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Die Iden des März. Wie wurde Caesar ermordet und welche Anzeichen gab es dafür?

Titel: Die Iden des März. Wie wurde Caesar ermordet und welche Anzeichen gab es dafür?

Seminararbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dennis Galbas (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie wurde Caesar ermordet und welche Anzeichen gab es dafür? Die Iden des März beschäftigen sich nicht nur mit den Tätern und ihren Motiven, sondern insbesondere mit den Vorhersagungen, welche Caesar vor seiner Ermordung ereilt haben.

Über die grundsätzlichen Bewegründe der Ermordung Caesars gibt es in der Geschichtsliteratur verschiedenste antike und neuzeitliche Quellen. Ein immer wiederkehrendes Motiv des „totbringendes Hasses“ gegen Cäsar sind die Ausrufung vom Senat zum dictator perpetuo im Februar 44 v. Chr. und sein Streben nach der Königswürde.
Der Sturz der „Gewaltherrschaft“ Caesars wie ihn Plutarch beschreibt war nach den Vorstellungen der römischen Republik zwangsläufig, weswegen ihre Initiatoren Brutus und Cassius unter anderem vom Cicero als heroes bezeichnet werden. „Wer einen Tyrannen tötet, hat mit Sicherheit kein Verbrechen begangen. So denkt jedenfalls das Volk von Rom, dass die Tat als das glänzende aller guten Werke ansieht“. Dementsprechend war der Tyrannenmord Caesars nichts Ungewöhnliches in der Antike und in der römischen Republik, um eine Tyrannenherrschaft, die „schlechteste aller Verfassungen“ , zu beenden.

Ein Alleinstellungsmerkmal bilden jedoch die Vorzeichen und Vorahnungen, welche Caesar vor seiner Ermordung ereilt haben sollen. Insbesondere Plutarch, Cassius Dio, Appian und Sueton haben die Verschwörung gegen Caesar und die Iden des März, welche für diese Ausarbeitung primär von Bedeutung sind, näher beschrieben und Stellung zu den „seltsamen Zeichen und Erscheinungen“ vor seiner Ermordung genommen. Doch wie hoch ist der Wahrheitsgehalt der historischen Quellen, dass Caesar durch die von den Autoren beschriebenen Vorzeichen etwas von dem geplanten Attentat gewusst haben kann und inwieweit dienen sie einer sachgerechten Berichterstattung?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen wird auf die Berichterstattungen der eingangs erwähnten antiken Autoren und auf neuzeitliche historische Grundlagen zurückgegriffen. Weiterhin werden die Ausarbeitungen durch eine kritische Analyse miteinander verglichen, um dadurch ihre abhängige oder unabhängige Entstehung zu beleuchten. Des Weiteren werden die Darstellungen der Vorzeichen mit den, für die damalige Zeit gängigen, Poetiken und religiösen Vorstellungen verglichen und im Zuge dessen der mögliche Wahrheitsgehalt kritisch hinterfragt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik und methodisches Vorgehen

2 Die Intentionen der Autoren

3 Die Quellen der Autoren

4 Die Schreibstile der Autoren

5 Vorahnungen als literarisches Stilmittel

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Wahrheitsgehalt der Berichterstattung über Vorzeichen und Omina, die der Ermordung Caesars vorausgingen. Dabei wird analysiert, wie antike Autoren diese Ereignisse literarisch verarbeiteten und inwieweit ihre subjektiven Intentionen sowie ihr jeweiliger Schreibstil die Darstellung der historischen Fakten beeinflussten.

  • Analyse der Vorzeichen und Vorahnungen bei antiken Geschichtsschreibern.
  • Vergleichende Untersuchung der Autoren Plutarch, Cassius Dio, Appian und Sueton.
  • Methodische Kritik an den genutzten Quellen und der antiken Historiographie.
  • Untersuchung der literarischen Stilisierung von historischen Ausnahmesituationen.
  • Bewertung der historischen Glaubwürdigkeit im Kontext antiker literarischer Traditionen.

Auszug aus dem Buch

4 Die Schreibstile der Autoren

Die Analyse zeigt, dass es in der Geschichtswissenschaft unumstritten ist, dass die Autoren zeitgenössische Quellen zur Verfügung hatten und sie auch bei ihren Werken nutzten. Problematisch ist jedoch, die genutzten Quellen zu entziffern und nachzuverfolgen, denn die benannten Autoren lebten weit nach Caesars Ermordung, Cassius Dio sogar erst nach dem Ableben Appians, Plutarchs und Suetons. Nur selten verwenden die Historiker direkte Bezüge, wie Plutarch zum Philosophen Strabo, welche jedoch fast in Gänze verlorengegangen sind. Demnach kann nur spekuliert werden, inwiefern diese Quelle auch in diesem Maße existierte. Carl Peter kommt ferner zu dem Entschluss, dass nicht die historische Richtigkeit zentraler Aspekt der Beurteilung der historischen Quellen sein sollte, sondern auf die erhaltenen „Schriftsteller und auf gründliche Untersuchungen über deren Werth [sic!] und Eigenthümlichkeit [sic!]“40 genommen werden muss. Denn die zeitgenössischen und individuellen Schreibstile scheinen bei der Verfassung der Vorzeichen eine zentrale Rolle zu spielen.

Deshalb soll im letzten Teil der Ausarbeitung der Fokus auf den zeitgenössischen Schreibstilen liegen, um dadurch auch die Intention der reichhaltigen und teils mystischen Vorzeichen zu erläutern.

Denn so ähnlich die Inhalte über die verschiedenen Vorzeichen bei den vier Autoren am Ende sein mögen, so unterschiedlich sind ihre Darstellungsformen. Gemeinsam haben die Autoren aber, dass ihre Quellen Traditionen sind, bewusst verfasst wurden und der Nachwelt dienen sollten.41 Dies ist auch wenig verwunderlich, denn die Autoren rekonstruieren und übersetzen, wie Albrecht beschreibt, nicht nur die von ihnen gelesenen Quellen, sondern schmücken diese mit ihren subjektiven und politischen Ansichten aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik und methodisches Vorgehen: Das Kapitel führt in die historischen Beweggründe des Caesar-Mordes ein und definiert die methodische Fragestellung nach dem Wahrheitsgehalt der überlieferten Vorzeichen.

2 Die Intentionen der Autoren: Hier werden die unterschiedlichen Absichten der antiken Historiker beleuchtet, die durch ihre biografischen und moralischen Zielsetzungen ihre Darstellung der Vorzeichen beeinflussten.

3 Die Quellen der Autoren: Dieses Kapitel kritisiert die Quellenlage und untersucht, auf welche (oft verloren gegangenen) Schriften sich die vier behandelten Historiker stützen konnten.

4 Die Schreibstile der Autoren: Die Untersuchung fokussiert sich auf die verschiedenen literarischen Darstellungsweisen, die von anekdotisch-sensationell bis hin zu pragmatisch-analytisch reichen.

5 Vorahnungen als literarisches Stilmittel: Das Kapitel analysiert, wie Vorzeichen als zentrales literarisches Motiv genutzt wurden, um den Tod Caesars im Kontext zeitgenössischer religiöser Vorstellungen anzukündigen.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass aufgrund der subjektiven Bearbeitung und der schlechten Quellenlage eine finale historische Rekonstruktion der Vorzeichen nicht möglich ist.

Schlüsselwörter

Caesar, Ermordung, Vorzeichen, Omina, Plutarch, Sueton, Appian, Cassius Dio, Geschichtsschreibung, Antike, Literaturanalyse, Quellenkritik, Wahrsagung, Iden des März, historische Glaubwürdigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Berichterstattung antiker Historiker über die Vorzeichen und Omina, die angeblich der Ermordung Caesars vorausgingen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen der Wahrheitsgehalt der Berichte, die Intentionen der antiken Autoren sowie die Analyse von Schreibstilen und der verwendeten Quellenbasis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, inwiefern die antiken Quellen durch ihre subjektiven und literarischen Bearbeitungen historische Fakten stilisieren und wie verlässlich diese Berichte vor dem Hintergrund der verlorenen Primärquellen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kritische Analyse der antiken Texte durchgeführt, wobei die Berichte der Historiker miteinander verglichen und im Kontext ihrer jeweiligen Entstehungszeit und Quellenlage bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Autorenintentionen, die Quellenkritik, die Analyse der spezifischen Schreibstile und die Rolle der Vorahnungen als literarisches Stilmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Caesar-Attentat, antike Historiographie, Quellenkritik, Vorzeichen, Omina und literarische Stilisierung beschreiben.

Warum ist die Beurteilung des Wahrheitsgehalts der antiken Vorzeichen so schwierig?

Die Primärquellen sind größtenteils verloren gegangen, und die überlieferten Texte entstanden mit deutlichem zeitlichen Abstand zu den Ereignissen, was eine objektive Verifizierung unmöglich macht.

Wie unterscheidet sich der Schreibstil von Sueton von dem des Cassius Dio?

Während Sueton zu einer anekdotenhaften und sensationellen Darstellung neigt, bevorzugt Cassius Dio eine kurz gefasste, annalistische und sachlich-pragmatische Erzählweise.

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Details

Titel
Die Iden des März. Wie wurde Caesar ermordet und welche Anzeichen gab es dafür?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Geschichtswissenschaft)
Note
1,7
Autor
Dennis Galbas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1165446
ISBN (PDF)
9783346573827
ISBN (Buch)
9783346573834
Sprache
Deutsch
Schlagworte
iden märz caesar anzeichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Galbas (Autor:in), 2021, Die Iden des März. Wie wurde Caesar ermordet und welche Anzeichen gab es dafür?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165446
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Leseprobe aus  15  Seiten
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