zwischenfazite zum Lernerfolg und Störverhalten.
6. Reflexion: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und die Bedeutung der Gruppengröße sowie der Lehrerpersönlichkeit für den Erfolg kooperativer Methoden diskutiert.
7. Diagnoseerhebung Unterrichtsqualität in den Jahrgangsstufen: Dieses Kapitel beschreibt die quantitative Auswertung der eingesetzten Diagnosebögen zur Bewertung der Unterrichtsqualität durch die Schüler.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Erkenntnisse und bestätigt, dass kooperative Methoden bei entsprechender Vorbereitung und Strukturierung die Unterrichtsqualität maßgeblich fördern.
Schlüsselwörter
Kooperatives Lernen, Störverhalten, Unterrichtsqualität, Lehrerprofessionalität, Motivation, Klassenführung, Empirische Erhebung, Unterrichtsstörungen, Gruppenarbeit, Bildungsforschung, Selbstorganisation, Diagnosebogen, Lernschwierigkeiten, Schulpraktikum, Unterrichtsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Störverhaltens von Schülern während verschiedener kooperativer Lernphasen in unterschiedlichen Schulstufen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit kooperativer Unterrichtsmethoden, der Umgang mit Störungen im Unterricht, die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Interaktion sowie die allgemeine Unterrichtsqualität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob es qualitative und quantitative Unterschiede im Störverhalten gibt und wie sich diese im Zusammenhang mit der Planung und Durchführung kooperativer Lernformen erklären lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?
Es wurde eine Mischform aus systematischer und teilnehmender Beobachtung sowie eine quantitative Befragung mittels standardisierter Diagnosebögen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Motivations- und Störungsforschung, die Beobachtungsergebnisse aus den Klassen 6, 7 und 10 sowie deren statistische und pädagogische Reflexion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kooperatives Lernen, Störverhalten, Unterrichtsqualität, Classroom Management und Empirische Erhebung.
Warum spielt die Gruppengröße eine wichtige Rolle bei den Beobachtungsergebnissen?
Die Studie zeigt, dass zu große Gruppen bei fehlender Selbstorganisation zu vermehrtem Störverhalten führen, da Schüler in diesen Settings weniger aktiv am Unterricht partizipieren.
Welche Rolle spielt die Transparenz der Lehrkraft für den Lernerfolg?
Eine hohe Transparenz bezüglich der Arbeitsaufträge und Erwartungen ist essenziell, da Unsicherheiten bei den Schülern oft zu einer Zunahme von Störverhalten führen.
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- Master of Arts und Master of Education Sascha Pfeiffer (Author), 2017, Störverhalten während kooperativer Lernformen in unterschiedlichen Schulstufen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1164820