Im Fokus dieser Arbeit steht das Konzept der Handlungs- und Produktionsorientierung. Nach Erläuterung des genannten Konzepts erfolgt eine Analyse eines ausgewählten Gedichts (Joseph von Eichendorffs „Sehnsucht“) worauf im Anschluss eine didaktische Analyse sowie eine Unterrichtsidee angefügt wurden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzept der Handlungs- und Produktionsorientierung
3. Gegenstandsanalyse
4. Didaktische Analyse
5. Vier-Phasen-Modelle
6. Unterrichtsidee
7. Konklusion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das didaktische Konzept der Handlungs- und Produktionsorientierung theoretisch darzulegen und dessen praktische Anwendbarkeit anhand von Joseph von Eichendorffs Gedicht „Sehnsucht“ in Form einer Unterrichtsidee aufzuzeigen.
- Grundlagen und Merkmale der Handlungs- und Produktionsorientierung
- Analyse des Gedichts „Sehnsucht“ von Joseph von Eichendorff
- Didaktische Überlegungen zur Umsetzung im Literaturunterricht
- Integration von Vier-Phasen-Modellen nach Jürgen Kreft
- Praxisorientierte Projektarbeit und kreative Textgestaltung
Auszug aus dem Buch
Konzept der Handlungs- und Produktionsorientierung
„Unter einem handlungs- und produktionsorientierten Unterricht ist die Orientierung hin zu einer aktiven, Literatur erfahrenden und eigenständig kreativen Unterrichtsgestaltung zu verstehen, welche die Einseitigkeit einer rein analytisch belehrenden, an Kognition orientierten Methodik aufbricht.“ (Stierstorfer 2018)
Das Konzept der Handlungs- und Produktionsorientierung im Bezug auf den Literaturunterricht entwickelte sich durch die zunehmenden Unzufriedenheit mit dem traditionellen Literaturunterricht. Der Literaturunterricht sollte sich nicht mehr ausschließlich mit den Fragen der Textanalyse beschäftigten, vielmehr vertraten einige Literaturdidaktiker die Meinung, dass hier die sinnlichen Dimensionen vernachlässigt werden. (Namenswerte Vertreter des Konzepts der Handlungs- und Produktionsorientierung waren unter anderen Gerhard Haas und Wolfgang Menzel.) Zusätzlich werden aber auch kaum die Bedürfnisse von beispielsweise stilleren, langsameren, aber auch literaturfernen SchülerInnen wenig Beachtung geschenkt. (vgl. Hochstadt et al. 2015, S.134) Demnach sollte im Zuge eines handlungs- und produktionsorientieren Literarturunterrichts ein literarischer Text nicht objektiv, sondern hauptsächlich subjektiv betrachtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das gewählte didaktische Konzept der Handlungs- und Produktionsorientierung sowie die Anwendung am Beispiel von Eichendorffs „Sehnsucht“.
Konzept der Handlungs- und Produktionsorientierung: Dieses Kapitel definiert das Konzept, hebt seine Abgrenzung zum rein analytischen Unterricht hervor und erläutert wesentliche Merkmale wie Ganzheitlichkeit und Schüleraktivität.
Gegenstandsanalyse: Hier wird der Autor Joseph von Eichendorff biografisch eingeordnet und das Gedicht „Sehnsucht“ textanalytisch sowie inhaltlich detailliert betrachtet.
Didaktische Analyse: Die Analyse bewertet den Einsatz des Gedichts unter fachdidaktischen Gesichtspunkten und diskutiert die Förderung verschiedener Kompetenzen durch den Unterricht.
Vier-Phasen-Modelle: Dieses Kapitel stellt das Vier-Phasen-Modell von Jürgen Kreft als theoretische Grundlage für die nachfolgende Unterrichtsplanung vor.
Unterrichtsidee: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Umsetzung des Konzepts in eine konkrete Unterrichtsplanung, gegliedert in verschiedene Phasen und Arbeitsschritte.
Konklusion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Vorzüge sowie den Arbeitsaufwand der gewählten handlungs- und produktionsorientierten Vorgehensweise.
Schlüsselwörter
Literaturdidaktik, Handlungs- und Produktionsorientierung, Textanalyse, Joseph von Eichendorff, Sehnsucht, Lyrik, Romantik, Vier-Phasen-Modell, Projektarbeit, Schüleraktivität, Textinterpretation, Unterrichtsplanung, kreatives Schreiben, Szenisches Spiel, Literaturunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Proseminararbeit befasst sich mit der Anwendung des didaktischen Konzepts der Handlungs- und Produktionsorientierung im Literaturunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern gehören die theoretische Fundierung des handlungsorientierten Lernens, die Analyse des Eichendorff-Gedichts „Sehnsucht“ sowie die praxisnahe Gestaltung von Unterrichtseinheiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Lernenden zu vermitteln, wie aus einem bestehenden literarischen Werk durch aktive, kreative Verfahren etwas Neues entstehen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf didaktische Fachliteratur und verknüpft diese mit einer Textanalyse sowie der Modellierung einer schülerorientierten Unterrichtsidee basierend auf Phasenmodellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Klärung der Begriffe, die Gegenstandsanalyse, die didaktische Einordnung sowie die detaillierte Darstellung einer Unterrichtsidee.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Handlungs- und Produktionsorientierung, Literaturdidaktik, Projektarbeit und Textinterpretation charakterisiert.
Wie integriert die Autorin das Modell von Jürgen Kreft in die Unterrichtsidee?
Das Modell wird als strukturgebendes Element genutzt, wobei die Unterrichtsschritte (Einstieg, Objektivierung, Aneignung, Applikation) direkt auf die Phasen von Kreft abgestimmt sind.
Welche Rolle nimmt die Lehrkraft bei diesem Konzept ein?
Die Lehrkraft agiert nicht als belehrende Instanz, sondern als unterstützende Leitperson, die Freiräume für selbstständige Schüleraktivitäten schafft.
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- Anja Schneider (Author), 2021, Das Konzept der Handlungs- und Produktionsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165455