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Populäre Filmdramaturgie - Eine dramaturgische Analyse der Kill Bill-Filme von Quentin Tarantino

Title: Populäre Filmdramaturgie - Eine dramaturgische Analyse der Kill Bill-Filme von Quentin Tarantino

Thesis (M.A.) , 2008 , 118 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Schmidt (Author)

Communications - Movies and Television
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Die Produktion von Spielfilmen ist bekanntermaßen eine kostspielige Angelegenheit und will dementsprechend gut überlegt sein. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass in Hollywood durchschnittlich eine Million Dollar bereits in Entwicklung und Erstellung eines Drehbuchs investiert werden, bevor der dazugehörige Film überhaupt in die tatsächliche Produktion geht.
Dabei stellt sich beim Betrachten unterschiedlicher Blockbuster und Mainstream-Filme immer wieder das Gefühl ein, dass diese sich im Handlungsaufbau, welcher bereits vor Drehbeginn in schriftlicher Form feststeht, sehr stark ähneln. Im Rahmen dieser Arbeit werde ich also zunächst der Frage nachgehen, wodurch sich die Dramaturgie des populären Kinofilms auszeichnet. In einem weiteren Schritt wird es mir dann darum gehen, die Kill Bill-Filme dieses Regisseurs, der laut Kritikermeinung „der Industrie, die seine Filme produziert, nicht angehören will“, einer diesbezüglichen Analyse zu unterziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theoretischer Teil: Dramaturgie des populären Films

1 Begriffsdefinitionen

1.1 Dramaturgie

1.2 Populärer Kinofilm

2 Historische Grundlagen: Entwicklung der dramaturgischen Form

2.1 Einheit und Ganzheit in der Dramentheorie

2.2 Anfänge filmischer Narration – Jahrmarkt und das Vaudeville

2.2.1 EXKURS: Populäre Unterhaltungsformen im Amerika der Jahrhundertwende

2.2.1.1 Das amerikanische Theater um 1900

2.2.1.2 Der Literaturbetrieb um 1900

2.3 Die Entstehung der klassischen Narration

3 Grundlagen für die filmwissenschaftliche Ableitung des dramaturgischen Modells

3.1 Der aktive Zuschauer und das kanonische Story-Format

3.2 Unterschiedliche Lesarten des kanonischen Story-Formats

3.3 Plot und Story

4 Narratologische Modelle

4.1 Untersuchungen von Bordwell und Thompson

4.1.1 Charakteristika der classical narration

4.2 Das narratologische Modell von Peter Wuss

4.2.1 Einordnung des Wuss’schen Modells

4.3 Die moderne Ratgeberliteratur: Einfluss und Historie

4.3.1 Das dramaturgische Modell

4.3.2 Problematik und Einordnung

4.4 Das narratologische Modell von Jens Eder

4.4.1 Eders 25 Merkmale

4.4.2 Einordnung

4.5 Die Backstorywound nach Michaela Krützen

5 Dramaturgie des populären Kinofilms – Merkmale und Charakteristika

Praktischer Teil: dramaturgische Analyse der Kill Bill-Filme

1 Filmauswahl und Thesenentwicklung

1.1 Vorgehensweise

2 Inhaltsangaben und Sequenzprotokolle

2.1 Kill Bill Vol. 1

2.2 Kill Bill Vol. 2

3 Untersuchung der Handlungsstränge

3.1 Analyse von Kill Bill Vol. 1

3.1.1 Haupthandlung

3.1.2 Nebenhandlungen

3.1.3 Fazit

3.2 Analyse von Kill Bill Vol. 2

3.2.1 Haupthandlung

3.2.2 Nebenhandlungen

3.2.3 Fazit

3.3 Zusammenfassung und Vergleich der beiden Filme

4 Vergleich von Plot und Story

5 Untersuchung der Struktur

5.1 Kill Bill Vol. 1

5.1.1 Fazit

5.2 Kill Bill Vol. 2

5.2.1 Fazit

5.3 Zusammenfassung

6 Untersuchung auf Merkmale der populären Dramaturgie

6.1 Kill Bill Vol. 1

6.1.1 Fazit

6.2 Kill Bill Vol. 2

6.2.1 Fazit

6.3 Zusammenfassung

Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines dramaturgischen Modells für populäre Kinofilme, das durch die Analyse der Kill Bill-Filme von Quentin Tarantino praktisch validiert wird. Es wird untersucht, wie sich Erzählstrukturen im populären Kino unter Berücksichtigung von Bordwells classical narration, Ratgeberliteratur und narratologischen Ansätzen wie denen von Jens Eder systematisieren lassen.

  • Entwicklung eines Modells zur Dramaturgie populärer Spielfilme
  • Vergleich theoretischer Modelle (Bordwell, Eder) mit praktischer Drehbuchlehre
  • Analyse der narrativen Strategien und Strukturen in Kill Bill Vol. 1 und Vol. 2
  • Untersuchung der Eigenständigkeit der beiden Filmteile vs. Zusammengehörigkeit als Gesamtwerk
  • Rolle von psychologischer Motivation und Backstorywound im modernen Hollywood-Kino

Auszug aus dem Buch

1.1 Dramaturgie

Dramaturgie zu definieren ist kein einfaches Unterfangen, obwohl – oder gerade weil – ein jeder eine Vorstellung davon besitzt. Das Herkunftswörterbuch des Duden übersetzt es mit „Gestaltung eines Dramas; Tätigkeit des Dramaturgen“, was einer Tautologie gleich kommt. Legt man allerdings die griechisch-lateinische Grundbedeutung von Drama: „Handlung, Geschehen“ zu Grunde, wird einem die Aufgabe von Dramaturgie schon klarer. Diese Auffassung vertritt auch Wolfgang Liebeneiner und stellt fest: „Dramaturgie heißt nichts anderes als die Kunst des Handlungsaufbaues.“

Dementsprechend ist Dramaturgie kein genuin filmisches, sondern ein narratives Element und findet bei jeglicher Art von Handlungskonstruktion Anwendung. Jens Eder fasst sie als „eine strukturelle Eigenschaft von Erzählungen“ auf. Und Erzählungen sind auch essentieller Bestandteil von Romanen, Theaterstücken oder mündlichen Überlieferungen. Im Rahmen dieser Arbeit soll es jedoch ausschließlich um den strukturellen Aufbau der populären Filmerzählung gehen.

Allerdings stellt der Film eine komplexe Erzählform dar. Bild und Ton wirken gleichzeitig auf den Zuschauer ein und beeinflussen so dessen Wahrnehmung. Mit filmischen Gestaltungselementen wie Kamerabewegung, Einstellungsgröße oder Schnitt wird die zu Grunde liegende Handlung in all ihrem Facettenreichtum künstlerisch und vor allem technisch umgesetzt. Diesen Prozess beschreibt David Bordwell als den „style“ eines Films und hebt ihn deutlich vom Bereich der Dramaturgie ab. Da sich die vorliegende Arbeit jedoch mit der dramaturgischen Struktur von Filmen beschäftigt, soll die Untersuchung und Interpretation filmgestalterischer Elemente nicht behandelt werden. Die Dramaturgie entspricht einem Teilgebiet der Narration, welches die Organisation und Struktur des Plots behandelt. Dabei sind jegliche dem Zuschauer übermittelten Informationen von Belang. Diese können sowohl auditiv durch Gespräche oder Off-Kommentare als auch visuell, wozu auch Texteinblendungen zählen, übermittelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hinführung zum Thema der Filmdramaturgie, Darstellung der Problematik der Erfolgsplanbarkeit in Hollywood und Präsentation der Forschungsfragen sowie der methodischen Vorgehensweise.

1 Begriffsdefinitionen: Klärung der Kernbegriffe "Dramaturgie" und "Populärer Kinofilm" im Kontext der vorliegenden Untersuchung.

2 Historische Grundlagen: Entwicklung der dramaturgischen Form: Analyse der Ursprünge der dramaturgischen Konzepte wie Einheit und Ganzheit von Aristoteles bis hin zum frühen narrativen Film und dem Einfluss von Vaudeville-Formen.

3 Grundlagen für die filmwissenschaftliche Ableitung des dramaturgischen Modells: Theoretische Fundierung durch den Neoformalismus mit Fokus auf den aktiven Zuschauer, das kanonische Story-Format und die Differenzierung von Plot und Story.

4 Narratologische Modelle: Ausführliche Vorstellung und kritische Einordnung narratologischer Analyseansätze von Bordwell/Thompson, Wuss, Eders 25 Merkmalen sowie der Backstorywound von Krützen.

5 Dramaturgie des populären Kinofilms – Merkmale und Charakteristika: Synthese der theoretischen Erkenntnisse zu den Strukturmerkmalen des populären Mainstream-Films.

Praktischer Teil: dramaturgische Analyse der Kill Bill-Filme: Anwendung der erarbeiteten Kriterien auf die beiden Filme von Quentin Tarantino.

Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Fazit der Untersuchung und Beantwortung der aufgestellten Thesen.

Schlüsselwörter

Dramaturgie, Populärer Kinofilm, Plot, Story, Filmanalyse, Quentin Tarantino, Kill Bill, Hollywood, Classical Narration, Handlungsaufbau, Backstorywound, Narratologie, Drehbuch, Sequenzprotokoll, Rezeptionspsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die dramaturgischen Strukturen des populären Mainstream-Kinos und untersucht, ob und wie diese im Werk von Quentin Tarantino, spezifisch an den Kill Bill-Filmen, umgesetzt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der strukturelle Aufbau von Filmerzählungen, die historische Entwicklung der Dramaturgie, narratologische Modelle zur Filmanalyse und die Bedeutung der psychologischen Motivation von Charakteren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein Modell für die Dramaturgie populärer Filme zu entwickeln und zu prüfen, inwieweit Tarantinos Kill Bill-Filme trotz ihrer unchronologischen Erzählweise den Konventionen dieses populären Dramaturgie-Modells entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen deduktiven, neoformalistischen Ansatz, verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse (u.a. von David Bordwell und Jens Eder) mit Erkenntnissen aus der praktischen Ratgeberliteratur für Drehbücher und wendet diese im praktischen Teil mittels einer detaillierten Analyse und Sequenzprotokollierung an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der existierende narratologische Modelle und Merkmale populärer Dramaturgie systematisiert, sowie einen praktischen Abschnitt, der die Anwendung dieser Kriterien auf die beiden Kill Bill-Teile vornimmt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dramaturgie, Populärer Kinofilm, Plot, Story, Handlungsaufbau, Backstorywound und Narratologie.

Was hat es mit der "Backstorywound" nach Michaela Krützen auf sich?

Die Backstorywound bezeichnet eine seelische Verletzung aus der Vorgeschichte eines Protagonisten, die als zentrale, oft austauschbare Motivationsgrundlage für sein Verhalten innerhalb der Filmhandlung dient.

Wie geht die Arbeit mit der Zweiteilung der Kill Bill-Filme um?

Die Arbeit untersucht, ob die Filme trotz ihrer Zweiteilung in der Postproduktion in sich abgeschlossene Werke sind oder als ein Gesamtwerk funktionieren, und kommt zu dem Schluss, dass sie sowohl als eigenständige Werke als auch als Teile eines Ganzen betrachtet werden können.

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Details

Title
Populäre Filmdramaturgie - Eine dramaturgische Analyse der Kill Bill-Filme von Quentin Tarantino
College
Braunschweig Academy of fine arts  (Institut für Medienforschung)
Grade
1,7
Author
Michael Schmidt (Author)
Publication Year
2008
Pages
118
Catalog Number
V116591
ISBN (eBook)
9783640180660
ISBN (Book)
9783640180806
Language
German
Tags
Populäre Filmdramaturgie Eine Analyse Kill Bill-Filme Quentin Tarantino Dramaturgie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Schmidt (Author), 2008, Populäre Filmdramaturgie - Eine dramaturgische Analyse der Kill Bill-Filme von Quentin Tarantino, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116591
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