Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Médecine et Santé

Demenzpflegetheorie - Ansätze für die Entwicklung einer Mikrotheorie für Menschen mit schwerer Demenz und Verhaltenssymptomen

Titre: Demenzpflegetheorie - Ansätze für die Entwicklung einer Mikrotheorie für Menschen mit schwerer Demenz und Verhaltenssymptomen

Mémoire (de fin d'études) , 2008 , 25 Pages

Autor:in: Master Judith Dominguez (Auteur)

Sociologie - Médecine et Santé
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Das Krankenversicherungsgesetzt schreibt in der Leistungsverordnung für die Krankenpflege in Pflegeheimen vor, dass die Versicherungen nur Kosten von Untersuchungen, Behandlungen und Pflegeleistungen übernimmt, die auf ärztliche Verordnung hin oder im ärztlichen Auftrag erbracht werden. Leistungen in diesem Sinne sind Abklärungs- und Beratungsgespräche, Untersuchungen wie Blutdruckmessen, Behandlungen wie Wundversorgung und die Grundpflege wie Dekubitusprophylaxe oder Hilfe beim Essen und Trinken. Für Menschen mit psychogeriatrischen Erkrankungen können zudem Orientierungshilfen, Kontrollen und Gespräche oder Zuwendung für Menschen, die mit ihrem Verhalten das Umfeld belasten, verrechnet werden. Die typische somatische Krankheitsorientierung der Hausärzte und Altenpflegenden stösst aber in der Demenzpflege an Grenzen und die Pflegende sind meist stark überfordert.11 Die Vielzahl der heute angewandten Pflegeinterventionen für Demenzkranke mit Verhaltenssymptomen erfüllen das Kriterien der nachgewiesenen Effektivität noch nicht.12 Es fehlen Beschreibungen über die Pflegeempfänger und über die Aufgabe der Pflege, die Ziele der Pflegeinterventionen und Instrumente für deren Evaluation. In der praktischen Pflege dementiell erkrankter Menschen mit Verhaltenssymptomen ist Verwirrung beobachtbar. Einerseits ist unklar, ob Verhaltenssymptome durch Interventionen vermindert werden sollen oder ob die Autonomie des dementiell erkrankten Menschen dadurch unnötigerweise eingeschränkt wird. Anderseits stellt sich den Pflegenden die Frage, ob Beschäftigungen wie Singen und Spielen Aufgabe der Pflege sind, diese als therapeutische Interventionen verstanden werden können und Verhaltenssymptome dadurch tatsächlich vermindert werden. Eine Demenzpflegetheorie könnte die Grundlage sein, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Methode

4 Demenz mit Verhaltenssymptomen

4.1 Verhaltenssymptomatik

4.1.1 Definition

4.1.2 Agitation

4.2 Ursachen und Erklärungsmodelle

4.2.1 Somatische Ursachen

4.2.2 psychologische Ursachen

4.2.3 ökologische Ursachen

5 Pflegetheorien

5.1 Einführung

5.2 Pflegeempfänger

5.3 Gesundheit

5.4 Hauptzweck und Aufgabe der Pflege

5.5 Umgebung

5.6 Ausgewählte theoretische Ansätze

5.6.1 Bedürfnistheorien

5.6.2 Interaktiontheorien

5.6.3 Ergebnistheorien

5.6.4 Personenzentrierte Ansätze

6 Schlussfolgerungen

7 Ansätze für eine Demenzpflegetheorie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Grundlagen für die Entwicklung einer pflegewissenschaftlichen Mikrotheorie zu schaffen, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit schwerer Demenz und herausfordernden Verhaltenssymptomen zugeschnitten ist, um die Qualität der Pflege in diesem Bereich zu verbessern und fachlich zu fundieren.

  • Analyse der Symptomatik von Demenz, insbesondere Agitation.
  • Diskussion somatischer, psychologischer und ökologischer Erklärungsmodelle.
  • Kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Pflegetheorien hinsichtlich ihrer Eignung für Demenzpflege.
  • Identifikation von Erkenntnislücken für künftige theoretische Ansätze.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Definition

Verhalten ist ein aktiver Vorgang lebender Organismen. Menschliches Verhalten wird sowohl als Resultat rationaler Entscheidungen gesehen, als auch als Ausdruck seiner Emotionen. Die psychobiologischen Emotionsmechanismen werden heute intensiv untersucht. Man geht davon aus, dass Emotionen einen starken Einfluss auf das Verhalten haben. Diesen Zusammenhang und den neurobiologischen Prozess dazu zu untersuchen, ist allerdings nicht einfach und deshalb sind viele Fragen noch offen.

Unter Sozialverhalten wird das Verhalten von Menschen als Reaktion auf Gruppenmitglieder verstanden, das soziale Verhalten beinhaltet die Mimik, Gestik, Sprache, Handlung oder Unterlassung, die von andern in einer bestimmten Situation erwartet werden. Die Verhaltensbiologie beschäftigt sich mit den aktiven Veränderungen eines Lebewesens als Anpassung an die Umweltbedingungen, die beobachtbar und messbar sind, wie zum Beispiel die Körperhaltung, Bewegungen, Laute, Körperabsonderungen, die der Verständigung dienen, Farb- und Formveränderungen oder Gesten.

In der Biologie werden diese Anpassungsleistungen sowohl als genetisch beeinflusst, als auch in Lernprozesses erworben begriffen. Wiederholt sich in bestimmten Situationen das Verhalten in immer gleicher Art und Weise, spricht man sowohl in der Biologie als auch in Soziologie und Psychologie von Verhaltensweisen. Synonym wird der Begriff Benehmen verwendet. Das Benehmen umschreibt das Betragen, die Lebensart, die Erziehung oder Kinderstube, die Umgangsformen, das Auftreten, die Haltung, der Anstand, die Manieren und wer sich nicht zu benehmen weiss, der ist unhöflich.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Prävalenz demenzieller Störungen und die damit verbundenen Herausforderungen für die stationäre Langzeitpflege.

3 Methode: Es wird das methodische Vorgehen beschrieben, das von einer Literaturanalyse zu Verhaltenssymptomen über eine Theorienprüfung bis hin zu Ansätzen für eine Mikrotheorie reicht.

4 Demenz mit Verhaltenssymptomen: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert verschiedene Verhaltenssymptome, insbesondere Agitation, und diskutiert deren somatische, psychologische und ökologische Ursachen.

5 Pflegetheorien: Hier werden bestehende Pflegetheorien in Bedürfnistheorien, Interaktionstheorien, Ergebnistheorien und personenzentrierte Ansätze unterteilt und kritisch auf ihre Relevanz für die Demenzpflege analysiert.

6 Schlussfolgerungen: Es wird festgehalten, dass bestehende Grand Theorien für die Demenzpflege nur bedingt geeignet sind und ein interdisziplinärer Ansatz zur Theorieentwicklung notwendig ist.

7 Ansätze für eine Demenzpflegetheorie: Das abschließende Kapitel formuliert Anforderungen an eine spezifische Mikrotheorie für die Demenzpflege und betont die Bedeutung von sozialen Faktoren und Umweltgestaltung.

Schlüsselwörter

Demenz, Verhaltenssymptome, Pflegetheorie, Mikrotheorie, Agitation, Langzeitpflege, Personenzentrierte Ansätze, Bedürfnisse, Lebensqualität, Interaktion, Pflegewissenschaft, Umwelt, Herausforderndes Verhalten, Pflegemodelle, Demenzpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen in der stationären Pflege von Menschen mit schwerer Demenz und Verhaltenssymptomen und analysiert, inwieweit bestehende Pflegetheorien hierfür eine wissenschaftliche Basis bieten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition und Ursachen von Verhaltenssymptomen wie Agitation, die Rolle der Pflegetheorien sowie die Notwendigkeit einer spezifischen Demenzpflegetheorie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Weg zur Entwicklung einer pflegewissenschaftlichen Mikrotheorie aufzuzeigen, die gezielt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhalten eingeht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pflegewissenschaftlicher Konzepte sowie einer kritischen Prüfung von Erklärungsmodellen zur Verhaltenssymptomatik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen von Verhaltenssymptomen (somatisch, psychologisch, ökologisch) und bewertet die Eignung verschiedener theoretischer Denkschulen der Pflege für den Demenzbereich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Demenz, Verhaltenssymptome, Pflegetheorie, Mikrotheorie, Agitation und Personenzentrierung.

Warum sind gängige Pflegetheorien für Demenz oft unzureichend?

Viele etablierte Theorien setzen voraus, dass Patienten ihre Bedürfnisse verbal kommunizieren oder mit Pflegenden Ziele aushandeln können, was bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz meist nicht möglich ist.

Welche Rolle spielt die Umwelt laut der Arbeit?

Die Umgebung beeinflusst das Verhalten demenzkranker Menschen maßgeblich; ihre Gestaltung durch Pflegende stellt einen wesentlichen, wenn auch wissenschaftlich noch unzureichend erforschten Faktor in der Demenzpflege dar.

Was schlägt die Autorin zur Unterstützung der Pflegenden vor?

Neben einer besseren theoretischen Fundierung regt die Autorin an, den Einsatz von Hilfsmitteln wie Pflegerobotern oder therapeutischen Gegenständen bei der Betreuung zu untersuchen, um die Belastungssituation zu entspannen.

Fin de l'extrait de 25 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Demenzpflegetheorie - Ansätze für die Entwicklung einer Mikrotheorie für Menschen mit schwerer Demenz und Verhaltenssymptomen
Université
Institut Universitaire Kurt Boesch  (Universitäres Institut Alter und Generationen (INAG))
Cours
Interdisziplinäre Gerontologie
Auteur
Master Judith Dominguez (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
25
N° de catalogue
V116522
ISBN (ebook)
9783640183913
ISBN (Livre)
9783640184118
Langue
allemand
mots-clé
Demenzpflegetheorie Ansätze Entwicklung Mikrotheorie Menschen Demenz Verhaltenssymptomen Interdisziplinäre Gerontologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Master Judith Dominguez (Auteur), 2008, Demenzpflegetheorie - Ansätze für die Entwicklung einer Mikrotheorie für Menschen mit schwerer Demenz und Verhaltenssymptomen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116522
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint