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Kernfusionsreaktoren. Reaktortechnik der Zukunft?

Titel: Kernfusionsreaktoren. Reaktortechnik der Zukunft?

Facharbeit (Schule) , 2021 , 20 Seiten , Note: 14

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Physik - Kernphysik, Teilchenphysik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist es, die weltweite Klimakrise in den Griff zu bekommen. Dabei macht die Politik es sich immer wieder zum Ziel weg, von fossilen Brennstoffen und Atomkraft hin zu erneuerbaren Energien zu kommen. Dieses Vorhaben ist kein einfaches, aber durchaus ein effektives, da laut einer Statistik des Umweltbundesamtes die Energiewirtschaft knapp 32,4 % der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland ausmacht.

Damit diese Transformation gelingt, wird momentan sehr stark auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik oder Windkraft gesetzt. Manch einer wünscht sich sogar die Rückkehr der Atomkraftwerke. Doch möglicherweise gibt es auch noch eine weiter Alternative: die Kernfusion.

Und um genau diese Art der Energiegewinnung soll es in diese Facharbeit gehen. Zu Beginn werde ich die Grundlagen der Kernfusion erläutern, anschließend die aktuellen vielversprechendsten Reaktorarten Stellarator und Tokamak vorstellen, danach wird es noch kurz um Umwelt und Sicherheit gehen, bevor wir abschließend die Frage klären, ob wir in Zukunft wirklich Strom von Fusionsreaktoren beziehen können und wenn ja, wann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen der Kernfusion

1.1. Fusionsreaktion

1.2. Plasma

1.3. Magnetischer Einschluss

1.4. Plasmaheizung

2. Reaktoren

2.1. Tokamak

2.2. Stellarator

3. Umwelt und Sicherheit

4. Zukunft der Kernfusionsreaktoren

4.1. Kritischer Blick

4.2. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Facharbeit ist es, die physikalischen Grundlagen, technischen Herausforderungen und das Zukunftspotenzial der Kernfusion als nachhaltige Energiequelle zu untersuchen und kritisch zu bewerten.

  • Physikalische Grundlagen der Kernfusionsreaktion und Plasmaphysik
  • Technische Konzepte zur Realisierung des magnetischen Einschlusses (Tokamak vs. Stellarator)
  • Vergleichende Analyse von Umweltaspekten und Sicherheitsrisiken gegenüber der Kernspaltung
  • Diskussion über die technologische Umsetzbarkeit und zeitliche Perspektive der kommerziellen Nutzung

Auszug aus dem Buch

1.3. Magnetischer Einschluss

Ein Plasma lässt sich allerdings nicht einfach so in einem z.B. metallischen Behälter einschließen und dann Zünden, da es an den Wänden abkühlen würde und diese gleichzeitig durch die enorme Hitze zerstören würde. Um dieses Problem zu lösen, macht man sich eine Eigenschaft von Plasma zu nutze: Elektrische Leitfähigkeit. Das wiederum bedeutet, dass es sich durch Magnetfelder „formen“ lässt. Vereinfacht kann man sagen, dass das Plasma im inneren des Reaktors durch verschiedene sehr starke Magnetfelder weg von den Wänden gehalten wird. Es schwebt im Reaktorinneren in einem Vakuum und wird durch die Magneten zu einem Torus geformt. Wie genau die Umsetzung des magnetischen Einschlusses funktioniert wird anhand von den Reaktortypen Tokamak und Stellarator nochmal genauer erklärt und gezeigt.

Um die nötigen Magnetfelder zu erzeugen, reichen herkömmliche Magneten nicht aus, da ihr Betreib so energieintensiv wäre, dass die Reaktoren nicht mehr ertragreich wären. Deshalb kommen Supraleiter zum Einsatz. Supraleiter sind bestimmte, elektrisch leitfähige, Festköper die auf sehr niedrige Temperaturen herunter gekühlt werden und dadurch ihren elektrischen Widerstand verlieren. Jüngst hat das MIT (Massachusetts Institute of Technology) einen neuen supraleitenden Elektromagneten vorgestellt, der in der Lage war, ein Magnetfeld mit einer Feldstärke von 20 Tesla zu erzeugen. Um das leisten zu können musste er allerdings auf -273°C herunter gekühlt werden, was auch das Problem vieler anderer Supraleiter ist. Im Endeffekt ist es aber immer noch um einiges effizienter als herkömmliche Magneten zu benutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen der Kernfusion: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen Prinzipien der Kernfusion, die Eigenschaften von Plasma sowie die Notwendigkeit und Methoden des magnetischen Einschlusses und der Plasmaheizung.

2. Reaktoren: Hier werden die beiden führenden Reaktortypen Tokamak und Stellarator hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Funktionsweise detailliert gegenübergestellt.

3. Umwelt und Sicherheit: Dieses Kapitel analysiert das Sicherheitsrisiko und die Umweltauswirkungen der Kernfusion, insbesondere im Vergleich zur Kernspaltung und zur Radioaktivität von Abfällen.

4. Zukunft der Kernfusionsreaktoren: Der letzte Teil befasst sich mit der kritischen Bewertung technischer Herausforderungen sowie einem abschließenden Ausblick auf die Realisierbarkeit der Kernfusionsenergie.

Schlüsselwörter

Kernfusion, Plasma, Tokamak, Stellarator, Magnetischer Einschluss, Tritium, Deuterium, Energiewende, Radioaktivität, Reaktortechnik, ITER, Wendelstein 7-X, Supraleitung, Lawson-Kriterium, Klimakrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Kernfusionsreaktoren als zukünftige, klimafreundliche Energiequelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den physikalischen Grundlagen der Fusion, den Reaktorkonzepten Tokamak und Stellarator sowie Sicherheits- und Umweltfragen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob Kernfusionsreaktoren tatsächlich als realistische Reaktortechnik der Zukunft gelten können und wann eine kommerzielle Stromerzeugung möglich sein könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Facharbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung wissenschaftlicher Berichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die physikalischen Voraussetzungen, die technischen Methoden zum Einschluss und zur Heizung von Plasma sowie einen Vergleich der verschiedenen Reaktortypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kernfusion, Plasma, Tokamak, Stellarator, Magnetischer Einschluss und die Nachhaltigkeit der Energiegewinnung.

Warum wird beim Stellarator auf einen Transformator verzichtet?

Im Gegensatz zum Tokamak wird beim Stellarator das zur Plasmastabilisierung benötigte magnetische Feld allein durch die komplexe Anordnung der äußeren Magnete erzeugt, was einen theoretischen Dauerbetrieb ermöglicht.

Welche Bedenken äußern Kritiker bezüglich der kommerziellen Nutzung?

Kritiker weisen insbesondere auf die immensen Kostensteigerungen, die ständige Verschiebung von Zeitplänen bei Projekten wie ITER sowie ungelöste Materialfragen bei der Neutronenstrahlung hin.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kernfusionsreaktoren. Reaktortechnik der Zukunft?
Hochschule
August-Hermann-Francke-Schule Gießen
Note
14
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1165607
ISBN (PDF)
9783346575043
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kernfusion Kernfusionsreaktoren Tokamak Stellarator ITER
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Kernfusionsreaktoren. Reaktortechnik der Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165607
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Leseprobe aus  20  Seiten
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