Im Rahmen dieser Arbeit werden die unterschiedlichen Anforderungsprofile männlicher Handballprofis auf der Rückraum- und Außenposition analysiert. In diesem Zusammenhang werden sowohl anthropometrische als auch konditionelle Faktoren berücksichtigt. Hinsichtlich der konditionellen Anforderungen wird der Fokus auf die motorischen Hauptbeanspruchungsformen Kraft und Schnelligkeit gelegt.
Im zweiten Teil der Arbeit erfolgt die Planung eines differenzierten Konditionstrainings angepasst an die einzelnen Spielpositionen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Kraft und Schnelligkeit. Zunächst werden unterschiedliche Periodisierungsmodelle einander gegenübergestellt und auf ihre Anwendbarkeit im Handball geprüft. Im Anschluss daran wird ein 8-wöchiger Trainingsplan in der Saisonvorbereitung einer professionellen Handballmannschaft erstellt. Darauf folgt die Planung einer Trainingswoche sowie eines Trainingstages. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Anforderungsprofil im Profihandball
2.1 Belastung
2.2 Beanspruchung
2.3 Anthropometrische Eigenschaften
2.4 Konditionelle Leistungsfähigkeit
2.5 Konditionelle Anforderungen
3 Trainingsplanung
3.1 Periodisierung
3.2 Trainingsplanung für eine 8-wöchige Vorbereitungsperiode
3.3 Trainingswoche in der Saisonvorbereitung
3.4 Trainingseinheit
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die spezifischen Anforderungsprofile von Rückraum- und Außenspielern im professionellen Männerhandball und leitet daraus ein differenziertes, positionsbezogenes Trainingskonzept für die Saisonvorbereitung ab.
- Vergleichende Analyse von anthropometrischen Merkmalen und Belastungsprofilen im Wettkampf
- Untersuchung der konditionellen Hauptbeanspruchungsformen Kraft und Schnelligkeit
- Evaluierung von Periodisierungsmodellen für den professionellen Handball
- Erstellung eines 8-wöchigen Trainingsplans mit Fokus auf Blockperiodisierung
Auszug aus dem Buch
2.1 Belastung
Bei einem Handballspiel treten zwei Mannschaften bestehend aus je 7 Spielern (6 Feldspieler und 1 Torwart) über eine Dauer von 60 Minuten aufgeteilt in zwei Halbzeiten gegeneinander an. Gespielt wird auf einem 40 x 20 m großen Feld in der Halle. Die Belastungsstruktur während der Spielzeit ist positionsspezifisch. Analysen über die Laufleistungen, Einsatzzeiten sowie Aktivitäten von Rückraum- und Außenspielern im Wettkampfspielbetrieb zeigen teils signifikante Unterschiede zwischen diesen Positionen.
In ihrer Studie haben Michalsik und Kollegen (2013) 62 Spiele in der 1. Dänischen Handballliga und im Dänischen Pokalwettbewerb untersucht. Dabei fanden die Autoren heraus, dass Rückraumspieler mit einer Spieldauer von durchschnittlich 54:43 ± 5:31 Minuten länger auf dem Platz sind als Außenspieler (52:48 ± 5:24 Minuten). Darüber hinaus erzielen Rückraumspieler mit 3.765 ± 532 m höhere Laufleistungen als Außenspieler (3.641 ± 501 m). Im Vergleich der durchschnittlichen Geschwindigkeit pro Spiel, bei der die Zeit im Stehen nicht berücksichtigt wurde, erreichen Außenspieler mit 6,45 ± 0,95 km/h höhere Geschwindigkeiten als Rückraumspieler (6,37 ± 0,91 km/h) (vgl. Michalsik, Aagaard & Madsen, 2013).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung einer hohen konditionellen und technischen Leistungsfähigkeit im Handball dar und begründet die Notwendigkeit, positionsspezifische Anforderungen in der Trainingspraxis zu berücksichtigen.
2 Anforderungsprofil im Profihandball: Dieses Kapitel analysiert wissenschaftliche Daten zu Belastung, Beanspruchung, Anthropometrie und konditionellen Faktoren, um die Unterschiede zwischen Rückraum- und Außenspielern aufzuzeigen.
3 Trainingsplanung: Hier werden theoretische Grundlagen der Periodisierung diskutiert und ein konkreter 8-wöchiger Trainingsplan für die Saisonvorbereitung entwickelt, der auf dem Modell der Blockperiodisierung basiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die unterschiedlichen Anforderungsprofile ein kombiniertes Training aus allgemeinen Mannschaftseinheiten und spezifischem Positionstraining erfordern, um die Leistung zu optimieren.
Schlüsselwörter
Männerhandball, Rückraumspieler, Außenspieler, Anforderungsprofil, Trainingsplanung, Saisonvorbereitung, Periodisierung, Blockperiodisierung, Krafttraining, Schnelligkeit, Sportwissenschaft, Leistungsfähigkeit, Belastungsstruktur, Spielpositionen, Konditionstraining
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Trainings im professionellen Männerhandball durch eine gezielte Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungsprofile von Rückraum- und Außenspielern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit deckt die Analyse leistungsbestimmender Faktoren wie Anthropometrie und Belastungsprofile sowie die praktische Trainingsplanung mittels Periodisierungsmodellen ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis der identifizierten positionspezifischen Unterschiede ein differenziertes Konditionstraining zu entwickeln, das die Leistungsfähigkeit der Spieler gezielt steigert.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse existierender sportwissenschaftlicher Studien und Literatur zu Belastungsstrukturen und Trainingsmethodiken basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Ausarbeitung der Anforderungsprofile (Kapitel 2) und eine darauf aufbauende konkrete Trainingsplanung inklusive Periodisierung, Wochenplan und beispielhafter Trainingseinheit (Kapitel 3).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Blockperiodisierung, Rückraumspieler, Außenspieler, Saisonvorbereitung und konditionelle Leistungsfähigkeit geprägt.
Warum unterscheidet sich das Training für Rückraum- und Außenspieler?
Aufgrund verschiedener taktischer Aufgaben im Spiel weisen diese Positionen unterschiedliche Belastungsprofile auf; Rückraumspieler benötigen mehr Kraft für Zweikämpfe und Distanzwürfe, während Außenspieler vermehrt Sprintfähigkeit und Sprintausdauer für das Tempospiel benötigen.
Welche Vorteile bietet die Blockperiodisierung in diesem Kontext?
Die Blockperiodisierung ermöglicht eine zeitlich konzentrierte Entwicklung spezifischer Leistungsvoraussetzungen, was in modernen Wettkampfkalendern effizienter ist als klassische, langwierige Vorbereitungsmodelle.
- Arbeit zitieren
- Eray Erdem (Autor:in), 2019, Anforderungsprofil und Trainingsplanung der Saisonvorbereitung im professionellen Männerhandball. Besondere Berücksichtigung der Spielpositionen Rückraum und Außen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165655